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Anti-Militär-Klausel

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  1. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: strauch 07.05.14 - 17:48

    nuc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (fehlerbehebungen, feedback etc.). Außerdem sind die ja zu unserer
    > verteidigung da, und doch nicht "böse" wie es manche gleichzusetzen
    > scheinen.

    Ich würde das Militär auch nicht ausschließen, aber deine Sicht auf die Dinge halte ich für etwas Naiv. Von gut und Böse will ich nicht sprechen. Aber das Menschen in Afghanistan von Drohnen einfach erschossen werden inkl. Zivilisten die als Kolletaralschaden durchgehen ist für einen Rechtstaat ein Unding. Hier darf ein Mensch ausgezeichnet durch den Friedensnobelpreis einfach mit einem Finger auf eine Person zeigen und die wird ermordet. Hier findet keine Gewaltenteilung statt, die Grundlage unserer Demokratie ist.

    Militär ist ein Zweischneidiges Schwert, aber wir brauchen uns über den "Hass" in der Welt bei unserem Vorgehen nicht wundert. Man sollte sich eher wundern, das die CDU in Regierungsverantwortung, Waffen an SaudiArabien verkauft wo Christen verfolgt werden. Oder das ein Osama Bin Ladin erst von den USA mit Waffen und Kriegern (Taliban) hochgerüstet wird gegen die Russen, nachdem alles in Schutt und Asche ist, wollen die Amis davon nichts mehr Wissen und dann wundert man sich das die Menschen in Afghanistan nicht so gut auf die Amis zu sprechen sind.

    Auch kann man sich mal Fragen warum der Iran eigtl. F16 Kampfjets hat. Wo die doch mit den Amis so verfeindet sind.

    Natürlich muss man in der Lage sein sich zu Verteidigen, aber das was auf der Welt geschieht ist kein Verteidigen.

  2. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: 4DayDreamer 07.05.14 - 17:53

    4edebd0f81eeffcc9b862fcf1d4fb280 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gibt es eigentlich Lizenzen mit Anti-Militär-Klausel? Wäre mal dringend an
    > der Zeit. Und bitte sowohl GPL-Artige als auch BSD-Artige Lizenzen mit
    > Anti-Militär-Klausel erstellen

    Und wenn wir schon dabei sind, könnte man noch ausschließen ... kennst du den Geist, der aus der Flasche kam?

    Und glaubst du wirklich, die Armee würde so eine Klausel im geringsten jucken? Der Schaden solch einer Klausel (Wecken von weiteren Verboten) ist größer als der Nutzen ( gleich Null)

  3. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: tbxi 07.05.14 - 18:41

    honk schrieb:
    >
    > Und BSD artige Lizenzen mit ihrgend einer anti Klause wären einfach
    > Blödsinn, da man abgeleitet Werke eh unter eine andere Lizenz stellen
    > darf.

    Abgeleitete Werke müssen immer noch die Bedingungen aus der Vorlizenz einhalten und dürfen sie nicht einfach ignorieren.

  4. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: tbxi 07.05.14 - 18:45

    nuc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist doch der Sinn von open source, dass
    > jeder es fei verwenden kann und es ist doch gut

    Der Sinn von Open Source ist erstmal Offenheit des Codes. MS-DOS 1.0, das vor kurzem in die Wildnis entlassen wurde, würde darauf passen.
    Erst Freie Software macht freie Verwendung aus.

  5. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: luoc 07.05.14 - 19:46

    Hi,
    eine Anti-Militärklausel ist überzogen, da das Militär ja auch humanitäre Missionen usw. verfolgt.
    Allerdings hat Isaac Asimov in weiser Vorraussicht mal die drei Robotergesetze entworfen, die Verhältnis zwischen Mensch und Maschine klar definieren. In Anbetracht der Tatsache, dass solche Systeme immer komplexer und vor allem autonomer werden sollten die Gesetze berücksichtigt werden.
    Einer Software das Töten (und auch den Befehl zu eben dessen auszuführen) zu verbieten, halte ich mit dem Opensource-Gedanken durchaus vereinbar :P

    Hier nochmal die Gesetze:

    Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.

    Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.

    Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.

