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AKWs in der Zukunft
Autor: Denk3xNach 22.05.23 - 11:06
Da bei zunehmender Klimaveränderung an manchen orten auch die Süßwasser-Reservoire zu neige gehen werden, hätte ein AKW als Grundlastfähigeskraftwerk folgende Vorteile:
Mit der Zerfallswärme kann man:
Strom erzeugen (no na neu)
mit der Abwärme kann man Fernwärme betreiben
mit der Abwärme kann man in Küstennähe Meerwasser entsalzen.
Und durch das Entsalzen bekommen wir auch Meersalz.
PS: Es ist auch möglich ein Solarthermiekraftwerk mit einem Speicher aus Salzen zu bauen. Die Leistungsdichte ist nur bei einem AKW doch um einige Potenzen höher. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: oldmcdonald 22.05.23 - 11:19
Küstennah und Kernenergie. Da war doch irgendwas vor 12 Jahren.
Aber schreiben wir's auf die Liste mit nuklearen Utopien, die zu teuer, zu kompliziert und zu gefährlich sind, um jemals realisiert werden zu können. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: norodondt 22.05.23 - 11:42
Oder wir machen uns Gedanken, wie es das nächste mal einfach besser geht.
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Re: AKWs in der Zukunft
Autor: muhzilla 22.05.23 - 11:43
Noch besser? Okay! Ich bin schon absolut gespannt auf die großartigen Ideen, die jetzt kommen werden.
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Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Blindie 22.05.23 - 11:44
Das sind genau 2 Probleme, an der Küste ist die Gefahr für Naturkatastrophen die auch kritisch für das Kraftwerk sind höher und im Land wird das Wasser zu knapp oder zu warm, deswegen musste Frankreich letzten Sommer ja so viel abgeschaltet werden.
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Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Netzweltler 22.05.23 - 11:57
Denk3xNach schrieb:
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> Da bei zunehmender Klimaveränderung an manchen orten auch die
> Süßwasser-Reservoire zu neige gehen werden, hätte ein AKW als
> Grundlastfähigeskraftwerk folgende Vorteile:
>
> Mit der Zerfallswärme kann man:
> Strom erzeugen (no na neu)
> mit der Abwärme kann man Fernwärme betreiben
> mit der Abwärme kann man in Küstennähe Meerwasser entsalzen.
> Und durch das Entsalzen bekommen wir auch Meersalz.
>
> PS: Es ist auch möglich ein Solarthermiekraftwerk mit einem Speicher aus
> Salzen zu bauen. Die Leistungsdichte ist nur bei einem AKW doch um einige
> Potenzen höher.
Scheinlösung. Mit soviel Wärme würde man das Klimaproblem eben direkt verschärfen, statt mittels zuviel CO2 in der Atmosphäre. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Dwalinn 22.05.23 - 11:58
Schön wäre es, gegen zu wenig Wasser kann man was machen aber die dinger sind einfach marode gewesen und mussten gewartet werden.
Das wird auch nicht seltener vorkommen da Frankreich die notgedrungen um nochmal 10 Jahre verlängern will -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: oldmcdonald 22.05.23 - 12:00
Ich frage mich echt, was das soll: Da gibt es Energie, die einfach so aus der Luft gefischt werden muss oder - wenn schon irgendwas mit Küste - auch aus den Gezeiten oder Wellen generiert werden kann. Und die Fussionskraft der Sonne - mit Paneelen auf dem Dach gehört sie Dir. Kostengünstig. Und zumindest so gestaltbar, dass sie nur wenig Impact auf Ökosysteme hat.
Aber nein, man will unbedingt in zentralistischen Mammutprojekten Oligopolen oder gar Monopolen Vorschub leisten, die sich deren Exklusivität bezahlen lassen. Mit Betriebsrisiken, die nicht versichert werden können, weil ihre Ausmaße zu monströs sind. Mit Hinterlassenschaften, die um ein Mehrfaches länger gelagert werden müssen, als es die menschliche Zivilisation bisher überhaupt gibt. Hirnrissig! - Aber die Idee, den alllerallergrößten gelben Flecken in den Schnee pissen zu wollen, ist einfach nicht tot zu bekommen. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Dwalinn 22.05.23 - 12:02
Alles eine frage des Geldes und damit glänzen AKWs nur bei genügend Subventionen.
Dann lieber Windkraft an der Küste und dinge wie eine entsalzungsanlage nur bei zu viel strom nutzen -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: xUser 22.05.23 - 12:46
oldmcdonald schrieb:
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> Ich frage mich echt, was das soll: Da gibt es Energie, die einfach so aus
> der Luft gefischt werden muss oder - wenn schon irgendwas mit Küste - auch
> aus den Gezeiten oder Wellen generiert werden kann. Und die Fussionskraft
> der Sonne - mit Paneelen auf dem Dach gehört sie Dir. Kostengünstig. Und
> zumindest so gestaltbar, dass sie nur wenig Impact auf Ökosysteme hat.
