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Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: jessipi 19.11.11 - 10:14
Bekanntlich werden wir jede Sekunde permanent mit Massen von Partikeln dunkler Materie durchströmt nur merken wir nichts davon, weil Dunkle Materie nicht mit normaler Materie reagiert, deswegen gestaltet sich ihr Nachweis auch so schwierig. Was ist wenn dunkle Materie aber mit Antimaterie reagieren würde und somit diese Asymmetrie hervorrufen würde.
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Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: Keridalspidialose 19.11.11 - 11:30
Irgendwie ist die Dunkle Materie auch nur eine Fortführung der Äther-Theorie, oder gar Gott. Oder sonstwas esotherisches dass wir nicht messen können.
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Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: GwhE 19.11.11 - 11:58
Keridalspidialose schrieb:
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> Irgendwie ist die Dunkle Materie auch nur eine Fortführung der
> Äther-Theorie, oder gar Gott. Oder sonstwas esotherisches dass wir nicht
> messen können.
Schon mal die Rotationskurven von äussere Sterne um eine Galaxie gesehen, wenn man sie nicht messen könnte würde man sie ja nicht brauchen. Und dunke Materie ist momentan die beste erklärung dafür, nun muss man sie nur noch dierekt nachweisen.
Und Antiematerie verhält sich genauso wie normale Materie (nur bei den Neutrinos weis man noch nicht so richtig bescheid). Also ist es schon ein intersanter ansatz aber verschiebt das problem nur noch weiter nach hinten, weil man noch nicht weis was dunkle materie ist -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: wr4th 19.11.11 - 13:55
Keridalspidialose schrieb:
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> Irgendwie ist die Dunkle Materie auch nur eine Fortführung der
> Äther-Theorie, oder gar Gott. Oder sonstwas esotherisches dass wir nicht
> messen können.
Ich würde sagen das ganze ist ein bisschen handfester: http://en.wikipedia.org/wiki/Bullet_Cluster -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: GodsBoss 19.11.11 - 20:04
> Irgendwie ist die Dunkle Materie auch nur eine Fortführung der
> Äther-Theorie, oder gar Gott. Oder sonstwas esotherisches dass wir nicht
> messen können.
Komisch nur, dass Dunkle Materie sehr wohl gemessen wird, nämlich anhand ihrer Gravitation. Es ist nur noch völlig unklar, was sie eigentlich ist.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: __destruct() 19.11.11 - 20:45
GwhE schrieb:
> Und Antiematerie verhält sich genauso wie normale Materie
In dem Artikel, den du kommentiert hast, geht es darum, dass das nicht stimmt ;) .
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.11 20:45 durch __destruct(). -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: __destruct() 19.11.11 - 20:49
GodsBoss schrieb:
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> > Irgendwie ist die Dunkle Materie auch nur eine Fortführung der
> > Äther-Theorie, oder gar Gott. Oder sonstwas esotherisches dass wir nicht
> > messen können.
>
> Komisch nur, dass Dunkle Materie sehr wohl gemessen wird, nämlich anhand
> ihrer Gravitation. Es ist nur noch völlig unklar, was sie eigentlich ist.
Dann kann die Behauptung, man würde dunkle Materie nicht wahrnehmen, aber nicht stimmen. Und wie sollte es dann stimmen können, dass dunkle Materie ständig durch uns hindurchfliegt? Wäre dem so, dann müsste man doch ein ansonsten nicht erklärbares Gravitationsfeld (oder viele) auch auf der Erde selbst messen können und evt. sogar ohne Instrumente wahrnehmen können. -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: Hanker 19.11.11 - 21:03
__destruct() schrieb:
> Dann kann die Behauptung, man würde dunkle Materie nicht wahrnehmen, aber
> nicht stimmen. Und wie sollte es dann stimmen können, dass dunkle Materie
> ständig durch uns hindurchfliegt?
Weil ihre einzige Wechselwirkung mit normaler Materie ein winziger Einfluss auf die Gravitation ist.
> Wäre dem so, dann müsste man doch ein
> ansonsten nicht erklärbares Gravitationsfeld (oder viele) auch auf der Erde
> selbst messen können und evt. sogar ohne Instrumente wahrnehmen können.
