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Unfair?

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  1. Unfair?

    Autor: Gro676 04.09.19 - 15:45

    Schwieriges Thema.
    Einerseits macht ein Abitur niemanden zu einem besseren IT'ler und aus diesem Gesichtspunkt heruas sind solche Modelle zu begrüßen.
    Allerdings kann man auch argumentieren das es unfair gegenüber Abiturienten ist, die sich durch das Abitur und evtl. ungeliebte Fächer quälten.
    Ich habe z.b. das Abitur auf dem 2 Bildungsweg nachgemacht damit ich studieren konnte.

    Hat mich Zeit, Geld und das Lernen ungeliebter Fächer gekostet.

    Für naturwissenschaftliche Fächer gibt es so ein Modell nicht. Chemie,Biologie oder Physik sind z.b. keine Fächer für die es einen ähnlichen Ausbildungsberuf gibt.

    Das heißt dafür muss man definitiv den Weg des Abiturs gehen.

    Eine gewisse "Abwertung"..hört sich arrogant an (soll es nicht) für den bisher üblichen Weg über das Abitur ist es schon ein bischen.

  2. Re: Unfair?

    Autor: elBarto 04.09.19 - 15:54

    Abitur ist kinderleicht verglichen mit dem Studium. Fähige Leute sollen studieren dürfen. Spätestens nach den ersten paar Semestern fliegen die ungeeigneten sowieso raus. Wo ist das Problem?

  3. Re: Unfair?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.09.19 - 15:59

    Ist eben das Risiko, wenn man Entscheidungen trifft. Die Welt ist unfair, und außer eben genau diesem einen Fach (Mathe), ist das Abitur eben irrelevant für das Studium. Fachabi ist auch deutlich entspannter und hilft einem durch die Fachbezogenen Inhalte deutlich weiter im Studium als das normale Abi, ist auch nicht unfair. Sind einfach andere Bildungswege.

  4. Re: Unfair?

    Autor: Hallonator 04.09.19 - 16:28

    Gro676 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine gewisse "Abwertung"..hört sich arrogant an (soll es nicht) für den
    > bisher üblichen Weg über das Abitur ist es schon ein bischen.

    Abitur wird durch die Bildungspolitik seit Jahrzehnten abgewertet. Das da ist jetzt auch egal.

  5. Re: Unfair?

    Autor: Gro676 04.09.19 - 16:37

    elBarto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abitur ist kinderleicht verglichen mit dem Studium. Fähige Leute sollen
    > studieren dürfen. Spätestens nach den ersten paar Semestern fliegen die
    > ungeeigneten sowieso raus. Wo ist das Problem?


    für mich was schwieriger, weil mir das Umfeld Schule nicht gefallen hat und ich deswegen eine Lernblockade hatte.
    Aber insgesamt hast du Recht. Wir haben im Studium in Chemie bei Wissensstand null angefangen, 2 Wochen später habe ich Sachen gehört die hat man im Abitur nicht behandelt.
    Ging trotzdem besser, Studium war anonymer, keine voreingenommenen Lehrer..war genau mein Umfald

  6. Re: Unfair?

    Autor: Gro676 04.09.19 - 16:39

    Hallonator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Abitur wird durch die Bildungspolitik seit Jahrzehnten abgewertet. Das da
    > ist jetzt auch egal.


    Killergegenargument..du hast recht

  7. Re: Unfair?

    Autor: ingo k 04.09.19 - 16:58

    Finde das nicht unfair - soll doch jeder studieren was er will (überspitzt gesagt). Das Grundstudium wird schon aussieben - und wer mit einem RSA und Ausbildung die Mathe in einem IT Studium packt, hat das verdammt nochmal auch verdient - von maximal p-q-Formel zu partiellen DGLs ist es schon eine recht steile Lernkurve.

    In anderen Fächern ist das im übrigen auch möglich (ArzthelferIn -> Medizin, Betonbauer -> Maschinenbau) und es gibt sogar Universitäten die ein gewisses Kontingent an Studienplätzen für Studierende mit Ausbildung bereithalten.

    Ein Abitur ist hierfür mMn nicht notwendig und wer es sich zutraut soll es gerne probieren. Wenn es dann doch nicht klappt, hat man sich zumindest 3 Jahre Abendgymnasium und die zugehörige Kohle gespart.

  8. Re: Unfair?

    Autor: ibsi 04.09.19 - 17:32

    ingo k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und es gibt sogar Universitäten die
    > ein gewisses Kontingent an Studienplätzen für Studierende mit Ausbildung
    > bereithalten.
    Warum sollte man studieren wenn man schon studiert?

  9. Re: Unfair?

    Autor: ingo k 04.09.19 - 17:42

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ingo k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > und es gibt sogar Universitäten die
    > > ein gewisses Kontingent an Studienplätzen für Studierende mit Ausbildung
    > > bereithalten.
    > Warum sollte man studieren wenn man schon studiert?

