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Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

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  1. Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: GangnamStyle 08.08.22 - 16:58

    Ich kann die Studie nicht genau nachvollziehen. Eine Festplatte ist deutlich schwerer (ca. 1kg), während ein SSD je nach Formfaktor deutlich weniger wiegt. Das heißt auch, dass in SSD deutlich weniger Materialeinsatz ist. Auch für Festplatte braucht man elektronische Komponenten (Chips, MLCCs, Widerstände, Dioden etc.). Bei Festplatten jedoch sind zwei Komponenten erhebelich CO2-intensiv. Das ist zum einen das Gehäuse aus Aluminium und die Platter aus Glas. Beide Materialien sind enorm energieintensiv.

    Ich schätze, die Studie erinnert mich etwas an die sog. Schwedenstudie über die Elektroautos, die später revidiert werden mussten, weil sie zu alte Daten verwendet hatten. Denn nachträglich kam heraus, dass Elektroautos deutlich niedrigeren CO2-Rucksack haben und vergleichbare Elektroautos schon nach wenigen zehntausend Kilometerleistung den CO2-Rucksack abgebaut haben.

    Es gab auch eine Studie, die besagte, dass das Streamingverhalten der Nutzer, sehr zu CO2-Emission beiträgt. Dies führte dazu, dass viele das Streaming kritisierten. Diese Kritiker machen aber lustigerweise zweimal im Jahr Fernreise und essen gerne Fleisch. Auch bei dieser Studie war es so, dass es später heraus kam, dass die Forscher vergessen hatten die Weiterentwicklung der Computer- und Netztechnik nicht in ihrer Berechnung aufgenommen hatten.

    Solche Metastudien sind gefährlich, weil je nach zugrunde liegenden Daten können ganz anderes Ergebnis rauskommen und viele greifen auf das Ergebnis und schließen daraus falsche Schlüsse. Wie häufig wurde z.B. die Schweden-Studie zitiert und viele Menschen zu Elektroauto-Skeptikern gemacht oder deren Vorurteile verstärkt?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.08.22 17:03 durch GangnamStyle.

  2. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: MarcusK 08.08.22 - 17:08

    GangnamStyle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann die Studie nicht genau nachvollziehen. Eine Festplatte ist
    > deutlich schwerer (ca. 1kg), während ein SSD je nach Formfaktor deutlich
    > weniger wiegt. Das heißt auch, dass in SSD deutlich weniger Materialeinsatz
    > ist. Auch für Festplatte braucht man elektronische Komponenten (Chips,
    > MLCCs, Widerstände, Dioden etc.). Bei Festplatten jedoch sind zwei
    > Komponenten erhebelich CO2-intensiv. Das ist zum einen das Gehäuse aus
    > Aluminium und die Platter aus Glas. Beide Materialien sind enorm
    > energieintensiv.

    so ein Flash hat aber deutlich mehr Silizium als ein paar Transistoren. Dort sind über 100 Schichten gestapelt.
    Die Herstellung von dem Kristall ist halt sehr aufwendig.

    Alu und Glas ist Massenware, die 100g Alu gehen sind in der Industrie nichts.

    Das Thema Stromverbrauch im Betrieb ist halt sehr Abhängig von Einsatzzweck. Bei einige Laufen die HDD durch, weil sie jede Minute einen Zugriff haben, da lohnt sich das abschalten nicht, bei anderen gehen sie in den Standby und brauchen so gut wie nichts. Das ist bei der SSD viel einfacher, sie zieht nur viel Strom wenn sie was macht.

  3. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: MeisterEder666 08.08.22 - 21:20

    Alu braucht sehr viel Energie im der Herstellung, da der Schmelzpunkt sehr hoch liegt. Bei den seltenen Erden sieht es auch nicht gut aus mit der CO2-Bilanz und davon brauchen HDDs viel mehr.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Daten noch aktuell sind.

