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Inkompetente Dozenten

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  1. Inkompetente Dozenten

    Autor: Toaster 22.05.18 - 22:07

    Ich selbst bin dualer Student der angewandten Informatik an der Dualen Hochschule Baden Württemberg und damit Mitarbeiter bei einem sehr großen DAX-Unternehmen.

    Leider muss ich sagen, dass die Qualität der Dozenten nicht immer de entspricht, wie ich mir das wünschen würden, und dabei geht es nicht um Anspruch, der ist in dem meisten Fällen ok. Jedoch habe ich nicht den Eindruck, dass diese Menschen mich auf das Leben als Informatiker vorbereiten können, indem sie mir ihre veraltete Technik vorbeten. Dies gilt vor allem bei den Vorlesungen, welche von privaten Dozenten unterrichtet werden, z.B. Webengineering oder Programmieren.
    Da kommt es gerne vor, dass die Folien Beispiele von Implementierungen zeigen, welche meiner Meinung nach eher Do-Nots entsprechen, das sie unsicher, langsam oder beides sind. Mal davon abgesehen, dass Implementierungen auf Slides nichts verloren haben.

    In wirklich wichtigen Fächern wie Mathematik oder Theoretische Informatik gibt es ein großes Gefälle der Güte der Dozenten. Wenn man da Pech hat, erwischt man die null.

    Was kann man also gegen dieses Problem tun?
    Nichts, wenn ihr mich fragt. Vielmehr wird das Problem immer schlimmer werden, je mehr Menschen auf die verrückte Idee kommen und auch Informatik studieren wollen, dank des Bachelor-Systems. So sehe ich meine akademische Ausbildung nur durch das duale Studium als wirklich gefestigt an. Wenn ich daran denke, was meinen Kollegen von der Uni oder HS da fehlt, dann werden wir in Zukunft viele Informatiker haben, die man als solches nicht anstellen kann, da sie nicht in der Lage sind, einfache Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Da fehlt es an Ideen und Praxis, aber auch an schierem Wissen.

    Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.05.18 22:09 durch Toaster.

  2. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: FreierLukas 22.05.18 - 22:32

    Puh, ich würde das was in der Uni passiert nicht überbewerten. Das ist Pflichtprogramm. Das was im Studium wirklich zählt ist das was drum herum geschieht. An was für Projekten nimmst du teil, was für Praktika absolvierst du, wie bildest du dich Nachmittags weiter? Gehst du gerne mal in die Bibliothek und ziehst dir ein paar Fachbücher rein die du eigentlich nicht brauchst um anderer Leute Wege kennenzulernen oder bleibst du bei dem was dein Prof sagt? Ich kann dir nur raten so viel es geht in dich rein zu saugen und ganz wissenschaftlich möglichst viele voneinander unabhängige Quellen für alles das was dir dein Prof dir versucht (oder nicht) beizubringen. Auch im Netz gibt es wahnsinnig viele gute Quellen. So bietet das MIT zB. mit OpenCourseware gratis Vorlesungen im Netz. Da gibt auch was zu Neuronalen Netzen usw. Ein kleiner Geheimtipp von mir is Nancy! Das hat zwar erstmal wenig mit Informatik zu tun aber Neurowissenschaften bzw. das Verständnis darüber was in unserem Kopf vorgeht sollte heutztage eigetnlich jeden Informatiker interessieren.

    Auch wärmstens empfehlen kann ich dir dich mit den sozialen Medien vertraut zu machen. Schreib nen Blog oder mach Videos. Irgendwas um die Skills in dem Bereich zu trainieren völlig egal ob es jemand sieht oder liest. Mit Glück baust du ein Following auf was nie schadet und ohne Glück bist du eben um die Erfahrungen reicher. Gratis ne (statische) Website hosten kann man übrigens direkt auf Github Pages. Für nen Blog reichts allemal! Die Kommentarfunktion muss man sich nur von Außen durch zB. Disqus dazuholen. Datenbanken gibt es meines Wissens nach dort nicht aber mach dich am besten selber schlau falls du sowas vor hast. In die Zukunft geht man am besten breit gefächert! Das schlimmste ist wenn man komplett zum Fachidioten mutiert und in seiner kleinen Blase wohnt und alles außerhalb als zu unwürdig erachtet um damit auch nur in Kontakt zu kommen.

    MIT [www.youtube.com]
    Nancy [nancysbraintalks.mit.edu]
    Github Pages [pages.github.com]



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 22.05.18 22:39 durch FreierLukas.

