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Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

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  1. Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Der Supporter 07.10.13 - 12:00

    Weniger Glück als der Teslafahrer hatte dieser Lenker gestern Abend

    http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/Autofahrer-im-eigenen-Auto-verbrannt-22998239

    Und am Samstag hat es diesen hier erwischt

    http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/29876375

    Und das alles in der kleinen Schweiz.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.13 12:00 durch Der Supporter.

  2. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Replay 07.10.13 - 12:05

    Dann beziehe in Deine Argumentation mit ein, wie viele Benzinkutschen herumfahren, wie viele Unfälle damit passieren und wie viele davon Feuer fangen. Reduziere das von mir aus auf die Schweiz.

    Nicht falsch verstehen - ich wäre wohl der Erste, der sich ein für meinen Bedarf taugliches E-Auto (große Reichweite, Platz) kaufen würde. Stromspeicher auf Li-Basis sind bis Dato für E-Autos nicht wirklich geeignet.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  3. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: narea 07.10.13 - 13:16

    Und warum genau sollten sie das nicht sein? Klar optimal ist kein akku, aber nur weil sie brennen können die tauglichkeit abzusprechen ist lächerlich. Brennen kann jedes auto.

  4. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: zipper5004 07.10.13 - 13:48

    narea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und warum genau sollten sie das nicht sein? Klar optimal ist kein akku,
    > aber nur weil sie brennen können die tauglichkeit abzusprechen ist
    > lächerlich. Brennen kann jedes auto.

    Entweder Du beziehst Dich auf einen anderen Forenbeitrag oder Du hast Replays Beitrag nicht gelesen.
    So wie ich Replay verstehe ist das Hauptargument die Reichweite, welche mit größeren Autos (mehr Stauraum) nicht besser würde.

    Wenn man täglich 100 km hin und zurück zur Arbeit fährt, dann kauf man sich kein Auto, dass nach Herstellerangaben "bis zu 150km weit kommt".
    Im Winter kann man die Reichweite teilweise halbieren, ein bis zu ist keine Garantie und auf Reserve fährt auch nicht jeder gerne.

  5. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Replay 07.10.13 - 13:54

    Lithium brennt extrem heiß und ist deswegen schwer zu löschen.

    Davon abgesehen ist die praktische Reichweite auch ein großes Problem. Derzeit hat nan entweder eine sehr kurze Reichweite und mehr Sicherheit oder eine kurze Reichweite mit geringerer Sicherheit. Blöd ust es in jedem Fall.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  6. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Ach 07.10.13 - 14:49

    Du argumentierst aber am Argument des Threaderstellers vorbei. Der hat sich eindeutig auf die Häufigkeit vom Bränden bezogen. Die prozentuale Häufigkeit von Bränden unter Elektrowagen ist tatsächlich aber geringer als unter Benzinern.

    Jetzt vermengst du das Feuerargument irgendwie mit dem Reichweiteargument, und siehe da, plötzlich entsteht der Eindruck, als sei Feuer, analog zur Reichweiteproblematik ein großes Problem für Elektroautos. Deswegen halte ich auch überhaupt nichts davon mit Fremdargumenten herumzuwedeln. Beabsichtigt oder unbeabsichtigt führt das immer zu einer Verfälschung der Tatsachen.

    Tatsächlich sind Elektroautos die Autos die seltener zum Brennen neigen, und damit sicherer. Und; einen Akku zu löschen mag schwierig sein, eine brennende, auf Wasser schwimmende Flüssigkeit wie Benzin zu löschen, ist aber eine noch größere Herausforderung. Grundsätzlich muss man sich aber damit abfinden, dass jedes Auto eine Menge konzentrierter Energie mit sich herumschleppt, unabhängig von der Art der Speicherung, logischer Weise und einfach um sich über weit Strecken unabhängig fortbewegen zu können. Und keine Technik des Universums kann nun mal diesen Zusammenhang ungeschehen machen. Jedes Auto ist also prinzipbedingt ein wandelndes Gefahrengut. Kann man nur sagen: Lebe damit und mach das beste draus!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.13 14:50 durch Ach.

  7. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: AntiMac 07.10.13 - 15:15

    @Ach +10

  8. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: beaver 07.10.13 - 16:06

    >> auf Wasser schwimmende Flüssigkeit wie Benzin zu löschen

    Physik 6, setzen.

