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Sehr provokante Frage: Wozu?

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  1. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: ternot 05.03.18 - 18:08

    Afeitadora schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus dem Alltag eines 50/50 Teams muss ich sagen, dass ich die Mischung sehr
    > gut finde. Die unterschiedlichen Charaktere und Sichtweisen machen meiner
    > Meinung nach unsere Codebasis besser. Wenn wir in gemischten Teams
    > Architektur entwerfen kommen wir schneller zu besseren Ergebnissen.


    I call Bullshit!

  2. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: mnementh 05.03.18 - 18:26

    Micha12345 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niaxa schrieb:
    > > Was kommt als nächstes? Zwangsabtreibungen von Männern, bis eine 50/50
    > > Quote der Bevölkerung erreicht ist? Ich weis... nicht witzig... soll es
    >
    > Nur so am Rand: die Verteilung Männer/Frauen liegt weltweit wohl bei so
    > ungefähr 45/55
    > Es gibt also wohl bereits mehr Frauen als Männer.
    >
    IMHO werden mehr männliche als weibliche Babies geboren, aber die Kindersterblichkeit ist bei männliches Kleinkindern größer und die Lebenswerwartung bei Frauen höher, weshalb sich das Verhältnis insgesamt umkehrt. Aber scheinbar ist das Bild insgesamt sogar noch komplexer und regional uneinheitlich.

    [1] https://www.n-tv.de/wissen/Es-werden-etwas-mehr-Jungs-als-Maedchen-geboren-article14806081.html
    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechterverteilung

  3. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: mnementh 05.03.18 - 18:30

    Micha12345 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob ein Mann oder eine Frau eine Software (nur um bei deinem Beispiel zu
    > bleiben) schreibt, ist einem Kunden egal.
    > Wenn es hingegen 24 Monate, statt 12 Monate dauert, weil einfach nicht
    > genug Arbeitskraft vorhanden ist, interessiert ihn hingegen womöglich
    > schon.
    >
    > Derzeit existiert ein großer Bedarf an gut bis sehr gut qualifizierten
    > Fachkräften in allen Bereichen der IT. Das wird sich auch für die nächsten
    > Jahre sicher nicht ändern.
    >
    > Wenn man es nun schafft, die Menge der Jugendlichen, die sich für dieses
    > Gebiet interessieren, von ca. 10% auf ca. 20% zu steigern, nur indem man
    > auch den weiblichen Teil anspricht, sollte man das in Angriff nehmen.
    Der Fachkräftemangel in der IT ist selbstproduziert und größtenteils Bullshit. In der IT sind es die Betriebe gewöhnt nicht selbst auszubilden sondern den Unis die Studenten abzunehmen und so zu sparen. Quereinsteiger? I, pfui! Über 50? Nö, wir können doch noch mehr billige Studenten auftreiben. Ich behaupte wir haben keinen substanziellen Fachkräftemangel sondern viel Bullshit und Unwillen seine Arbeitskräfte selbst auszubilden.

  4. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: mnementh 05.03.18 - 18:36

    Pecos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > azeu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > nur indem man auch den weiblichen Teil anspricht,
    > >
    > > und was genau soll damit gemeint sein? Dem weiblichen Teil falsche
    > > Versprechungen machen? Falsche Erwartungen wecken?
    > >
    > > Wenn der weibliche Teil nun mal nicht will? Wenn er wollte müsste man
    > ihn
    > > nicht erst ansprechen, oder?
    >
    > Hast du den Artikel gelesen und verstanden?
    > Es geht doch gerade darum, dass sie nicht wollen, weil sie in der Phase in
    > der sich ihre Interessen entwickeln nicht ausreichend bzw. nicht
    > ansprechend informiert werden.
    > Das hat nichts mit falschen Versprechungen oder Erwartungen zu tun.
    Ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemand speziell für einen IT-Studiengang angesprochen hätte und erst recht nicht meines Geschlechts wegen. Man will zielgruppenspezifische Werbung machen, weil man denkt man schöpft das Potential nicht aus. Ich verstehe das. Ich habe Zweifel wegen der impliziten Prämisse, nämlich dass Frauen potentiell genauso viel Interesse für Ingenieurberufe und -studiengänge haben wie Männer. De facto gibt es viele Studiengänge mit starker Frauenbeteiligung. Ich kann nicht erkennen, dass diese in ihrer Werbung so viel anders machen. Aber vielleicht zeigst Du mir die Werbung für Mathematik die Frauen so viel stärker anspricht und die bei der Informatik fehlt.

