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zu spät.

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  1. zu spät.

    Autor: mxcd 05.03.16 - 07:43

    Das Prinzip ist technisch und physikalisch faszinierend, ITER sollte daher schon aus Forschungsgründen fertig gestellt werden.
    Allerdings würde ich mir wünschen, dass auch in andere Grundlast Fähigkeiten (zB. Geothermie mit geschlossenen Kreislãufen) so viel investiert würde.
    Letzten Endes ist die Idee megakomplexer Riesenkraftwerke, die nur von Staat oder Großindustrie betrieben werden können nicht mehr recht zeitgemäß.

    Aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht erscheint ein Netz aus tausenden dezentralen Quellen mit vielen Speichern und hoher Fehlertoleranz ein lohnenderes Ziel. Das macht übrigens auch sicherheitsstrategisch mehr her.

  2. Re: zu spät.

    Autor: WhyLee 09.03.16 - 15:21

    Dem kann ich nur 100% Zustimmen. Wenn das Ding mal läuft, dann ist es ja so, daß nicht nur Strom der einzige Output aus dem Projekt war. Ganz im Gegentum, die wissenschaftliche Forschung wurde über viele Jahre gestärkt und wird sich auch in der Organisation - speziell bei Investoren über die Staatsgrenzen hinweg - verbessert haben. Das darf man auch nicht klein reden.

    Auf der anderen Seite sehe ich die dezentrale Energieversorgung auch als wichtigen Schritt an. Zu viel Energie in einer Hand bedeutet Machtmisbrauch. Das kennen wir von den Kriegen, die überall auf der Welt toben, nur um an Öl und Gas - sprich im Endeffekt an Geld - zu kommen. Und bei Stromversorgungsmonopolisten ist das nicht anderes. Die kaufen sich auf irgend einem Weg die Gesetze.
    Aus diesem Grund ist die dezentrale Energieversorgung politisch wie aus Sicht der Ausfallssicherheit bzw. Redundanz eine sehr feine Sache.
    Die allgemeine Akkuforschung - nicht nur an leichten Lithium-basierten Akkus - wird hier auch dazu positiv beitragen.
    Auch der intelligente Verbraucher wird das System günstig beeinflussen wenn Kostenwahrheit bis zum Konsumenten durchdringt.

  3. Re: zu spät.

    Autor: Tunkali 10.03.16 - 20:09

    Bis die Fusionsenergie zuverlässig und für jeden erschwinglich läuft, werden wir uns zwangsläufig mit grünen Energiekonzepten und dezentralen Netzen über Wasser halten müssen. Da braucht sich niemand sorgen zu machen.

    Wie Harald Lesch schon passend formuliert hat, ist die Fusionsenergie eh nur ein Spielzeug für die reichsten Industrienationen der Erde mit langer Ingenieurs- und Wissenschaftstradition. Das wären also Europa (Im Prinzip nur das "Kern"-Europa, aber die anderen Anrainerstaaten werden von der Nachbarschaft profitieren), USA, Korea, Japan und vielleicht noch Russland mit China. Für alle anderen Länder wird diese Energie für Jahrzehnte, wenn nicht sogar für mind. ein Jahrhundert in unerreichbarer Nähe sein.

    Bis dahin und für alle anderen sind Grüne Energien und dezentralen Netze die einzige nachhaltige Alternative. Zumal ich mir vorstellen könnte, dass Privataushalte sich bis dahin ohnehin autark versorgen und man die Fusionsenergie allein für Megastädte, Forschung, Industrie und Infrastruktur (Materieumwandlung, Entsalzungsanlagen, Wasserstoffkraftwerke, elektrifizierte Fahrbahnen, Elektrotankstellen, etc.) verwenden wird. Warum soll man aufwendige Netze für Privathaushalte aufstellen, wenn diese sich ihre paar GWh selbst mit hocheffizienten regionalen Energiemix-Anlagen herstellen können?

  4. Re: zu spät.

    Autor: cpt.dirk 13.03.16 - 19:23

    Schön gesagt.

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