  9. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: bofhl 07.10.13 - 16:11

    Der Supporter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weniger Glück als der Teslafahrer hatte dieser Lenker gestern Abend
    >
    > www.20min.ch
    >
    > Und am Samstag hat es diesen hier erwischt
    >
    > www.20min.ch
    >
    > Und das alles in der kleinen Schweiz.
    Dann solltest du mal die Unfälle genauer ansehen!
    Beide Unfälle waren extrem schwere Unfälle, bei denen die Fahrzeuge sich z.B. um eine Baum gewickelt haben - kein Vergleich zu dem Vorfall mit dem Tesla S!
    Da wurde ein einfaches Metallteil an den Unterboden das Fahrzeugs geschleudert. Dabei wurde eine Akku-Zelle beschädigt - und das ist was komplett anderes als bei den beschriebenen beiden Unfällen in der Schweiz!

  10. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: crazy_crank 07.10.13 - 16:21

    Wenn dir ein solches Teil den Benzintank aufschlitzt, wirst du aber ähnliche Probleme wie beim Tesla haben.
    Fast noch schlimmer: Stell dir vor, der Tank wird aufgerisst, du kommst aber noch ein paar Meter weiter. Das Benzin läuft hinter dir aus. Dann gibts irgendwo nen Funken, und die ganze Strasse hinter dir brennt ;)
    Bei nem Benziner wäre es sogar möglich, dass sich das Metallteil durch den Karosserieboden rammt und in den Fahrerbereich kommt. Beim Tesla S bist du da wenigstens durch den Akku geschützt.

  11. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: bofhl 07.10.13 - 16:43

    crazy_crank schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn dir ein solches Teil den Benzintank aufschlitzt, wirst du aber
    > ähnliche Probleme wie beim Tesla haben.
    > Fast noch schlimmer: Stell dir vor, der Tank wird aufgerisst, du kommst
    > aber noch ein paar Meter weiter. Das Benzin läuft hinter dir aus. Dann
    > gibts irgendwo nen Funken, und die ganze Strasse hinter dir brennt ;)

    Scheinbar hast du noch nie versucht, einen ausgelaufenen Superbenzin zu entzünden - da musst du schon den ganzen Tank a 40+Liter auf einmal in eine Pfütze leeren!
    Superbenzin verdunstet viel zu schnell wenn es offen irgend wo ausgelaufen ist! Einzig Diesel bildet eine Lache - aber dafür ist es nur schwer möglich, Diesel so einfach zu entzünden. (nicht umsonst haben Tankstellen "Dieselbindemittel" und keine "Superbenzinbindemittel"!)

    > Bei nem Benziner wäre es sogar möglich, dass sich das Metallteil durch den
    > Karosserieboden rammt und in den Fahrerbereich kommt. Beim Tesla S bist du
    > da wenigstens durch den Akku geschützt.
    Auch bei "normalen" Fahrzeugen gibt es dickere Bodenbleche die ähnlich dick sind wie die Akku-Panzerung.

    Irgend einen Grund müssen die "Feuerauslässe" der Akku-Panzerung beim Tesla S ja haben - jedenfalls bei meinem S-Modell sind am Boden seitlich solche Öffnungen klar erkennbar. Wenn man einige Zeit mit dem Wagen fährt kann man dort an einigen Stellen kaum mit der Hand hin greifen so heiß kommt es da aus den Öffnungsschlitzen heraus!

  12. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Ach 07.10.13 - 17:35

    >> auf Wasser schwimmende Flüssigkeit wie Benzin zu löschen

    >Physik 6, setzen.

    Hmmm, also Physik, nun ja:

    Wenn deiner Meinung nach Benzin in einem mit Wasser gefülltem Gefäß zu Boden sinkt, so dass man etwa eine brennende Benzinpfütze mit Wasser löschen könnte, dann kann ich mich jetzt sogar selber rühmen, dich vor einer nahezu garantierten 6 in deiner nächsten Physikarbeit und/oder einer recht peinlichen Situation in deiner Physikstunde bewahrt zu haben

    Weil dich die Frage jetzt nämlich so fuchsen wird, dass du dich jetzt entweder bei Mami, bei Papi oder in Wikipedia danach erkundigen wirst, wie es sich den nun tatsächlich abspielt mit der Dichte von Wasser, der Dichte von Benzin und über die daraus folgenden physikalischen Konsequenzen(Warum Öl nach technischen Unglücken auf dem Meer manchmal brennt und so...). Im Voraus schon mal: eigentlich reicht mir bereits ein einfaches Danke :].



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.13 17:55 durch Ach.