  6. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: Gokux 07.05.14 - 21:59

    Und selbst wenn es eine Klausel gibt, das Militär kann getrost darauf scheissen. Was will die OS-Community schon gegen die Nutzung ausrichten ;). Und falls sie doch am obersten Gericht landen und Recht bekommen, kommt einfach der Patriot Act drauf.

  7. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: GodsBoss 07.05.14 - 23:17

    > > Verstehe ich jetzt auch nicht. Ist doch der Sinn von open source, dass
    > > jeder es fei verwenden kann und es ist doch gut, dass es nun auch vom
    > > militär wertgeschätzt wird. Es kommt open source Projekten ja auch
    > zugute
    > > (fehlerbehebungen, feedback etc.). Außerdem sind die ja zu unserer
    > > verteidigung da, und doch nicht "böse" wie es manche gleichzusetzen
    > > scheinen.
    > > Außerdem sollte man niemandem einen extra status geben ob er etwas
    > benutzen
    > > kann oder nicht - das wäre vollkommen konträr zu dem Gedanken von freier
    > > Software...
    > >
    > > Kann dem hier überhaupt nicht zustimmen.
    >
    > Bzgl. Rückspielung von Änderungen...
    > Ich glaube da nicht dran, dass das Militär Änderungen am Quellcode schön
    > brav öffentlich zugänglich macht.
    > Was soll auch passieren, wenn sie es nicht tun? Soll man die etwa
    > verklagen? "blabla national security blabla" - akte geschlossen.
    >
    > Und zuallererst muss man erst mal wissen, dass solche Software irgendwo
    > läuft und welche das ist. Das wird ja nicht unbedingt publiziert.

    Keine der mir bekannten Freie-Software-Lizenzen verlangt, dass du bei Änderungen von Programmen immer den Quellcode veröffentlichst. Selbst die in dieser Hinsicht "radikalste" Lizenz, die AGPL, benötigt zumindest noch die Nutzung der Software über ein Netzwerk, wenn man Anspruch auf den Code erlangen möchte. Was du in deinem stillen Kämmerlein machst, ist dir überlassen.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  8. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: Test_The_Rest 08.05.14 - 07:50

    nudel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber ohne Militär hätten wir jetzt nicht die Freiheit die wir heute haben.

    Ohne die Entwicklung des Militärs wäre es uns in der ganzen Menschheitsgeschichte besser gegangen.

    Militär ist kein Friedensstifter...

    Wäre der Mensch wirklich ein intelligentes und vernunftbegabtes Wesen, hätte es nie Militär (und die damit einhergehenden Massenabschlachtungen der eigenen Spezies) gegeben oder wäre schon lange wieder abgeschafft worden.

  9. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: Anonymer Nutzer 08.05.14 - 08:12

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne die Entwicklung des Militärs wäre es uns in der ganzen
    > Menschheitsgeschichte besser gegangen.

    Ohne das Militär könntest Du Dich aber nicht in diesem Internetz über das Militär beschweren, weil es das gar nicht gäbe: Forschungs- und Wissenschafts-Budget versus Militär-Budget der USA. Wo kommt wohl der ganze neumodische Technikkrempel her, he?
    Wir sind eine kriegerische Rasse, Hypothesen über Homo Pacificus helfen da auch nicht weiter. Gleiches gilt für die Kirche. Man kann sie für das angerichtete Unheil verdammen, aber viele Errungenschaften die wir heute noch nutzen "verdanken" wir den Kirchen. Oder den Römern. Oder, oder, oder...

  10. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: Anonymer Nutzer 08.05.14 - 09:35