>
> Aber nein, man will unbedingt in zentralistischen Mammutprojekten
> Oligopolen oder gar Monopolen Vorschub leisten, die sich deren Exklusivität
> bezahlen lassen. Mit Betriebsrisiken, die nicht versichert werden können,
> weil ihre Ausmaße zu monströs sind. Mit Hinterlassenschaften, die um ein
> Mehrfaches länger gelagert werden müssen, als es die menschliche
> Zivilisation bisher überhaupt gibt. Hirnrissig! - Aber die Idee, den
> alllerallergrößten gelben Flecken in den Schnee pissen zu wollen, ist
> einfach nicht tot zu bekommen.
Das Problem mit Wind, Sonne und Gezeiten ist, dass sie nicht kontinuierlich da sind, insbesondere nicht wenn der Strom gebraucht wird.
Deswegen müsste man sie entweder
a) durch entsprechend große Speicher ergänzen (in der notwendigen Größenordnung geht das aktuell nicht)
b) durch eine entsprechende andere Energieform ergänzen, welche bedarfsgerecht zu steuern ist (das sollte eigentlich billiges russisches Gas sein, jetzt halt Luft&Liebe)
Wie wenig durch Windkraft und Sonne bereitgestellt werden kann, kannst du dir für den Zeitraum November-Dezember hier anschauen https://www.smard.de/home/marktdaten?marketDataAttributes=%7B%22resolution%22:%22day%22,%22from%22:1668380400000,%22to%22:1671404399999,%22moduleIds%22:%5B1004066,1001226,1001225,1004067,1004068,1001228,1001224,1001223,1004069,1004071,1004070,1001227%5D,%22selectedCategory%22:null,%22activeChart%22:true,%22style%22:%22color%22,%22categoriesModuleOrder%22:%7B%7D,%22region%22:%22DE%22%7D
Gerade im Winter wird viel Energie benötigt, insbesondere für die Wärmepumpen, welche kommen sollen. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: redmord 22.05.23 - 12:59
muhzilla schrieb:
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> Noch besser? Okay! Ich bin schon absolut gespannt auf die großartigen
> Ideen, die jetzt kommen werden.
Man ist sich in der Fachwelt ziemlich einig: unvermeidbar war die Kernschmelze nicht. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Orangutanklaus 22.05.23 - 13:02
norodondt schrieb:
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> Oder wir machen uns Gedanken, wie es das nächste mal einfach besser geht.
Lernen durch Fehler... Grundsätzlich ne gute Idee aber in diesen Fall wäre ich für wirklich wenige Iterationen dankbar. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Orangutanklaus 22.05.23 - 13:04
Netzweltler schrieb:
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>
> Scheinlösung. Mit soviel Wärme würde man das Klimaproblem eben direkt
> verschärfen, statt mittels zuviel CO2 in der Atmosphäre.
Hast du zufällig irgendwo eine Quelle, die diese Aussage stützt? Davon hätte ich noch nie gehört. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Cybso 22.05.23 - 13:15
redmord schrieb:
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> Man ist sich in der Fachwelt ziemlich einig: unvermeidbar war die
> Kernschmelze nicht.
Unvermeidbar ist so gut wie gar nichts. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Munin030 22.05.23 - 13:20
Denk3xNach schrieb:
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> Da bei zunehmender Klimaveränderung an manchen orten auch die
> Süßwasser-Reservoire zu neige gehen werden, hätte ein AKW als
> Grundlastfähigeskraftwerk folgende Vorteile:
>
> Mit der Zerfallswärme kann man:
> Strom erzeugen (no na neu)
> mit der Abwärme kann man Fernwärme betreiben
> mit der Abwärme kann man in Küstennähe Meerwasser entsalzen.
> Und durch das Entsalzen bekommen wir auch Meersalz.
>
> PS: Es ist auch möglich ein Solarthermiekraftwerk mit einem Speicher aus
> Salzen zu bauen. Die Leistungsdichte ist nur bei einem AKW doch um einige
> Potenzen höher.
Nimm deinen Namen mal zu Herzen :) -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Blindie 22.05.23 - 13:29
Dwalinn schrieb:
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> Schön wäre es, gegen zu wenig Wasser kann man was machen aber die dinger
> sind einfach marode gewesen und mussten gewartet werden.
> Das wird auch nicht seltener vorkommen da Frankreich die notgedrungen um
> nochmal 10 Jahre verlängern will
Das kam ja oben drauf, ein Teil musste abgeschaltet werden wegen Wartung, ein anderer teil wegen der hohen Temperaturen. Nicht nur, dass das Wasser knapp wird, es ist einfach zu warm als das es effektiv kühlt, dagegen kann man nicht so viel unternehmen. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Dwalinn 22.05.23 - 13:30
xUser schrieb:
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> Das Problem mit Wind, Sonne und Gezeiten ist, dass sie nicht kontinuierlich
> da sind, insbesondere nicht wenn der Strom gebraucht wird.
Nicht immer aber ziemlich oft. Ohne nennenswerte Speicher kommt 50% unseres Stroms aus erneuerbarer Energie und 95% der erneuerbaren Energie kann genutzt werden.
