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Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

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  1. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Amüsierter Leser 08.04.12 - 11:21

    Anom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Moralvorstellungen verändern sich immer stärker, die Menschen werden
    > immer skrupelloser.

    Verändernde Moralvorstellungen ist nicht gleichzusetzen mit Skrupellosigkeit.

    Moral verändert sich in alle Richtungen. Ich denke, dass sich unsere moralischen Vor-
    stellungen bzgl. Umweltschutz, Tierschutz oder Menschlichkeit durchaus positiv weiter-
    entwickeln.

    > Aber wer soll es ihnen denn verdenken?
    > Es wird ihnen doch täglich vorgelebt von unseren Staatoberhäuptern und von
    > den Reichen die immer nur zusammen raffen.

    Auch hier muss ich widersprechen, denn das wird uns seit Jahrtausenden vorgelebt.
    Kirche, Fürsten, Diktatoren haben sich weit mehr gerafft, als unsere derzeitigen Konzern-
    oberen. Die Politiker würde ich da jetzt eher zu den Staatsoberhäuptern in zweiter Reihe
    zählen.

    Wir haben heute die Zeit nach nur 8 Stunden Arbeit am Werktag, nur 5 Tage pro Woche, uns
    Gedanken zu machen, wie wir die Welt verbessern können. Darum ändert sich die Moral
    schneller als zu der Zeit, als man für einen Hungerlohn 12 Stunden gearbeitet hat.

    Wir leben in einer interessanten Zeit. Die Piraten sind ein Zeichen dafür. Noch unwählbar,
    aber ein Zeichen, dass die Gesellschaft in Bewegung ist.

    Wir als Gesellschaft lernen derzeit, Verantwortung für uns zu übernehmen und uns gegen
    die Skrupellosigkeit aufzulehnen. Siehe Occupy - hier ist Sitzen zwar kein Aufstand, aber
    es ist eben eine Demonstration.
    Das können interessante Zeiten werden. :-)

  2. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Dadie 08.04.12 - 11:36

    Ich kann mich nicht daran erinnern FH-Studenten oder FH-Absolventen als dumm bezeichnet zu haben. Ich bezeichne die Gesellschaft bzw. die Deutsche Bevölkerung als dumm. Wobei dumm hier nicht einmal "unwissend" heißt, sondern viel mehr, dass Informationen unreflektiert aufgenommen werden.

    Und das wiederum (Ohne FH-Studenten oder FH-Absolventen dumm zu nennen) ist mein größter Kritikpunkt an den Fachhochschulen. Während auf der FH unterrichtet wird, während die Studenten auf der FH vom Profesor direkt lernen, kann man die Vorlesungen auf der Universität in über 90% der Fälle knicken. Einmal abgesehen von ein paar guten Professoren, sind die Professoren an der Universität unmotiviert und haben keinerlei interesse den Studenten überhaupt etwas beizubringen.

    Und dieses "auf sich selber gestellt sein" fördert ,erstmalig in der Bildungslaufbahn, das selbstständige denken, bearbeiten und lernen. Man lernt, um es greifend auszudrücken, endlich einmal zu lernen. Das ganze Deutsche Schulsystem ist von Anfang bis Ende verkorkst. Die Schüler lernen oft nicht zu lernen sondern lernen auswendig oder lernen zu verstehen was der Lehrer hören will. Und genau das soll ja nicht der Sinn der Übung sein. Man soll lernen wieso etwas passiert und warum es ist, wie es ist. Denn nur wenn man das "warum" kennt und versteht ist man in der Lage zu erkennen wieso die Dinge formuliert sind, wie sie sind.