  5. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: mnementh 05.03.18 - 18:38

    Pecos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zilti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn die Männer genug informiert sind, sind es die Frauen auch, Punkt.
    >
    > Es geht hier nich unbedingt um genug Informationen.
    > Es geht darum, dass für Studiengänge geworben wird, die Werbung aber
    > momentan eher auf eine männliche Zielgruppe ausgelegt und für Frauen
    > weniger ansprechend ist.
    Sorry, die These dass die derzeitige Werbung auf Männer ausgelegt ist halte ich für gewagt. Kannst Du das belegen?

  6. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: mnementh 05.03.18 - 18:40

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es hat damit zu tun, dass sich Frauen im Allgemeinen wenig für Mathematik
    > und IT interessieren, nicht das sie nicht wissen, dass sie sich
    > interessieren könnten.
    Das stimmt nicht, die geschlechtsspezifische Verteilung der Studierenden in Mathe ist recht ausgeglichen. In der Informatik ist sie deutlich zu Männern hin verzerrt.

  7. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: Micha12345 05.03.18 - 19:10

    mnementh schrieb:
    > Der Fachkräftemangel in der IT ist selbstproduziert und größtenteils
    > Bullshit.

    Das Thema Fachkräftemangel ist nochmal eine ganze Ecke größer. In großen Teilen hängt das Problem auch daran, dass in unserer Branche Fachwissen sehr schnell veraltet, viele Arbeitgeber die kontinuierlichen Kosten für für Weiterbildung scheuen, viele Arbeitnehmer die kontinuierliche Mühen der (auch eigenverantwortlichen) Weiterbildung scheuen und gerade HR-Leute oftmals viel zu wenig IT-spezifisches Wissen, aber dafür viel zu viele unrealistische Vorgaben an zu rekrutierendem Personal haben.

    Ich habe in meinen 27 Berufsjahren nun in mehreren Unternehmen (<=100 MA) im Großraum Karlsruhe gearbeitet. In diesen Unternehmen habe ich auch oft Auszubildende betreut und auch bei Personalentscheidungen für Ausbildungsplätze beraten.
    Jedes dieser Unternehmen hat sich alle Bewerber für Ausbildung oder Umschulung angesehen, bei denen auch nur ein Funke Hoffnung bestand, dass sie vielleicht geeignet sein könnten. Die meisten dieser Unternehmen haben auch beträchtliche Mühen auf sich genommen, um junge Leute nach der Schule für Ausbildung oder duales Studium bzw. auch entsprechende Studienabbrecher anzusprechen.

    Ein großer Teil der Menschen (gefühlt 4 von 5, wenn nicht sogar 9 von 10), die sich für einen Ausbildungsplatz beworben haben, war für die Ausbildung aber schlicht ungeeignet. Vereinfacht gesagt hatten sie erwartet, den ganzen Tag Counterstrike zu zocken. Das man in dieser Branche eigenständig denken muss, es zu einem großen Anteil auf eine Kombination von Kreativität und analytischem Denken ankommt, war den meisten zu herausfordernd.

    Daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. Woran sich aber vielleicht etwas ändern lässt, ist, dass man sein Sieb mit mehr glitzernden Steinchen füllt, indem man auch im Bach nebenan nach Gold sucht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.18 19:18 durch Micha12345.

