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Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

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  1. Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Netzwerk-IT-Profii 04.06.19 - 12:21

    Arbeite seit fünfzehn Jahren erfolgreich in der Forensik und Netzwerksicherheit. Hatte mich bei der BW beworben - Fazit: "Sie haben verweigert? Dann müssen Sie aber erstmal ne Grundausbildung machen. Sie haben keinen Universitätsabschluss? Dann gibt es für Sie keine gehobene Offizierslaufbahn."
    Mein Wissen und meine Expertiese waren übrigens in keinem Fall ein Faktor bei den Gesprächen. Vollkommen uninteressant.


    Sorry, aber da bleibe ich dann - auch aufgrund des erheblich besseren Gehaltes - in der Privatwirtschaft.

  2. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Sharra 04.06.19 - 12:32

    Die BW hat immer noch nicht verstanden, dass sie Fachpersonal benötigt, das sich aber nicht wirklich für den militärischen Teil interessiert. Wieso muss eine IT-Fachkraft Offizier sein? Wozu braucht sie eine Grundausbildung? Diese Leute sitzen in sicheren Räumen, fernab vom Feind.

  3. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Muhaha 04.06.19 - 12:35

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Leute sitzen in sicheren Räumen, fernab vom Feind.

    Sie sitzen direkt am "Feind".

    Der aber auch keine militärische Grundausbildung hat und als Waffe auch nur Keyboard und Maus führt.

  4. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Netzwerk-IT-Profii 04.06.19 - 12:41

    Aus meinem Bewerbungsgespräch:
    Einigermaßen attraktive Gehaltsstrukturen findet man erst ab Offizier. Um dieses Gehalt zu erreichen, muss man also Offizier sein. Um Offizier werden zu können, braucht man einen Univeristätsabschluss.

    Ohne Uniabschluss gibt es also entweder Minimalgehalt oder man sitzt sich nochmal an irgendeiner Uni seinen Hintern breit, um drei bis vier Jahre zu verlieren, damit man in seinem angestammten Job arbeiten kann. Ich habe dann dankend abgelehnt.

  5. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Oktavian 04.06.19 - 12:55

    > Um Offizier werden
    > zu können, braucht man einen Univeristätsabschluss.

    Nein, um Offizier werden zu können, braucht man erst mal nur Abitur. Nach Grundausbildung und Offiziersschule wird man Leutnant, also Offizier. Das dauert etwa ein bis zwei Jahre, in denen man als Unteroffizier verdient. Sollte man schon eine Berufsausbildung haben, ist das Gehalt nochmal höher.

    Danach geht man an die Uni (meist BW-Uni, teils auch zivil) und studiert dort bei vollem Offiziersgehalt. Etwas davon muss man für Kost und Logis wieder abdrücken, aber deutlich weniger als ein normaler Student. Das Studium geht allerdings etwas flotter als an der zvilen Uni, da man in Trimester-Form studiert.

    https://www.bundeswehrkarriere.de/offizier-mit-studium/151100

    Mit der Uni fertig wird man üblicherweise zum Oberleutnant befördert, und in der Mitte der restlichen Verpflichtungszeit zum Hauptmann.

    Prinzipiell kann man auch Offizier werden ohne Abi und Studium. Dann geht es erst über die Unteroffizierslaufbahn, aus der man in die Offizierslaufbahn wechseln kann. Das dauert aber einige Jahre länger.

  6. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Oktavian 04.06.19 - 12:59

    > Wieso
    > muss eine IT-Fachkraft Offizier sein? Wozu braucht sie eine
    > Grundausbildung?

    Genau darum geht es im Artikel doch. Die Dame ist wie 1/3 ihre Kollegen Zivilistin. Also muss eine IT-Fachkraft kein Offizier sind. Wenn er/sie es aber ist, ist das natürlich nicht hinderlich.