    Ein "Test" den mein ehemaliger Mathematik-Lehrer in der 13ten Klasse immer gerne machte war, dass er in einer Arbeit andere Variablen wählte für die Funktionen. Und mehr als 50% der Schüler verhauten jedes Jahr die Arbeit. Wenn "x^2 + x + 4" da gestanden hätten so hätten es wohl alle geschafft aber nur weil "g^2 + g + 4" dort stand versagte ein nicht geringer Teil. Es ist nur ein Beispiel soll aber nur kurz veranschaulichen was ich damit meine wenn ich sagte, dass die Schüler heute nicht mehr "lernen zu lernen".

    Natürlich kommt es am Ende auf den Studenten an. Man kann genau so an der FH "lernen zu lernen" wie es an der Universität möglich ist. Die Universität begünstigt aber und unterstützt das Selbstlernen. Außerdem motiviert es auch andere Dinge neben dem normalen Studium zu tun. Sich in andere Vorlesungen zu setzen, Sport zu treiben, Politisch zu engagieren oder mit anderen Studenten private Projekte zu beginnen.

    Ich kann jetzt hier nur für mich und für die Informatik sprechen aber gerade die Bachelor Informatiker die von er FH kommen um hier an der Universität ihren Master zu machen haben es richtig hart, weil die FH einfach vollkommen anders ist und zum Teil vollkommen anderen Stoff dran nimmt. Die Bachelor Informatiker von der FH die ich bislang kennen lernen durften waren eher "Programmierer" als Informatiker. Es fehlte einfach an Mathematischen Grundkenntnissen. Und was sie kannten, dass kannten sie nur auswendig.

    Es gibt natürlich auch Ausnahmen aber wenn mir jemand im 2ten Master Semester kommt und behauptet "Informatik sei die Lehre vom Programmieren von Computern" dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln und mich selber fragen wie jemand derartiges überhaupt über das 2te Bachelor-Semester hinaus gekommen ist. Denn genau diese "Informatiker" werden in der Regel bei uns an der Universität mit "Mathematik 1", "Mathematik 2" oder "Grundbegriffe der Theoretischen Informatik" auf den Boden der Tatsachen gebracht. Man kann sogar sagen ein nicht geringer Teil der Informatiker wechseln nach 2 Semester auf ein anderes Fach oder beginnt eine Ausbildung.

    Man kann hier sagen, dass die Universität nicht sehr didaktisch ist (wie man es so oft gerne sagt) aber später im Leben hat man nicht immer einen Profesor im Kleiderschrank. Später einmal muss man sich selbstständig neues Wissen aneignen. Und dann hilft es einem wenig wenn man immer alles vorgekaut bekommen hat.

  3. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Amüsierter Leser 08.04.12 - 12:41

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das wiederum (Ohne FH-Studenten oder FH-Absolventen dumm zu nennen) ist
    > mein größter Kritikpunkt an den Fachhochschulen. Während auf der FH
    > unterrichtet wird, während die Studenten auf der FH vom Profesor direkt
    > lernen, kann man die Vorlesungen auf der Universität in über 90% der Fälle
    > knicken. Einmal abgesehen von ein paar guten Professoren, sind die
    > Professoren an der Universität unmotiviert und haben keinerlei interesse
    > den Studenten überhaupt etwas beizubringen.
    >
    > Und dieses "auf sich selber gestellt sein" fördert ,erstmalig in der
    > Bildungslaufbahn, das selbstständige denken, bearbeiten und lernen.

    Als Diplom-Informatiker (FH) muss ich Dich leider in soweit berichtigen, dass die
    Vorlesungen an der FH nicht bedeuten, dass man vom Professor direkt lernt und die
    Professoren dort hochmotiviert sind und großes Interesse an den Studenten haben.
    Klar gibt es die, aber ich würde etwa von 50% von Professoren ausgehen, die sich dafür
    interessieren, ob ihre Studenten weiterkommen. Zieht man davon nun die 50% ab, die
    unfähig sind und daher nichts zu vermitteln haben, bleiben wir bei 25% Professoren, die
    einem im Studium weiterbringen.