  8. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: DerHeinzi 05.03.18 - 19:55

    Viele hier wollen es offenbar einfach nicht verstehen. Es geht doch nicht darum, Frauen zu Informatik und so zu überreden, die überhaupt gar kein Interesse daran haben. Und auch nicht drum, dass die Mädchen zu blöd sind, zu wissen, was ihnen gefällt. Sondern darum, dass man überhaupt nicht wissen kann, wie viele Frauen ein Interesse an Informatik und ähnlichen Fächern haben könnten, solange viele vom Kindergartenalter suggeriert bekommen, dass das nichts für sie ist. Da kann man als Eltern Vorbild sein, soviel man will, solange die alten Geschlechterklischees in den Bildungseinrichtungen weitergetragen werden, sind die Kinder nicht frei davon. Und natürlich spielt es für viele Menschen eine - sicher meist unbewusste - bei der Berufswahl, ob es Vorbilder gibt. Werde ich als Mann Kindergärtner, ist das außergewöhnlich, für viele Junges kommt das sicher kaum infrage, weil sie nie einen männlichen Kindergärter erlebt haben, es also nicht als für sie denkbaren Beruf erleben. Und jetzt überlegt mal, in wie vielen Berufen überwiegend Männer sind - immer noch! An alle, die hier behaupten, es gäbe keine Ungleichbehandlung der Geschlechter mehr: Wenn das bei Euch und in Eurem Umfeld so ist, seid froh! Aber schließt nicht drauf, dass es allen anderen auch so geht. Wir sind noch weit von Gleichberechtigung entfernt.

  9. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: Stormking 05.03.18 - 20:09

    DerHeinzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele hier wollen es offenbar einfach nicht verstehen. Es geht doch nicht
    > darum, Frauen zu Informatik und so zu überreden, die überhaupt gar kein
    > Interesse daran haben. Und auch nicht drum, dass die Mädchen zu blöd sind,
    > zu wissen, was ihnen gefällt. Sondern darum, dass man überhaupt nicht
    > wissen kann, wie viele Frauen ein Interesse an Informatik und ähnlichen
    > Fächern haben könnten, solange viele vom Kindergartenalter suggeriert
    > bekommen, dass das nichts für sie ist.

    Wer glaubt, daß das tatsächlich noch der Fall ist, der lebt geistig noch in den 50ern. Seit Jahrzehnten gibt es Unmengen an Maßnahmen, um mehr Frauen für technische Berufe zu begeistern. Ergebnis: Null.

    Irgendwann sollte man wenigsten mal die Hypothese akzeptieren, daß Frauen, wenn man ihnen die Wahl läßt, tatsächlich weniger Interesse an diesem Feld haben. Stattdessen werden ständig neue steile Thesen aufgestellt, warum und wieso Männer angeblich verhindern, daß Frauen diese Berufe ergreifen.

  10. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: DerHeinzi 05.03.18 - 20:17

    Ich habe nichts gegen deine Hypothese. Aber ich glaube kaum, dass unser derzeitiges Bildungssystem geeignet ist, sie zu belegen. Ich lebe mit meinen Kindern nicht in den 50ern, aber festgefahrene Rollenklischees gabs im Kindergarten bereits, wie ich oben schrieb. Interessanterweise sind ja auch in anderen Ländern die Interessen von Mädchen/Frauen für Naturwissenschaften anders verteilt. Somit könnte man doch zumindest die Hypothese zulassen, dass die Erwartung, was ein Männer- oder Frauenberuf ist auch was damit zu tun hat, was Mädchen oder Jungen sich als Beruf für sich vorstellen können. Interessanter Artikel übrigens zum Beispiel hier: https://www.emma.de/artikel/arabien-sind-maedchen-besser-mathe-334183

  11. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: muhzilla 05.03.18 - 20:25

    Danke! Genau was mir im Kopf dazu rum ging. Ich habe jahrelang bei uns den Girls Day an der Uni in der Informatik mit organisiert und man bekommt unheimlich viel positives Feedback dabei und eben auch Aussagen, wie cool es ist, dass überhaupt mal jemand Mädchen erklärt was Informatik ist und was man da macht.