Dazu ist die Wechselwirkung zu klein. Man muss dafür schon ganze Galaxien als Messobjekt nehmen. -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: __destruct() 19.11.11 - 21:20
Hanker schrieb:
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> __destruct() schrieb:
> > Dann kann die Behauptung, man würde dunkle Materie nicht wahrnehmen,
> aber
> > nicht stimmen. Und wie sollte es dann stimmen können, dass dunkle
> Materie
> > ständig durch uns hindurchfliegt?
>
> Weil ihre einzige Wechselwirkung mit normaler Materie ein winziger Einfluss
> auf die Gravitation ist.
Ah, ok. Und weiß man, ob das wirklich so ist, oder ob (bzw. einfach nur hier, wo wir halt so durchs Universum rasen) davon einfach nur wenig vorhanden ist? Und weiß man, ob sie viel Wechselwirkung mit sich selbst hat? Und ob die normale Materie stark auf die Dunkle Materie wirkt, oder ob zwischen Materie und Dunkler Materie etwas (und wenn ja was?) die Wechselwirkung nahezu verhindert?
Mir klingt das nämlich viel eher nach Theorien, als nach Fakten. -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: Hanker 20.11.11 - 04:19
Natürlich klingt das alles nach Theorie, es ist ja schliesslich auch eine Theorie.
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Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: wr4th 20.11.11 - 11:40
__destruct() schrieb:
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> Hanker schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > __destruct() schrieb:
> > > Dann kann die Behauptung, man würde dunkle Materie nicht wahrnehmen,
> > aber
> > > nicht stimmen. Und wie sollte es dann stimmen können, dass dunkle
> > Materie
> > > ständig durch uns hindurchfliegt?
> >
> > Weil ihre einzige Wechselwirkung mit normaler Materie ein winziger
> Einfluss
> > auf die Gravitation ist.
>
> Ah, ok. Und weiß man, ob das wirklich so ist, oder ob (bzw. einfach nur
> hier, wo wir halt so durchs Universum rasen) davon einfach nur wenig
> vorhanden ist? Und weiß man, ob sie viel Wechselwirkung mit sich selbst
> hat? Und ob die normale Materie stark auf die Dunkle Materie wirkt, oder ob
> zwischen Materie und Dunkler Materie etwas (und wenn ja was?) die
> Wechselwirkung nahezu verhindert?
>
> Mir klingt das nämlich viel eher nach Theorien, als nach Fakten.
Man muss zwischen indirekter und direkter Suche nach dunkler Materie unterscheiden. Die indirekte Suche ist über die gravitative Wechselwirkung: Aus Rotationskurven von Galaxien oder Gravitationslinsen Messungen weiss man, dass ein großer Anteil des Universums wahrscheinlich aus dunkler Materie besteht, also Teilchen die nicht elektromagnetisch Wechselwirken und neben der Gravitation höchstens von der Schwachen Wechselwirkung beeinflusst werden. Im Standardmodell kommen da nur Neutrinos in Frage, davon gibt es aber zu wenige und ihre Masse ist zu gering, dass sie den Gravitationseffekt erklären könnten.
Dann gibt es die direkten Suchen: da die DM überall sein sollte, sollte man auch auf der Erde hin und wieder eine Wechselwirkung sehen. Das DAMA Experiment hat z.B. ein Signal gesehen, das ist aber umstritten weil die systematischen Unsicherheiten sehr gross sind und die Ereignisrate sehr niedrig ist. -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: GodsBoss 20.11.11 - 12:03
> Dann kann die Behauptung, man würde dunkle Materie nicht wahrnehmen, aber
> nicht stimmen.
Das bezieht sich darauf, dass diese mögliche dunkle Materie weder über die elektromagnetische Kraft noch über die starke Kraft wechselwirken - beides wäre sehr auffällig. Die Effekte aufgrund der schwachen Wechselwirkung sind schwierig zu messen, denk nur mal an die Messungen von Neutrinos, da wird ein gewaltiger Aufwand betrieben, um aus zig Neutrinos eine Handvoll herauszufischen. Um gravitativ gemessen zu werden, sind die Teilchen der dunklen Materie einfach nicht schwer genug.
> Und wie sollte es dann stimmen können, dass dunkle Materie
> ständig durch uns hindurchfliegt?
Weil sie von nichts aufgehalten wird. Wie Neutrinos (siehe oben).