    Bei den anderen 75% ist man auf sich alleine gestellt. Dazu kam in meinem Studium, dass
    einige Profs Interesse daran gefunden hatten, Studenten nichts beizubringen und sie dann
    rauszuprüfen. So kam einer meiner Profs grundsätzlich 15 Minuten zu spät, um dann nach
    15 Minuten wieder zu verschwinden. Seine Klausur habe ich als einer von 7 bestanden,
    93 haben mitgeschrieben. Die Klausur wurde mit 40% als bestanden gewertet, bei den
    üblichen 50% hätte ein einziger bestanden.

    > Man
    > lernt, um es greifend auszudrücken, endlich einmal zu lernen. Das ganze
    > Deutsche Schulsystem ist von Anfang bis Ende verkorkst. Die Schüler lernen
    > oft nicht zu lernen sondern lernen auswendig oder lernen zu verstehen was
    > der Lehrer hören will.

    <signed>

    > Ein "Test" den mein ehemaliger Mathematik-Lehrer in der 13ten Klasse immer
    > gerne machte war, dass er in einer Arbeit andere Variablen wählte für die
    > Funktionen. Und mehr als 50% der Schüler verhauten jedes Jahr die Arbeit.

    Ein Prof prüfte schriftliche Division mit hoher Punktzahl. Daran scheiterten auch viele.

    Ich bin nicht sicher, ob man die hohe Punktzahl für die Aufgabe gerechtfertigt ist, da das
    Fach sich eigentlich nicht um solche Trivialitäten kümmert. Andererseits ist die Frage be-
    rechtigt, ob jemand in einem mathematischen Spezialthema punkten können darf, wenn
    er nichtmals Grundschulwissen nachweisen kann...

    > Natürlich kommt es am Ende auf den Studenten an. Man kann genau so an der
    > FH "lernen zu lernen" wie es an der Universität möglich ist. Die
    > Universität begünstigt aber und unterstützt das Selbstlernen. Außerdem
    > motiviert es auch andere Dinge neben dem normalen Studium zu tun.

    Ich habe etwa 80% meines Wissens außerhalb des Studiums erlangt.

    > Sich in
    > andere Vorlesungen zu setzen, Sport zu treiben, Politisch zu engagieren
    > oder mit anderen Studenten private Projekte zu beginnen.

    Habe ich alles auch an der FH gehabt.
    Naja... das mit dem Sport vielleicht nicht so sehr ;-)

    > Ich kann jetzt hier nur für mich und für die Informatik sprechen aber
    > gerade die Bachelor Informatiker die von er FH kommen um hier an der
    > Universität ihren Master zu machen haben es richtig hart, weil die FH
    > einfach vollkommen anders ist und zum Teil vollkommen anderen Stoff dran
    > nimmt. Die Bachelor Informatiker von der FH die ich bislang kennen lernen
    > durften waren eher "Programmierer" als Informatiker.

    Man sagte mir, dass ich als Rohstoff für die Industrie bearbeitet werde. Die Industrie
    erwartet von einem Informatiker (FH), dass er günstig und qualitativ programmiert.

    Das traue ich auch ehrlich gesagt eher einem Fh-Informatiker als einem Uni-Informatiker
    zu. An der Uni ist man stärker bzgl. der Algorithmen, an der FH eher am praktischen
    Umgang.

    > Es gibt natürlich auch Ausnahmen aber wenn mir jemand im 2ten Master
    > Semester kommt und behauptet "Informatik sei die Lehre vom Programmieren
    > von Computern" dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln und mich selber
    > fragen wie jemand derartiges überhaupt über das 2te Bachelor-Semester
    > hinaus gekommen ist. Denn genau diese "Informatiker" werden in der Regel
    > bei uns an der Universität mit "Mathematik 1", "Mathematik 2" oder
    > "Grundbegriffe der Theoretischen Informatik" auf den Boden der Tatsachen
    > gebracht. Man kann sogar sagen ein nicht geringer Teil der Informatiker
    > wechseln nach 2 Semester auf ein anderes Fach oder beginnt eine
    > Ausbildung.