  7. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Eik 04.06.19 - 13:01

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die BW hat immer noch nicht verstanden, dass sie Fachpersonal benötigt, das
    > sich aber nicht wirklich für den militärischen Teil interessiert. Wieso
    > muss eine IT-Fachkraft Offizier sein? Wozu braucht sie eine
    > Grundausbildung? Diese Leute sitzen in sicheren Räumen, fernab vom Feind.

    Anscheinend den Artikel nicht gelesen?
    Die vorgestellte Dame in dem Artikel ist keine Soldatin.

  8. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Oktavian 04.06.19 - 13:12

    > Hatte mich bei der BW beworben - Fazit: "Sie haben
    > verweigert? Dann müssen Sie aber erstmal ne Grundausbildung machen. Sie
    > haben keinen Universitätsabschluss? Dann gibt es für Sie keine gehobene
    > Offizierslaufbahn."

    Du hast zunächst glaubhaft versichert, dass Du die Nutzung einer Schusswaffe unter keinen Umständen mit deinem Gewissen vereinbaren kannst. Und im nächsten Schritt hast Du Dich dann für die Offizierslaufbahn beworben? Siehst Du da nicht einen gewissen Widerspruch?

    Ich vermute mal, schon beim Gespräch mit dem Psychologen wäre es schwierig geworden, diesen Widerspruch glaubhaft aufzuklären. Du hättest ja nachvollziehbar argumentieren müssen, dass es einen erheblichen Wandel in deiner pazifistischen Einstellung gegeben hat. Die anderen beiden Erklärungsmuster ("Ich hab mich damals nur gedrückt" oder "Ich mach das jetzt nur fürs Geld/Beamtenstatus und drücke mich, wenn es unangenehm wird") sind halt ungerne gesehen.

    > Mein Wissen und meine Expertiese waren übrigens in keinem Fall ein Faktor
    > bei den Gesprächen. Vollkommen uninteressant.

    Wenn es um die Offizierslaufbahn geht, ist das tatsächlich erst mal nebensächlich. Du musst Abi haben, dann kannst Du via Grundausbildung und Offiziersausbildung zur BW-Uni kommen und dort studieren. Oder aber Du hast schon Grundausbildung und Studium, dann kannst Du direkt zur Offiziersschule.

    > Sorry, aber da bleibe ich dann - auch aufgrund des erheblich besseren
    > Gehaltes - in der Privatwirtschaft.

    Dann ist doch super. Sind doch alle glücklich.

  9. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Netzwerk-IT-Profii 04.06.19 - 13:18

    Ich bin prinzipiell davon ausgegangen mit Tastatur und Maus keine Menschen erschießen zu müssen. Schon gar nicht als ziviler Angestellter.

    Ich habe mich nicht für die Offizierslaufbahn beworben - Im Bewerbungsgespräch wurde mir gesagt, dass für das Gehalt, dass ich aufgerufen habe, eine Offizierslaufbahn zwingend notwendig wäre - und dass dafür ein Universitätsabschluss zwingend notwendig wäre. Ich habe mich zuallererst auf einen zivilen Job im IT-Sec Umfeld beworben.

  10. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Oktavian 04.06.19 - 13:23

    > Ich bin prinzipiell davon ausgegangen mit Tastatur und Maus keine Menschen
    > erschießen zu müssen. Schon gar nicht als ziviler Angestellter.

    Naja, als glühender Pazifist hätte ich schon gewisse Probleme (oder Gewissensprobleme), den Kostüm-Verein auch als Zivilangestellter zu unterstützen. Mit der Argumentation, persönlich keinen Menschen zu töten, sollte ein Pazifist ja auch keine Probleme haben, in der Rüstungsindustrie zu arbeiten oder bei der Entwicklungs von Chemiewaffen.