  3. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: henry86 22.05.18 - 22:50

    Toaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich selbst bin dualer Student der angewandten Informatik an der Dualen
    > Hochschule Baden Württemberg und damit Mitarbeiter bei einem sehr großen
    > DAX-Unternehmen.
    >
    > Leider muss ich sagen, dass die Qualität der Dozenten nicht immer de
    > entspricht, wie ich mir das wünschen würden, und dabei geht es nicht um
    > Anspruch, der ist in dem meisten Fällen ok. Jedoch habe ich nicht den
    > Eindruck, dass diese Menschen mich auf das Leben als Informatiker
    > vorbereiten können, indem sie mir ihre veraltete Technik vorbeten.

    Das erste, was man an der Uni lernen sollte, ist, dass man alles selber machen können sollte. Wenn Du Dich darauf verlässt, was Dir andere sagen, anstatt selbstständig zu lernen, dann wirste es im Leben auch nicht allzu weit bringen.

    Meine beste Lehrerin war übrigens meine Physiklehrerin in der 12. Klasse. Und zwar, weil die überhaupt kein blassen Schimmer von irgendwas hatte. Ich habe damals alles selber gelernt. Bücher gelesen, im Netz recherchiert und so weiter.

    Im Studium habe ich außer im ersten Semester nicht eine (!) einzige Vorlesung besucht. Alles im Eigenstudium gelernt.

    Und genau das ist die Eigenschaft, die Dich im Leben weiterbringt. Bin jetzt beruflich auch sehr erfolgreich.

    Im Vergleich dazu mein Mitschüler aus der 12. Klasse, der in einem anderen Physikkurs war - hatte ne super Lehrerin, war auf der höhe Zeit, hat super erklärt - aber der Typ kann nur Aufgaben lösen, die wirklich simpel sind und wo er keine unerwarteten Probleme hat. Aber sowas braucht man in der Wirtschaft nicht bzw. sind das nicht die Leute, die die wichtigen Jobs erledigen.

    Also heule nicht über vermeintlich schlechte Dozenten rum, sondern dreh Dich selbst. Wird im Berufsleben alles nicht anders sein. Da gibt's genauso inkompetente Chefs, inkompetente Kollegen, und die Aufgaben müssen trotzdem gelöst werden. Und dann ist die Frage - bist Du jemand, der Problem löst, oder über die schlechten Mitarbeiter/schlechten Chef's rumheult?

  4. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: caldeum 22.05.18 - 23:07

    /edit: hier stand Blubb.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.05.18 23:12 durch caldeum.

  5. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: ecv 22.05.18 - 23:10

    Wir bekamen damals einen Lehrer für Physik, der noch nie vorher was mir Physik zu tun hatte. War Informatiker, nah genug dran für die neunziger. War der beste Lehrer ever. Der hat uns im Unterricht am eigenen Beispiel beigebracht wie man sich selbst Physik beibringt. Zu lernen wie man lernt, und dann halt dauernd was neues lernen, aus Eigeninitiative, das ist studieren. Die Uni und die profs sollten doch nur Möglichkeiten eröffnen, lernen muss man selbst :-)

  6. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Toaster 22.05.18 - 23:13

    FreierLukas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Puh, ich würde das was in der Uni passiert nicht überbewerten. Das ist
    > Pflichtprogramm. Das was im Studium wirklich zählt ist das was drum herum
    > geschieht. An was für Projekten nimmst du teil, was für Praktika
    > absolvierst du, wie bildest du dich Nachmittags weiter?
    Was da angeht, bin ich durch das duale Studium an das erwähnte Unternehmen gebunden, was aber sicherlich nichts schlechtes ist.

    >Gehst du gerne mal
    > in die Bibliothek und ziehst dir ein paar Fachbücher rein die du eigentlich
    > nicht brauchst um anderer Leute Wege kennenzulernen oder bleibst du bei dem
    > was dein Prof sagt? Ich kann dir nur raten so viel es geht in dich rein zu
    > saugen und ganz wissenschaftlich möglichst viele voneinander unabhängige
    > Quellen für alles das was dir dein Prof dir versucht (oder nicht)
    > beizubringen.
    Da kann ich dir nur beipflichten, Ich bin ein großer Fan vieler Fachbücher, angefangen bei Klassikern wie Fowlers Refactoring bis hin zu Paper über verschiedenste Themen.

    >Auch im Netz gibt es wahnsinnig viele gute Quellen. So bietet
    > das MIT zB. mit OpenCourseware gratis Vorlesungen im Netz.
    Oh ja! Ich behaupte, dass ich 85% meines Wissens im Bereich der Computer Science aus dem Internet habe. Gerade auf YouTube findet man auch nicht nur Katzenvideos sondern Vorlesungen so, wie ich sie mir vorstelle.
    >Da gibt auch was
    > zu Neuronalen Netzen usw. Ein kleiner Geheimtipp von mir is Nancy! Das hat
    > zwar erstmal wenig mit Informatik zu tun aber Neurowissenschaften bzw. das
    > Verständnis darüber was in unserem Kopf vorgeht sollte heutztage eigetnlich
    > jeden Informatiker interessieren.