  13. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Ach 07.10.13 - 18:08

    Jo, Benzin ist sogar so ungefährlich und harmlos, dass es vom Gesetzgeber vor ca. 20 Jahren verboten wurde, auch nur einen Benzin gefühlten Ersatzkanister mit sich im Wagen zu führen. Muss wohl am super modernen neuem Superpluskraftstoff liegen, der wohl noch schneller verpufft als reiner Wasserstoff. Wie wäre es mit Benzin als neues Hautpflegemittel oder zum Inhalieren bei Bronchienbeschwerden oder Asthma? Geile Märchenstunde.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.13 18:11 durch Ach.

  14. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Replay 07.10.13 - 18:16

    Nun, das Problem bei brennendem Lithium ist die extrem hohe Temperatur, das Zeug brennt enorm heiß. Mit Löschmittel, die bei brennendem Benzin verwendet werden, geht bei brennendem Lithium rein gar nichts. Darum war es für die Feuerwehr nicht leicht, den Tesla zu löschen. Und wenn nicht nur eine Zelle, sondern nur ein Viertel der Batterie brennt, wird's richtig kompliziert bis unmöglich.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  15. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Ach 07.10.13 - 18:51

    Bei Benzin verwendet man Schaum, da der Schaum ja wiederum leichter ist als das Benzin ist und so dem Benzin die Sauerstoffzufur abschneidet. Gegen einen Lithium Brand gibt es mit Sicherheit auch Mittel und Möglichkeiten. Physikalisch verhindert eine hohe Flamtemperatur ja schließlich nicht das Wegsperren des Sauerstoffs, bzw. das in den Brandherd geben eines chemisch neutraliesierenden Stoffes. Das Problem wird eher sein, dass die Feuerwehr nicht darauf eingestellt ist Akkus zu löschen und dementsprechend auch noch keine Strategie bereit hält. Wenn sie diese denn einmal ausgearbeitet haben wird, haben solche Brände allerdings den Vorteil, dass der Brennstoff nicht wegfließen kann.

    Von chemisch/mathematischer Seite auch nicht uninteressant: die absolute Energiedichte des Lithum Akkus als Energieträger ist weniger als ein Zehntel so groß wie die von Benzin. Das stellt die absolute Energiemenge dar, welche die Feuerwehr unter Kontrolle bekommen muss.

  16. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: bofhl 08.10.13 - 09:54

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jo, Benzin ist sogar so ungefährlich und harmlos, dass es vom Gesetzgeber
    > vor ca. 20 Jahren verboten wurde, auch nur einen Benzin gefühlten
    > Ersatzkanister mit sich im Wagen zu führen. Muss wohl am super modernen
    > neuem Superpluskraftstoff liegen, der wohl noch schneller verpufft als
    > reiner Wasserstoff. Wie wäre es mit Benzin als neues Hautpflegemittel oder
    > zum Inhalieren bei Bronchienbeschwerden oder Asthma? Geile Märchenstunde.

    Lesen bildet! Du schreibst selbst: Benzin gefühlten Ersatzkanister!
    Und normalerweise ist so ein Kanister dicht - also auch gasdicht!
    Damit entsteht in dem Kanister ein nette Luft-Benzin-Mischung und diese ist bei einer entsprechenden Mischung explosiv. Läuft Benzin "im Freien" aus, entsteht ebenfalls eine solche Mischung - blos ist hier das Mischverhältnis ein anderes, da ja mehr Luft zur Verfügung steht!

    1. Anmerkung: selbst simples Backpulver in der Luft verteilt kann eine entsprechend gewaltige Explosion verursachen - es kommt nur auf das Mischverhältnis an!

    2. Anmerkung: den Schwachsinn mit "Bronchienbeschwerden oder Asthma" kannst du dir getrost sparen. Das Treibstoffdämpfe an sich "ungesunde" Bestandteile beinhalten sollte jedem klar sein und sollte als gegeben angesehen werden!
    Und rate mal was in Hautpflegemittel drinnen ist - ok, kein Superbenzin, aber sehr wohl Bestandteile die genauso wie Treibstoff aus Erdöl gewonnen werden.

    3. Anmerkung: bzgl. des Gesetzes: es waren auch andere Gründe ausschlaggebend warum das Mitführen von gefüllten Ersatzkanistern verboten wurde - die mögliche Brandgefahr war nur eine Nebensache. Und das auch nur, weil diese Kanister innen mitgeführt und meist kaum darauf geachtet wurde, dass diese auch tatsächlich dicht waren.

  17. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Ach 08.10.13 - 13:48

    Es stimmt, ich hab überreagiert, wenn auch auf eine außergewöhnliche Untertreibung, aber ja, in dem Moment habe ich überreagiert. Bitte nicht zu ernst nehmen.