  12. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: ternot 05.03.18 - 20:29

    DerHeinzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe nichts gegen deine Hypothese. Aber ich glaube kaum, dass unser
    > derzeitiges Bildungssystem geeignet ist, sie zu belegen. Ich lebe mit
    > meinen Kindern nicht in den 50ern, aber festgefahrene Rollenklischees gabs
    > im Kindergarten bereits, wie ich oben schrieb. Interessanterweise sind ja
    > auch in anderen Ländern die Interessen von Mädchen/Frauen für
    > Naturwissenschaften anders verteilt. Somit könnte man doch zumindest die
    > Hypothese zulassen, dass die Erwartung, was ein Männer- oder Frauenberuf
    > ist auch was damit zu tun hat, was Mädchen oder Jungen sich als Beruf für
    > sich vorstellen können. Interessanter Artikel übrigens zum Beispiel hier:
    > www.emma.de

    Desto weniger Wahlfreiheit, desto mehr Frauen in MINT Berufen. Klingt komisch, ist aber so.

    Und was noch viel witziger ist: Während den Weltkriegen haben Frauen die ganzen Männerberufe übernommen und das hat geklappt. Als die Männer aus dem Krieg zurückkamen sind die Frauen aber nicht in den Berufen geblieben sondern sind geschlossen wieder freiweillig an den Herd.

  13. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: DerHeinzi 05.03.18 - 21:45

    Hm naja, also "freiwillig" ist eine Formulierung, die sämtliche damalige Rollenbilder und Gesellschaftsstrukturen ziemlich außer acht lässt. Auch hier wieder interessanter Lesestoff: http://www.sueddeutsche.de/politik/frauen-das-kleine-bisschen-glueck-1.2468158#redirectedFromLandingpage

  14. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: gaym0r 05.03.18 - 23:48

    Micha12345 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tantalus schrieb:
    > > > Wenn man es nun schafft, die Menge der Jugendlichen, die sich für
    > dieses
    > > > Gebiet interessieren, von ca. 10% auf ca. 20% zu steigern, nur indem
    > man
    > > > auch den weiblichen Teil anspricht, sollte man das in Angriff nehmen.
    > >
    > > Eine Maßnahme, die nur 50% der möglichen Empfänger anspricht, soll
    > > wirksamer sein, als eine, die 100% der möglichen Empfänger anspricht?
    >
    > Falsch. Gegenwärtig werden nur 50% angesprochen.

    Falsch. Aktuell werden 100% angesprochen, da nicht explizit Männer beworben werden.

    > Frauen ebenfalls
    > anzusprechen würde die Menge erst auf die wünschenswerten 100% erhöhen.

    Wenn man jetzt gezielt Frauen anspricht, anstatt beide Geschlechter, spricht man nur noch ca. 50% an.

  15. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: Yash 06.03.18 - 00:43

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch. Aktuell werden 100% angesprochen, da nicht explizit Männer beworben
    > werden.
    >
    > > Frauen ebenfalls
    > > anzusprechen würde die Menge erst auf die wünschenswerten 100% erhöhen.
    >
    > Wenn man jetzt gezielt Frauen anspricht, anstatt beide Geschlechter,
    > spricht man nur noch ca. 50% an.
    Das ist nicht ganz richtig. Auch wenn du nicht speziell Männer anspricht, werden (vor allem in der Werbung) automatisch nicht alle potentiell Interessierten angesprochen.

