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Asse 2.0

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  1. Asse 2.0

    Autor: m_jazz 20.10.17 - 19:18

    Klingt für mich nach einem hervorragenden Endlager für ausgebrannte Brennstäbe. Demos gegen Castortransporte dürften auf Jahrhunderte unerschwinglich bleiben, und die kosten für den Transport dürften für die öffentliche Hand durchaus stemmbar sein. Endlich saubere und erschwingliche Kernenergie für alle!

  2. Re: Asse 2.0

    Autor: Ach 20.10.17 - 19:31

    Jeder wievielte Raketenstart misslingt nochmal und muss gesprengt werden? Und da willst du so ne Mondrakete vollstopfen mit Tonnen abgebrannter Brennstäben?

    "15 Seconds to launch ... get ready! .... 10 ... 9 ... 8 ... 7 ... 6 ... 5 ... 4 ... 3 ...."

    Auf jeden Fall wird da jeder Start zu nem kleinen Abenteuer :].

  3. Re: Asse 2.0

    Autor: m_jazz 20.10.17 - 19:37

    Hey, ich sag ja nicht das die Lösung perfekt ist... Aber für einen erfolgreichen Pitch beim Umweltministerium wirds locker reichen.

  4. Re: Asse 2.0

    Autor: Carl Weathers 20.10.17 - 20:04

    Den Kram kann man dann genauso gut Richtung Sonne oder ins Nirvana schicken. Oder mache ich einen gravierenden Denkfehler?

  5. Re: Asse 2.0

    Autor: Ach 20.10.17 - 21:49

    Carl Weathers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den Kram kann man dann genauso gut Richtung Sonne oder ins Nirvana
    > schicken. Oder mache ich einen gravierenden Denkfehler?

    Sonne bedeutet, dass man die Orbitalgeschwindigkeit, mit der die Erde(und natürliche jedes Objekt auf ihr) um die Sonne rast, irgendwie los werden muss(weil einen ansonsten die Zentrifugalkraft auf Ewig von der Sonne fern hält), was, wie man es auch anstellt, einiges an Treibstoff kosten wird. Dafür braucht man dann eine große Rakete die aber nur einen Bruchteil des auf der Erde befindlichen Atommülls mit sich führt. Wird nicht billig :].

    Zu Nirvana : naja, was ist Nirvana? Jupiter? Mit Fluchtgeschwindigkeit aus unserem Sonnensystem raus?

  6. Re: Asse 2.0

    Autor: JouMxyzptlk 20.10.17 - 22:06

    Och, das "zum Mond" und "Sonne" thema ist schon durch.
    Lass mal eine Rakete mit so ein paar Tonnen explodieren, und wir haben schlagartig Tschernobyl / Fukushima übertroffen.

  7. Re: Asse 2.0

    Autor: plutoniumsulfat 20.10.17 - 22:07

    Naja, unmöglich ist es jetzt nicht. Muss man jetzt halt nicht auf kürzestem Wege machen.

  8. Re: Asse 2.0

    Autor: Ach 20.10.17 - 23:37

    Ineffizient, kaum bezahlbar, man wird keine Versicherung finden :], aber machbar ist es natürlich. Die Frage war ja die, warum es nicht gemacht wird.

    PS: wenn man das Risiko einmal ausklammert, vielleicht würde es sich lohnen, im Erdorbit gleich einen riesen Bazen Brennstäbe von ganz vielen Raketenstarts anzusammeln, und den Batzen dann als ein großes Paket via einem Sonnensegel oder Ionenantrieb gen Sonne oder Jupiter zu steuern.

  9. Re: Asse 2.0

    Autor: unbuntu 21.10.17 - 08:16

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sonne bedeutet, dass man die Orbitalgeschwindigkeit, mit der die Erde(und
    > natürliche jedes Objekt auf ihr) um die Sonne rast, irgendwie los werden
    > muss(weil einen ansonsten die Zentrifugalkraft auf Ewig von der Sonne fern
    > hält), was, wie man es auch anstellt, einiges an Treibstoff kosten wird.

    Wo ist das Problem, wenn irgendwo zwischen Erde und Sonne ne Rakete festhängt? Würde sogar reichen, wenn ne Rakete einfach "irgendwo" hinfliegt, hauptsache es ist von der Erdumlaufbahn weg.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  10. Re: Asse 2.0

    Autor: Poison Nuke 21.10.17 - 13:39

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo ist das Problem, wenn irgendwo zwischen Erde und Sonne ne Rakete
    > festhängt? Würde sogar reichen, wenn ne Rakete einfach "irgendwo"
    > hinfliegt, hauptsache es ist von der Erdumlaufbahn weg.