    Diese Verwechselung wird häufig gemacht, aber auch durch die Schulen vorangetrieben.

    Informatikunterricht an Schulen in NRW beinhaltet vorrangig Power Point und Bewerbungen
    mit Word tippen. Programmieren ist einem Realschuler nicht zuzumuten (O-Ton meiner
    ehemaligen Realschule, als ich mich dort über den Stoff im Fach Informatik erkundigte)

    > Man kann hier sagen, dass die Universität nicht sehr didaktisch ist (wie
    > man es so oft gerne sagt) aber später im Leben hat man nicht immer einen
    > Profesor im Kleiderschrank. Später einmal muss man sich selbstständig neues
    > Wissen aneignen. Und dann hilft es einem wenig wenn man immer alles
    > vorgekaut bekommen hat.

    Ich habe "Praktische Informatik" studiert.
    Das heißt soviel: Hier ist kaltes Wasser und jetzt spring.

    Beispielhaft war eine Aufgabe einen PCI-Treiber für Linux zu entwickeln. Die meisten haben
    keine Ahnung von C, Linux erstmals gesehen und von Treibern sowieso keine Ahnung.
    Das wurde einem von keinem Prof beigebracht. Um genau zu sein, wurde da nie ein
    Wort drüber verloren.

    Es gab zwei Möglichkeiten: Man sieht zu, wie man klarkommt oder hofft, dass man es
    irgendwo her kopieren kann. Die einen werden gut, die anderen werden mal viel Geld
    verdienen ;)

  4. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: McCoother 08.04.12 - 16:01

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ein "Test" den mein ehemaliger Mathematik-Lehrer in der 13ten Klasse immer
    > gerne machte war, dass er in einer Arbeit andere Variablen wählte für die
    > Funktionen. Und mehr als 50% der Schüler verhauten jedes Jahr die Arbeit.
    > Wenn "x^2 + x + 4" da gestanden hätten so hätten es wohl alle geschafft
    > aber nur weil "g^2 + g + 4" dort stand versagte ein nicht geringer Teil. Es
    > ist nur ein Beispiel soll aber nur kurz veranschaulichen was ich damit
    > meine wenn ich sagte, dass die Schüler heute nicht mehr "lernen zu
    > lernen".

    Wirklich sehr nett, wenn man Menschen in einer Stress-Situation neue Sachen vorsetzt.
    Wenn man sieht wie viele Menschen Probleme mit Mathe haben und das am liebsten abgewählt hätten, weil sie eh etwas anderes studieren wollen, würde ich das nicht machen.

  5. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Amüsierter Leser 08.04.12 - 16:17

    McCoother schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wenn "x^2 + x + 4" da gestanden hätten so hätten es wohl alle geschafft
    > > aber nur weil "g^2 + g + 4" dort stand versagte ein nicht geringer Teil.
    >
    > Wirklich sehr nett, wenn man Menschen in einer Stress-Situation neue Sachen
    > vorsetzt.

    Das ist nichts Neues.
    Das ist wie beim Autofahren: Du darfst in der Prüfung auch nicht über Rot fahren,
    weil das gewohnte Auto gerade in der Werkstatt ist.

    > Wenn man sieht wie viele Menschen Probleme mit Mathe haben und das am
    > liebsten abgewählt hätten, weil sie eh etwas anderes studieren wollen,
    > würde ich das nicht machen.

    Mathe ist kein Kindergarten. Ich bin auch kein mathematisches Genie und ich weiß sehr
    gut, wie man in Mathe bösartig rausprüfen kann, aber es gibt durchaus Punkte, da muss
    man akzeptieren, dass einige Grundfertigkeiten vorhanden sind.

