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  5. › Lenovo: Neues Lötzinn soll CO2…

Löten mit 70°C wäre was feines!

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  1. Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: maze_1980 07.02.17 - 17:42

    Da müssten man sich nicht mehr die Finger verbrennen, und bevor Chips überhitzen fallen sie einfach ab. Schon mal ein grosser Schritt in die Richtige Richtung von Lenovo, auch wenn es aktuell noch nicht so weit ist.

  2. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: x2k 07.02.17 - 18:22

    Das könnte man mit einer gallium legierung durchaus erreichen. Allerdings ist das sehr teuer. Es gibt metallfolien die in dem bereich schnelzen, die benutzen manche als wärmeleitpasten ersatz. Villeicht klappt damit auch das löten von smd bauteilen, wenn dein geldbeutel das mitmacht probier es aus.

    Ansonsten gibt es ja noch das gute alte Sn62Pb36Ag2
    Das hat einen schmelzpunkt von 179 grad.
    Oder Sn43Pb43Bi14 144 grad

  3. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: Stimmy 07.02.17 - 18:43

    ... und wenn der Chip abfällt, rutscht er über die Lötpads, damit kommen irgendwelche Spannungen an irgendwelche Pins, es entstehen Kurzschlüsse, usw. und sowohl der Chip als auch die Platine sind Schrott. Sehr hilfreich...

    Die meisten Bauteile sind überraschend hitzefest. Im Dauerbetrieb dürfen viele Leistungshalbleiter 175°C erreichen, kurzzeitig halten sie noch mehr aus.
    Bei hochintegrierten Chips (CPU, GPU, Chipsatz) dürfte das Hauptproblem sein, dass die Leckströme sehr groß werden; darum dürfen sie im Betrieb nicht heißer als ca. 100°C werden. Verlötet werden sie aber auch bei >200°C

    Kritisch sind beim Löten eher Elkos, weil der Elektrolyt im Reflow-Ofen zu kochen beginnen kann. Und Plastik-Teile (z.B. RAM-Slots), weil die auch aus entsprechend hitzefestem und damit teurem Kunststoff sein müssen.

    Außer zum Basteln sehe ich wenig Sinn an Lötzinn mit 70°C Schmelzpunkt.

  4. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: Eheran 07.02.17 - 18:50

    >mit 180 Grad statt 250 Grad Celsius aufgelötet werden.

    Die Temperatur liegt also bei 180°C. 70K ist die Differenz zu den bisherigen 250°C.

  5. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: Anonymer Nutzer 07.02.17 - 18:54

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >mit 180 Grad statt 250 Grad Celsius aufgelötet werden.
    >
    > Die Temperatur liegt also bei 180°C. 70K ist die Differenz zu den
    > bisherigen 250°C.

    Und viel tiefer wird man nicht gehen wollen. Die Schmelztemperatur liegt sicherlich noch einmal ein paar Grad darunter. Dadurch wird das Verfahren von Lenovo für einige Bereiche (Automotive, Leistungselektronik) schon nur noch bedingt brauchbar sein.

  6. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: M.P. 07.02.17 - 19:23

    Ich hatte mal eine defekte Opel-Zafira-B-Lichtmaschine. Da haben sich die SMD-Leistungsdioden des Gleichrichters selber aus der in die Lichtmaschine integrierten Leiterplatte ausgelötet.
    Da war dann eine neue Lichtmaschine fällig, weil die losen Dioden auch noch durch Herumpurzeln in der drehenden Lichtmaschine weiteren Schaden anrichteten....

  7. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: Anonymer Nutzer 07.02.17 - 19:41

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte mal eine defekte Opel-Zafira-B-Lichtmaschine. Da haben sich die
    > SMD-Leistungsdioden des Gleichrichters selber aus der in die Lichtmaschine
    > integrierten Leiterplatte ausgelötet.
    > Da war dann eine neue Lichtmaschine fällig, weil die losen Dioden auch noch
    > durch Herumpurzeln in der drehenden Lichtmaschine weiteren Schaden
    > anrichteten....

    Wobei da vermutlich nicht das Lot Schuld war, sondern das thermische Design der Leiterplatte.

  8. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: x2k 07.02.17 - 19:52

    Bei der planung von elektrogeräten wird idr. Geplant wie warm die bauteile werden können. Das ist bei opel bzw dessen zulieferern nicht passiert. Eine lima ist ja etwas ganz anderes als. Z.b. Eine wanduhr daher macht die auswahl eines anderen lotes mehr sin.
    Ich kenne aber auch probleme mit gerissenen lötstellen bei den funkschlüsseln vom astra g um.98 bis 2005.

    Bzw später ps3 und xbox360 hatten auch solche probleme. nach meinem kenntnis stand lag das an bleifreiem lot das ist aber eine andere geschichte.

  9. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: frostbitten king 08.02.17 - 06:11

    Ja das is das Drecks Bleifreie Lot. Kack Zeug. Zum löten ein Krampf und zum auslöten noch mehr. Hatte mal die USB Buchse von einem Drucker getauscht weil die kaputt ging (Kabel beim vorbei gehen ausgerissen). Ich hab es nicht geschafft die Lötstellen lang genug zu schmelzen um die Buchse raus zu bekommen. Hab das dann in einem kleinen Elektronik Geschäft von dem Typen machen lassen. Furchtbar das zeug. Kein Wunder dass selbst Sony und Microsoft damit Probleme hatten.