    Satellitenschrott 2.0 ;-)

  11. Re: Asse 2.0

    Autor: Ach 21.10.17 - 16:35

    100.000 Jahre Spannung ob nicht doch irgendwann mal was zurück kommt :).

    PS: Am effizientesten könnte die Venus sein : ein bisschen abbremsen und von der Venus einholen lassen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 16:49 durch Ach.

  12. Re: Asse 2.0

    Autor: FreiGeistler 22.10.17 - 00:10

    Und den Müll jagt man dann via nuklearem Ramjet (Project Pluto) in den Orbit, damit man die Umwelt nicht mit so viel Silberjodid verseucht?!?

    Besser in Erdöllöchern versenken oder in einer Wüste verbuddeln, die auch in 10000 Jahren garantiert noch wüst ist. Aber dazu mangelts leider an politischer kooperation. o_o
    Also was solls...

    Und wieso sauberer?
    Ist doch trotzdem strahlender, fossiler "Brennstoff"...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.17 00:15 durch FreiGeistler.

  13. Re: Asse 2.0

    Autor: mnementh 22.10.17 - 09:40

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Besser in Erdöllöchern versenken oder in einer Wüste verbuddeln, die auch
    > in 10000 Jahren garantiert noch wüst ist. Aber dazu mangelts leider an
    > politischer kooperation. o_o
    Tatsächlich wäre cool, wenn man die Brennstäbe wieder da hin tun könnte, wo das andere strahlende Material der Erde ist: in den Erdkern, wo es schön Geothermie erzeugt. Aber leider fehlt uns dazu die Technologie. In Vulkane werfen ist kontraproduktiv, das sind die Stellen wo das Erdinnere gerade herauskommt.

  14. Re: Asse 2.0

    Autor: FreiGeistler 22.10.17 - 18:10

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FreiGeistler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Besser in Erdöllöchern versenken oder in einer Wüste verbuddeln, die auch
    > > in 10000 Jahren garantiert noch wüst ist. Aber dazu mangelts leider an politischer kooperation. o_o
    > Tatsächlich wäre cool, wenn man die Brennstäbe wieder da hin tun könnte, wo das andere strahlende Material der Erde ist: in den Erdkern, wo es schön Geothermie erzeugt. Aber leider fehlt uns dazu die Technologie. In Vulkane werfen ist kontraproduktiv, das sind die Stellen wo das Erdinnere gerade herauskommt.

    2 -3 Kilometer tief würde schon reichen, wenn man sicher sein kann, dass es 1000e Jahre dort unten bleibt. Danach strahlts ja nicht mehr so. Die Technologie dazu hätten wir schon.

    In der Schweiz diskutieren wir gerade den geologisch besten Standort für ein schweizer Endlager. Was für ein Blödsinn, in einer der am dichtesten besiedelten Gegend der Erde (Mitteleuropa). Wüste oder Bohrloch wäre wirklich besser, aber eben, Politik... :-<

  15. Re: Asse 2.0

    Autor: JouMxyzptlk 22.10.17 - 20:02

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2 -3 Kilometer tief würde schon reichen, wenn man sicher sein kann, dass es
    > 1000e Jahre dort unten bleibt. Danach strahlts ja nicht mehr so. Die
    > Technologie dazu hätten wir schon.

    1. Wir hätten dann die Explosion aus Mondbasis Alpha (oder Space 1999, wie es im Original heist) hier auf der Erde ;).
    2. Es geht um mehrere 100'000 Jahre bis Millionen. "1000e" ist da etwas ungenau, und in Geologischen Denkweisen zu kurz gedacht. Aber nimm mal eine halb Tonne Plutonium, nach 100'000 Jahre hast du noch 125 kg Plutonium und dessen Spaltprodukte. Oder eben Punk 1 weil irgendwas das Plutonium zusammendrückt und die kritische Masse überschritten wird, siehe Geologiehinweis.

  16. Re: Asse 2.0

    Autor: Ach 22.10.17 - 20:23

    >Tatsächlich wäre cool, wenn man die Brennstäbe wieder da hin tun könnte, wo das andere strahlende Material der Erde ist: in den Erdkern, wo es schön Geothermie erzeugt. Aber leider fehlt uns dazu die Technologie. In Vulkane werfen ist kontraproduktiv, das sind die Stellen wo das Erdinnere gerade herauskommt.

