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Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

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  1. Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: 1st1 28.03.20 - 18:47

    Die Uni Marburg hat 2 verschieden funktionierende Prototypen entwickelt, die mit Teilen aus dem 3D-Drucker, Baumarkt und Elektrohandel einfach gebaut werden können.

    Siehe https://www.uni-marburg.de/de/fb13/halbleiterphotonik/the-breathing-project/the-breathing-project

    Man beachte bei der 2. Variante auch die Youtube-Videos, die dem originalen Video folgen, von Unis in USA und Indien, die sich ähnliche einfache Geräte ausgedacht haben.

  2. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: LinuxMcBook 28.03.20 - 19:21

    Das Problem ist leider, dass bei einem ARDS, wie es bei Covid-19 droht eben keine einfachen Beatmungsgeräte mehr ausreichen.

    Solche sind gut geeignet, wenn die mechanische Atmung bei den Patienten nicht mehr funktioniert, z.B. bei Bewusstlosigkeit oder Reanimation.

    Bei den Lungenerkrankungen ist es aber so, dass theoretisch noch genug Raumluft eingeamtet werden kann, durch die Schädigung der Lunge aber nicht mehr genügen O2 durch die Alveolen ins Blut diffundiert.

    Dafür braucht es dann Maßnahmen wie erhöhte O2 Konzentration, aufrecht erhaltene Atemwegsdrücke auch beim Ausatmen usw.
    Da die Patienten ja auch irgendwann wieder nach Hause sollen, muss die Beatmung auch so Lungen-protektiv wie möglich erfolgen, also z.B. so wenig Druck wie möglich erzeugt werden.
    Das alles funktioniert mit den genannten Geräten leider nicht.
    Übrigens auch nicht mit dem uralten Klassiker, dem Medumat Standard :D

    Ein weiteres Thema ist, dass gerade Maskenbeatmung die Viren mit Anlauf in die Raumluft schleudern dürfte...

  3. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: thinksimple 28.03.20 - 20:48

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Uni Marburg hat 2 verschieden funktionierende Prototypen entwickelt,
    > die mit Teilen aus dem 3D-Drucker, Baumarkt und Elektrohandel einfach
    > gebaut werden können.
    >
    > Siehe www.uni-marburg.de
    >
    > Man beachte bei der 2. Variante auch die Youtube-Videos, die dem originalen
    > Video folgen, von Unis in USA und Indien, die sich ähnliche einfache Geräte
    > ausgedacht haben.

    Das funktioniert so aber nicht.
    Ford,GM, Tesla etc. bauen Vorgänger der aktuellen Geräte nach. Mit Genehmigung und nach Plänen der Hersteller. Die Firmware kommt dann vom Hersteller. Die Chips liefert übrigends Infineon.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  4. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: richtchri 28.03.20 - 21:00

    Muss nicht noch zusätzlich das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert werden?

  5. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: AllDayPiano 28.03.20 - 21:10

    Bei ARDS hab ich aufgehört zu lesen.

    Genau das ist nämlich der Punkt.

    Was man aber nicht vergessen darf: von den 5%, die ins Krankenhaus müssen, reicht bei einem Großteil die Brille, bei einem weiteren Teil die einfache Beatmung, und nur bei einem sehr kleinen Teil dann tatsächlich das nicht mehr.

    Siehe auch hier: https://www.amboss.com/de/wissen/COVID-19

  6. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: LinuxMcBook 28.03.20 - 21:21

    Und in wie weit widerspricht das nun meiner Aussage?

    Genau für solche Leute mit einem ARDS werden doch die ganzen Beatmungsgeräte gebaut bzw. gebraucht. Und selbst wenn es nur bei 1-2% der Erkrankten dazu kommt, dann sind das trotzdem noch zehntausende Fälle....

  7. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: quineloe 28.03.20 - 21:48

    Wie viele Leute in Italien, Spanien und USA haben ARDS und bekommen keine ausreichende Beamtung?