  4. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: Eheran 08.08.22 - 22:01

    >Alu braucht sehr viel Energie im der Herstellung, da der Schmelzpunkt sehr hoch liegt.
    Aluminium ist deswegen so energieaufwändig, weil es per Elektrolyse aus Aluminiumoxid gewonnen wird. Die Schmelzwärme kann man hingegen beim späteren Abkühlen teilweise zurückgewinnen.

  5. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: Kilpikonna 08.08.22 - 22:25

    MeisterEder666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alu braucht sehr viel Energie im der Herstellung, da der Schmelzpunkt sehr
    > hoch liegt.

    Der Schmelzpunkt von Aluminium liegt eigentlich recht niedrig.

  6. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: Frittenjay 08.08.22 - 22:40

    Kilpikonna schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MeisterEder666 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Alu braucht sehr viel Energie im der Herstellung, da der Schmelzpunkt
    > sehr
    > > hoch liegt.
    >
    > Der Schmelzpunkt von Aluminium liegt eigentlich recht niedrig.

    Der von reinem Aluminium ist recht niedrig, allerdings wird es aus Aluminiumoxid gewonnen und dessen Schmelzpunkt liegt bei über 2000°C

  7. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: Eheran 08.08.22 - 22:49

    Hier wird schlag auf schlag Halbwissen präsentiert. Das hat alles nichts damit zu tun, warum es so energieaufwändig ist. Zusätzlich ist es auch noch mindestens irreführend, eher falsch.

    Der Prozess läuft bei ~950°C ab. Fast ganz oben zu lesen:
    >Vor dem Arbeitsschritt der eigentlichen Elektrolyse wird das Aluminiumoxid (Schmelztemperatur 2045 °C) mit Kryolith (Na3[AlF6]) vermischt, um ein Eutektikum herzustellen und damit die Schmelztemperatur zu senken. Das entstehende zu 80 bis 90 Prozent aus Kryolith bestehende Gemisch hat eine Schmelztemperatur von nur noch etwa 950 °C.

    Schmelzen usw. verursacht nicht den hohen Energieaufwand. Sonst könnte man die Wärme einfach wiedergewinnen. Es ist die Stoffumwandlung, die so viel Energie kostet.

  8. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: pythoneer 09.08.22 - 07:12

    GangnamStyle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Kritiker machen aber lustigerweise zweimal im
    > Jahr Fernreise und essen gerne Fleisch.

    Was hat das mit irgendetwas zu tun? Soll das hier ein ad hominem werden?

    *¹ https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem

  9. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: ohinrichs 09.08.22 - 07:55

    Jetzt geht das schon wieder los...

    Er hat doch nicht ganz Unrecht. Ich sehe das hier in Berlin ziemlich oft. Da sind halt die Radfahrer, die ganz stolz auf ihre Ökobilanz sind, um dann im nächsten Moment mit einem Latte in der einen und mit einem Iphone in der anderen Hand die Höhepunkte ihrer letzten Asienreise präsentieren.

  10. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: Grysu 09.08.22 - 11:42

    Also dürfen nur Personen mit guter Ökobilanz auf schlechte Ökobilanzen hinweisen?
    Hat da jemand 'ad hominem' nicht verstanden?

  11. Re: Vielleicht doch nicht genau recherchiert.

    Autor: gadthrawn 09.08.22 - 15:21

    Problem ist, dass du bei kleineren Strukturbreiten energieaufwendiger arbeitest, und sehr viel mehr Ausschuss hast.

    Das mit Elektroautos ist politisch schöngerechnet. Bei einem kg Fleisch wird ein viel höherer CO2 Verbrauch beim Transport von Brasilien nach hier gerechnet, wie bei einem KG Akku aus Chile über China, USA nach hier. Ist in etwa wie das in der EU die Grünen die Atomkraft mittlerweile als Grüne Energie sehen, jetzt wo es an Gas mangeln könnte...

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