> Deswegen müsste man sie entweder
> a) durch entsprechend große Speicher ergänzen (in der notwendigen
> Größenordnung geht das aktuell nicht)
Kommt darauf an wie man's nimmt.
Möglich ist alles aber muss man das machen nur wegen 5% die wir gerade durch Abschaltung nicht nutzen können?
Strom lässt sich für Heimanwender bereits für 15 Cent speichern (LG/Tesla allerdings ohne einbau) und Biogas ist mit 50 TWh im Jahr am Strommix beteiligt, das sind 36 Tage Stromspeicher wenn wir das in gaskavernen leiten und nicht als Grundlast verschwenden.
> b) durch eine entsprechende andere Energieform ergänzen, welche
> bedarfsgerecht zu steuern ist (das sollte eigentlich billiges russisches
> Gas sein, jetzt halt Luft&Liebe)
Gas ist teurer geworden aber immer noch vorhandenen warum also nicht in den nächsten 20-30 Jahren das weiterhin als Regellast nutzen?
> Wie wenig durch Windkraft und Sonne bereitgestellt werden kann, kannst du
> dir für den Zeitraum November-Dezember hier anschauen www.smard.de
>
> Gerade im Winter wird viel Energie benötigt, insbesondere für die
> Wärmepumpen, welche kommen sollen.
Und trotzdem ist der Anteil an Erneuerbare Energie im Winter bei minimal 40% (Dezember 2022) und im Sommer mit etwas Pech bei 46% (August 2022).
Und das bei wohlgemerkt durchschnittlich 50% Erneuerbare Energie die ohnehin ausgebaut werden muss.
Ich denke mal 80% EE ist selbst ohne Speicher möglich erst darüber hinaus braucht es Regelkraftwerke/ Speicher. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: Dwalinn 22.05.23 - 13:40
Das mit den Wasser hat nur ein paar AKWs und auch nur für ein paar Stunden/Tage betroffen (wobei teilweise auch einfach die max Temperatur fürs Abwasser erhöht wurde, praktisch wenn die rechte Hand die Regeln für die linke festlegt).
Bei den meisten war es planmäßige sowie außerplanmäßige Wartung -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: lestard 22.05.23 - 15:04
xUser schrieb:
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> Das Problem mit Wind, Sonne und Gezeiten ist, dass sie nicht kontinuierlich
> da sind, insbesondere nicht wenn der Strom gebraucht wird.
> Deswegen müsste man sie entweder
> a) durch entsprechend große Speicher ergänzen (in der notwendigen
> Größenordnung geht das aktuell nicht)
> b) durch eine entsprechende andere Energieform ergänzen, welche
> bedarfsgerecht zu steuern ist (das sollte eigentlich billiges russisches
> Gas sein, jetzt halt Luft&Liebe)
Oder c) die Energie dann nutzen, wenn sie da ist und dann sparen, wenn wenig da ist. -
Re: AKWs in der Zukunft
Autor: 1ras 22.05.23 - 22:12
xUser schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> oldmcdonald schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Ich frage mich echt, was das soll: Da gibt es Energie, die einfach so
> aus
> > der Luft gefischt werden muss oder - wenn schon irgendwas mit Küste -
> auch
> > aus den Gezeiten oder Wellen generiert werden kann. Und die
> Fussionskraft
> > der Sonne - mit Paneelen auf dem Dach gehört sie Dir. Kostengünstig. Und
> > zumindest so gestaltbar, dass sie nur wenig Impact auf Ökosysteme hat.
> >
> > Aber nein, man will unbedingt in zentralistischen Mammutprojekten
> > Oligopolen oder gar Monopolen Vorschub leisten, die sich deren
> Exklusivität
> > bezahlen lassen. Mit Betriebsrisiken, die nicht versichert werden
> können,
> > weil ihre Ausmaße zu monströs sind. Mit Hinterlassenschaften, die um ein
> > Mehrfaches länger gelagert werden müssen, als es die menschliche
> > Zivilisation bisher überhaupt gibt. Hirnrissig! - Aber die Idee, den
> > alllerallergrößten gelben Flecken in den Schnee pissen zu wollen, ist
> > einfach nicht tot zu bekommen.
>
> Das Problem mit Wind, Sonne und Gezeiten ist, dass sie nicht kontinuierlich
> da sind, insbesondere nicht wenn der Strom gebraucht wird.
> Deswegen müsste man sie entweder
> a) durch entsprechend große Speicher ergänzen (in der notwendigen
> Größenordnung geht das aktuell nicht)
> b) durch eine entsprechende andere Energieform ergänzen, welche
> bedarfsgerecht zu steuern ist (das sollte eigentlich billiges russisches
> Gas sein, jetzt halt Luft&Liebe)
>
> Wie wenig durch Windkraft und Sonne bereitgestellt werden kann, kannst du
> dir für den Zeitraum November-Dezember hier anschauen www.smard.de
>
> Gerade im Winter wird viel Energie benötigt, insbesondere für die
> Wärmepumpen, welche kommen sollen.
Und exakt hier sind Atomkraftwerke auch raus, da sie nicht bedarfsgerecht zu steuern sind und sich dadurch nicht als Lückenfüller eignen.



