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"Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

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  1. "Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

    Autor: laica24 04.03.15 - 15:05

    Als Maschinenbaustudent muss ich anmerken, dass das Auto sehr wohl ein Getriebe besitzt. Der Wagen wir wohl z.B. ganz sicher ein Differential mit einer gewissen Übersetzung haben, wo eine Wandlung von Drehmoment und Drehzahl stattfindet. (und das wird als Getriebe bezeichnet siehe VDI Richtlinie http://de.wikipedia.org/wiki/Getriebe).
    Das Auto hat vieleicht kein Schaltgetriebe mit veränderlicher Übersetzung, jedoch bestimmt für E Motor und Verbrenner eine konstante unterschiedliche Übersetzung.
    Und da liegt der Pferdefuß begraben. Das Auto hat vieleicht eine Gesammtnennleistung von über 1000kW, aber die bringts halt nur in einem (Nenn-)Betriebspunkt bei einer gewissen drehzahl hin. Bei Einem Auto mit Schaltgetriebe kann ich das Drehzahlband (und damit die Nenndrehzahl mit Höchster Leistung) mehrfach durchfahren, wodurch die "duchschnittliche leistung" beim Beschleunigen höher liegen sollte als bei diesem Königsegg

  2. Re: "Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

    Autor: Elgareth 04.03.15 - 16:00

    laica24 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Maschinenbaustudent muss ich anmerken, dass das Auto sehr wohl ein
    > Getriebe besitzt. Der Wagen wir wohl z.B. ganz sicher ein Differential mit
    > einer gewissen Übersetzung haben, wo eine Wandlung von Drehmoment und
    > Drehzahl stattfindet. (und das wird als Getriebe bezeichnet siehe VDI
    > Richtlinie de.wikipedia.org
    > Das Auto hat vieleicht kein Schaltgetriebe mit veränderlicher Übersetzung,
    > jedoch bestimmt für E Motor und Verbrenner eine konstante unterschiedliche
    > Übersetzung.
    > Und da liegt der Pferdefuß begraben. Das Auto hat vieleicht eine
    > Gesammtnennleistung von über 1000kW, aber die bringts halt nur in einem
    > (Nenn-)Betriebspunkt bei einer gewissen drehzahl hin. Bei Einem Auto mit
    > Schaltgetriebe kann ich das Drehzahlband (und damit die Nenndrehzahl mit
    > Höchster Leistung) mehrfach durchfahren, wodurch die "duchschnittliche
    > leistung" beim Beschleunigen höher liegen sollte als bei diesem Königsegg

    Tjaa, und das ist die Krux mit Studenten...verlieren immer den Blick aufs wesentliche...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeuggetriebe
    ^_^

    IRGENDWO im Auto wirds sicherlich so einige Getriebe geben, aber es ist halt doch relativ offensichtlich, dass ein fehlendes Fahrzeuggetriebe gemeint ist... AKA "Das Ding hat keine Gänge".
    Ungefähr so als ob man sagen würde "Unterwasser kann ein Mensch nicht atmen"... doch, kann er, kriegt dadurch nur nicht genügend Sauerstoff :-D Macht die Aussage "Doch, kann er" nicht falsch, ist aber halt auch wenig nutzbringend ;-)

  3. Re: "Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

    Autor: laica24 04.03.15 - 17:16

    gerade an deinem unterwasserbeispiel sieht man, wie wichtig es ist Vorgänge genau zu analysieren und Ursache und wirkung zu erkennen. Die Aussage das er kein Getriebe hat ist leider trozdem falsch, wenn man wert auf Präzision legt.

  4. Re: "Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

    Autor: wp (Golem.de) 04.03.15 - 17:48

    Danke für den Hinweis. Ich habe es entsprechend geändert.

    wp (Golem.de)

  5. Re: "Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

    Autor: tingelchen 04.03.15 - 20:46

    Da wir hier bei den IT-Freaks sind und nicht bei den Auto-Freaks, kann man hier umgangssprachliche Maßstäbe anlegen und da ist ein Getriebe mit Bezug auf Autos das Schaltgetriebe gemeint. Also jenes wo man die Gänge mit festlegt ;)

    Im übrigen, selbst bei jenen die sich damit beschäftigen, ist mit dem Getriebe im übrigen auch das Schaltgetriebe gemeint. Steht sogar in den Bauanleitungen und Ersatzteillisten drinnen.

    Das ein Schaltgetriebe nicht das einzige ist, wo man eine Übersetzung hat, ist uns allen klar. Allerdings, bei jedem (selbst in einer KFZ Werkstatt), kommt niemand auf die Idee, wenn man von einem Getriebe redet, das man das Differenzial meint. Denn dies heißt eben nicht Getriebe, sondern Differenzial.

  6. Re: "Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

    Autor: tingelchen 04.03.15 - 20:51

    > Das Auto hat vieleicht kein Schaltgetriebe mit veränderlicher Übersetzung,
    > jedoch bestimmt für E Motor und Verbrenner eine konstante unterschiedliche
    > Übersetzung.
    >
    Wieso muss es das haben? Nur weil ein E-Motor theoretisch mit 100k U/min drehen könnte, heißt dies nicht, das er es auch macht. Es ist absolut kein Problem den E-Motor der Umdrehung des Verbrennungsmotors an zu passen. Was nicht nur Mechanisch die Lage erheblich einfacher macht, sondern auch das Material schont.

    Technisch ist es für einen E-Motor kein Problem.

  7. Re: "Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

    Autor: Anonymer Nutzer 05.03.15 - 10:59

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das Auto hat vieleicht kein Schaltgetriebe mit veränderlicher
    > Übersetzung,
    > > jedoch bestimmt für E Motor und Verbrenner eine konstante
    > unterschiedliche
    > > Übersetzung.
    > >
    > Wieso muss es das haben? Nur weil ein E-Motor theoretisch mit 100k U/min
    > drehen könnte, heißt dies nicht, das er es auch macht. Es ist absolut kein
    > Problem den E-Motor der Umdrehung des Verbrennungsmotors an zu passen. Was
    > nicht nur Mechanisch die Lage erheblich einfacher macht, sondern auch das
    > Material schont.
    >
    > Technisch ist es für einen E-Motor kein Problem.

    An der Stelle wird im Rennsport das KERS System auch an Stelle der Schwungscheibe verbaut und wenn der Benziner in nem Bereich ist, wo er kein vernünftiges Drehmoment abliefert, greift der E-Motor ein und bringt den Benziner mal in den effizienten Drehzahlbereich hoch.

    In meinen Augen ist die sinnvollste Konstruktion eines Hybridantriebs auch die Platzierung des E-Motors an Stelle der Schwungscheibe.

  8. Re: "Ohne Getriebe" ist leider schlichtweg falsch

    Autor: laica24 05.03.15 - 11:05

    Ich gehe davon aus der das emotor, der fürs anfahren zuständig ist eher stark untersetzt ist (i>>1), um ein effizientes beschleunigen aus dem stand zu gewährleisten. Ohne diese untersetzung müsste die emaschine ein sehr hohes drehmoment bei kleiner drehzahl aufbringen, wodurch die baugröß extrem ansteig und die effizienz sinkt. (Schauen sie sich mal effiziens drehmoment drehzahl kurven bei google bilder von e maschinen an).
    Sehr nuedrige drehzahlen sind immer schlecht in bezug auf baugröße und effiziens.
    Zu hoch dürfen sie aber auch nicht drehen, denn dann sinkt bei vielen emaschinen z.b. asynchromotor das drehmoment auf und somit die leistung P=M*2*pi*n wieder ab.

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