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Was ist USK, ESRB und PEGI?

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  1. Was ist USK, ESRB und PEGI?

    Autor: Steven Lake 04.01.21 - 15:34

    Wofür sind die netten Logos auf den Packungen? Die verschiedenen Prüforganisationen haben sich schon etwas dabei gedacht. Nicht immer kommen die auf den gleichen Nenner. Assassin’s Creed (als Beispiel mal Teil 2) wird von der USK als 16 und von PEGI ab 18 eingestuft. Ein GTA 5 hat ein 18+ bzw. 17+ Rating. Da lässt man das Spiel halt keinen 10 Jährigen Spielen. Die Konsolen haben auch durchaus eine Jugendschutzeinstellung. Man darf sich halt nicht wundern, wenn mal ein Kind am Rad dreht, weil es ein Spiel spielt, was nicht für dieses geeignet ist. Besonders bei den moderneren Spielen finde ich es immer schwieriger, weil da Fiktion und Realität immer ähnlicher werden.

    Ich muss sagen dass PEGI mit den Symbolen durchaus mehr Infos geben, als die USK. Die ESRB hat das nur als Text da stehen. Bei den PEGI Symbolen kann man auch anhand der Altersfreigabe herausfinden, was genau gemeint ist. Bei Sex ist bei einer 12+ Freigabe halt Sxy (Golem Filter meckert) Posen gemeint. Bei 16+ sieht man maximal so viel, wie in einem Softporno. Die Symbole haben halt auch einen Vorteil für Erwachsene. So kann man Wissen bei welchen Spielen man lieber die Tür abschließt und das Schlüsselloch zuklebt. Ein Resident Evil ist halt nicht so schlimm, wenn man heimlich zu guckt, als ein Spiel mit Sexszenen.

    Man kann halt über die Einstufungen streiten. Wenn man aber seinem Kind ein Spiel gibt, was für dies laut Label nicht geeignet ist, darf man sich nicht beschweren. Beim Spiel Fortnite finde ich die 12er Freigabe nicht richtig. Es gibt halt 3 Dinge die mich stören. Es wird mit Waffen auf andere geschossen. Ich finde deswegen sollte es schon ab 16 sein. Ingame Einkäufe passen meiner Meinung nach auch nicht in Spiele ab 12. Online Spiele mit Voice und Textchat sehe ich immer als kritisch für jüngere Personen. Gut ein Splatoon hat eine USK 6 Freigabe. Da gibt es keine Ingame Einkäufe. Der Textchat ist auf ein Quickchat reduziert und ein Sprachchat gibt es nur unter Freunden. Da wird aber auch mit Waffen auf andere Spieler geschossen, wobei es dort nur Farbe ist.

    Unterm Strich hat man aber immer noch eine Fürsorgepflicht. Durch Videospiele können Charakterzüge einer Person ans Licht geführt werden, die durchaus Bedenklich sind. Ein potentieller Amokläufer könnte dadurch durchaus Auffallen. Das heißt nicht, dass die Personen deswegen zum Amokläufer werden, aber dass es dadurch einem auffallen kann. Man sollte sich halt für sein Kind interessieren und dies beobachten, aber so, dass es nicht wie eine Kontrolle aussieht.
    Wer seinem Kind einfach blind Spiele kauft und es unbeobachtet Spielen lässt, macht es Falsch. Es ist halt nicht Lego, womit man das Kind einfach mal ruhig stellen kann. Nur die wenigsten Videospiele sind pädagogisch Wertvoll.

  2. Re: Was ist USK, ESRB und PEGI?

    Autor: Pixxel 04.01.21 - 19:22

    Das ließt sich nach: "gabs zu meiner Zeit noch nicht und hab ich nicht verstanden"

  3. Re: Was ist USK, ESRB und PEGI?

    Autor: dEEkAy 05.01.21 - 14:49

    Wenn ich mal vergleiche wie Resident Evil 1 damals verrufen war. Es gab sogar Versionen mit farbigem Intro Video (nicht nur Schwarz/Weiß) und oh Gott bewahre, dort wurde eine abgetrennte Hand gezeigt...

    Jetzt schaue ich mir Resident Evil 2 Remake an und denke mir: "Alter sind die Gedärme nice modelliert". Meinem Sohn würde ich aber keins der beiden Spiele zeigen.
    Es ist halt nicht nur der Detailgrad der Grafik sondern das was dort Thematisiert wird. Zombies fressen Menschen auf. Menschen schießen Zombies und Zombiehunden etc. die Köpfe weg.

    Splatoon ist da eine andere Liga. Es wird ja auch nicht aufeinander geschossen sondern versucht, die Arena in seiner Teamfarbe einzufärben.

    Es kommt halt immer drauf an, worum es in dem Spiel geht und letzten Endes müssen die Eltern das nochmal separat vom Prüfsiegel entscheiden.

    Die Diskussion bezüglich "machen gewalthaltige Spiele aggressiver als nicht-gewalthaltige Spiele" ist meiner Meinung nach müßig und kann einfach mit dem Blick zum Fußball beantwortet werden.
    Im Fußball geht es nicht um Gewalt, Monster, platzende Köpfe oder Amokläufe. Trotzdem wird hier ein Sport zelebriert bei dem Alkohol zum guten Ton gehört (welcher übrigens die Bereitschaft zu Gewalt erhöht durch das Senken der Hemmschwelle) und regelmäßig Randale betrieben wird. Real, nicht virtuell.

