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  5. › LED-Lampen: Computer machen neues…

Schuster, bleib bei deinem Leisten.

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  1. Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: bewildered_ 22.02.18 - 13:12

    Ich frag mich gerade echt, was dieser Artikel soll? Weder hebt er die neue Art und Weise des Screenings hervor (also den Algorithmus selbst, der für mich noch am ehesten in den Kompetenzbereich von golem.de fällt), noch irgendwelche neuen chemischen Erkenntnisse (dafür ist golem.de auch nicht bekannt, also bitte Finger weg).

    Computergestütztes Hochdurchsatz-Prescreening is in der Chemie beim besten Willen keine Neuheit. So wird im Pharmabereich, aber auch in anderen Zweigen der Branche schon lange QSAR/QSPR angewandt, ebenso wie quantenchemische Methoden im breiten Maßstab. Das Neue an der hier vorgestellten Methode ist lediglich die Kombination aus Methoden und Substanzklasse. Das hat der Autor nicht erkannt.

    Wie viel Mühe in diesen Artikel gesteckt wurde sieht man allein daran, dass noch nicht einmal die wissenschaftliche Veröffentlichung verlinkt wurde, sondern stattdessen zweimal das Paper von 2010, in dem die Methode beschrieben ist.

    Und die Überschrift "Computer machen neues Licht": Da hat jemand ja mal gaaaaaanz tief in die Trickkiste gegriffen.

    "Hey du golem, da haste ja mal ein echtes Stück Qualitätsjournalismus abgeliefert. Und jetzt bitte wieder zurück zur Elektronik!"

  2. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 22.02.18 - 14:05

    Sorry, da ist etwas beim Verlinken schief gegangen. (Ist korrigiert. Beim ersten steht nicht umsonst etwas von Forschern aus Korea und Amerika.) Das Paper findet sich hier, ist auch frei zugänglich:

    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2542435118300436

    Wieviel Mühe in deinem Kommentar steckt, sieht man übrigens darin, dass du selbst nicht das erklärst, was du gern erklärt gesehen hättest. Eine ernsthafte Erklärung des Algorithmus hätte hier, neben dem Algorithmus selbst, zuerst einmal die Erklärung der chemischen Grundlagen bedurft. So tief wollte ich dort einfach nicht einsteigen, das hätte den Aufwand nicht gerechtfertigt. Wenn du glaubst, dass das leicht möglich ist: Nur zu. Die Kommentarleser werden es dir danken.

    Ich sehe auch nicht ein, dass erste brauchbare Ergebnisse der Anwendung einer Methode auf eine neue Substanzklasse keinen Neuigkeitswert haben sollen - gerade wenn die Ergebnisse eine alltagstaugliche Anwendung haben.

    Deiner Kritik kann ich nur entnehmen, dass es dir lieber wäre, wenn gar nicht über Chemie berichtet wird. Wer wirklich tief einsteigen will, der kann gern die Paper lesen, die ich verlinkt habe - die allesamt relevant sind. Tut mir leid, dass ausgerechnet der Link zum eigentlichen Paper falsch war. Manche Fehler passieren einfach.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  3. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: Gamma Ray Burst 22.02.18 - 15:15

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, da ist etwas beim Verlinken schief gegangen. (Ist korrigiert. Beim
    > ersten steht nicht umsonst etwas von Forschern aus Korea und Amerika.) Das
    > Paper findet sich hier, ist auch frei zugänglich:
    >
    > www.sciencedirect.com
    >
    > Wieviel Mühe in deinem Kommentar steckt, sieht man übrigens darin, dass du
    > selbst nicht das erklärst, was du gern erklärt gesehen hättest. Eine
    > ernsthafte Erklärung des Algorithmus hätte hier, neben dem Algorithmus
    > selbst, zuerst einmal die Erklärung der chemischen Grundlagen bedurft. So
    > tief wollte ich dort einfach nicht einsteigen, das hätte den Aufwand nicht
    > gerechtfertigt. Wenn du glaubst, dass das leicht möglich ist: Nur zu. Die
    > Kommentarleser werden es dir danken.
    >
    > Ich sehe auch nicht ein, dass erste brauchbare Ergebnisse der Anwendung
    > einer Methode auf eine neue Substanzklasse keinen Neuigkeitswert haben
    > sollen - gerade wenn die Ergebnisse eine alltagstaugliche Anwendung haben.
    >
    > Deiner Kritik kann ich nur entnehmen, dass es dir lieber wäre, wenn gar
    > nicht über Chemie berichtet wird. Wer wirklich tief einsteigen will, der
    > kann gern die Paper lesen, die ich verlinkt habe - die allesamt relevant
    > sind. Tut mir leid, dass ausgerechnet der Link zum eigentlichen Paper
    > falsch war. Manche Fehler passieren einfach.

