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arrogante Wissenschaftler...

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  1. arrogante Wissenschaftler...

    Autor: azeu 05.02.12 - 20:46

    ...gibt es durchaus, aber die Wissenschaft an sich ist nicht arrogant. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse können nachgeprüft werden.

    Und jetzt möchte ich gerne eine einzige Religion genannt bekommen, die NICHT arrogant ist. Eine Religion, die sagt, wenn Du mir nicht glaubst, dann frag eine andere Religion oder prüfe meine Behauptungen einfach selbst nach.

    Religionen gönnen einem den freien Willen, drohen aber mit ewiger Verdammnis wenn man seinen freien Willen nutzt. Was hat das bitte mit "freiem Willen" zu tun?

    Zudem werden religiöse Behauptungen gerne als Theorien dargestellt, obwohl es keine sind. Eine Theorie ist eine Behauptung, die jeder (mit entsprechendem Know-How) selbst nachprüfen kann. Eine Behauptung die keine Prüfung zulässt, ist KEINE Theorie sondern einfach nur eine Behauptung. Man kann dran glauben oder nicht.

    DU bist ...

  2. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: omo 05.02.12 - 23:36

    "Freier Wille" ist mir vieeeel zu anspruchslos.
    Geht in die Richtung wie "Chancen": nichtssagend, ohne Faktenbezug.
    Es geht um Ansprüche des Souveräns.
    Materielle Freiheitsgrade individueller Selbstverwirklichung bedingen rechtsräumliche Flankierung.
    Jeder hat einen freien Willen, der nicht unter Drogen steht, der nicht besoffen ist, der nicht dement oder psychisch krank ist.
    Die Leute, die keinen freien Willen haben, wissen das wohl immer recht gut und leiden darunter.
    Das muß scheuslich sein, kann man nur bedauern.
    Wissenschaften haben uns die Naturgesetze dienstbar zu machen.
    Der Witz dabei: das geht uferlos, ohne sich damit gegenseitig das Wasser abzugraben.
    Wir könnten damit zigfach weiter sein, als wir von Steinzeitlern entfernt sind, die bereits die gleichen Gehirne hatten.
    Wir haben uns binnen Jahrtausenden die Tour gründlich versaut und uns aneinander aufgerieben, wozu sich die Einen Andere zum Deppen erklärten, was Letztere dann auch noch eifrig verinnerlichten.
    Da steckt noch was von Herdentieren drin, die sich gerne abgerichtet sehen, irgend einem Leithammel zu kriechen, um sich sicher fühlen zu können.
    Durch eine genetische Veränderung ist das z.B. bei mir ratzeputz weg ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.12 23:37 durch omo.

  3. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: Der Kaiser! 06.02.12 - 01:41

    > Eine einzige Religion genannt bekommen, die NICHT arrogant ist.

    > Eine Religion, die sagt, wenn du mir nicht glaubst, dann frag eine andere Religion

    Buddhismus.

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  4. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: Der Kaiser! 06.02.12 - 03:16

    > Da steckt noch was von Herdentieren drin

    > Durch eine genetische Veränderung ist das z.B. bei mir ratzeputz weg. ;-)

    Das musst du genauer erläutern! :D

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

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    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  5. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: azeu 06.02.12 - 13:31

    Buddhismus ist KEINE Religion, im eigentlichen Sinne... ätsch gätsch :)

    Ist "nur" eine Lebensphilosophie nach der man glücklich werden kann, oder eben nicht. Es gibt keine Himmel/Hölle-Kleingedrucktes :)

    DU bist ...

  6. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: azeu 06.02.12 - 13:31

    Buddhismus ist KEINE Religion, im eigentlichen Sinne... ätsch gätsch :)

    Ist "nur" eine Lebensphilosophie nach der man glücklich werden kann, oder eben nicht. Es gibt keine Himmel/Hölle-Kleingedrucktes :)

    DU bist ...

  7. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: _bla_ 06.02.12 - 14:06

    "Religionen gönnen einem den freien Willen, drohen aber mit ewiger Verdammnis wenn man seinen freien Willen nutzt. Was hat das bitte mit "freiem Willen" zu tun?"