    Hier geht es nur darum statt x ein g zu schreiben - alles andere bleibt identisch.
    Man darf von einem angehenden Akademiker erwarten, dass er sich auf die geänderte
    Situation einstellt oder die Situation sich angenehm macht, in dem er in der Aufgabe einfach
    drüber schreibt, dass x=g ist und dann wie gewohnt mit x rechnet.

    Scheitern darf man daran auch in der Realschule nicht.

    Ich unterrichte gelegentlich auch Mathe. Und ich habe noch keinen gefunden, der Probleme
    mit Mathe hatte - höchstens mit mangelhaften Erklärungen der Lehrer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.04.12 16:17 durch Amüsierter Leser.

  6. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Sachrial 08.04.12 - 16:23

    @Dadie
    Ich verstehe nicht so ganz worauf du hinaus willst. Also ich verstehe was du geschrieben hast, aber das Meiste davon ist entweder zu relativieren, da es stark vom studierenden Individuum abhängt, (Sport treiben, sich selber was beibringen, lernen zu lernen, was übrigens an meiner FH unumgänglich ist sonst gibt es Probleme) oder aber der Logik der angewandten Wissenschaft folgt. Unis unterrichten Wissenschaft um der Wissenschaft Willen, FHs unterrichten Wissenschaft um diese praktisch Anwenden zu können. Beide nutzen die selben wissenschaftlichen Grundlagen aber mit völlig anderen Zielen. Ein Beispiel um zu verdeutlichen was ich meine:
    Wenn du mir sagst das FHler wenig von theoretischer Informatik verstehen, halte ich das durchaus für konsequent. Theoretische Informatik ist ein Fach das zu weit weg ist von der praktischen Anwendung, so dass es in der Industrie nur selten genutzt werden kann oder aber nur dem allgemeinen Verständnis eines Systems hilft. Die theoretische Informatik wird an einer FH daher sicherlich nur teilweise unterrichtet. Was aber wieder stark von der FH und deren Ambitionen abhängt.
    Ob man es nun für sinnvoll hält, eine Sprache wie C++ an Stelle von theoretischer Informatik zu unterrichten ist eine legitime Frage. Immerhin kann man C++ ja auch in seiner Freizeit lernen. (Bei theoretischer Informatik wird es da schon etwas schwieriger) Aber das ist nunmal die gewollte Aufgabe der FH und ein FHler weis das auch. Das schlisst aber nicht aus das auch ein FHler sich mit theoretischer Informatik beschäftigen kann beziehungsweise weiss, das dass was er lernt nicht die höchste Vollendung der Wissenschaft darstellt sondern nur ein kleines Rädchen der Industrie. Aber eben, das ist eine persönliche Sache ;-)

    Du siehst also, dein schlechtes Bild von der FH ist unbegründet. Entweder ist die Andersartigkeit so gewollt oder von der Persönlichkeit eines Studenten abhängig. Eigenständiges Denken wird NICHT nicht gefördert. Nur, wer nicht selber denken will, der muss es natürlich auch nicht...
    Wobei ich schon sagen muss, die von ihnen beschriebenen FHler scheinen wirklich keine Genies zu sein... Informatik als "die Lehre vom Programmieren von Computern" zu bezeichnen ist schlicht falsch. Programmieren ist ein winziger Teil der Informatik. Das allermeiste hat mit Mathematik, Logik und deren Systematik, teilweise sogar mit Physik (Herstellung von Chips etc.) zu tun, wobei wir uns da schon wieder weit von der eigentlichen IT weg bewegen. Aber eben, es gibt sie immer und überall, die Pfeifen mit dem grossen Maul und mehr Glück als Verstand. Deswegen solltest du aber nicht gleich alle FHler für Pfeifen halten.

    > Man lernt, um es greifend auszudrücken, endlich einmal zu lernen. Das ganze
    > Deutsche Schulsystem ist von Anfang bis Ende verkorkst. Die Schüler lernen oft nicht
    > zu lernen sondern lernen auswendig oder lernen zu verstehen was der Lehrer hören
    > will.

