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Geothermie...

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  1. Geothermie...

    Autor: TC 16.10.17 - 22:59

    Ob das auf lange Sicht gut geht, dem Erdkern Energie zu entziehen?

  2. Re: Geothermie...

    Autor: Ach 16.10.17 - 23:13

    Die Wärme ist ohnehin verloren. Die Wärme ist wie ein unaufhaltsamer Fluss. Entweder wir nutzen sie, oder sie strahlt halt einfach ins Weltall ab, ganz ohne dass wir mit ihr interagieren. Wir Menschen spielen in dieser Beziehung im besten Fall die Rolle einer Art Durchlauferhitzer. Mehr Einfluss, allerdings einen Umgekehrten, dürfte die von uns verursachte Klimaerwärmung haben. Durch den Wärmestau der sich durch eine im Schnitt um ein Grad wärmere Atmosphärenschicht bildet, welche sich über den gesamten Globus legt.

  3. Re: Geothermie...

    Autor: TC 16.10.17 - 23:43

    Naja, die Wärme im Erdinneren wird durch die "Isolation" aka Erdmantel halbwegs drin behalten, durch Abohren beschleunigen wir aber deren Verlust... also "Lava-Auskühlung."

  4. Re: Geothermie...

    Autor: Ach 17.10.17 - 00:27

    Zum einen Teil stammt die Wärme noch vom Entstehungsprozess der Erde, das ist richtig. Zum anderen Teil wird allerdings Wärme von der Erde selber produziert, durch radioaktive Zerfallsprozesse im Erdinnern, ohne die unser Trabant schon längst erstarrt wäre und unser Magnetfeld kollabiert. Die erzeugt Wärme wandert in einem 2000 Jahre andauernden Prozess vom Erdkern zur Kruste und strahlt dann ins All ab. Das Wort "Erdmantel" sollte man da vielleicht nicht zu wörtlich nehmen :]. Um welchen Betrag genau so eine Erdwärmekraftwerk oder auch ganz viele von denen den Wärmefluss beschleunigen, weis ich nicht, der Betrag dürfte aber in Anbetracht der gesamten Wärmeabgabe(ob gleichmäßig über Land und Meere oder über spontane Ereignisse wie Vulkanausbrüche) vernachlässigbar sein. Ich würde mir da keine allzugroßen Sogen machen :].

  5. Re: Geothermie...

    Autor: maverick1977 17.10.17 - 05:11

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum einen Teil stammt die Wärme noch vom Entstehungsprozess der Erde, das
    > ist richtig. Zum anderen Teil wird allerdings Wärme von der Erde selber
    > produziert, durch radioaktive Zerfallsprozesse im Erdinnern, ohne die unser
    > Trabant schon längst erstarrt wäre und unser Magnetfeld kollabiert. Die
    > erzeugt Wärme wandert in einem 2000 Jahre andauernden Prozess vom Erdkern
    > zur Kruste und strahlt dann ins All ab. Das Wort "Erdmantel" sollte man da
    > vielleicht nicht zu wörtlich nehmen :]. Um welchen Betrag genau so eine
    > Erdwärmekraftwerk oder auch ganz viele von denen den Wärmefluss
    > beschleunigen, weis ich nicht, der Betrag dürfte aber in Anbetracht der
    > gesamten Wärmeabgabe(ob gleichmäßig über Land und Meere oder über spontane
    > Ereignisse wie Vulkanausbrüche) vernachlässigbar sein. Ich würde mir da
    > keine allzugroßen Sogen machen :].

    Und Du bist sicher, dass Du Recht hast? Erdmagnetfeld durch radioaktiven Zerfall??????

    Ich dachte immer, das läge am Eisenkern und die darum herumfließende Masse, dass wir ein Erdmagnetfeld haben. Wusste nicht, dass die Erde ein riesiger Atomreaktor ist. Dachte immer, das wäre die Sonne gewesen. Aber man kann sich ja auch mal irren. *lach mich weg*

    Klartext. Die Energie, die wir durch Erdwärmepumpen der Erde entziehen, fällt nicht ins Gewicht. Denn die Energie wird von innen reingesteckt. Die Drehung der heißen Massen um den festen Erdkern erzeugt garantiert mehr Energie, als wir jemals in der Lage sind, von den paar Nadelstichen abzuzwacken.