    Verifizierter Top 500 Poster!

  8. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: LinuxMcBook 28.03.20 - 21:50

    Laut Presseberichten werden zumindest in Italien und Spanien und sogar Frankreich doch schon eine Menge Menschen über 65 Jahren mit Schmerzmitteln zum Sterben nach Hause geschickt?

  9. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: AllDayPiano 28.03.20 - 22:01

    Sorry war zu faul zum Tippen am Handy. Das war als Zustimmung gemeint.

  10. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: AllDayPiano 28.03.20 - 22:03

    Ach quatsch! Es wird niemand nach Hause geschickt. Es wird bei der Triage hingegen festgelegt, wer die möglicherweise lebensrettende Beatmung bekommt, und wer nicht. Zu hause mit ein bisschen Paracetamol ist man höchstens, wenn man mit ein paar Rhinoviren den sterben Schwan mimt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.20 22:03 durch AllDayPiano.

  11. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: DooMMasteR 28.03.20 - 22:26

    Die saubere Luft sollte kein Problem sein, da reicht ein kleiner U15 Filter an der Geblaeseeinheit, U16 und 17 halte ich fuer overkill, aber selbst die gibt es massenhaft.

    Aber ja, es ist wichtig den Patienten mit besonders keimfreier Luft zu versorgen, im fortgeschrittenen Stadium bzw. idealer weise auch mit extra Sauerstoff, aber in jedem Fall ist selbst ein einfaches CPAP besser als ein toter Patient.

  12. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: quineloe 28.03.20 - 22:26

    Du tust ja so als wäre es ein großer Unterschied, ob man zum Sterben nach Hause geschickt wird oder im Krankenhaus verbleibt und nach Triagemaßstäben keine Hilfe bekommt.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  13. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: Emulex 28.03.20 - 22:38

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du tust ja so als wäre es ein großer Unterschied, ob man zum Sterben nach
    > Hause geschickt wird oder im Krankenhaus verbleibt und nach Triagemaßstäben
    > keine Hilfe bekommt.

    Mittlerweile fliegt ja unsre Bundeswehr Patienten aus Italien und Frankreich ein.
    Bevor ich weiteres dazu schreibe: Ich begrüße diese Hilfe in jedem Fall.

    Das Problem ist nur, dass diese Patienten mehrere Wochen bei uns liegen werden.
    Und was wäre, wenn in ein paar Wochen die Betten dann knapp werden?
    Schickt man dann diejenigen nach Hause, die ihr ganzes Leben u.a. für den medizinischen Standard in unsrem Land geschuftet haben?
    Oder klemmt man die "Ausländer" einfach ab?

    Das ist eine Situation in der möchte ich nicht sein als Entscheider.

  14. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: Muhaha 28.03.20 - 22:57

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und was wäre, wenn in ein paar Wochen die Betten dann knapp werden?

    Dann holt man niemand mehr her. Wieso machst Du es Dir so kompliziert?

    > Das ist eine Situation in der möchte ich nicht sein als Entscheider.

    Wieso? Ist ganz einfach. Solange noch Kapazitäten da sind, hilft man den Nachbarn. Sind keine mehr da, kann man leider niemanden mehr aufnehmen. Deswegen hat Maas auch Anfang Februar noch etliche Tonnen medizinische Ausrüstung nach China geschickt, weil die Möglichkeit bestand, dass die Chinesen das lokal bei sich begrenzen können. Man hatte Kapazität, man konnte helfen, also hat man geholfen.

  15. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: gadthrawn 28.03.20 - 23:02

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach quatsch! Es wird niemand nach Hause geschickt. Es wird bei der Triage
    > hingegen festgelegt, wer die möglicherweise lebensrettende Beatmung
    > bekommt, und wer nicht. Zu hause mit ein bisschen Paracetamol ist man
    > höchstens, wenn man mit ein paar Rhinoviren den sterben Schwan mimt.