    Fühlst du dich auch in deinem freien Willen beschränkt, wenn ein Mediziner dich darauf hinweist, das du zwar wenn du willst, mit deiner Hand auf die heiße Herdplatte fassen kannst, aber das doch nicht wirklich zu empfehlen ist?
    Wir wissen nicht sicher, ob die Konsequenzen, welche manche Religionen behaupten existieren oder nicht, aber falls sie tatsächlich existieren, dann ist es doch vernünftig davor zu warnen.

    "Und jetzt möchte ich gerne eine einzige Religion genannt bekommen, die NICHT arrogant ist. Eine Religion, die sagt, wenn Du mir nicht glaubst, dann frag eine andere Religion oder prüfe meine Behauptungen einfach selbst nach. "

    Du wirst wahrscheinlich bei so ziemlich alle großen Religionen diverse Vertreter finden, die dir das so unterschrieben würden.

    "Zudem werden religiöse Behauptungen gerne als Theorien dargestellt, obwohl es keine sind."

    Gerade in Deutschland sind die Theologen da in der Regel sehr genau. Zeugs wie Intelligent Design ist hierzulande doch eher eine Seltenheit.

  8. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: azeu 06.02.12 - 14:31

    > Fühlst du dich auch in deinem freien Willen beschränkt, wenn ein Mediziner
    > dich darauf hinweist, das du zwar wenn du willst, mit deiner Hand auf die
    > heiße Herdplatte fassen kannst, aber das doch nicht wirklich zu empfehlen
    > ist?

    Es ist schon ein Unterschied, ob man den freien Willen hat auf eine heiße Platte zu greifen, oder ob man den freien Willen hat, sein Leben nach einer bestimmten Ideologie auszurichten. Und da lassen die Religionen nicht sehr viel Spielraum. Im Gegenteil, gläubige Menschen brüsten sich ja geradezu damit, dass die Dinge die in den heiligen Büchern stehen, eben so sind wie sie sind und man diese nicht anzweifeln darf wie es einem passt. Das widerspricht meiner Vorstellung eines freien Willens.

    > Wir wissen nicht sicher, ob die Konsequenzen, welche manche Religionen
    > behaupten existieren oder nicht, aber falls sie tatsächlich existieren,
    > dann ist es doch vernünftig davor zu warnen.

    Als Warnungen empfinde ich die Konsequenzen jedoch nicht, sondern eher als Drohungen.

    > Du wirst wahrscheinlich bei so ziemlich alle großen Religionen diverse
    > Vertreter finden, die dir das so unterschrieben würden.

    Da möchte ich widersprechen. Gerade bei streng Gläubigen wird das definitiv nicht der Fall sein. Frag doch mal den Papst oder Pierre Vogel oder einen texanischen Prediger.

    > Gerade in Deutschland sind die Theologen da in der Regel sehr genau. Zeugs
    > wie Intelligent Design ist hierzulande doch eher eine Seltenheit.

    Das mag sein, dass Theologen hier in Deutschland etwas anders formulieren. Nur, im Rest der Welt sieht das leider etwas anders aus. Gerade im Islam gibt es so gut wie keine Trennung zwischen Religion und Wissenschaft. Dort wird die Religion sogar für Wissenschaft direkt gehalten, was völlig irrational ist. Auch bei streng gläubigen Christen und Juden sieht das nicht viel anders aus - siehe USA oder Israel.

    DU bist ...

  9. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: Der Kaiser! 06.02.12 - 15:13

    > Buddhismus ist KEINE Religion, im eigentlichen Sinne... ätsch gätsch :)

    Aber es ist eine Religion. :>

    > Es gibt keine Himmel/Hölle-Kleingedrucktes. :)

    Das muss es auch nicht in jeder Religion geben.

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  10. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: _bla_ 06.02.12 - 15:48

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist schon ein Unterschied, ob man den freien Willen hat auf eine heiße
    > Platte zu greifen, oder ob man den freien Willen hat, sein Leben nach einer
    > bestimmten Ideologie auszurichten.

    Warum? Beides sind Warnung der Art: "Handlung XYZ hat negative Konsequenzen ABC".

    > Und da lassen die Religionen nicht sehr
    > viel Spielraum. Im Gegenteil, gläubige Menschen brüsten sich ja geradezu
    > damit, dass die Dinge die in den heiligen Büchern stehen, eben so sind wie
    > sie sind und man diese nicht anzweifeln darf wie es einem passt.