  6. Re: Geothermie...

    Autor: Ach 17.10.17 - 05:49

    >Und Du bist sicher, dass Du Recht hast? Erdmagnetfeld durch radioaktiven Zerfall??????

    Da hast du offensichtlich ein paar Zwischenschritte vergessen, und auch deine Grundbedingungen muss man noch etwas fein justieren : Der Erdkern steht nicht still sondern dreht sich mit. Wieso sollte er den auch feststehen und/oder wer oder was sollte den Kern denn auch festhalten gegen die Drehung der restlichen Erde? Tatsächlich zwingen Corioliskräfte die Magma in ihre Fließbewegung, und die Corioliskräfte basieren auf den unterschiedlichen Drehimpulsen und Fliehkräften auf den verschiedene Breitengraden vom Äquator zu den Polen. Diese Corioliskräfte sind übrigens auch für das Groh der Atmosphärenbewegung verantwortlich und für die meisten Strömungsbewegungen unseren Meere.

    Und ja, wir haben tatsächlich einen in unsere Erde eingebauten "Atomreaktor". Allerdings hat die Sonne das nicht. Die Sonne hat dagegen einen eingebauten "Fusionsreaktor", und als kleine Aufgabe würde ich dir mit auf den Weg geben, den Unterschied zwischen Kernspaltung und Kernfusion ausfindig zu machen.

    Wenn keine radioaktiven Zerfallsprozesse im Erdinnern ablaufen würden, wäre die Erde heute schon sehr viel kälter. Wenn Magma abkühlt, dann wird sie hart. Wird die Magma hart, kann sie nicht mehr das Magnetfeld aufrecht erhalten weil sie als festes Gestein nicht mehr um den Eisenkern fließen kann. Alles klar?

    Übrigens wächst der feste Erdkern jedes Jahr um ca. einen Millimeter. Irgendwann ist eben auch mal Schluss mit unserem schönen Magnetfeld. Bis dahin lohnt es sich aber aus ganz anderen Gründen schon lange nicht mehr auf der Erde zu verweilen :].

  7. Re: Geothermie...

    Autor: TobiVH 17.10.17 - 10:00

    Erkläre das mal einem Vulkan. Pöser Vulkan! Hör auf Wärme aus dem Inneren zu lassen!

  8. Re: Geothermie...

    Autor: Invertiert 17.10.17 - 14:49

    Fail. Keine Ahnung haben und sich über andere lustig machen.

  9. Re: Geothermie...

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 17.10.17 - 18:28

    maverick1977 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klartext. Die Energie, die wir durch Erdwärmepumpen
    > der Erde entziehen, fällt nicht ins Gewicht. Denn die
    > Energie wird von innen reingesteckt. Die Drehung der
    > heißen Massen um den festen Erdkern erzeugt
    > garantiert mehr Energie, als wir jemals in der Lage
    > sind, von den paar Nadelstichen abzuzwacken.

    Mehr noch, die von uns abgezwackte Energie wird ja nicht in Akkus geladen und verlässt die Erde in einem Raumschiff, sondern wird auf der Erdoberfläche umgewandelt. Und egal in was, ganz am Ende wird es immer Wärme sein, die an die Erdatmosphäre abgegeben wird.

    Das wiederum mag zwar mehr sein als wenn die Hitze gemütlich über den Erdmantel an die Atmosphäre abgegeben wird, anderseits sorgt diese Beschleunigung auch für ein geringeres Wärmegefälle *spätestens* zwischen Erdmantel und Erdatmosphäre. Sprich, diese marginale Beschleunigung an einer Stelle führt zu einer marginalen Verlangsamung der Wärmeabgabe an anderer Stelle.

    Und dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass geothermische Anlagen zumeist in Regionen errichtet werden, wo sich Erdwärme ohnehin mal ganz gerne einen eigenen Weg nach oben sucht. Dort ist es dann sogar eine Verringerung des natürlichen Abflusses, wenn man quasi einen Deckel darüber stülpt.
    Und wenn man eine noch so kleine Verringerung des Wärmedrucks fürchtet, sollte man auch bedenken, dass jedes bißchen künstlich abgezwackter Druck bei natürlichen Ausstößen fehlen müsste.

    Und das alles ohnehin in Größenordnungen sehr, sehr weit hinter dem Komma.

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