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Verstehe ich jetzt auch nicht. Ist doch der Sinn von open source, dass
    > > > jeder es fei verwenden kann und es ist doch gut, dass es nun auch vom
    > > > militär wertgeschätzt wird. Es kommt open source Projekten ja auch
    > > zugute
    > > > (fehlerbehebungen, feedback etc.). Außerdem sind die ja zu unserer
    > > > verteidigung da, und doch nicht "böse" wie es manche gleichzusetzen
    > > > scheinen.
    > > > Außerdem sollte man niemandem einen extra status geben ob er etwas
    > > benutzen
    > > > kann oder nicht - das wäre vollkommen konträr zu dem Gedanken von
    > freier
    > > > Software...
    > > >
    > > > Kann dem hier überhaupt nicht zustimmen.
    > >
    > > Bzgl. Rückspielung von Änderungen...
    > > Ich glaube da nicht dran, dass das Militär Änderungen am Quellcode schön
    > > brav öffentlich zugänglich macht.
    > > Was soll auch passieren, wenn sie es nicht tun? Soll man die etwa
    > > verklagen? "blabla national security blabla" - akte geschlossen.
    > >
    > > Und zuallererst muss man erst mal wissen, dass solche Software irgendwo
    > > läuft und welche das ist. Das wird ja nicht unbedingt publiziert.
    >
    > Keine der mir bekannten Freie-Software-Lizenzen verlangt, dass du bei
    > Änderungen von Programmen immer den Quellcode veröffentlichst. Selbst die
    > in dieser Hinsicht "radikalste" Lizenz, die AGPL, benötigt zumindest noch
    > die Nutzung der Software über ein Netzwerk, wenn man Anspruch auf den Code
    > erlangen möchte. Was du in deinem stillen Kämmerlein machst, ist dir
    > überlassen.

    Die AGPL würde Voraussetzen das dieses militärische Kontrollsystem für jeden kontrollierbar sein muss bzw nutzbar sein muss.
    Und die Veröffentlichung zum Quellcode,im Bezug auf das US-Militär,ist alleine schon deshalb in jeder Freien-Software-Lizenz eindeutig geklärt, weil ein großer Teil der Lizenzen sich explizit an die "non-permissive" im Bezug auf die kommerzielle Verwendung richtet.
    Der Etat für das US-Militär im Haushaltsjahr 2014 beträgt etwa 600 Milliarden Dollar.

  11. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: GodsBoss 08.05.14 - 14:03

    > > Ohne die Entwicklung des Militärs wäre es uns in der ganzen
    > > Menschheitsgeschichte besser gegangen.
    >
    > Ohne das Militär könntest Du Dich aber nicht in diesem Internetz über das
    > Militär beschweren, weil es das gar nicht gäbe: Forschungs- und
    > Wissenschafts-Budget versus Militär-Budget der USA. Wo kommt wohl der ganze
    > neumodische Technikkrempel her, he?
    > Wir sind eine kriegerische Rasse, Hypothesen über Homo Pacificus helfen da
    > auch nicht weiter. Gleiches gilt für die Kirche. Man kann sie für das
    > angerichtete Unheil verdammen, aber viele Errungenschaften die wir heute
    > noch nutzen "verdanken" wir den Kirchen. Oder den Römern. Oder, oder,
    > oder...

    Nun, dass die Entwicklung der Menschheit so gelaufen ist, wie sie gelaufen ist, ist wohl der biologischen Vergangenheit geschuldet.

    Das Argument mit den zivilen Errungenschaften des Militärs lasse ich aber nicht gelten. Von den gewaltigen Militärbudgets fließt bekanntlich nur ein Bruchteil in die Forschung, und das auch noch in einer sehr ungünstigen Art und Weise, weil sie im Gegensatz zur universitären Grundlagenforschung geheim gehalten wird und so von mehreren Parteien (Ländern) das Gleiche entwickelt werden muss. Jetzt stell' dir mal vor, das gesamte weltweite Militärbudget würde stattdessen in freie Forschung fließen. Wie weit wäre die Menschheit dann?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  12. Re: Anti-Militär-Klausel

    Autor: Anonymer Nutzer 08.05.14 - 14:16

    Ich bleibe trotzdem dabei: wer sich im (ehemaligen) Militär-Internet übers Militär beschwert sollte einfach den Stecker ziehen. Und das Militär-GPS auch nicht mehr benutzen. Und keine Taschenrechner und auch keine Quarzuhren.

    Und nein, ich möchte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn
    > das gesamte weltweite Militärbudget [...] stattdessen in freie Forschung fließen [würde]
    Denn das wird einfach mal nicht passieren. Es gibt einen Status Quo und entweder wir ändern diesen in unserem Sinne oder wir bauen uns eine "Was-wäre-wenn"-Maschine und träumen einfach nochmal ein bisschen weiter. Nichts wird sich ändern, wenn man "das Militär ist an allem schuld" ins Internet jammert.

    P.S.: ich habe Zivildienst geleistet und würde meinen Sohn für den Fall enterben, wenn er in die Armee gehen will.

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