    Ich finden Artikel zielführend, auch weil er zB aufzeigt wie man mit Data-Mining / Machine Learning neue Erkenntnisse gewinnen kann.

    Trifft auch für Astrophysik zu.

    Dabei geht es weniger darum was da entdeckt wurde, sondern eher wie. Das kann durchaus nützlich sein, weil es auf andere Probleme / Herausforderungen anwendbar ist.

    Hier ist der Weg ist das Ziel eher wichtig ... (bin normalerweise eher der Typ “Ziel bestimmt den Weg”, dass ist aber nicht immer richtig).

    Der Artikel enthält also eine Meta Botschaft - das kommt nicht bei jedem an....

  4. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: pumok 22.02.18 - 15:19

    bewildered_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Hey du golem, da haste ja mal ein echtes Stück Qualitätsjournalismus
    > abgeliefert. Und jetzt bitte wieder zurück zur Elektronik!"

    Was jetzt? Soll Golem beim Kernthema IT bleiben oder über Elektronik berichten?

    Mir fällt auf, dass hier beinahe unter jedem Artikel in einem Kommentar kritisiert wird, dass Golem über ein "falsches" Thema schreibt.
    Das verstehe ich nicht, normalerweise beklagt sich der Mensch, dass er zuwenig bekommt. Hier bekommen wir mehr als wir erwarten - aber das ist dann auch wieder nicht gut...

    Ich fand den Artikel auf jeden Fall lesenswert. Danke, bitte weiter so!

  5. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: bewildered_ 22.02.18 - 15:49

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, da ist etwas beim Verlinken schief gegangen. (Ist korrigiert. Beim
    > ersten steht nicht umsonst etwas von Forschern aus Korea und Amerika.)

    Ist halt fast so ein kapitaler Fehler, wie beim Hausbau die Tür zu vergessen.

    > Wieviel Mühe in deinem Kommentar steckt, sieht man übrigens darin, dass du
    > selbst nicht das erklärst, was du gern erklärt gesehen hättest.

    Nö, das ist nicht mein Job. Ich will damit ja auch kein Geld verdienen, sonder Sie.

  6. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: bewildered_ 22.02.18 - 15:51

    Gamma Ray Burst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finden Artikel zielführend, auch weil er zB aufzeigt wie man mit
    > Data-Mining / Machine Learning neue Erkenntnisse gewinnen kann.

    Und wo wird bitte darauf eingegangen?

  7. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: bewildered_ 22.02.18 - 15:55

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was jetzt? Soll Golem beim Kernthema IT bleiben oder über Elektronik
    > berichten?

    Nein, aber wenn man den Schritt aus seinem etablierten Kompetenzbereich wagt, dann muss man auch auf diesem Gebiet zeigen, dass man ordentliche journalistische Arbeit abliefert. Wer hingegen Halbwissen verschleudert riskiert damit seine gesamte Reputation, auch die des Kernbereiches.

  8. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 22.02.18 - 16:09

    bewildered_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > > Wieviel Mühe in deinem Kommentar steckt, sieht man übrigens darin, dass
    > du
    > > selbst nicht das erklärst, was du gern erklärt gesehen hättest.
    >
    > Nö, das ist nicht mein Job. Ich will damit ja auch kein Geld verdienen,
    > sonder Sie.

    Wenn man mit dem Erklären von Sachverhalten sein Geld verdient, hat man irgendwann eine Vorstellung davon, welche Erklärungen noch in einem Aritkel machbar sind und welche zu weit führen. In dem Fall war meine Einschätzung, dass das Verfahren nicht mit sinnvollem Aufwand, im Detail, ohne die Voraussetzung von Fachkenntnissen erklärbar war.

    Solche Einschätzungen können falsch sein und ich lasse mich vom Gegenteil überzeugen. Das geht aber nicht mit bloßen Vorwürfen.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  9. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: bewildered_ 22.02.18 - 16:30

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Das geht aber nicht mit bloßen Vorwürfen.

    Diese 'bloßen Vorwürfe' nennt man Kritik und der müssen Sie sich als publizierender Autor nun einmal stellen.

  10. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 22.02.18 - 16:39

    bewildered_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >Das geht aber nicht mit bloßen Vorwürfen.
    >
    > Diese 'bloßen Vorwürfe' nennt man Kritik und der müssen Sie sich als
    > publizierender Autor nun einmal stellen.

    Ja. Und manche Kritik ist überzeugend. Andere nicht.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  11. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: Niaxa 22.02.18 - 22:12

    Frank ich möchte dir hier mal sagen, das du in meinen Augen mit die bestens Artikel hier ablieferst und man sieht das du Ahnung hast. Und auch in diesem Artikel hast du gezeigt, verstanden zu haben wo man die Grenze zwischen detailreichen Fachartileln und einer interessanten Themeneinführung zieht. Das haben nicht alle verstanden, aber hey... man muss nicht alles verstehen :-). Danke dir, weiter so!

