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Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

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  1. Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: Daruul 16.09.10 - 03:36

    Das ist der Grundstein für so viele Dinge die einem in Zukunft das Leben vereinfachen könnten und wird schon in so vielen Filmen und Serien die in der Zukunft spielen gezeigt :)

    Wenn Picard "Tee, Earl Grey, heiß!" sagt, dann weiß der Computer wer da spricht, was seine angenehmste Trinktemperatur ist, es könnte aber auch noch abgestuft werden, und bereitet das vor.

    Wenn der Computer bemerkt, dass die Freundin mit uns Schluß gemacht hat wird automatisch die Playlist von iTunes/Winamp an unsere Stimmung angepasst, spielt nur noch Musik die nicht zu fröhlich und nicht zu depressiv ist, könnte allerdings auch unseren Verwandten eine SMS schicken, dass es uns nicht gut geht und wir jemanden zum Reden brauchen könnten.

    Wenn wir nach Kinofilmen im nähesten Kino gesucht haben und wir danach innerhalb einer halben Stunde das Haus verlassen wird das Navi oder das Smartphone automatisch mit der Route/Fußgängerroute zum Kino bestückt und zeigt an wann der Film anfängt bzw. wie viele Tickets noch erhältlich sind und weist einen darauf hin, dass schnell noch reservieren sollte wenn eine Schwelle erreicht wird.


    Klar, irgendwer wird nun sicher schreiben, dass es dumm ist, wenn man sich alles vom Computer abnehmen lässt, aber 1. das hier sollte eigentlich mal ein IT-Forum sein und 2. das sind alles Dinge die einen nicht verhätscheln, aber das Leben deutlich unkomplizierter und angenehmer machen.

  2. Re: Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: d3dx9_30.dll 16.09.10 - 03:56

    Die Toilette wurde in Japan bereits gebaut.

    ~dw3de

  3. Re: Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: dek 16.09.10 - 09:16

    Bevormundung, mehr ist das nicht. Der Großteil der Menschheit ist nicht intelligenter als ein Stück Holz. Ich gebe mal ein paar Beispiele, die sicherlich jeder schon selbst im Alltag gesehen hat:

    * Autonavigation: Da fahren einige verkehrt herum in Einbahnstraßen - trotz großem Verkehrsschild - nur weil die Navi das sagt und die Einbahnstraßenregelung nicht kannte. Da fahren manche 30 KM/h in einer 60 KM/h Zone mit der Begründung: "Das Navi hat mich gewarnt, dass ich zu schnell fahre". Nett, wenn die Kartendaten 7 Jahre alt sind. Manch einer rollt über Forstwege quer durch die Prärie, statt der ausgeschilderter und großzügig angelegten Neubaustrecke zu folgen.

    * Terminkalender: Ich kenne einen Fall, wo Kinder nicht vom Kindergarten abgeholt wurden, weil die Eltern von ihrem Handheld nicht daran erinnert wurden. Das ist in meinen Augen sozialer Verfall erster Güte. Personen, die maximal 2-3 wichtige Termine in der Woche haben, sind nicht in der Lage, sich das zu merken. Drei läppische Termine.

    * Kochen nach Rezept: Da kippen die Leute Grundzutaten zusammen, dass jeder Koch mit Halbwissen die Gänsehaut bekommt, nur weil sie das in einem Kochblog im weiten Web lesen. Der menschliche Verstand scheint hier völlig ausgeschaltet zu sein. Das Resultat ist eine Pampe, bei der selbst der Hund verweigert.

    Das sind nur drei sehr sehr einfache Beispiele, an denen man erkennt, wie schnell die Menschen ein System als gottgegeben hinnehmen, sich darauf verlassen und die Dinge gar nicht mehr in Frage stellen. Dabei glauben sie, freie Entscheidung zu treffen, die Geräte machen ja nur "Vorschläge" - und merken nicht, dass sie sich bereits bevormunden lassen. Die Gefahr droht noch nicht einmal durch die Systeme selbst. Man muss sich immer die Frage stellen, wer hat diese Systeme erstellt, mit welchem Ziel und viel wichtiger: Wer hat die Kontrolle darüber?

    Und wenn dann 80% der Menschen dank ihrem elektronischen Einkaufszettel shoppen, dann werde ich derjenige sein, der seinen neuen dreiärmligen Pullover in eure "Eure Freunde empfehlen euch den Artikel" - Listen knallt. Und ihr werdet euch daheim vor dem Spiegel fragen, wieso der Pullover einen dritten Ärmel hat - ja warum eigentlich... vielleicht weiß es Dein Handheld?

