1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Künstliche Intelligenz: Der…

Wofür soll das gut sein?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wofür soll das gut sein?

    Autor: quineloe 08.12.18 - 16:46

    Ich verstehe nicht den Sinn dahinter, Steuersünder jetzt mit DL zu identifizieren. Was soll das bringen? Das kostet nur unnötig Geld und am Ende steht kein Mehrwert dahinter.

  2. Re: Wofür soll das gut sein?

    Autor: derdiedas 08.12.18 - 17:53

    Erstgemeinte Frage?

    Wie bei allen BigData basierenden Datenbanken kann man Algorithmen entwickeln die Indizien schaffen die auf Steuerbetrug hindeuten können. Irgendwann kann man dann automatisiert erkennen das bestimmen Steuerpflichtige einer tiefergreifenden Überprüfung bedürfen.
    Technologisch ergibt das also durchaus Sinn.

    Das bescheuerte ist nur das sich es für die Bundesländer gar nicht lohnt Steuerpflichtige genauer zu untersuchen. https://www.welt.de/wirtschaft/article121203298/Deutschland-leistet-sich-eine-absurde-Steuerfahndung.html

    Und somit wird jede Investition in die Steuerfahndung sobald sie zu erfolgreich ist wahrscheinlich gestoppt werden.

    Gruß DDD

  3. Re: Wofür soll das gut sein?

    Autor: User_x 08.12.18 - 18:03

    Dann können wir die Steuerberater auch gleich streichen und ersetzen diese durch eine KI die klar vorgibt was man darf und was nicht, die Gesetztespampe gleich dazu die völlig undeutlich und jedes mal mind. 5-Fach anders ausgelegt werden kann.

  4. Re: Wofür soll das gut sein?

    Autor: quineloe 08.12.18 - 18:14

    Du hast mein Post doch begründet. Es besteht gar kein Interesse, Steuersünder zu verfolgen. Haben wir schon ein neues 1500 Insassen Gefängnis wegen Panama oder Cum-Ex gebaut? Das wäre eigentlich notwendig. Statt dessen werden diese Leute beinahe Bundeskanzler.

    Ne, ne. Das Finanzamt wird sich weiter auf seine Stärken konzentrieren, z.B. dem Arbeitnehmer in seiner Steuererklärung das Arbeitszimmer verweigern, weil es 0,3qm zu groß ist.

  5. Re: Wofür soll das gut sein?

    Autor: gfa-g 08.12.18 - 20:56

    > Wie bei allen BigData basierenden Datenbanken kann man Algorithmen
    > entwickeln die Indizien schaffen die auf Steuerbetrug hindeuten können.
    Jetzt wird BigData schon verwendet um Leuten Finanzstärke und Kreditwürdigkeit zu unterstellen, bzw. dessen fehlen. Dann wird (da man es nicht versteht) ohne Angaben von Gründen etwas abgelehnt, obwohl es dafür keinen Grund gibt (nie im Verzug, keine Schufaeintrag usw.). Einfach nur weil sie irgendwelche zufälligen Korrelationen gefunden haben.

    Man kann sich schon freuen was das für Auswirkungen haben wird, wenn man nicht in eines ihrer Standardmuster passt.
    Mehr Ärger, ohne Grund.


    > Irgendwann kann man dann automatisiert erkennen das bestimmen
    > Steuerpflichtige einer tiefergreifenden Überprüfung bedürfen.
    > Technologisch ergibt das also durchaus Sinn.
    Tut es nicht. Es ist meistens eher das Problem bekannte Strafsünden zu verfolgen. Wie der Fall Mollat zeigt, sind die Probleme eher "sozialer" bzw. asozialer Natur.
    Hier wird nur wieder mehr Überwachung aufgebaut, um noch mehr Druck zu erzeugen.

    > Und somit wird jede Investition in die Steuerfahndung sobald sie zu
    > erfolgreich ist wahrscheinlich gestoppt werden.
    Die kleinen Fehler werden sicher genauer geprüft werden, um das Gefühl zu haben etwas zu tun. Ist ein beliebtes Prinzip. Deswegen ist maschinelle Unterstützung hier eher schädlich.
    Am Ende bleibt nur zusätzliche Gängelung ohne Sinn.

  6. Re: Wofür soll das gut sein?

    Autor: gfa-g 08.12.18 - 20:57

    > Ne, ne. Das Finanzamt wird sich weiter auf seine Stärken konzentrieren,
    > z.B. dem Arbeitnehmer in seiner Steuererklärung das Arbeitszimmer
    > verweigern, weil es 0,3qm zu groß ist.
    Oder nicht erreichbar sein, wenn man eine Auskunft will, obwohl sie die Steuern "wollen".