    > Ich habe mich nicht für die Offizierslaufbahn beworben - Im
    > Bewerbungsgespräch wurde mir gesagt, dass für das Gehalt, dass ich
    > aufgerufen habe, eine Offizierslaufbahn zwingend notwendig wäre - und dass
    > dafür ein Universitätsabschluss zwingend notwendig wäre. Ich habe mich
    > zuallererst auf einen zivilen Job im IT-Sec Umfeld beworben.

    Ich glaube, da wurden im Eifer des Gefechts ein paar Sachen durcheinandergeworfen. Aber seis drum, wenn Du mit deinem Job zufrieden bist, ist doch super.

    Im Staatsdienst ist noch keiner reich geworden. Dahin geht man aus anderen Erwägungen. Ich war selber einige Zeit im Staatsdienst und bin bewusst dort weg, gerade wegen des Gehalts.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.19 13:23 durch Oktavian.

  11. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Sharra 04.06.19 - 13:29

    Richtig, und was verdient sie? Davon abgesehen war wohl gerade dringensd eine Stelle zu besetzen, und keiner wollte sich auf den Offiziersmurks einlassen. Also hat die BW eine Kröte geschluckt, und ohne Offizierspatent eingestellt.
    Das ändert aber in keinster Weise etwas daran, dass hochqualifizierte Bewerber abgelehnt werden, weil sie sich dem überflüssigen militärischen Teil nicht unterwerfen wollen.

  12. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Oktavian 04.06.19 - 13:38

    > Richtig, und was verdient sie?

    Das, was sie für angemessen hält. Ansonsten würde sie es ja nicht machen. Wenn Du es nicht für angemessen hältst, ist es nicht Dein Job. Wie es immer so schön heißt, es kommt auf das Gesamtpaket an. Die anstehende Verbeamtung ist für viele Arbeitnehmer im Staatsdienst sehr attraktiv.

    > Davon abgesehen war wohl gerade dringensd
    > eine Stelle zu besetzen, und keiner wollte sich auf den Offiziersmurks
    > einlassen. Also hat die BW eine Kröte geschluckt, und ohne Offizierspatent
    > eingestellt.

    Na immerhin sind 1/3 ihre Kollegen zivil. Aber gerade im Bereich IT hat in der BW tatsächlich in den letzten Jahren ein Umdenken eingesetzt. Weder wollen sich viele (angehende) ITler den Offizierskram antun noch sind sie einfach körperlich dazu in der Lage. Die Tauglichkeit hat in den letzten Jahren sehr gelitten, gerade bei ITlern.

    > Das ändert aber in keinster Weise etwas daran, dass hochqualifizierte
    > Bewerber abgelehnt werden, weil sie sich dem überflüssigen militärischen
    > Teil nicht unterwerfen wollen.

    Es muss halt auch eine zivile Stelle geben. Es entscheidet schließlich immer noch der Arbeitgeber, ob er eine Stelle schafft und welche Anforderungen er daran stellt. Der Bewerber entscheidet dann, ob er die erfüllen möchte.

    Soweit ich bislang gelesen habe, klagt die BW gerade im Bereich der Offiziere nicht über Nachwuchssorgen. Die Mehrzahl der Bewerber wird immer noch abgelehnt wegen mangelnder Eignung, die Stellen können trotzdem alle besetzt werden.

  13. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: gaym0r 04.06.19 - 13:58

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzipiell kann man auch Offizier werden ohne Abi und Studium. Dann geht
    > es erst über die Unteroffizierslaufbahn, aus der man in die
    > Offizierslaufbahn wechseln kann. Das dauert aber einige Jahre länger.

    Das geht schon lange nicht mehr.

    Und auch mit dem Rest hast du ihm ja nicht wirklich widersprochen: Man muss nochmal die "Schulbank" drücken für ein Studium, was man eigentlich garnicht braucht, sondern nur um in den Rang zu kommen, der ein angemessenes Gehalt bedeutet.