    Frankreich: Patienten über 80 werden grundsätzlich in der Elsass nicht mehr beatmet, bekommen stattdessen Opiate und Schlafmittel als "schnelle Sterbebegleitung"

  16. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: gadthrawn 28.03.20 - 23:04

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie viele Leute in Italien, Spanien und USA haben ARDS und bekommen keine
    > ausreichende Beamtung?

    Kannst du recht gut an den Sterbezahlen sehen.

    Beatmung dauert etwa 4-5 Wochen. Heißt: die neuen Toten sind meist unbeatmete.

  17. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: AllDayPiano 28.03.20 - 23:23

    Naja... hier mal 10, da mal 8 da mal 15. Das macht bei den 28.031 keinen großen Unterschied - denkst Du nicht?

  18. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: AllDayPiano 28.03.20 - 23:24

    Und wo werden sie nach Hause geschickt?

    Wenn man bei Tatsachen auch nur das Salz hinzuerfindet, werden daraus ganz schnell Fake News. Irgendwann bleibt die Tatsache ganz auf der Strecke, und nur der erfundene Teil verbreitet sich weiter.

    Also: Bitte nicht an solchen Systemen partizipieren und bei der Wahrheit, und den Fakten bleiben.

  19. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: AllDayPiano 28.03.20 - 23:39

    > Beatmung dauert etwa 4-5 Wochen. Heißt: die neuen Toten sind meist
    > unbeatmete.

    So ein Quatsch!

    Woher kommen denn immer diese Informationen?

    Das RKI sagt dazu:

    14. Dauer des Krankenhausaufenthalts

    In einer chinesischen Fallserie (siehe 9.) betrug diese Zeitspanne im Mittel (Median) 10 Tage (IQR: 7–14 Tage; angegeben für die bis dahin Genesenen) (34). Diese Zahl stellt vermutlich eine Unterschätzung dar: Im Bericht der „WHO-China Joint Mission on Coronavirus Disease 2019“ wird genannt, dass milde Fälle im Mittel (Median) einen Krankheitsverlauf von zwei Wochen haben und schwere von 3–6 Wochen (13).

    Der milde Krankheitsverlauf dauert 3-6 Wochen. Eine Influenza dauert allerdings bis zum Abklingen der Symptome auch 5-6 Wochen.

    Das hat absolut keine Aussagekraft darüber, wie lange die Intensivbetten belegt sind.

    Abgesehen davon, dass nicht viele Menschen, die hospitalisiert werden, auch eine Beatmung brauchen. Das RKI sagt hierzu:

    16. Anteil der Hospitalisierten mit Beatmung

    Es gibt verschiedene Quellen mit einer weiten Spannweite zur Beatmungshäufigkeit, dabei scheint der Anteil innerhalb Hubeis mit ca. 20–25 % (34, 36, 37) deutlich höher zu sein als für ganz China (2–6 %) (5, 17, 38).

    Bitte Leute! Hört doch mal auf, ständig Halbwahrheiten zu verbreiten. Das ist in der jetzigen Situation so deplaziert, wie seit 100 Jahren nicht mehr!

  20. Re: Einfache Beatmungsgeräte können Handwerksbetriebe bauen.

    Autor: Allesschonvergeben 28.03.20 - 23:49

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei ARDS hab ich aufgehört zu lesen.
    >
    > Genau das ist nämlich der Punkt.
    >
    > Was man aber nicht vergessen darf: von den 5%, die ins Krankenhaus müssen,
    > reicht bei einem Großteil die Brille, bei einem weiteren Teil die einfache
    > Beatmung, und nur bei einem sehr kleinen Teil dann tatsächlich das nicht
    > mehr.
    >
    > Siehe auch hier: www.amboss.com

    Und die Toten in Italien, sind gestorben weil so viele Intensivbetten leer waren?

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