    Bei sehr vielen darf man selbstverständlich anzweifeln, der entscheidende Punkt ist aber: Anzweifeln ändert nichts. Entweder die Zweifel waren berechtigt, dann waren die angezweifelten Dinge schon immer falsch oder aber die Zweifel waren nicht berechtigt, dann verändert sich durch die Zweifel nichts, auch wenn es unfair oder fies erscheint.

    > Das widerspricht meiner Vorstellung eines freien Willens.

    Beinhaltet diese Vorstellung ein: "Die Welt hat so zu sein, wie sie mir gefällt?" oder wo genau liegt der Konflikt? Oder eher sowas wie: "Gott hat gefälligst die Religionsfreiheit anzuerkennen?"

    > Als Warnungen empfinde ich die Konsequenzen jedoch nicht, sondern eher als
    > Drohungen.

    Zwischen Warnung und Drohung gibt es einen entscheidenden Unterschied: Bei der Drohung muss der Drohende einen Einfluss auf den Eintritt von Konsequenzen haben oder zumindest vorgeben. Bei einer Warnung hingegen hat der Warnende keinen Einfluss auf den Eintritt der Konsequenzen.

    > > Du wirst wahrscheinlich bei so ziemlich alle großen Religionen diverse
    > > Vertreter finden, die dir das so unterschrieben würden.
    >
    > Da möchte ich widersprechen. Gerade bei streng Gläubigen wird das definitiv
    > nicht der Fall sein. Frag doch mal den Papst oder Pierre Vogel oder einen
    > texanischen Prediger.

    Äh, das du bei jeder Religion auch Leute finden wirst, die dir das nicht unterschreiben werden, beweist nicht das es nicht auch diverse andere Meinungen gibt.

    > Das mag sein, dass Theologen hier in Deutschland etwas anders formulieren.

    Nein, sie formulieren es nicht nur anders, sie meinen es auch wirklich anders.

  11. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: azeu 06.02.12 - 17:24

    > "Gott hat gefälligst die Religionsfreiheit anzuerkennen?"

    Wenn er mir über ein heliges Buch sagt, dass mein Wille frei ist, dann JA.

    Ein freier Wille bedeutet auch, an etwas NICHT glauben zu müssen.

    Und das finde ich in keiner Religion. Oder kennst Du eine Religion in der man sich zwischen Himmel und Hölle "frei" entscheiden kann. Was ist wenn ich weder Himmel noch Hölle haben will, sondern einfach ein Ende meiner Existenz nach meinem Tod? Gönnt mir irgendeine Religion diese Freiheit?

    Bitte jetzt nicht mit "Buddhismus" kommen. Das ist KEINE reguläre Religion.

    DU bist ...

  12. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: _bla_ 06.02.12 - 18:53

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ein freier Wille bedeutet auch, an etwas NICHT glauben zu müssen.

    Ist doch offenbar erfüllt oder bilde ich mir die Existenz von Atheisten nur ein? Aber ähnlich wie die Meinungsfreiheit dir nicht auch gleichzeitig garantiert, dass dich deine Freunde noch leiden können, nach dem du ihnen mal so richtig ordentlich die Meinung gesagt hast, beinhaltet auch der freie Wille kein solches Versprechen.

    > Und das finde ich in keiner Religion. Oder kennst Du eine Religion in der
    > man sich zwischen Himmel und Hölle "frei" entscheiden kann. Was ist wenn
    > ich weder Himmel noch Hölle haben will, sondern einfach ein Ende meiner
    > Existenz nach meinem Tod? Gönnt mir irgendeine Religion diese Freiheit?

    Das Leben ist kein Ponyhof? Oder falls doch: Gründe halt deine eigene Religion, die genau diese Einsicht verkündet?

  13. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: azeu 06.02.12 - 21:33

    > Ist doch offenbar erfüllt oder bilde ich mir die Existenz von Atheisten nur ein?

    Du vergleichst jetzt Äpfel mit Birnen, finde ich.

    Atheismus gibt es nur deswegen, weil Religionen eben keine abweichende Ideologie oder Kritik dulden. Sonst gäbe es ja gar keinen Nährboden für Atheismus.

    > Das Leben ist kein Ponyhof? Oder falls doch: Gründe halt deine eigene Religion, die genau diese Einsicht verkündet?