  14. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: DeathMD 04.06.19 - 14:03

    Naja, das ist auch zum Teil ein Problem mit der Begründung die man da unterzeichnen muss. Ich hatte und habe prinzipiell nichts gegen Waffen, wollte nur mit dem Verein nichts zu tun haben und ich habe es sinnvoller gefunden meine Zeit als Sanitäter bei der Rettung zu verbringen, als im Schlamm Krieg zu spielen. Man muss den Dienst an der Waffe verweigern, weil man es moralisch nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, obwohl das eigentlich gar nicht zutrifft und man nur die Kriegsspielchen für 18-Jährige komplett unnütz findet. Wenn man sie darauf hinweist, sind sie auch nicht so begeistert... :D

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  15. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: theFiend 04.06.19 - 15:17

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das geht schon lange nicht mehr.

    Fachdiener kannste noch immer werden. Dann endet man halt maximal beim Stabshauptmann.

    > Und auch mit dem Rest hast du ihm ja nicht wirklich widersprochen: Man muss
    > nochmal die "Schulbank" drücken für ein Studium, was man eigentlich
    > garnicht braucht, sondern nur um in den Rang zu kommen, der ein
    > angemessenes Gehalt bedeutet.

    Der Witz ist, und das hat dem Bewerber wohl auch niemand gesagt: er wollte Gehalt XY und man hat ihm halt erzählt das er damit Eichenlaub (also Ränge ab Major) braucht. Wie unwahrscheinlich das in einem spezifischen Fachbereich zu schaffen ist hat man lieber aussen vor gelassen...

  16. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Oktavian 04.06.19 - 15:33

    > > Prinzipiell kann man auch Offizier werden ohne Abi und Studium. Dann
    > geht
    > > es erst über die Unteroffizierslaufbahn, aus der man in die
    > > Offizierslaufbahn wechseln kann. Das dauert aber einige Jahre länger.
    >
    > Das geht schon lange nicht mehr.

    Das sieht die Bundeswehr grundlegend anders:
    https://bundeswehr-einstellungstest.de/bundeswehr-offizier-ausbildung/
    "Mit einem Realschulabschluss und einer abgeschlossenen Ausbildung kannst du aber auch Bundeswehr Offizier ohne Studium werden."

    Den Laufbahnwechsel gibt es immer noch. (§29 Soldatenlaufbahnverordnung)

    Was tatsächlich relativ neu ist, mit Realschulabschluss und Ausbildung kann man über eine militärfachliche Ausbildung etwas schneller Offizier werden. Allerdings ist der Weg dann auch nicht allzu lang, ab Hauptmann/Stabshauptmann ist Ende.

    > Und auch mit dem Rest hast du ihm ja nicht wirklich widersprochen: Man muss
    > nochmal die "Schulbank" drücken für ein Studium, was man eigentlich
    > garnicht braucht, sondern nur um in den Rang zu kommen, der ein
    > angemessenes Gehalt bedeutet.

    Ob man das nicht braucht, überlassen wir lieber dem Arbeitgeber. Wenn er der Meinung ist, für eine bestimmte Stelle reicht ihm kein angelernter/ausgebildeter Zivilist, sondern ein Zivilist mit Informatik-Studium und Erfahrung oder eben ein Offizier mit Informatik-Studium, dann ist das ganz alleine Entscheidung des Arbeitgebers. Er definiert immer noch ganz alleine die Stellenanforderungen. Der Bewerber entscheidet dann, ob er das leisten möchte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.19 15:40 durch Oktavian.

  17. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Oktavian 04.06.19 - 15:38

    > Naja, das ist auch zum Teil ein Problem mit der Begründung die man da
    > unterzeichnen muss. Ich hatte und habe prinzipiell nichts gegen Waffen,
    > wollte nur mit dem Verein nichts zu tun haben und ich habe es sinnvoller
    > gefunden meine Zeit als Sanitäter bei der Rettung zu verbringen, als im
    > Schlamm Krieg zu spielen.