    Einfaches Beispiel: Ich bin männlich und mache nebem dem Fitnessstudio (also richtig männlich pumpen) zudem noch Zumba. Wenn ich das in meinem männlichen Freundeskreis erzähle, werde ich dafür leicht belächelt: Das ist doch nur Arschwackeln, Weiberkram, schwul?,... usw.
    Dabei ist Zumba richtig anstrengend und wer z.B. Spaß hat sich auf Salsa- oder Housepartys zu bewegen, der kann auch Spaß an Zumba haben. Trotzdem sind Männer in Zumba Mangelware und das liegt nicht daran, dass Männer bei der Werbung usw. augeschlossen werden, sondern die Werbung der ganzen Zumbakurse ist auf den ersten Blick geschlechtsneutral. Auf den zweiten Blick werben die ganzen Kurse aber mit typisch weiblichen Aussagen, also straffer Po usw. und nicht etwa mit Muskelaufbau (was auch in Zumba geschieht durch viele Übungen). Es werden sehr häufiger Frauen als Männer abgebildet, die Kursleiter sind zu 90% weiblich und generell ist das Wording eher weiblich.
    Auf der anderen Seite sagen die ganzen Kursleiterinnen (ich hatte in den letzten anderthalb Jahren 12 verschiedene) "oh toll, endlich mal ein Mann mit dabei" und die anderen Teilnehmerinnen sagen auch häufig "Oh wie schön, dass du dabei bist, bring doch auch noch deine männlichen Freunde mit". Aber solange Zumba generell als eher weiblich gilt und die Kursanbieter ihre ganze Ansprache nicht ändern, werden Männer auch nicht angesprochen und bleiben fern.

  16. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: fl1p 06.03.18 - 04:33

    Ich würde gerne mal die speziell für Männer konzipierte Webung sehen von dem hier micha1234 und andere gender menschen hier sprechen.

    Könnte bitte einer 1-2 aktuelle Beispiele zeigen?
    Scheinbar ist ja momentan alles an Männer gerichtet und nichts an Frauen....

    Jetzt mal ernsthaft, dass sich Frauen/Mädchen nicht so für Mint Fächer interessieren ist nun mal Tatsache. Das kann der Leser der dem hier zustimmt oder sich gerade aufregt gerne im eigenen Umfeld bestätigen lassen.
    (Bitte einfach mal fragen wie viele der Mädchen gerne was im bezug der MINT Fächer (besonders IT) später machen wollen, und wieviele der Jungs). SPOILER; die meißten der Mädchen wollen nichts mit IT machen (ausser Excel etc.)

    Das ganze Thema an sich kommt Jahr für Jahr hoch von irgend welchen Gender "wissenschaftlern" oder "Angagierten" die sich über ungleichheiten Aufregen, die schlicht weg Unsinn sind.
    Wobei, ich bin dafür, macht mehr Werbung für Frauen als Müll-männer-FRAUEN oder auf dem Bau!!! Finde ich gut! [/S]

    http://www.zeit.de/2015/42/mint-faecher-frauen-studentinnen

  17. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: quasides 06.03.18 - 05:37

    Männer sind mehr an Dingen interresiert Frauen mehr an Personen.
    Die Distribution liegt bei etwa 60/40
    Die Sache ist das am Ende des Spektrums - sprich in dem extremen - besonders wichtig für Techn. und WIssenschaftliceh Berufe das Spektrum bei weitem extremer Auschlägt.

    Es gibt nun2 Möglichkeiten. Entweder aktzeptiert man unterschiede zwischen den Geschlechtern oder man senkt den Standard in den Berufsfeldern so das unterqulifizierte Leute am Beruf teilnehmen können. Damit würde man mehr von der statischtische Mitte in das Berufsfeld bringen und die lang ersehnte Gleichstellung erreichen.

    Aber da die neuen Marxisten ja ohnehin gegner von kompetenz und Fakten sind wird man mit letzteren wohl kein problem haben.

    Comming up next, zwangquoten von 50% unabhängig von der qualifikation.
    Und weil die Produktivität dann um die hälfte fällt kürzung der Gehälter um 50%

  18. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: RicoBrassers 06.03.18 - 07:57

    Pecos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zilti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn die Männer genug informiert sind, sind es die Frauen auch, Punkt.
    >
    > Es geht hier nich unbedingt um genug Informationen.
    > Es geht darum, dass für Studiengänge geworben wird, die Werbung aber
    > momentan eher auf eine männliche Zielgruppe ausgelegt und für Frauen
    > weniger ansprechend ist.

    Könnte daran liegen, dass die männliche Zielgruppe nunmal größer ist.
    Mit Werbung möchte man eine möglichst große Zielgruppe ansprechen. In der IT ist es aktuell so, dass es hauptsächlich Männer sind, also wird das auch als "Hauptzielgruppe" für Werbemaßnahmen gewählt, weil man so möglichst viele Personen ansprechen kann.