    Tja, sieht Du. Genau DIESE Arroganz habe ich gemeint :)

    DU bist ...

  14. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: _bla_ 06.02.12 - 23:12

    azeu schrieb:

    > Atheismus gibt es nur deswegen, weil Religionen eben keine abweichende
    > Ideologie oder Kritik dulden. Sonst gäbe es ja gar keinen Nährboden für
    > Atheismus.

    Äh, also wenn die Religionen alle Kritik und abweichende Meinungen dulden würden, dann würden alle die Atheisten, die jetzt die Existenz Gottes für wenig plausibel halten, plötzlich zu der Einsicht kommen, das es vermutlich einen Gott gibt?
    Du verwechselst nicht zufällig Atheismus mit bspw. Antiklerikalismus?

    > > Das Leben ist kein Ponyhof? Oder falls doch: Gründe halt deine eigene
    > Religion, die genau diese Einsicht verkündet?
    >
    > Tja, sieht Du. Genau DIESE Arroganz habe ich gemeint :)

    Aber wenn ein Atheist sagt: Nee, sorry, mit dem Leben nach dem Tod wird das nichts, dann ist das okay und nicht arrogant?

  15. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: azeu 07.02.12 - 01:06

    > Äh, also wenn die Religionen alle Kritik und abweichende Meinungen dulden würden, dann würden alle die Atheisten, die jetzt die Existenz Gottes für wenig plausibel halten, plötzlich zu der Einsicht kommen, das es vermutlich einen Gott gibt?

    Wenn Religionen etwas toleranter gegenüber Kritik wären, gäbe es meiner Meinung nach viel weniger Atheisten und viel mehr Agnostiker. Ich selbst zähle mich übrigens zu den letzteren. Denn ob es einen Gott gibt weiß ich schlicht nicht, aber seine Existenz ausschließen kann ich auch nicht, da ich ja nicht weiß ob es ihn tatsächlich gibt. Ein Gläubiger Mensch "weiß", dass es Gott geben muss, obwohl er es als Mensch aber gar nicht wissen kann, wenn er ehrlich wäre.

    > Aber wenn ein Atheist sagt: Nee, sorry, mit dem Leben nach dem Tod wird das nichts, dann ist das okay und nicht arrogant?

    Finde ich weniger, denn der Theist behauptet ja etwas, also liegt es am Theisten, diese Behauptung auch zu belegen, was ja bis jetzt keinem der Theisten gelungen ist. Trotzdem wird aber so getan. Natürlich ist es bis jetzt auch keinem Atheisten gelungen, die Existenz von Gott zu widerlegen, nur, muss er das? Weil der Theist nicht das Gegenteil beweisen kann?

    Gehen wir mal weg von Gott und der Welt:

    Ich behaupte mal, Du hättest mir 1000 EUR gestohlen, dann ist es doch meine Aufgabe das zu belegen und nicht Deine mir das Gegenteil zu beweisen.

    Beispiel:
    Gott wird in unseren Breitengraden ja gern als Mann gesehen, obwohl das überhaupt keinen Sinn macht. Denn wo ein Mann ist, müsste es auch eine Frau geben. Da Gott aber nicht verheiratet ist und sich zudem selbst erschaffen hat, kann er gar kein Mann in unserem Sinne sein. Gott kann aber auch keine Frau in unserem Sinne sein. Trotz dieser Unlogik wird das aber vehement behauptet. Das ist doch ziemlich ignorant in meinen Augen.

    DU bist ...

  16. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: _bla_ 07.02.12 - 09:09

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Gläubiger Mensch "weiß", dass es Gott geben muss, obwohl er es als
    > Mensch aber gar nicht wissen kann, wenn er ehrlich wäre.

    Nein, Glauben hat nichts mit Wissen zu tun, religiöser Glauben hat auch nichts mit einer Wahrscheinlichkeitseinschätzung zu tun, ist also auch nicht zu vergleichen mit "Ich glaube das es heute Schnee geben wird." sondern lässt sich eher mit "sich verlassen auf" oder "vertrauen haben in" übersetzen. Also eher so wie bei "Ich glaube an meine Frau". Ein Gläubiger weiß also nicht das es Gott gibt, aber er hat Vertrauen darin, das es Gott gibt und das Gott es gut mit ihm meint.