    Genau der Gedanke hat mich zu einer Überlegung geführt, bei der man die schwere Arbeit eventuell der Natur, bzw. in dem Fall der Erde übergeben könnte, in Form eines Endlagers, das man direkt in die Grenze zweier sich überlappender Kontinentalplatten baut, und dabei natürlich in die abwärts Gerichtete der beiden Kontinentalplatten, also die, die von der anderen überlappt wird.

    Das wäre z.B. in Japan, ein paar Km vor der Küste von Fukushima der Fall. Nachdem das Lager gefüllt ist, verschließt man das Eingangsloch, das sich ja direkt neben der überlappenden Kontinentalplatte befindet(ja, die Grenzen der beiden Platten bildet sich tatsächlich so scharf ab) mit Beton. Wenn dann in 70 bis 80 Jahren das nächste große Erdbeben Japan erschüttert, ist das Lager bereits um ca. sieben Meter unter die Felskante der überlappenden Platte gerutscht, ca 75 Jahre später bereits 15m, usw..

    Zwar wird die leichte Materialschicht einer unterlappenden Kontinentalplatte gerne irgendwann wieder via Vulkanismus an die Erdoberfläche transportiert, aber das geschieht frühesten in ein paar Millionen Jahren, also dann, wenn die Strahlung längst abgeklungen ist.

    Ps: Das Lager könnte z.B. eine ein Kilometer tiefe Bohrung, erzeugt mit einer möglichst kompakten Hochseebohrinsel, darstellen. Da kann man dann auch gerne die oberen 25 bis 40m mit Beton zugießen um ganz sicher zu gehen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.17 20:37 durch Ach.

  17. Re: Asse 2.0

    Autor: ArcherV 23.10.17 - 07:45

    m_jazz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klingt für mich nach einem hervorragenden Endlager für ausgebrannte
    > Brennstäbe. Demos gegen Castortransporte dürften auf Jahrhunderte
    > unerschwinglich bleiben, und die kosten für den Transport dürften für die
    > öffentliche Hand durchaus stemmbar sein. Endlich saubere und erschwingliche
    > Kernenergie für alle!

    Dann kannst du den Müll direkt in die Sonne schießen..

  18. Re: Asse 2.0

    Autor: beuteltier 23.10.17 - 09:35

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] via einem Sonnensegel [...] gen Sonne [...] zu steuern.

    Du willst kreuzen ohne Kiel? Das könnte ein kompliziertes Manöver werden. ;-)

  19. Re: Asse 2.0

    Autor: Ach 23.10.17 - 17:55

    beuteltier schrieb:

    > Du willst kreuzen ohne Kiel? Das könnte ein kompliziertes Manöver werden. ;-)


    Der Orbit lässt sich mit Hilfe des Strahlendrucks wie folgt verkleinern :

    Mit der Schrägstellung des Segels wirkt die Resultierende des Strahlungsdrucks, sprich : der Segeldruck schräg gegen die Orbitbahn.


    Dieser Segeldruck lässt sich über ein Kräfteparallelogram aufteilen in eine Bremskraft(rot), welche die Orbitalgeschwindigkeit bremst, und in eine "Orbitradiuskraft"(blau), welche den Radius des Orbits vergrößern will.


    Da durch den Anstellwinkel des Segels zur Strahlenquelle die Bremskraft größer ist als die Orbitradiuskraft, muss die Abnahme der Zentrifugalkraft(durch die Abnahme der Bahngeschwindigkeits) größer sein als die den Bahnradius vergrößernde Kraft.

    => Das Bündel bewegt sich in Richtung Sonne.

  20. Re: Asse 2.0

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 24.10.17 - 07:31

    m_jazz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klingt für mich nach einem hervorragenden Endlager
    > für ausgebrannte Brennstäbe. Demos gegen
    > Castortransporte dürften auf Jahrhunderte
    > unerschwinglich bleiben, und die kosten für den
    > Transport dürften für die öffentliche Hand durchaus
    > stemmbar sein.

    Das bezweifle ich stark. Inzwischen ist ein ordentliches Volumen an radioaktiven Abfällen mit Endlagerungsbedarf zusammen gekommen und Teile davon haben ordentlich Masse. Mir will da kein Weg einfallen, durch die es effizient wird, große Mengen eines Energieträgers zu verbraten um die Reste eines anderen Energieträgers auf den Erdtrabanten zu entsorgen. Das riecht schwer nach Teufelskreis.

    Der Forschungs-, Entwicklungs- und Ressourcenaufwand, der nötig wäre um so ein Verfahren in Betrieb zu bringen wäre besser investiert, damit dieses Verfahren gar nicht erst nötig wird.

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