  4. Re: Was ist USK, ESRB und PEGI?

    Autor: Clown 07.01.21 - 09:42

    Steven Lake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wofür sind die netten Logos auf den Packungen? Die verschiedenen
    > Prüforganisationen haben sich schon etwas dabei gedacht. Nicht immer kommen
    > die auf den gleichen Nenner.

    Wenn Du darüber nachdenkst, stellst Du fest, dass sich diese beiden Aussagen widersprechen. Klar "hat sich jemand was dabei gedacht", wenn man sich aber mal genauer anschaut, auf was sich USK/BPJM berufen, dann sind das nur Vermutungen/Befürchtungen, aber keine empirischen Daten. Dann wundert es auch kaum, dass die verschiedenen Organisationen auf unterschiedliche Ergebnisse kommen: Sie legen schlicht andere Kriteren an.

    > Man
    > darf sich halt nicht wundern, wenn mal ein Kind am Rad dreht, weil es ein
    > Spiel spielt, was nicht für dieses geeignet ist. Besonders bei den
    > moderneren Spielen finde ich es immer schwieriger, weil da Fiktion und
    > Realität immer ähnlicher werden.

    Doch, da würde ich mich sogar _SEHR_ wundern, da das dann der erste Fall wäre. Bisher sind bei den Negativbeispielen allesamt Leute mit problematischen Kindheiten, Elternhäusern, Mobbing etc angefallen. Dinge, die NACHWEISLICH (im Vergleich zum Medienkonsum i.A.) einen großen Einfluss haben.

    > Ein Resident Evil ist halt nicht so schlimm, wenn
    > man heimlich zu guckt, als ein Spiel mit Sexszenen.

    Da würde ich vehement widersprechen. Außer natürlich man will seinen Kindern beibringen, dass Sex etwas Schmutziges ist.

    > Man kann halt über die Einstufungen streiten. Wenn man aber seinem Kind ein
    > Spiel gibt, was für dies laut Label nicht geeignet ist, darf man sich nicht
    > beschweren. Beim Spiel Fortnite finde ich die 12er Freigabe nicht richtig.
    > Es gibt halt 3 Dinge die mich stören. Es wird mit Waffen auf andere
    > geschossen. Ich finde deswegen sollte es schon ab 16 sein. Ingame Einkäufe
    > passen meiner Meinung nach auch nicht in Spiele ab 12. Online Spiele mit
    > Voice und Textchat sehe ich immer als kritisch für jüngere Personen. Gut
    > ein Splatoon hat eine USK 6 Freigabe. Da gibt es keine Ingame Einkäufe. Der
    > Textchat ist auf ein Quickchat reduziert und ein Sprachchat gibt es nur
    > unter Freunden. Da wird aber auch mit Waffen auf andere Spieler geschossen,
    > wobei es dort nur Farbe ist.

    Meine (alleinerziehende, vollzeit-arbeitende) Mutter hat sich damals die Mühe gemacht und hat sich haarklein erklären lassen, wie "dieses Counter-Strike" funktioniert. Hat sogar mal mit uns mitgespielt, als wir uns zu einer LAN getroffen haben. Danach konnte sie sehr gut einschätzen, dass das bisschen Pixel-Blut überhaupt keine Relevanz hat.
    Ich halte es nicht für zuviel verlangt, dass Eltern sich auch mit dem auseinander setzen, was ihre Kinder da eigentlich machen. Dass es Prüforganisationen gibt, die da Vorschläge in Form solcher Label machen, finde ich gar nicht verkehrt. So hat man als Eltern durchaus einen Anhaltspunkt. Die Auseinandersetzung mit dem Medium kann und darf aber dadurch nicht ersetzt werden!

    > Unterm Strich hat man aber immer noch eine Fürsorgepflicht. Durch
    > Videospiele können Charakterzüge einer Person ans Licht geführt werden, die
    > durchaus Bedenklich sind. Ein potentieller Amokläufer könnte dadurch
    > durchaus Auffallen. Das heißt nicht, dass die Personen deswegen zum
    > Amokläufer werden, aber dass es dadurch einem auffallen kann.

    s.o. Potentielle Amokläufer haben schon vorher ganz andere Hinweise gegeben. Videospiele sind da in etwas so relevant wie der Brot-Konsum.

    > Man sollte
    > sich halt für sein Kind interessieren und dies beobachten, aber so, dass es
    > nicht wie eine Kontrolle aussieht.

    Das Wichtige ist die zu vermittelnde Medienkompetenz! Es geht nicht darum, ob sich ein Kind kontrolliert fühlt, sondern es soll etwas beigebracht bekommen. Man kann sich auch deutlich expliziteres Material anschauen, solange man mit seinem Kind über das Gesehene spricht. Wobei das natürlich vom Einzelfall abhängt.

    > Wer seinem Kind einfach blind Spiele kauft und es unbeobachtet Spielen
    > lässt, macht es Falsch. Es ist halt nicht Lego, womit man das Kind einfach
    > mal ruhig stellen kann. Nur die wenigsten Videospiele sind pädagogisch
    > Wertvoll.

    So wie die meisten Medien. Sie dienen eben primär der Unterhaltung.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

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