    Das will ich so nicht einfach stehen lassen. Das kann man zwar durchaus so sehen. Nur muss man hier leider auch ehrlich sagen, wenn sie (das Volk) es jetzt schon nicht können, was bringt es ihnen dann die Schwierigkeit der Schule herauf zu setzen? Die Schule im weitesten Sinne ist nicht dazu gemacht nur die zukünftige Elite auszubilden sondern eben DIE MASSEN. Sicherlich wäre es nicht schlecht die Menschen wieder öfters zum Mitdenken zu zwingen, aber das funktioniert nicht bei allen. Darum ist die logische Konsequenz das sich die Grundstufen dem Niveau der Massen anpassen, während eben erst die Unis das ganze Potential der intelligenteren Hälfte der Bürger nutzt. So wird es immer sein, leider. Und so muss es auch sein. Sonst wäre Schule nur noch für die Gescheiten...

  7. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Dadie 08.04.12 - 17:22

    Amüsierter Leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist nichts Neues.
    > Das ist wie beim Autofahren: Du darfst in der Prüfung auch nicht über Rot
    > fahren, weil das gewohnte Auto gerade in der Werkstatt ist.

    Ich kann dir nur zu stimmen halte das Beispiel aber für schlecht. Besseres Beispiel (um beim Auto zu bleiben). Man fährt die Fahrstunden mit einem roten VW Golf 4 und die Prüfung mit einem gelben VW Golf 4. Die Bedienung bleibt gleich, das Fahrverhalten (idealerweise) bleibt gleich. Einzig das Aussehen hat sich minimal verändert.

  8. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: McCoother 08.04.12 - 20:18

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Amüsierter Leser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist nichts Neues.
    > > Das ist wie beim Autofahren: Du darfst in der Prüfung auch nicht über
    > Rot
    > > fahren, weil das gewohnte Auto gerade in der Werkstatt ist.
    >
    > Ich kann dir nur zu stimmen halte das Beispiel aber für schlecht. Besseres
    > Beispiel (um beim Auto zu bleiben). Man fährt die Fahrstunden mit einem
    > roten VW Golf 4 und die Prüfung mit einem gelben VW Golf 4. Die Bedienung
    > bleibt gleich, das Fahrverhalten (idealerweise) bleibt gleich. Einzig das
    > Aussehen hat sich minimal verändert.

    Nein, ich finde es passt eher von VW in der Fahrstunde auf Opel in der Prüfung zu wechseln und dann als 1. alle Schalter im Auto erklären zu müssen.

    Die Funktionen sind die gleichen, die Symbole sind ähnlich, aber es ist doch irgendwie anders.

  9. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Anonymer Nutzer 09.04.12 - 14:43

    Anom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird ihnen doch täglich vorgelebt von unseren Staatoberhäuptern und von
    > den Reichen die immer nur zusammen raffen.
    >
    > Scheiße fließst immer von oben nach unten.

    Oh, ein Anarchofaschist mit weltfremder, festgefahrener Meinung.

    Ich Unterklasse-Angehöriger werde von Menschen aller Gesellschaftsklassen schikaniert, egal ob schnöseliger Nachwuchs reicher Inländer oder Gangstarap-hörender Immigrant.

  10. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Anonymer Nutzer 09.04.12 - 14:45

    Auf Fail-Webseiten zu verlinken zeugt auch nicht gerade von Intelligenz, bzw. dem Verständnis wohin die Unterstützung solcher Webseiten führt :(

  11. Re: Es ist doch nur eine Logische schlussvolgerung

    Autor: Anonymer Nutzer 09.04.12 - 15:04

    Wenn du jetzt eigenständiges Denken von jedem Individuum forderst, wird die Gesellschaft sich wieder so zerstreuen, dass sich neue elitäre Gruppen bilden, wie z.B. die Piratenpartei, die glaubt, alles besser machen zu können.

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