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Lithium und Wasser - gleich mit Benzin löschen!

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  1. Lithium und Wasser - gleich mit Benzin löschen!

    Autor: jasowasaberauch 08.10.13 - 10:49

    Auch wenn ich kein Chemie-Experte bin: Metallisches Natrium wie auch Lithium sollte man überhaupt nie mit Wasser in Berührung bringen, weil sie dann sofort oxidieren, und zwar mit mehr als 1000 Grad.

    Während Natrium als Metal (also als kleiner Klumpen) erst dann Feuer fängt, wenn man es in Wasser schmeißt, reicht bei metallischem Lithium schon die Luftfeuchte aus. Deshalb kann ein Akku mit einem Riss in der Außenhülle auch in der Hosentasche (Smartphone) brennen. Das gleiche gilt für defekte Notebooks (über die evtl. ein Auto gefahren ist). Da würde ich sofort einen Bogen drum machen und einen Feuerlöscher organisieren.

    Wie Feuerwehrleute - die das alles wissen müssen - dann mit Wasser löschen, ist mir ein Rätsel. Da könnte man auch einen Strahl Benzin auf das brennende Auto richten. Die Wirkung wäre die gleiche.

  2. Re: Lithium und Wasser - gleich mit Benzin löschen!

    Autor: uusien 08.10.13 - 11:19

    Vollkommen richtig! Wer da mit Wasser löscht, ist selber Schuld..

    "Das Innere eines Lithium-Ionen-Akkumulators ist völlig wasserfrei (Gehalt an H2O < 20 ppm), an etwaigen Beschädigungen eindringendes Wasser reagiert unter starker Wärmeentwicklung mit Brand- und Verpuffungsgefahr." Quelle: Wikipedia

  3. Re: Lithium und Wasser - gleich mit Benzin löschen!

    Autor: blubba 08.10.13 - 11:27

    Zitat aus dem Blog-Eintrag des Tesla-Chefs:
    "For the Model S lithium-ion battery, it was correct to apply water (vs. dry chemical extinguisher)"

  4. Re: Lithium und Wasser - gleich mit Benzin löschen!

    Autor: Ach 08.10.13 - 12:19

    Es scheint sich dabei um einen die Logik konterkarierenden Effekt zu handeln. Nicht nur hat, wie einen Beitrag höher zitiert, Elon Musk die Richtigkeit des Vorgehens der Feuerwehr bestätigt, auch hat die Dekra (Lithium-Ionen-Batterien stellen in Brandversuchen Sicherheit unter Beweis) in ihrer Versuchsreihe mit Wasser eine zuverlässige und allem Anschein nach sehr risikoarme Löschung bewirkt.

    >Wie sich brennende Antriebsbatterien löschen lassen, testeten die Experten mit unterschiedlichen Mitteln. Im ersten Versuch der Reihe bekämpften sie den Batteriebrand mit Wasser. Das funktionierte zwar, dauerte allerdings seine Zeit. Mehrere Male war das Feuer aus, flammte aber wieder auf. Dies zeigt, dass nach dem eigentlichen Löschen das Fahrzeug bzw. das Batteriegehäuse nachgekühlt werden muss. Insgesamt lässt dieser Versuch einen deutlich größeren Löschwasserbedarf erwarten, als es zum Löschen konventioneller Pkw erforderlich ist.

    >Bei den beiden Folgeversuchen wurden dem Löschwasser Zusätze beigemischt, um die Lösch- und Kühlwirkung zu erhöhen. Eines der beiden Löschmittel bildet in der Mischung mit Wasser ein Gel. Das fließt, anders als Wasser, nicht einfach weg, sondern bleibt auf dem brennenden Stoff haften und kühlt so deutlich besser. Der andere Löschmittelzusatz setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab und erhöht die Verdunstungsrate. So wird auch hier die Kühlwirkung deutlich erhöht. „Beide Zusätze zeigten auch bei unseren Brandversuchen sehr gute Löschwirkungen“, berichtet der DEKRA Experte. „Es war viel weniger Wasser nötig, um den Brand zu löschen, und auch deutlich weniger Zeit.“

    >Unter dem Strich steht für die Unfallforscher die Erkenntnis: Elektro- und Hybridautos mit Lithium-Ionen-Antriebsbatterien stehen im Brandfall mindestens auf dem gleichen Sicherheitsniveau wie Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

    Irgendwo muss da folglich ein Effekt versteckt sein der bewirkt, dass die frei werdende Energie der Lithium-Wasser-Reaktion gehemmt oder unterbunden wird bzw. kontrolliert abläuft. Indem etwa die durch die Reaktion mit Löschwasser entstehende Wärme durch ein noch mehr an Wasser sofort wieder abgeführt wird, und sich dieser Vorgang solange wiederholt, bis das komplette Lithium "verbrannt" ist. Absolut gesehen ist das ja auch nicht mal so viel Lithium, was da in einem Viertel eines Model S verbaut ist. Die absolute Energiemenge mit der man es zu tun hat, beträgt gerade mal ein Zehntel einer entsprechend Tankfüllung mit Benzin oder Diesel.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.10.13 12:21 durch Ach.

  5. Re: Lithium und Wasser - gleich mit Benzin löschen!

    Autor: Wiggy 10.10.13 - 10:08

    Ach schrieb:
    > Irgendwo muss da folglich ein Effekt versteckt sein der bewirkt, dass die
    > frei werdende Energie der Lithium-Wasser-Reaktion gehemmt oder unterbunden
    > wird bzw. kontrolliert abläuft. Indem etwa die durch die Reaktion mit
    > Löschwasser entstehende Wärme durch ein noch mehr an Wasser sofort wieder
    > abgeführt wird, und sich dieser Vorgang solange wiederholt, bis das
    > komplette Lithium "verbrannt" ist. Absolut gesehen ist das ja auch nicht
    > mal so viel Lithium, was da in einem Viertel eines Model S verbaut ist. Die
    > absolute Energiemenge mit der man es zu tun hat, beträgt gerade mal ein
    > Zehntel einer entsprechend Tankfüllung mit Benzin oder Diesel.

    Es sind doch Lithium-IONEN-Akkus, sprich, da liegt kein metallisches Lithium vor, oder höchstens in sehr geringen Rest-Mengen. Die Ionen reagieren nicht mit Wasser.

    Grüße,
    Wiggy

  6. Re: Lithium und Wasser - gleich mit Benzin löschen!

    Autor: Ach 11.10.13 - 17:17

    Hallo,

    Wenn das stimmt reduziert sich ist das konstruktive Problem ja tatsächlich nur auf die effektivere Trennung im Akku und das Löschen mit Wasser war dann noch nie ein Problem gewesen. Weißt du denn konkret in welcher gebundenen Form das Lithium im Akku vorliegt?

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