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Und was ist mit Nebeneffekten?

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  1. Und was ist mit Nebeneffekten?

    Autor: Sharra 07.12.18 - 10:10

    Löwenzahn an sich gilt ja, in der Agrarwirtschaft, als Schädling. Setzt sich überall fest, und entzieht der eigentlichen Frucht die Nährstoffe.
    Wenn wir jetzt anfangen, Hektarweise Löwenzahn anzupflanzen, eskaliert das doch noch weiter.
    Und bei den geringen Mengen an Kautschuk muss man riesige Gebiete damit bepflanzen, damit es sich überhaupt irgendwie lohnt da etwas zu extrahieren.

  2. Re: Und was ist mit Nebeneffekten?

    Autor: Anonymer Nutzer 07.12.18 - 10:16

    > Löwenzahn an sich gilt ja, in der Agrarwirtschaft, als Schädling.

    So stimmt das nicht. In der Landwirtschaft zählt alles was nicht das angebaute Gut ist als Schädling.
    Sobald man Löwenzahn als Wirtschsftspflanze anbauen würde, wäre z.B. wild austreibender Weizen der Schädling. Niemand hat per se etwas gegen Kornblumen oder Löwenzahn, nur will man die nicht im Getreide(feld).

  3. Re: Und was ist mit Nebeneffekten?

    Autor: 0xDEADC0DE 07.12.18 - 10:20

    Löwenzahn ist stark invasiv, wer so was flächendeckend anbaut wird in umliegenden Feldern eben diesen als "Unkraut" finden, wo er nichts zu suchen hat. Das wird schon ein Problem werden.

    Ich verstehe übrigens den Vorteil nicht... für mich klingt das so, als würde man aus Wachteleier ein Rührei für 1000 Menschen machen wollen, statt einfach Straußeneier zu nehmen.

    Klingt eher so, als würde man sich von den aktuellen Kautschukproduzenten im Ausland unabhängig machen wollen... wobei ein Baum viel nachhaltiger ist als Löwenzahnpflänzchen, auch die Ausbeute stelle ich mir als echt mager vor, egal wie viele Hektar man anbaut.

  4. Re: Und was ist mit Nebeneffekten?

    Autor: most 07.12.18 - 11:05

    Bin kein Gentechniker ;) aber könnte man die nicht "einfach" unfruchtbar machen und den Kautschuk Anteil erhöhen?

  5. Re: Und was ist mit Nebeneffekten?

    Autor: Herr Unterfahren 07.12.18 - 11:09

    Das Nachhaltigere am Baum dürfte sich auf den gesteigerten Kohlenstoff beschränken.
    Aber das erfüllt eine Ölpalme genauso, die stattdessen auf der Fläche wachsen kann.
    Generell ist es zu begrüßen, wenn wir unsere industriellen Rohstoffe hier bei uns fördern, das macht nicht nur uns unabhängiger vom Weltmarkt, sondern gibt den Entwicklungsländern auch Luft, sich um die eigenen Bedürfnisse wie Nahrungsversorgung zu kümmern.

    Der Ertrag dürfte aber kaum geringer sein. Eventuell sogar besser, wenn der Löwenzahn entsprechend gezüchtet ist. Dazu kommt, daß man die Abfälle hierzulande nochmal weiterverarbeiten kann, z. B. zu Biosprit oder Biogas - damit spart man sich wiederum das ein oder andere Maisfeld.

    Und, auch wichtig: Beim Baum muß man mehrere Jahre warten bis zur ersten Ernte, was wiederum Schweinezyklen erspart und eine bessere Anpassung an die Nachfrage erlaubt.

  6. Re: Und was ist mit Nebeneffekten?

    Autor: 0xDEADC0DE 07.12.18 - 13:00

    Solange Industrienationen in Entwicklungsländern die Nahrungsmittelproduktion subventionieren, damit diese dann in die Industrienationen exportiert werden kann, wird sich an dem Ernährungsproblem in den Entwicklungsländern nichts ändern.

    Ich bin nach wie vor der Meinung dass bei der Saat, Pflege und Ernte von Löwenzahnstängeln sehr viel Treibstoff verbraucht wird, ganz im Gegensatz zu Bewirtschaftung von Gummibäumen.

  7. Re: Und was ist mit Nebeneffekten?

    Autor: wolfi86 07.12.18 - 18:09

    Löwenzahn stört in der Landwirtschaft nicht. Weder ist es für Viecher giftig, noch ungeniesbar.
    Da sind Jakobkreuzkraut und Ampfer wesentlich problematischer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.18 18:09 durch wolfi86.

  8. Re: Und was ist mit Nebeneffekten?

    Autor: Anonymer Nutzer 08.12.18 - 03:01

    kann man tun und riskiert damit das einbringen in bestehende wilde populationen ... pflanzen vermehren und kreuzen sich nicht nur über ihre blüte, bzw. durch zufall dann mal wieder doch ... killer tomaten verpasst, und ob in der realität puberty love ausreicht?

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