    ... für _zukünftige_ Studierende mit Ausbildung.

    Edit: Einen Überblick für Medizin gibt es z.B. hier (studieren-medizin.de liste_der_ncs_f_r_das_medizinstudium_in_deutschland.html - kann keine Links posten wg. zu wenigen Beiträgen.), die Details sind dann z.B. hochschulspezifisch auf verschiedenen Portalen suchen - z.B. hochschulstart.de.

    Auch das ist eine Hürde, die jemand ohne Abitur erstmal nehmen muss, da idR kaum Informationen vorhanden sind, wie der bürokratische Ablauf zu einem Studium funktioniert. Bei Abiturienten ist es oftmals so, dass das Thema eh in der Klasse präsent ist bzw. viele ja auch akademischen Elternhäusern kommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.09.19 17:53 durch ingo k.

  10. Re: Unfair?

    Autor: ibsi 04.09.19 - 17:53

    Danke!

    Wenn man schon "Studierende" verwendet, dann muss man es auch korrekt machen ;)

  11. Re: Unfair?

    Autor: QueenB 04.09.19 - 17:54

    Beim Abitur geht es nicht darum sich den Zugang zum Studium zu verdienen, sondern darum die für das Studium erforderlichen Kenntnisse zu erwerben. Wenn diese Kenntnisse auf anderem Weg erlangt wurden, sehe ich keinen Grund jemandem das Studium zu verwehren.

    Wieso sollte jemand der schon einige Jahre produktiv gearbeitet hat und mit seinen Steuern unter anderem auch unser Bildungssystem finanziert hat, das Studium weniger "verdient" haben als z.B. jemand, der gerade von der Schule kommt und im Prinzip noch gar nichts geleistet hat?

  12. Re: Unfair?

    Autor: Teeklee 04.09.19 - 18:09

    Klar aber welchen Sinn macht dann das Abi noch? Ich sehe da keinen Sinn mehr einen Abi für ein IT-Studium. Sollen die Leute lieber Mittlere-Reife machen, ist deutlich einfacher. Dann eine gute Ausbildung zum Fachinformatiker 1-2 Jahre Geld verdienen und dann Studieren. Okay dauert vielleicht 3-4 Jahre länger bis man anfangen kann, aber man hat eine abgeschlossene Ausbildung, falls es nicht funktioniert. Bezahlt wurde man für die Zeit auch noch.

    Im Übrigen kenne ich selbst viele Leute, die Informatik Studium haben und vorher nur eine Ausbildung zum Fachinformatiker hatten. Haben alle in der Abendschule das (Fach)Abitur nachgeholt. Für Leute, die es drauf haben ist die Abendschule keine Herausforderung.

  13. Re: Unfair?

    Autor: cyblord 04.09.19 - 18:13

    elBarto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abitur ist kinderleicht verglichen mit dem Studium.

    Dann wäre es ja kein Problem diese "Hürde" bestehen zu lassen.

  14. Re: Unfair?

    Autor: JackIsBack 04.09.19 - 18:20

    QueenB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte jemand der schon einige Jahre produktiv gearbeitet hat und mit
    > seinen Steuern unter anderem auch unser Bildungssystem finanziert hat, das
    > Studium weniger "verdient" haben als z.B. jemand, der gerade von der Schule
    > kommt und im Prinzip noch gar nichts geleistet hat?


    +1

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  15. Re: Unfair?

    Autor: derdiedas 04.09.19 - 18:24

    Das Abitur ist was Mathe angeht schon hilfreich für das Studium. Aber am Ende muss man sagen das heute das Abitur so weit weg ist von dem was noch Sinnvoll ist das ich schon geneigt bin das Abitur (Bayern) meiner Tochter auszureden.

    Die Kinder verbrennen so viel Zeit der Kindheit mit groben Unfug und masochistischen Lerninhalten. Die Kinder haben gar keine Zeit kreativ zu sein, und alles was spaß machen könnte (Sprachen, Informatik, Mathematik) wird in Formalismen abgewürgt das man schon kotzen möchte.

    Ich sehe mittlerweile die Realschule als die zielführendste Schulform an. Die Kinder haben Luft und Raum sich zu entfalten, und die Freiheit die Schule Richtung Studium weiterzuführen oder klassisch eine Ausbildung zu machen.

    Und weil Profs. auf den Unis schon lange sagen, das die Gymnasiasten nicht mehr studienfähig sind, denke ich ist es eh wurscht ob jemand vom Gymnasium oder der Realschule oder aus einem Beruf kommt.