    Danke für den Tipp, werde ich mir mal ansehen.
    > Auch wärmstens empfehlen kann ich dir dich mit den sozialen Medien vertraut
    > zu machen. Schreib nen Blog oder mach Videos. Irgendwas um die Skills in
    > dem Bereich zu trainieren völlig egal ob es jemand sieht oder liest. Mit
    > Glück baust du ein Following auf was nie schadet und ohne Glück bist du
    > eben um die Erfahrungen reicher. Gratis ne (statische) Website hosten kann
    > man übrigens direkt auf Github Pages. Für nen Blog reichts allemal! Die
    > Kommentarfunktion muss man sich nur von Außen durch zB. Disqus dazuholen.
    > Datenbanken gibt es meines Wissens nach dort nicht aber mach dich am besten
    > selber schlau falls du sowas vor hast.
    Sowas hatte ich auch schon überlegt. Gernw würde ich einen Podcast über Informatik amchen, da gibt es aber schon viele gute und den Markt sehe ich deshalb leider als gesättigt an. Da muss ich erst ne neue Idee haben. GitHub Pages kannte ich noch nicht, dabei wohne ich ja quasi auf Github.

    In die Zukunft geht man am besten
    > breit gefächert! Das schlimmste ist wenn man komplett zum Fachidioten
    > mutiert und in seiner kleinen Blase wohnt und alles außerhalb als zu
    > unwürdig erachtet um damit auch nur in Kontakt zu kommen.
    >

    Eben deshalb bin ich froh, durch ein duales Studium tatsächlich relevante Praxiserfahrung zu sammeln. Ich glaube allerdings auch nicht, dass das genug ist.

    Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.

  7. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Toaster 22.05.18 - 23:16

    Genau das meine ich. Das schafft man aber nicht, indem man einfach nur ein 500 Seiten Skript vorließt. Mehr passiert bei den meisten nicht. Und lesen kann ich selbst, den Sinn einer Vorlesung im eigentlichen Sinne aus dem Mittelalter, das einer vorließt und alle anderen zuhören, den haben diese ja schon lange nicht mehr, den lesen können wir alle.

    Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.

  8. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Toaster 22.05.18 - 23:23

    Ich glaube, wir sprechen hier nicht von dem gleichen. Ich rede nicht davon, dass ein Dozent oder Prof mir das ganze wie in der Schule vorbeten soll - Himmel nein! Das kann man selbst oder in Lerngruppen deutlich effektiver.
    Es geht darum, dass Dozenten einem einen Einblick in die Welt des Bereiches geben - didaktisch wie auch immer gut umgesetzt. Das muss ich in der VL thematisch nicht mal in die Tiefe gehen - wie gesagt, dafür gibt es eine Bib. Durch Menge in der VL, welche man nur durch das Vorlesen eines Skriptes, welches jeder selbst hat, erreicht, erreicht man keine bessere Bildung.

    Ein Dozent muss es schaffen, dass mir das Wort klausurenrelevant egal ist, da ich mich so in das Thema reinversetzten kann. Wenn das der Fall ist, wie bei manchen VLs, dann besteht man auch jede Klausur spielend. Nicht, indem man nichts tut, aber indem man es gerne tut.
    Ich erreiche das meistens durch das hören von VLs anderer Unis bei YouTube. Die Anwesenheit an der richtigen VL ist dann reine Zeitverschwendung.

    Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.

  9. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Jbrahms 22.05.18 - 23:45

    Interessant, dass du gerade die Privatdozenten in Deinem ersten Post als realitätsfremd hervorhebst. Meiner Erfahrung nach sind Privatdozenten quasi die Hobbyisten unter den Lehrenden einer Hochschule, da Sie meistens keine Anstellung an der Hochschule haben, sondern Ihren eigentlichen Job "in der Wirtschaft" haben. Wenn gerade die Leute aus der Wirtschaft schlecht dozieren, dann sind die Professoren vielleicht doch nicht so schlecht?

  10. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: freebyte 23.05.18 - 02:42

    Jbrahms schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessant, dass du gerade die Privatdozenten in Deinem ersten Post als
    > realitätsfremd hervorhebst.

    Definiere "Realität".