  4. Re: Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: olle 16.09.10 - 09:21

    dek schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bevormundung, mehr ist das nicht. Der Großteil der Menschheit ist nicht
    > intelligenter als ein Stück Holz. Ich gebe mal ein paar Beispiele, die
    > sicherlich jeder schon selbst im Alltag gesehen hat:
    >
    > * Autonavigation: Da fahren einige verkehrt herum in Einbahnstraßen - trotz
    > großem Verkehrsschild - nur weil die Navi das sagt und die
    > Einbahnstraßenregelung nicht kannte. Da fahren manche 30 KM/h in einer 60
    > KM/h Zone mit der Begründung: "Das Navi hat mich gewarnt, dass ich zu
    > schnell fahre". Nett, wenn die Kartendaten 7 Jahre alt sind. Manch einer
    > rollt über Forstwege quer durch die Prärie, statt der ausgeschilderter und
    > großzügig angelegten Neubaustrecke zu folgen.
    >
    > * Terminkalender: Ich kenne einen Fall, wo Kinder nicht vom Kindergarten
    > abgeholt wurden, weil die Eltern von ihrem Handheld nicht daran erinnert
    > wurden. Das ist in meinen Augen sozialer Verfall erster Güte. Personen, die
    > maximal 2-3 wichtige Termine in der Woche haben, sind nicht in der Lage,
    > sich das zu merken. Drei läppische Termine.
    >
    > * Kochen nach Rezept: Da kippen die Leute Grundzutaten zusammen, dass jeder
    > Koch mit Halbwissen die Gänsehaut bekommt, nur weil sie das in einem
    > Kochblog im weiten Web lesen. Der menschliche Verstand scheint hier völlig
    > ausgeschaltet zu sein. Das Resultat ist eine Pampe, bei der selbst der Hund
    > verweigert.
    >
    > Das sind nur drei sehr sehr einfache Beispiele, an denen man erkennt, wie
    > schnell die Menschen ein System als gottgegeben hinnehmen, sich darauf
    > verlassen und die Dinge gar nicht mehr in Frage stellen. Dabei glauben sie,
    > freie Entscheidung zu treffen, die Geräte machen ja nur "Vorschläge" - und
    > merken nicht, dass sie sich bereits bevormunden lassen. Die Gefahr droht
    > noch nicht einmal durch die Systeme selbst. Man muss sich immer die Frage
    > stellen, wer hat diese Systeme erstellt, mit welchem Ziel und viel
    > wichtiger: Wer hat die Kontrolle darüber?
    >
    > Und wenn dann 80% der Menschen dank ihrem elektronischen Einkaufszettel
    > shoppen, dann werde ich derjenige sein, der seinen neuen dreiärmligen
    > Pullover in eure "Eure Freunde empfehlen euch den Artikel" - Listen knallt.
    > Und ihr werdet euch daheim vor dem Spiegel fragen, wieso der Pullover einen
    > dritten Ärmel hat - ja warum eigentlich... vielleicht weiß es Dein
    > Handheld?


    Sehr schön geschrieben, dem kann ich so zustimmen.

  5. Re: Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: Allegheri 16.09.10 - 09:24

    Guter Beitrag. Meiner passt dazu:
    https://forum.golem.de/kommentare/wissenschaft/kontextbezogenes-computing-die-maschine-denkt-mit-und-sagt-was-zu-tun-ist/konsumorientierung/45142,2434016,2434016,read.html#msg-2434016

  6. Re: Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: DER GORF 16.09.10 - 09:46

    dek schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > * Kochen nach Rezept: Da kippen die Leute Grundzutaten zusammen, dass jeder
    > Koch mit Halbwissen die Gänsehaut bekommt, nur weil sie das in einem
    > Kochblog im weiten Web lesen. Der menschliche Verstand scheint hier völlig
    > ausgeschaltet zu sein. ...

    Naja, auch Kochen muss man erst mal lernen, das gibt es keinen Instinkt der einem sagt welche Zutaten man zusammen mixen kann und welche nicht.

    > ... Die Gefahr droht noch nicht einmal durch die Systeme selbst. Man muss sich
    > immer die Frage stellen, wer hat diese Systeme erstellt, mit welchem Ziel und viel
    > wichtiger: Wer hat die Kontrolle darüber?

    Naja, Ich glaube, dass das Problem wesentlich weniger akkut ist als dargestellt und ich glaube auch erst mal nicht, dass sich das noch so auswachsen wird das es zu einem echten Problem werden könnte. Die genannten Beispiele sind ja doch eher Einzelfälle.