    > > Aber wenn ein Atheist sagt: Nee, sorry, mit dem Leben nach dem Tod wird
    > > das nichts, dann ist das okay und nicht arrogant?
    >
    > Finde ich weniger, denn der Theist behauptet ja etwas, also liegt es am
    > Theisten, diese Behauptung auch zu belegen, was ja bis jetzt keinem der
    > Theisten gelungen ist.

    Wer sagt "Es gibt kein Leben nach dem Tod." der behauptet auch etwas. Etwas anderes wäre: "Ich kann mir nicht vorstellen, das es ein Leben nach dem Tod gibt."
    Bei letzterem wird nur etwas über die Vorstellung des Sprechers behauptet.

    > Trotzdem wird aber so getan. Natürlich ist es bis
    > jetzt auch keinem Atheisten gelungen, die Existenz von Gott zu widerlegen,
    > nur, muss er das? Weil der Theist nicht das Gegenteil beweisen kann?

    Hier muss man mal etwas unterteilen, denn es ist etwas anderes ob einfach nur der Glauben fehlt oder ob er aktiv abgelehnt wird. Wer einfach nur nicht glaubt muss nichts belegen, wer aber rumläuft und bspw. von Gläubigen fordert, das sie ihre Meinung ändern, der muss selbstverständlich dafür auch Argumente liefern, genauso wie ein Theist, der versucht andere vom Glauben zu überzeugen.

    > Gehen wir mal weg von Gott und der Welt:
    >
    > Ich behaupte mal, Du hättest mir 1000 EUR gestohlen, dann ist es doch meine
    > Aufgabe das zu belegen und nicht Deine mir das Gegenteil zu beweisen.

    Weil wir uns im Strafrecht auf die Unschuldsvermutung geeinigt haben. In anderen Bereichen sieht das anderes aus. Im Zivilrecht muss bspw. jede Partei alles das beweisen, was für sie günstig ist. Für das Diskussion ist imho etwas ähnliches angesagt: Belegen muss immer die Seite ihre Behauptungen, die damit irgendetwas von der anderen Seite fordert.

    > Beispiel:
    > Gott wird in unseren Breitengraden ja gern als Mann gesehen, obwohl das
    > überhaupt keinen Sinn macht.

    Im Judentum und im Christentum gibt es aus guten Gründen ein Bildnisverbot. Sich Gott als Mann oder Frau vorzustellen scheidet dort als eigentlich schon aus.

  17. Re: arrogante Wissenschaftler...

    Autor: Freepascal 07.02.12 - 11:30

    > ...gibt es durchaus, aber die Wissenschaft an sich ist nicht arrogant. Alle
    > wissenschaftlichen Erkenntnisse können nachgeprüft werden.

    Das wird gern so gesagt, aber man sollte extrem vorsichtig sein, die Wissenschaft als höhere Instanz zu sehen, die sich selbst überwacht und über Zweifel erhaben ist. Im Wissenschaftsbetrieb arbeiten Menschen und wie überall, wo das der Fall ist, geht es um Geld, Macht, Einfluss und nicht zuletzt persönliche Eitelkeiten. Natürlich kommt es trotzdem zu fruchtbaren Ergebnissen, aber man sollte sich die Skepsis bewahren und keine Wissenschaftsgläubigkeit entwickeln.

    >
    > Und jetzt möchte ich gerne eine einzige Religion genannt bekommen, die
    > NICHT arrogant ist. Eine Religion, die sagt, wenn Du mir nicht glaubst,
    > dann frag eine andere Religion oder prüfe meine Behauptungen einfach selbst
    > nach.

    Och, da gibts mehrere. Buddhismus wurde schon genannt, aber auch viele andere, kleinere Religionen haben keinen Absolutheitsanspruch.

    >
    > Religionen gönnen einem den freien Willen, drohen aber mit ewiger
    > Verdammnis wenn man seinen freien Willen nutzt. Was hat das bitte mit
    > "freiem Willen" zu tun?

    Nichts, denn Religionen sind dazu da, in der Vielzahl der Entscheidungen, die im Leben zu treffen sind, eine Orientierung zu geben. Eine Religion, die den freien Willen für das höchste Gut hielte, wäre für einen religiösen Menschen ungefähr so hilfreich wie ein Navi, das dir sagt: "Fahr doch her, wo du meinst!"

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