  10. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: x2k 08.02.17 - 08:32

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja das is das Drecks Bleifreie Lot. Kack Zeug. Zum löten ein Krampf und zum
    > auslöten noch mehr. Hatte mal die USB Buchse von einem Drucker getauscht
    > weil die kaputt ging (Kabel beim vorbei gehen ausgerissen). Ich hab es
    > nicht geschafft die Lötstellen lang genug zu schmelzen um die Buchse raus
    > zu bekommen. Hab das dann in einem kleinen Elektronik Geschäft von dem
    > Typen machen lassen. Furchtbar das zeug. Kein Wunder dass selbst Sony und
    > Microsoft damit Probleme hatten.

    Wenn du etwas blei haltiges lot auf die lötstelle aufbringst geht die schmelztemperatur etwas runter, dann geht es besser.

  11. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: bla 08.02.17 - 08:40

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja das is das Drecks Bleifreie Lot. Kack Zeug. Zum löten ein Krampf und zum
    > auslöten noch mehr. Hatte mal die USB Buchse von einem Drucker getauscht
    > weil die kaputt ging (Kabel beim vorbei gehen ausgerissen). Ich hab es
    > nicht geschafft die Lötstellen lang genug zu schmelzen um die Buchse raus
    > zu bekommen. Hab das dann in einem kleinen Elektronik Geschäft von dem
    > Typen machen lassen. Furchtbar das zeug. Kein Wunder dass selbst Sony und
    > Microsoft damit Probleme hatten.

    Bei Buchsen muß man dann den Lötkolben am Besten auf über 400°C erhitzen, das liegt nicht unbedingt am Lötzinn, sondern vielmehr an der thermischen Anbindung.
    Wenn die einzelnen Pins an mehreren Lagen der Leiterplatte mit z.B. Masse verbunden sind, dann wird die Wärme des Lötkolbens in die Planes abgeleitet und der Pin wird nicht heißt genug, damit das Lötzinn schmilzen kann.

    Ein Tipp: Wenn die Buchse durchkontaktierte Anschlusspins besitzt, dann kann man die vor dem Löten mit einer feinen Zange durchknipsen. Der Buchsenkörper läßt sich dann entfernen und man kann die einzelnen Pins aus den Durchkontaktierungen löten.
    Man sollte dazu auch ein vernünftiges Flußmittel wie z.B. Flußmittelgel parat haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.17 08:42 durch bla.

  12. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: pre3 08.02.17 - 08:55

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei der planung von elektrogeräten wird idr. Geplant wie warm die bauteile
    > werden können. Das ist bei opel bzw dessen zulieferern nicht passiert. Eine
    > lima ist ja etwas ganz anderes als. Z.b. Eine wanduhr daher macht die
    > auswahl eines anderen lotes mehr sin.
    > Ich kenne aber auch probleme mit gerissenen lötstellen bei den
    > funkschlüsseln vom astra g um.98 bis 2005.
    >
    > Bzw später ps3 und xbox360 hatten auch solche probleme. nach meinem
    > kenntnis stand lag das an bleifreiem lot das ist aber eine andere
    > geschichte.

    So ist es, beim Espace IV bzw. Scenic von Renault fielen komplette Displayeinheiten aus...

    Fazit: Man muss bei solch neuer Technik nicht unbedingt der erste sein der das mit sich machen lässt;-)

  13. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: Anonymer Nutzer 08.02.17 - 11:06

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte mal eine defekte Opel-Zafira-B-Lichtmaschine. Da haben sich die
    > SMD-Leistungsdioden des Gleichrichters selber aus der in die Lichtmaschine
    > integrierten Leiterplatte ausgelötet.
    > Da war dann eine neue Lichtmaschine fällig, weil die losen Dioden auch noch
    > durch Herumpurzeln in der drehenden Lichtmaschine weiteren Schaden
    > anrichteten....

    Mit Neuanschaffungen werden sicherlich große Mengen CO2 eingespart.....

  14. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: x2k 08.02.17 - 11:13

    Ich verstehe aber auch nicht warum das seit einiger zeit unbedingt bleifrei sein muss? Kein mensch lutscht an lötstellen und vergiftet sich so. Altgeräte gehören ordnungsgemäß entsorgt und recykelt.

  15. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: Anonymer Nutzer 08.02.17 - 11:19

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe aber auch nicht warum das seit einiger zeit unbedingt bleifrei
    > sein muss? Kein mensch lutscht an lötstellen und vergiftet sich so.
    > Altgeräte gehören ordnungsgemäß entsorgt und recykelt.

    Die Konzerne wollen Obsoleszenz.
    Der Staat will Obsoleszenz.
    Der Handel will Obsoleszenz.
    Warum? Weil sie davon profitieren.

    Der Einzige der daraus Nachteile hat ist der Verbraucher.
    Und die Umwelt, die interessiert aber nur wenn man sie argumentativ nutzen kann um zu profitieren.

  16. Re: Löten mit 70°C wäre was feines!

    Autor: RicoBrassers 08.02.17 - 13:20

    maze_1980 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da müssten man sich nicht mehr die Finger verbrennen

    Also bei 70°C verbrennt man sich immer noch die Finger. ;)

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