    Wer Informatik studiert, der lebt in einer Realität bestehend aus Formeln und Abstraktionen - damit eingehend die Nutzung von Tools, die einfache Vorgänge möglichst Niveauvoll implementieren.

    Das macht durchaus Sinn, wenn aus dem rein abstrakten Vorgehen über Formeln weitere Abstrahierungen zb. für Bilderkennung, Neuronale Netze etc. stattfinden können.

    Der Privatdozent wird eher Probleme aufgreifen, die im laufenden Betrieb auftreten - und das läuft salopp gesagt völlig gegen den Strich der reinen Informatiklehre weil man diese Sachen am besten mit Praxiswissen löst.

    Hatte vor 20 Jahren auch mal einen PD an einer FH, Lieblingsaufgabe für die Studenten war ein Algo (Formel, Beweis, Implementation) für die schnellstmögliche Sortierung von MX-Records. Erstaunlich wie viele angehende Informatiker das eigentliche Problem nicht verstanden haben.

    fb

  11. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: bstea 23.05.18 - 06:55

    Der Sinn einer Vorlesung ist es den Leuten Dinge zu erklären die nicht aufs Papier gepasst haben und für die Prüfung relevant sind. Klar kann man stattdessen auch ein Buch lesen, nur 1000s und das wichtigste rausziehen oder ein paar Folien lernen was ist wohl effizienter?
    Die wenigstens werden das Buch in 21 Semesterstunden durchgelesen und verstanden haben, mal vom praktischen Standpunkt abgesehen.
    Zusätzlich zum Stoff ja, ohne dann war deine Vorlesung sehr wahrscheinlich Müll.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  12. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: nicoledos 23.05.18 - 07:26

    Grundsätzlich guter Tipp.

    Aber. Bei Dozenten / Profs, die nur ihre Meinung als als das einzig wahre ansehen kommt man damit auch nicht weiter. Dazu bei den voll gestopften Stunden- und Lehrplänen und irgendwie nebenbei noch Studium und Lebensunterhalt finanzieren zu müssen ist die Zeit sich nebenbei zusätzliches Wissen zu erwerben doch begrenzt.

  13. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: nicoledos 23.05.18 - 07:36

    Weil die VL an der Uni für dich Zeitverschwendung ist ziehst du dir die VL zu dem Stoff von anderen Unis per YT rein.

    Ja, das ergibt Sinn.

  14. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Betei0 23.05.18 - 07:55

    Toaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich selbst bin dualer Student der angewandten Informatik an der Dualen
    > Hochschule Baden Württemberg und damit Mitarbeiter bei einem sehr großen
    > DAX-Unternehmen.
    >
    > Leider muss ich sagen, dass die Qualität der Dozenten nicht immer de
    > entspricht, wie ich mir das wünschen würden, und dabei geht es nicht um
    > Anspruch, der ist in dem meisten Fällen ok. Jedoch habe ich nicht den
    > Eindruck, dass diese Menschen mich auf das Leben als Informatiker
    > vorbereiten können, indem sie mir ihre veraltete Technik vorbeten. Dies
    > gilt vor allem bei den Vorlesungen, welche von privaten Dozenten
    > unterrichtet werden, z.B. Webengineering oder Programmieren.
    > Da kommt es gerne vor, dass die Folien Beispiele von Implementierungen
    > zeigen, welche meiner Meinung nach eher Do-Nots entsprechen, das sie
    > unsicher, langsam oder beides sind. Mal davon abgesehen, dass
    > Implementierungen auf Slides nichts verloren haben.
    >
    > In wirklich wichtigen Fächern wie Mathematik oder Theoretische Informatik
    > gibt es ein großes Gefälle der Güte der Dozenten. Wenn man da Pech hat,
    > erwischt man die null.
    >
    > Was kann man also gegen dieses Problem tun?
    > Nichts, wenn ihr mich fragt. Vielmehr wird das Problem immer schlimmer
    > werden, je mehr Menschen auf die verrückte Idee kommen und auch Informatik
    > studieren wollen, dank des Bachelor-Systems. So sehe ich meine akademische
    > Ausbildung nur durch das duale Studium als wirklich gefestigt an. Wenn ich
    > daran denke, was meinen Kollegen von der Uni oder HS da fehlt, dann werden
    > wir in Zukunft viele Informatiker haben, die man als solches nicht
    > anstellen kann, da sie nicht in der Lage sind, einfache Konzepte zu
    > entwickeln und umzusetzen. Da fehlt es an Ideen und Praxis, aber auch an
    > schierem Wissen.
    Auch ich habe den Bachelor und den Master Informatik in Baden Württemberg gemacht. Ich kann dir aber eigentlich nirgends so richtig zustimmen. Ich empfand eigentlich alle Professoren als absolut ausreichend kompetent. Zumal wenn der Prof schlecht ist das nicht heißt dass du dann automatisch nichts Lernen kannst das meiste muss man sich eh selbst beibringen. Ausnahmen waren lediglich Professoren aus anderen Studiengängen die das eine oder andere Fach im Informatikbereich unterrichtet haben.
    Bei deiner Meinung zum Dual Studium muss ich dir aber noch am stärksten widersprechen. Für mich ist das Ziel eines Studiums nicht die Person bestmöglich auf die Ansprüche einer Firma aus zu bilden. Für mich zählt der wissenschaftliche Hintergrund genauso. Wenn ich da schon bei uns an die lächerlichen Themen der Masterarbeit einiger Absolventen denke die diese unbedingt bei einer Firma machen wollten kraust es mich heute noch. Da war nichts Wissenschaftliches dabei. Es ging dann sogar soweit dass es schlussendlich mehr oder weniger verboten wurde bei Unternehmen die Masterarbeit zu machen. Und ob jetzt jemand von der Uni, Hochschule kommt oder ein Duales Studium gemacht hat sagt eigentlich nicht viel über die Person aus genauso wenig wie die Noten.
    Ich kenne allerdings jemanden der ein Duales Studium gemacht hat und später das Unternehmen wechselte einige Probleme hatte mit denen er nicht wirklich gerechnet hat. Das soll jetzt nicht heißen dass es bei allen der Fall wäre aber es so hinzustellen dass das Duale Studium das einzig richtige ist ist für mich ein starker Hinweis darauf dass du eigentlich nicht wirklich weißt wovon du redest.