    Diverse Werbungen für Haarpflegeprodukte sind ja auch auf die weibliche Zielgruppe ausgelegt, weil dort der Begriff "Haarpflege" i.d.R. für mehr steht, als nur für "Shampoo rauf, auswaschen, fertig". Gibt es Männer, die entsprechende Produkte (Conditioner, Spülung, etc.) nutzen? Durchaus. Ist diese Gruppe marketingrelevant? Nein.
    Also werden die auch nicht in der Werbung/durch die Werbung angesprochen.

  19. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: gadthrawn 06.03.18 - 09:12

    Micha12345 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob ein Mann oder eine Frau eine Software (nur um bei deinem Beispiel zu
    > bleiben) schreibt, ist einem Kunden egal.
    > Wenn es hingegen 24 Monate, statt 12 Monate dauert, weil einfach nicht
    > genug Arbeitskraft vorhanden ist, interessiert ihn hingegen womöglich
    > schon.

    Das mit "nicht genug Arbeitskraft" ist ein Mythos. Ich kenne einige Unternehmen die jammern, weil sie keine ITler bekommen. Die zahlen allerdings auch weniger wie man mit einem niedriger qualifizierten gewerkschaftlich ausgehandelten Lohn bekommen würde.

    Einfaches Beispiel: Sagst du du brauchst für die Tätigkeit einen Fachhochschulabschluss, gibt das nach ERA Anlage 1 B 94 Punkte für die Einstufung des Berufs.
    https://netkey40.igmetall.de/homepages/moenchengladbach/hochgeladenedateien/PDF%20/ERA%20Arbeitshilfe%20Bewertungsstufen.pdf
    heißt: mindestens 3284
    https://www.igmetall.de/docs_2017_04_Metallindustrie_ERA_fe7942d6832d148e1481b3575af9ab9966bb0ae5.pdf
    Bei vielen steht min 3 Jahre Erfahrung
    +12 Punkte
    Anlernen oder selber lernen bei so Positionen wird meist mit 3-5 Monaten angesetzt, sagen wir
    +25 Punkte
    Natürlich ist es überwiegend selbstständig (wenn nicht gar nach scrum o.a. agilen Methoden selbstständig)
    + 30 Punkte
    Da ist dann auch Kommunikation und Abstimmern
    + 15 Punkte.

    Das sind 176 Punkte. also wer wirklich die Einstufung nach dem macht was in den Stellenanzeigen steht müsste ERA 14 in NRW zahlen, also ab 4817 wäre der Anfang + Urlaubsgeld + 13. Monatsgehalt + Leistungszulagen.

    In den Diskussionen hier siehst du immer mal wieder Leute die um 2000 in der IT arbeiten.

    Das sind dann Gehälter für Arbeiter die angelernte Tätigkeiten am Fließband ohne eigene Entscheidungsmöglichkeit machen.

    Das es 24 Monate statt 12 dauert bedeutet schlicht: der Arbeitgeber will potentiellen Arbeitnehmern einfach nicht genug zahlen.

    Und ja - es gibt Gegenden in denen dir jeder potentielle Arbeitgeber exakt das selbe Gehalt anbietet... Wirkt etwas abgesprochen, um das Gehalt niedrig zu halten. Meines Erachtens können diese Gegenden dann IT technisch verrecken. Aber gibt leider immer jemanden der auch solche Angebote annimmt / annehmen "muss" da wegziehen nicht infrage kommt..



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.18 09:13 durch gadthrawn.

  20. Re: Sehr provokante Frage: Wozu?

    Autor: divStar 06.03.18 - 09:27

    Es gibt keinen Fachkräftemangel - nur Unternehmen mit ungenügenden Rahmenrichtlinien und Anforderungen bei zu geringer Vergütung und sonstigen "Extras" wie Heimarbeit.

    Ich schließe mich dem TE an in der wozu-Frage.

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