  12. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: It's me, Mario 22.02.18 - 22:20

    Ich fand es spannend zu erfahren, dass Übersetzung-Algorithmen in - auf den ersten Blick - einem komplett anderen Gebiet eingesetzt werden können. 20 Seiten hätte ich aber nicht darüber gelesen. Nur gefiel der Artikel daher auch.

  13. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: piranha771 23.02.18 - 02:53

    Muss mich den Anderen hier anschließen. Netter Exkurs in ein Thema von dem ich mal so gar keine Ahnung hab. Ich wusste nicht mal, dass man bei LEDs solche Probleme mit einem breiten Farbspektrum hat.

  14. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 23.02.18 - 02:56

    Und wenn ich nicht ab und zu mal solche Streitereien hätte (und die hab ich früher nicht nur ab und zu gehabt ;) ), dann wüsste ich nicht, was in Artikel rein muss und was nicht, oder wo ich nochmal nachhaken sollte und wo ich vielleicht an meine Grenzen komme (und hier war ich wirklich nah dran).

    Von daher ist alles Gut und so wie es sein muss. Vom Lob allein wird auch nichts besser. Von Kritik allein aber auch nicht.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  15. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: VHau 23.02.18 - 06:52

    Hallo Frank,

    von mir bekommst du positives Feedback für den Artikel, ich finde er passt durchaus in das angenehm undogmatische und wissensoffene Spektrum von Golem.

    Und ein mehr als ausreichender Bezug zur IT ist auch ->deutlich<- erkennbar.

    Aber was mir hier in diesem "Forum" wirklich gut gefällt, ist der meinem Empfinden nach (im Mittel) deutlich angenehmere Umgang untereinander (auch bei kontrovers diskutierten Themen/Meinungen) als z. B. bei Heise.
    Gruß,

    Volker :-)

    Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst... ;-)

  16. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: AllDayPiano 23.02.18 - 07:16

    Ach jetzt übertreib mal nicht.

    Solche Themen bieten nur einen Abriss und müssen Sachverhalte auf ein Mindestmaß kürzen. Das macht Frank schon gut.

    Besser geht's immer. Aber das ist hier schlichtweg nicht der Anspruch.

  17. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: leucen 23.02.18 - 08:37

    Fehler wie das falsche Verlinken passieren halt mal. Solange man sich den Fehler eingesteht und korrigiert, ist doch alles gut.
    Ich fand den Artikel auch interessant und ein Autor muss immer abwägen, wie tief es in die Materie gehen soll.
    Ich finde da passt das plattdeutsche Sprichwort "Du wat Du wullt, de Lüt snackt doch"...
    Irgendwer hat immer was zu meckern, egal was man macht... ;)

  18. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Autor: bombinho 24.02.18 - 02:56

    bewildered_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer hingegen Halbwissen verschleudert
    > riskiert damit seine gesamte Reputation, auch die des Kernbereiches.

    Moment, hier musst du wohl deine These noch einmal auf ihre Haltbarkeit ueberpruefen. Ein Journalist verliert seine Reputation, weil er nicht alle Aspekte seines Artikels auf Vorlesungsniveau bringt? Ist er dann weniger Journalist?

    Zum Thema Kritik, die lese ich gern, zumindestens wenn es sich um konstruktive Kritik handelt. Fehler verbessern oder wenigstens darauf hinweisen mit einer weitergehenden Information finde ich total gut. Wohingegen Kritik die sich auf rein persoenlichen Argumenten aufbaut, kann ich persoenlich sehr wenig abgewinnen.
    Zumindestens ein Aufhaenger sollte schon dabei sein, dass dort auch abseits des Artikels bei Interesse weiterfuehrende Informationen gefunden werden koennen.
    Und "Kritisieren will ich, aber diskutieren ist nicht mein Job." ist eine furchtbar schwache Leistung in meinen Augen und meiner Erfahrung nach typisch fuer Leute, die sich alles hart erarbeiten muessen.

    Ich hoffe, meine Kritik wird als konstruktive Kritik verstanden, denn ich mag die Dispute als Quell von Informationen (auch Hinweise auf Fehler) und manchmal auch als Ansporn, das eigene Verstaendnis zu ueberpruefen und vertiefen.

    Genaugenommen ist mein Antrieb, dass ich es als schwierig zu lesen empfinde, wenn Thesen ohne jegliche Bezuege und Aufhaenger in den Raum geworfen werden, denn dann ist die Suche nach der moeglichen Information, die transportiert werden sollte, oft genug wie eine Nadel im Heuhaufen. Man kann Dinge immer beliebig kompliziert betrachten, ein Einstiegspunkt ist dann sehr hilfreich.

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