    Ich verstehe das voll und ganz. Ich war damals auch nur beim Karnevalsverein, weil es 3 Monate schneller ging und es sich sonst von den Zeitabläufen her recht schwierig gestaltet hätte.

    Beide Varianten, die Verweigerung aus Gewissensgründen und auch gewissen Gründen ist vollkommen legitim. Dass man für die gewissen Gründe Gewissensgründe vorschieben muss, war albern, aber die Verweigerung war ja ohne tatsächliche Hindernisse.

    Im Nachhinein nach so einer Verweigerung aus gewissen Gründen sich doch wieder bei dem Verein zu bewerben, und sei es nur als militärisch eng angebundener Zivilist mit Sicherheitsaufgaben, ist schon zumindest gewagt.

  18. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: Oktavian 04.06.19 - 15:45

    > Der Witz ist, und das hat dem Bewerber wohl auch niemand gesagt: er wollte
    > Gehalt XY und man hat ihm halt erzählt das er damit Eichenlaub (also Ränge
    > ab Major) braucht.

    Wenn dem so ist, hat man wohl auch unterschlagen, dass man ein paar Jährchen bis dahin braucht. Major wird man selten direkt zum Einstieg.

    > Wie unwahrscheinlich das in einem spezifischen
    > Fachbereich zu schaffen ist hat man lieber aussen vor gelassen...

    Naja, in dem Gespräch ist wohl einiges durcheinander gelaufen. Auch eine vorhergehende Verweigerung des Wehrdienstes könnte einem späteren Einstieg als Offizier im Wege stehen. Zumindest wird das bei den Psychologen ein spannendes Gespräch...

    Wirklich attraktiv ist an dem ganzen Konstrukt des Studiums als Offiziersanwärter doch hauptsächlich, dass man bei vollem Gehalt und sehr geringen Kosten für Kost und Logis in Hamburg oder München studieren kann. Nach 6 Jahren (inkl. militärischer Ausbildung) hat man seinen Master und muss weitere 7 Jahre arbeiten, bevor man ins Zivilleben entlassen wird. Gerade für Personen ohne finanziellen Background in der Familie kann das spannend sein. Ich kenne ein paar im beruflichen und privaten Umfeld, die genau deshalb diesen Weg gegangen sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.19 15:47 durch Oktavian.

  19. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: nixidee 04.06.19 - 17:42

    Netzwerk-IT-Profii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Arbeite seit fünfzehn Jahren erfolgreich in der Forensik und
    > Netzwerksicherheit. Hatte mich bei der BW beworben - Fazit: "Sie haben
    > verweigert? Dann müssen Sie aber erstmal ne Grundausbildung machen. Sie
    > haben keinen Universitätsabschluss? Dann gibt es für Sie keine gehobene
    > Offizierslaufbahn."
    > Mein Wissen und meine Expertiese waren übrigens in keinem Fall ein Faktor
    > bei den Gesprächen. Vollkommen uninteressant.
    >
    > Sorry, aber da bleibe ich dann - auch aufgrund des erheblich besseren
    > Gehaltes - in der Privatwirtschaft.
    Warum müssen sich die Leute immer so dermaßen Überschätzen. Wenn du eine Karriere als Soldat machen willst, dann gehört das dazu. Die Bundeswehr beschäftigt aber auch genug Zivilisten. Und auch wenn du halbwegs talentiert in deinem Job wärst, würden solche Regeln gelten, z.B. an Unis etc., warum sollte die Bundeswehr dich als 0815 Sysadmin zum Offizier machen?

  20. Re: Strukturen aus der Steinzeit, unflexibel und die Wichtigkeit des "Zettels" ist sehr stark.

    Autor: DeathMD 04.06.19 - 18:23

    Mir ist gerade ein passendes Lied dazu eingefallen: EAV-Heimatlied

    Wir marschiern, wir marschiern,
    es vertrocknet unser Hirn,
    vorwärts marsch, Delirium,
    dumm im Kreis herum.

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