  15. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Schrödinger's Katze 23.05.18 - 08:00

    Toaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich selbst bin dualer Student der angewandten Informatik an der Dualen
    > Hochschule Baden Württemberg

    DHBW == Ausbildung. Wenn die Absolventen doch wenigstens noch (BA) im Titel tragen müssen, da wüsste man woran man (nicht) ist.

  16. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Palerider 23.05.18 - 08:57

    Da ist was Wahres dran, würde aber zu Ende gedacht bedeuten, dass man an Unis Professoren wenn überhaupt nur noch zum Korrigieren der Klausuren oder zum Festlegen des Lehrplans braucht. Das funktioniert vielleicht bei Menschen wie Dir, bei den meisten geht das in die Hose. Ein guter Lehrer/Prof lehrt beides - Stoff UND Methodik.

  17. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Eheran 23.05.18 - 10:07

    >Dazu bei den voll gestopften Stunden- und Lehrplänen und irgendwie nebenbei noch Studium und Lebensunterhalt finanzieren zu müssen ist die Zeit sich nebenbei zusätzliches Wissen zu erwerben doch begrenzt.
    Naja, wenn man noch 8h zum entspannen und/oder saufen/ausschlafen... braucht, dann reicht die Zeit natürlich kaum noch. Ansonsten sind 8h an der Uni, was Pflichtveranstaltungen angeht, entweder selbst gewählt um schneller fertig zu sein oder eine Ausnahme und dafür die restliche Woche entspannter... Als Student hat man nun wirklich nicht wenig Zeit.
    Die 30 Credits pro Semester entsprechen 750 bis 900h Arbeitszeit. Macht dann etwa ~37h pro Woche, einschließlich 50% Zeit um zuhause den Stoff zu vertiefen. Das sind ~20h Anwesenheit an der Hochschule wöchentlich. Entspannter geht es kaum noch.

  18. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Akkusativobjekt 23.05.18 - 11:59

    @Toaster
    Hattest du in web engineering einen Dozenten dessen Namen mit rö anfängt und der einem noch SSI (Server Side Includes) beibringen will?

    Also ich habe auch Dual Informatik studiert und hänge im Moment noch einen Uni Master dran, weil ich das Gefühl habe das es mich noch weiter bringt. Und ja es gibt Dozenten/Menschen, die einfach nichts auf dem Kasten haben, aber wie erwähnt fängt das nicht beim Studieren an, sondern zieht sich durch das ganze Leben. Die Kunst ist es dann damit umzugehen.

  19. Re: Inkompetente Dozenten

    Autor: Toaster 23.05.18 - 21:34

    Genau diesen Dozenten, wie klein die Welt doch ist. Bemerkenswert ist doch auch, wie er XSLT angepriesen hat. Auf JSON uns JS angesprochen kam dann die Antwort, dass JS ja früher auch kein Erfolg war, und das in 5 Jahren vielleicht wieder der letzte Schrei ist. Da fehlen mir dann die Worte.

    Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.

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