  7. Re: Wofür soll das gut sein?

    Autor: Cok3.Zer0 10.12.18 - 14:43

    Meine steile These:
    Durch Buzzwords, dem Hinweisen darauf, dass gewisse Daten "Big Data" seien, der "K.I."-Förderung mit großen Beträgen bzw. Proklamieren, bei den Innovationen #1 zu sein, oder durch die Forderung nach weiteren Befugnissen soll impliziert werden, dass man bereits bei den nötigen Grundlagen (z.B. Infrastruktur und Rechenleistung) seine Hausaufgaben gemacht habe.
    D.h. auch wenn man die Botschaft hinterfragt, sorgen diese Nachrichten dafür, dass man eine gewisse Expertise zugeschrieben bekommt.

  8. Re: Wofür soll das gut sein? Langfristig: Personalabbau (Kostenreduzierung)

    Autor: u21 10.12.18 - 20:08

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe nicht den Sinn dahinter, Steuersünder jetzt mit DL zu
    > identifizieren. Was soll das bringen? Das kostet nur unnötig Geld und am
    > Ende steht kein Mehrwert dahinter.

    Im Prinzip geht es nicht wirklich nur im Steuersünder, sondern um die maschinelle Massenbearbeitung von Steuererklärungen.
    Bereits jetzt wird mit "Risikomanagement" überschlägig in den Finanzämtern die Steuererklärung gecheckt. Bei Unauffälligkeiten erfolgt eine automatisierte Bescheiderteilung, ansonsten eine Weiterleitung zur personellen Überprüfung.

    Langfristig soll das System aber im großen Stil eingesetzt werden, muss also intelligenter werden.
    Die Verpflichtung für Unternehmen, Bilanzen und Gewinnermittlungen einzureichen, liefert umfangreiches Material, welches ebenfalls verifiziert werden muss. Allerdings ist das schon schwieriger als eine "banale" Steuererklärung.
    Wenn man also "der KI" anhand von Steuerbetrugsfällen typische und weniger typische, aber doch aufgreifenswerte Sachverhalte näher bringen kann, ist langfristig zumindest eine Reduzierung des Innendienstes möglich.
    Und wenn man dem Außendienst "beibringt, nur DAS WESENTLICHE anzuschauen", dann schaffen weniger Leute mehr ...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ServiceOcean SalesDE GmbH, Köln
  2. Software AG, deutschlandweit
  3. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Zwickau, Dresden
  4. BHS-Sonthofen GmbH, Sonthofen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Knives Out für 8,88€, Das Boot - Director's Cut für 8,88€, Angel has Fallen für 9...
  2. (u. a. HP 25x 24,5 Zoll Full-HD 144 Hz für 168,68€, Microsoft Surface Pro X für 898,89€)
  3. 117,99€
  4. (u. a. Resident Evil Village für 49,99€, Wochenangebote (u. a. Resident Evil 7 Gold Edition für...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


BVG: Lieber ungeschützt im Nahverkehr
BVG
Lieber ungeschützt im Nahverkehr

In einem Streit mit dem BSI definiert sich die BVG als klein, um unsicher bleiben zu dürfen. Das ist kleinkariert und absurd.
Ein IMHO von Moritz Tremmel

  1. Mobilitätswende Berlin schickt 100. Elektrobus auf die Straße
  2. Solaris Urbino 18 electric Berliner Verkehrsbetriebe mit elektrischen Gelenkbussen
  3. Dekarbonisierung Alle Berliner Busse werden elektrisch

Hitman 3 im Test: Agent 47 verabschiedet sich mörderisch
Hitman 3 im Test
Agent 47 verabschiedet sich mörderisch

Das (vorerst) letzte Hitman bietet einige der besten Einsätze der Serie - daran dürften aber vor allem langjährige Fans Spaß haben.
Von Peter Steinlechner

  1. Hitman 3 angespielt Agent 47 in ungewohnter Mission

IT-Security outsourcen: Besser als gar keine Sicherheit
IT-Security outsourcen
Besser als gar keine Sicherheit

Security as a Service (SECaaS) verspricht ein Höchstmaß an Sicherheit. Das Auslagern eines so heiklen Bereichs birgt jedoch auch Risiken.
Von Boris Mayer

  1. Joe Biden Stellenanzeige im Quellcode von Whitehouse.gov versteckt
  2. Sturm auf Kapitol Pelosis Laptop sollte Russland angeboten werden
  3. Malware Offenbar Ermittlungen gegen Jetbrains nach Solarwinds-Hack