    Gruß DDD

  16. Re: Unfair?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.09.19 - 18:25

    Teeklee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar aber welchen Sinn macht dann das Abi noch? Ich sehe da keinen Sinn
    > mehr einen Abi für ein IT-Studium. Sollen die Leute lieber Mittlere-Reife
    > machen, ist deutlich einfacher. Dann eine gute Ausbildung zum
    > Fachinformatiker 1-2 Jahre Geld verdienen und dann Studieren. Okay dauert
    > vielleicht 3-4 Jahre länger bis man anfangen kann, aber man hat eine
    > abgeschlossene Ausbildung, falls es nicht funktioniert. Bezahlt wurde man
    > für die Zeit auch noch.
    >
    > Im Übrigen kenne ich selbst viele Leute, die Informatik Studium haben und
    > vorher nur eine Ausbildung zum Fachinformatiker hatten. Haben alle in der
    > Abendschule das (Fach)Abitur nachgeholt. Für Leute, die es drauf haben ist
    > die Abendschule keine Herausforderung.

    Keinen, aber muss es das denn auch?

  17. Re: Unfair?

    Autor: Gunslinger Gary 04.09.19 - 18:55

    Ich bin von der Realschule auf die Wirtschaftsschule gegangen und danach Ausbildung gemacht. Beste Entscheidung überhaupt. Die zwei Jahre Wirtschaftsschule kamen mir wesentlich produktiver und nützlicher vor als das Zeug von der Realschule.

    Verifizierter Top 500 Poster!

    Signatur von quineloe geklaut!

  18. Re: Unfair?

    Autor: Gole-mAndI 04.09.19 - 19:05

    Ich finde es ne gute Chance für fähige Leute. Habe selbst mein Fachabi nach der Ausbildung nachgeholt und erfolgreich studiert. Hätte ich ein richtiges Abi gemacht, hätte ich die Ausbildung vorher nicht gemacht und ich bin mir sehr sicher: Ohne die Ausbildung wäre ich im Studium gescheitert.

  19. Re: Unfair?

    Autor: Deff-Zero 04.09.19 - 20:05

    Gro676 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Allerdings kann man auch argumentieren das es unfair gegenüber Abiturienten
    > ist, die sich durch das Abitur und evtl. ungeliebte Fächer quälten.

    Das sehe ich (Abitur und Studium mit Diplom) anders. Bei vielen Abiturienten von heute (ohne Wehr- oder Ersatzdienst) hat man das Gefühl, sie könnten sich nicht einmal alleine die Schuhe zubinden. Dagegen haben Meister auch eine Meisterschule mit Prüfungen hinter sich und nachweislich die Erfahrung einen Betrieb zu führen und Lehrlinge auszubilden. Der Abiturient hat heute bis zu seinem Studienbeginn noch überhaupt keine Lebensleistung.

    Vgl. auch den folgenden Satz aus dem Artikel:

    > So könnte ein Bäckermeister Jura studieren, ohne jemals juristische Erfahrung gesammelt zu haben.

    Der Bäckermeister hat mehr Lebenserfahrung als der Abiturienten-Grünschnabel, der ebenso keine juristische Erfahrung gesammelt hat.

  20. Re: Unfair?

    Autor: Kay_Ahnung 04.09.19 - 20:16

    Deff-Zero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gro676 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Allerdings kann man auch argumentieren das es unfair gegenüber
    > Abiturienten
    > > ist, die sich durch das Abitur und evtl. ungeliebte Fächer quälten.
    >
    > Das sehe ich (Abitur und Studium mit Diplom) anders. Bei vielen
    > Abiturienten von heute (ohne Wehr- oder Ersatzdienst) hat man das Gefühl,
    > sie könnten sich nicht einmal alleine die Schuhe zubinden. Dagegen haben
    > Meister auch eine Meisterschule mit Prüfungen hinter sich und nachweislich
    > die Erfahrung einen Betrieb zu führen und Lehrlinge auszubilden. Der
    > Abiturient hat heute bis zu seinem Studienbeginn noch überhaupt keine
    > Lebensleistung.

    Naja wenn es keine Leistung ist ein Abitur zu machen, wieso macht es dann nicht jeder? Ich würde dir zustimmen das ein Meister vermutlich einiges kann und einiges erreicht hat aber die pauschale herabwürdigung von Abiturienten finde ich übertrieben. Über die Fähigkeiten der Abiturienten kann man auch Diskutieren aber die können ja nichts für ein schlechtes Schulsystem, die mussten sich trotzdem durch die ganze Scheiße quälen.

    Lebensleistung ist zwar fein bei alltäglichen Aufgaben aber grundsätzlich noch keine Qualität. Ich kenne auch Leute die seit Jahren arbeiten, die aber trotzdem lieber in ihrem Job bleiben sollten weil sie etwas anderes vermutlich nicht könnten. Andersrum kenne ich auch Abiturienten die nach kurzer einarbeitung vermutlich wesentlich besser im Beruf wären als es manche 50 Jährige sind.

    Meister würde ich übrigens allgemein nochmal seperat betrachten da ein Meisterabschluss (zumindest nach dem was ich gehört habe) schon eher mit einem Bachelor vergleichbar ist, vor allem wenn man einen eigenen Betrieb hatte.

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