    Zum Thema:

    Wir alle kennen ja den Eklat, den ein Macbook Pro der ersten LIO Generation beim Brand auf einem Konferenztisch auslöste. Dieses Beispiel bietet sich ganz hervorragend an, weil ja auch der Tesla Akku aus genau diesen Notebook Akkus zusammengestzt ist. Jetzt muss man sich nur vorstellen, wie das aussehen könnte, wenn die Volumenenge dieses Akkus in Form von Benzin brennend auf dem Konferenztisch verlaufen wäre, über die Unterlagen die in der Nähe liegen, auf den Teppichboden, auf die Hosenbeine oder auf Ärmel, wenn diejenigen nicht schnell genug ihr Arme vom Tisch reißen. Und nicht zu vergessen: insgesamt wird beim Benzinbrand ein Vielfaches der Wärmemenge des Batteriebrandes frei. Da kann man sich dann wohl ein gutes Bild machen davon, wie die unterschiedlichen Gefahren zu bewerten sind.



    Auch hier nochmal der Link zum Dekratest:

    Lithium-Ionen-Batterien stellen in Brandversuchen Sicherheit unter Beweis


    Die entsprechende Stelle:

    >Entzündet wurden die Batterien mit Benzin. Nach mehreren Minuten in den Flammen bei Temperaturen von über 800°C begannen die Batterien eigenständig zu brennen. Dabei war die Flammen- und Rauchentwicklung deutlich geringer als bei brennendem Benzin. Der Überdruck, der im Inneren der Batterien durch den Brand entstand, wurde durch die eingebauten Überdruckventile nach außen abgeleitet. Dabei entstanden kleinere Stichflammen, die aber ihrerseits hinter der Intensität eines Benzinbrandes zurückblieben. Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Punkt, so Egelhaaf: „Die Gefahr, dass sich der Brand schnell ausbreitet, ist bei den Batterien geringer. Denn anders als bei Fahrzeugen mit konventionellen Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel können hier keine brennenden Flüssigkeiten wegfließen und so benachbarte Objekte in Brand setzen.“

  18. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: bofhl 08.10.13 - 17:35

    Da ich 2 Tesla-Fahrzeuge besitze, einen Roadster und einen S Performance, weiß ich durchaus, dass die dort verbauten Akkus von ihrer Herstellung her sehr gut sind!
    Bei den Notebooks werden in der Regel zwar ebenfalls gute Akkus verbaut, nur leider sind das sehr oft "Massenware", bei denen die Trennschichten zwischen den eigentlichen Li-xx-Lagen Fehlbildungen enthalten können - mit dem bekannten Ergebnis! Bei den von Tesla verbauten Akkus wird da weitaus mehr Augenmerk auf genau dieses Problem gelegt - zusätzlich gibts ja noch die Kühlung (Wasser / Glycol-Gemisch)

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ..
    > Zum Thema:
    >
    > Wir alle kennen ja den Eklat, den ein Macbook Pro der ersten LIO Generation
    > beim Brand auf einem Konferenztisch auslöste. Dieses Beispiel bietet sich
    > ganz hervorragend an, weil ja auch der Tesla Akku aus genau diesen Notebook
    > Akkus zusammengestzt ist. Jetzt muss man sich nur vorstellen, wie das
    > aussehen könnte, wenn die Volumenenge dieses Akkus in Form von Benzin
    > brennend auf dem Konferenztisch verlaufen wäre, über die Unterlagen die in
    > der Nähe liegen, auf den Teppichboden, auf die Hosenbeine oder auf Ärmel,
    > wenn diejenigen nicht schnell genug ihr Arme vom Tisch reißen. Und nicht zu
    > vergessen: insgesamt wird beim Benzinbrand ein Vielfaches der Wärmemenge
    > des Batteriebrandes frei. Da kann man sich dann wohl ein gutes Bild machen
    > davon, wie die unterschiedlichen Gefahren zu bewerten sind.
    Stimmt - lustig ist anders!
    Das Problem liegt aber in der Fähigkeit -wenn man dazu so sagen will- der Akkus bei Beschädigungen von sich aus heiß zu werden und auch ohne weitere Einwirkung von Außen zu brennen an zu fangen! Bei Benzin (oder auch Diesel) ist das nicht so -jedenfalls wäre mir das neu!
    Wobei noch bei den Akkus dazu kommt, dass, ist einmal der Vorgang der Erhitzung in Gang gesetzt, nichts mehr hilft außer kühlen um eine vollständige Entflammung/Entzündung zu verhindern. Und das wohlgemerkt bei einem ungenutzten und elektr. unbelasteten Akku!