> Wäre dem so, dann müsste man doch ein
> ansonsten nicht erklärbares Gravitationsfeld (oder viele) auch auf der Erde
> selbst messen können und evt. sogar ohne Instrumente wahrnehmen können.
Dazu ist die dunkle Materie nicht dicht bzw. "klumpig" genug. Baryonische Materie, aus der Erde, Mond, Sonne, etc. besteht, kann dank der elektromagnetischen Wechselwirkung Strahlung abgeben, verliert kinetische Energie und kann so immer dichtere Haufen bilden, bis Sterne, Planeten, etc. entstehen*. Dunkler Materie ist dieser Weg versperrt, eine diffuse Wolke kann nur über Verdampfung (einzelne Partikel werden aus der Wolke herausgeschleudert) schrumpfen. Das ist zu langsam.
* Extrem vereinfachte Darstellung.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: GodsBoss 20.11.11 - 12:33
> > > Dann kann die Behauptung, man würde dunkle Materie nicht wahrnehmen,
> > aber
> > > nicht stimmen. Und wie sollte es dann stimmen können, dass dunkle
> > Materie
> > > ständig durch uns hindurchfliegt?
> >
> > Weil ihre einzige Wechselwirkung mit normaler Materie ein winziger
> Einfluss
> > auf die Gravitation ist.
>
> Ah, ok. Und weiß man, ob das wirklich so ist, oder ob (bzw. einfach nur
> hier, wo wir halt so durchs Universum rasen) davon einfach nur wenig
> vorhanden ist? Und weiß man, ob sie viel Wechselwirkung mit sich selbst
> hat? Und ob die normale Materie stark auf die Dunkle Materie wirkt, oder ob
> zwischen Materie und Dunkler Materie etwas (und wenn ja was?) die
> Wechselwirkung nahezu verhindert?
Vieles davon weiß man eben nicht. Man weiß aber, dass wenn Dunkle Materie in bestimmten Formen existiert, diese dann bestimmte Eigenschaften erfüllen müssen. Die Menge bzw. Gesamtmasse der Dunklen Materie ergibt sich beispielsweise sehr einfach - das ist die Masse, die sich durch gravitative Wechselwirkungen ergibt minus die Masse, die wir anderweitig beobachten können. Wechselwirkung via elektromagnetischer Kraft ist nicht möglich, da ansonsten die Dunkle Materie strahlen könnte. Genau das tut sie aber nicht, sonst könnten wir sie direkt sehen. Natürlich ist eine Wechselwirkung der Dunklen Materie mit sich selbst über eine oder mehrere noch unbekannte Grundkräfte möglich, aber derzeit gibt es da keine Hinweise drauf und überprüfen könnte man es im Moment wohl ohnehin nicht. Wie gesagt, vieles weiß man einfach nicht.
Es gibt ja auch immer wieder Alternativen, z.B. MOND (inzwischen wohl auf Eis gelegt) oder Dark fluid. Wissenschaft ist keine Religion, andere Theorien, die das Gleiche erklären wollen, werden ebenfalls überprüft, aber, falls sie Widersprüche zu den Beobachtungen aufweisen, eben auch verworfen (außer von Cranks, die dann von wissenschaftlichen Verschwörungen faseln, die gibt's sogar in der Mathematik, wo man ihnen tatsächlich beweisen kann, dass sie falsch liegen).
Sicher ist derzeit also nicht wirklich was. M.W.n. sollen auch aktuelle kosmische Modelle mit Dunkler Materie haufenweise Minigalaxien um die größeren Galaxien herum erzeugen, was gar nicht beobachtet wird. Es sind also Defizite bekannt, an denen aber auch gearbeitet wird. So funktioniert nunmal die vernünftige Form des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns.
> Mir klingt das nämlich viel eher nach Theorien, als nach Fakten.
Das ist kein Wunder, denn es handelt sich natürlich um eine Theorie.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. -
Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: Anonymer Nutzer 20.11.11 - 20:04
Ich glaub du verwechselst da was...
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Re: Vielleicht spielt die Dunkle Materie bei dieser Asymmetrie eine Rolle
Autor: Yeeeeeeeeha 22.11.11 - 15:08
Nope, ganz weit daneben. Dunkle Materie und dunkle Energie wurden nur aus dem Grund in den Modellen eingeführt, um einen Platzhalter für _etwas_ zu haben, das im Form von Gravitation mit normaler Materie wechselwirkt.
Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
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