    > Und wenn dann 80% der Menschen dank ihrem elektronischen Einkaufszettel
    > shoppen, dann werde ich derjenige sein, der seinen neuen dreiärmligen
    > Pullover in eure "Eure Freunde empfehlen euch den Artikel" - Listen knallt.
    > Und ihr werdet euch daheim vor dem Spiegel fragen, wieso der Pullover einen
    > dritten Ärmel hat - ja warum eigentlich... vielleicht weiß es Dein
    > Handheld?

    Sehr schön, das mit dem dreiärmligen Pullover gefällt mir. ^^

    Fehlt noch die Empfehlung:

    "Leute die diesen Artikel gekauft haben, haben oft auch das gekauft: Schere"

    - Es gibt nichts das eine million Chinesen nicht billiger tun könnten.

    - Alle Verdächtigen sind schuldig, sonst wären sie ja keine Verdächtigen.

  7. Re: Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: Hotohori 16.09.10 - 11:31

    Naja, bei der Sache mit dem Terminkalender ist das aber nicht allein die Schuld solcher Geräte, sondern auch die Schuld uns heutigen Gesellschaft, bei der beide Eltern arbeiten müssen und generell immer mehr abverlangt wird. Nicht ohne Grund gibt es inzwischen sehr viele Berufe, bei denen man nach Jahren früher oder später völlig ausgebrannt ist. Bei dem ganzen Stress sich dann auch noch alle Termine zu merken ist dann wirklich so eine Sache.

    Kinder nicht abzuholen ist aber wieder ein ganz anderer Punkt, das gehört auch zu dem Problem, dass Eltern heutzutage kaum noch Zeit haben einfach Eltern sein zu können, wegen dem ach so lieben Geld.

    Im Grunde läuft doch alles darauf Hinaus, dass unser Leben durch solche Hilfsmittel immer einfacher gestrickt wird... und wozu? Doch nur um am Ende noch mehr arbeiten zu können und nicht um mehr Zeit für die Familie zu haben.

  8. Re: Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: Abramelin 16.09.10 - 12:14

    Die Zeit wird nicht weniger, die Prioritäten-Setzung wird komplexer und fauler.

    Es ist toll wenn die Technologie viel vereinfachen und abnehmen kann - aber das ist nur bequem solange man es auch ohne Technologie selbständig hinkriegen kann. Geht das nicht mehr wird man abhängig - und ein Ausfall oder gar böswillige Manipulation wirkt sich verheerend aus.

  9. Re: Kontextbezogenes Computing ist die Zukunft!

    Autor: flurp 16.09.10 - 12:14

    dek schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bevormundung, mehr ist das nicht. Der Großteil der Menschheit ist nicht
    > intelligenter als ein Stück Holz. Ich gebe mal ein paar Beispiele, die
    > sicherlich jeder schon selbst im Alltag gesehen hat:
    >
    > * Autonavigation: Da fahren einige verkehrt herum in Einbahnstraßen - trotz
    > großem Verkehrsschild - nur weil die Navi das sagt und die
    > Einbahnstraßenregelung nicht kannte. Da fahren manche 30 KM/h in einer 60
    > KM/h Zone mit der Begründung: "Das Navi hat mich gewarnt, dass ich zu
    > schnell fahre". Nett, wenn die Kartendaten 7 Jahre alt sind. Manch einer
    > rollt über Forstwege quer durch die Prärie, statt der ausgeschilderter und
    > großzügig angelegten Neubaustrecke zu folgen.
    >
    > * Terminkalender: Ich kenne einen Fall, wo Kinder nicht vom Kindergarten
    > abgeholt wurden, weil die Eltern von ihrem Handheld nicht daran erinnert
    > wurden. Das ist in meinen Augen sozialer Verfall erster Güte. Personen, die
    > maximal 2-3 wichtige Termine in der Woche haben, sind nicht in der Lage,
    > sich das zu merken. Drei läppische Termine.
    >
    > * Kochen nach Rezept: Da kippen die Leute Grundzutaten zusammen, dass jeder
    > Koch mit Halbwissen die Gänsehaut bekommt, nur weil sie das in einem
    > Kochblog im weiten Web lesen. Der menschliche Verstand scheint hier völlig
    > ausgeschaltet zu sein. Das Resultat ist eine Pampe, bei der selbst der Hund
    > verweigert.

    Das trifft den Nagel auf den Kopf.

    Nur ist es auch so, dass all diese Applikationen einen Mehrwert aufweisen, sonst würden sie ja nicht angenommen werden. Den Mehrwert zu nutzen, ohne sich bevormunden zu lassen, ist die Schwierigkeit dabei. Die Grenze ist fließend...

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