  19. Re: Benzinautos brennen ja auch regelmässig. 2 Fälle vom Wochenende aus der Schweiz.

    Autor: Ach 08.10.13 - 21:07

    >Das Problem liegt aber in der Fähigkeit -wenn man dazu so sagen will- der Akkus bei Beschädigungen von sich aus heiß zu werden und auch ohne weitere Einwirkung von Außen zu brennen an zu fangen!

    Wenn es ja nur die Außenluft wäre! Es geht sogar noch weiter. Eine Prinzipbedingte Problematik sozusagen, die quasi jeden Batterietyp betrifft. Die gesamte Energiemenge ist ja in den zwei Reaktionspartnern gespeichert, die beide im gleichen Gehäuse sitzen. Eine Batterie funktioniert dafür überall, selbst im Vakuum des Weltraums, weshalb man in der Konsequenz aber auch selbst im Vakuum der Weltraums einem Kurzschluss mit anschließender Überhitzung bewirken kann. Das Gefahrenpotenzial steigt dabei mit dem Energiepotenzial, also der Leistungsdichte des Akkus. Einen Benzintank kann man vereinfachend ebenfalls als Batterie ansehen, den Tank nicht alleine, sondern in Verbindung den ihn umgebenden Luftsauerstoff als zweiten Reaktionspartner. Bei beiden "Batterietypen" wird die Energie über Elektronenwanderung freigesetzt. Trennt man die beiden Reaktionspartner voneinander, endet die Reaktion. Beim brennenden Tank trennt man das Benzin von Luftsauerstoff durch eine isolierende Schaumschicht, bei der Batterie muss man sich schon was besseres einfallen lassen. Da gibt es dann verschiedene Möglichkeiten. Eine in meinen Augen nicht uninteressante Methode, die wohl auch gerne in der Industrie eingesetzt wird um Metallbränden vorzubeugen, besteht aus einem Depot poröser Glaskügelchen, die im Brandfall schmelzen, mitten in den Brandherd fließen um sich auf diese Weise den beiden Reaktionspartner isolierend und auch kühlend(Aggregatzustandsänderung wenn sich das Glas verflüssigt) in den Weg stellen. Eine Methode die ähnlich klingt, ist der Einsatz von Sand, wie von der Dekra vorgeführt, wobei aber Sand nicht annähernd die selbe Löschleistung zu liefern scheint. Der schließlich erfolgreich verlaufende Versuch der Dekra, scheint mir nach dem umgekehrten Prinzip abgelaufen zu sein. Mit dem großzügigen Löschstrahl scheinen die Unfallforscher das Lithium regelrecht abgebrannt zu haben, während das überschüssige und von der Reaktion ausgeschlossene Wasser die Brandstelle im selben Moment ständig herunter kühlte. Die letzte Taktik wäre die, die Reaktionspartner schon in der Batterie weit weg von einander zu lagern. Das geschieht nach meinem Wissen bisher und nur in der Redox Flow Batterie, allerdings mit einer für den Individualverkehr inakzeptablen Leistungsdichte von ca. einem Achtel eines aktuellen Lithiumtypen.

    Da aber unter Strich die Kapselung bei den derzeitigen Elektrowagenbatterien, trotz der mitgeführten und potenziell gefährlichen Energien, so gut funktioniert, dass es in selteneren Fällen zu tatsächlichen Bränden kommt als bei den Ottomotoren, und nicht zuletzt auch weil Batteriebrände offensichtlich mindestens so gut in den Griff zu bekommen sind wie Benzinbrände, ist die Panik in meinen Augen eigentlich unbegründet. Im Grunde müsste man ja gerade aus den Sicherheitsaspekten das E-mobil vorziehen.

    >Da ich 2 Tesla-Fahrzeuge besitze

    Ist das wirklich so? :]. Dann hast du bestimmt jede Menge Fahrspaß, bzw. ein irre entspannendes tägliches Fahrerlebnis. Ich freue mich für dich! Hoffentlich wagen bald mehr Leute diesen Schritt. Nur falls du dich darüber als Besitzer schon darüber schlau gemacht hast, hätte ich da noch eine Frage, eine die hier schon mehrfach gefallen ist: wie sieht es mit der Herstellergarantie bzw. -kulanz aus in solchen Schadesnfällen? Kommt Tesla einem Fahrzeughalter dabei zu hundert Prozent entgegen? Stellt die Firma ein konstenloses Ersatzauto, und das auch ohne Wartezeit? Und wie ist das mit der Fahrzeugwartung? Sind die Wartungsintervalle wirklich so cool, problemlos, selten und kommt dann Tesla auch zu dir hin gefahren wie in den Staaten um das Auto zu warten?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.10.13 21:21 durch Ach.

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