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Es geht viel effizienter!

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  1. Re: Es geht viel effizienter!

    Autor: AllDayPiano 12.06.19 - 22:23

    Klar ist es ein Witz.

    Im Kern ist die Idee dennoch interssant.

  2. Re: Es geht viel effizienter!

    Autor: Trollversteher 13.06.19 - 08:09

    >Im Kern ist die Idee dennoch interssant.

    Nein, auch im Kern ist diese "Idee" völlig daneben ;-)

  3. Re: Es geht viel effizienter!

    Autor: AllDayPiano 13.06.19 - 09:18

    Zwischen "Im Kern völlig daneben" und "physikalisch interessant, technisch nicht umsetzbar" gibt es gewalitige Unterschiede. Ersteres schmettert die Idee absolutistisch nieder, zweiteres erfordert nur einen Querdenker, der dem Rest der Welt zeigt, dass es doch geht :-)

  4. Re: Es geht viel effizienter!

    Autor: Trollversteher 13.06.19 - 09:53

    >Zwischen "Im Kern völlig daneben" und "physikalisch interessant, technisch nicht umsetzbar" gibt es gewalitige Unterschiede.

    Da liegt aber Dein Fehler: Es ist nicht "physikalisch interessant", sondern physikalisch daneben, weil es auf einem Missverständnis beruht.

    >Ersteres schmettert die Idee absolutistisch nieder, zweiteres erfordert nur einen Querdenker, der dem Rest der Welt zeigt, dass es doch geht :-)

    Nein, der zeigt nur, dass er einen fundamentalen Denkfehler gemacht hat. Ein Flacherdler ist auch ein "Querdenker", aber dessen quer Denken führt zu nix, weil es auf falschen Annahmen beruht. ;-)

    Jetzt denk doch einfach nochmal genau nach: Wenn ein Flugzeug entgegen der Erdrotation fliegt, tut es im Grunde exakt das, was Du in Deiner Idee vorschlägst: Es beschleunigt entgegen der Bewegungsrichtung der Erde und ihrer Athmosphäre - und nichts Anderes ist Dein "Abbremsen" - eine Beschleunigung entgegen der Bewegungsrichtung des umgebenden Referenzsystems. Ist also exakt das Gleiche, nur in anderen Worten beschrieben - und damit auch nicht "physikalisch interessant", weil es den gleichen Energieaufwand bedeutet.

    Genau so wenig ergäbe der Gedanke Sinn, so durchs All zu reisen, denn hey, schließlich bewegt sich unser Sonnensystem mit ca einer Mio km/h um das Zentrum unserer Galaxis, warum also ein Raumschiff nicht einfach "anhalten" und abwarten, bis das nächste Sonnensystem vorbei rotiert kommt? Ganz einfach: Weil auch hier das "Anhalten" einfach einer Beschleunigung in die Gegenrichtung entspricht, und man dafür also exakt die gleiche Energie aufwenden muss, wie um das Raumschiff in eine beliebige andere Richtung auf eine Geschwindigkeit von einer Mio km/h (relativ zur Erde) zu beschleunigen. Bewegung findet eben immer nur relativ zu einem Referenzsystem statt.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.19 10:03 durch Trollversteher.

  5. Re: Es geht viel effizienter!

    Autor: AllDayPiano 13.06.19 - 10:13

    Jetzt gehst Du von einer falschen Annahme aus :-)

    Solange das Flugzeug in der Atmosphäre bleibt, hast Du vollkommen recht. Die mit der Erdrotation mitdrehende Luft erzeugt eine ständige Kraftwirkung auf das Flugzeug. Deshalb müssen die Triebwerke ja auch non-stop dagegen pusten, damit das Flugzeug nicht doch wieder mitgerissen wird.

    Die Idee hinter meinem Scherz ist ja eben, diese Atmosphäre zu verlassen, damit man nicht mehr ständig gegenanbremsen muss, sondern nur einmal bremst.

  6. Re: Es geht viel effizienter!

    Autor: Trollversteher 13.06.19 - 10:33

    >Jetzt gehst Du von einer falschen Annahme aus :-)

    Ich denke nicht ;-)

    >Solange das Flugzeug in der Atmosphäre bleibt, hast Du vollkommen recht. Die mit der Erdrotation mitdrehende Luft erzeugt eine ständige Kraftwirkung auf das Flugzeug. Deshalb müssen die Triebwerke ja auch non-stop dagegen pusten, damit das Flugzeug nicht doch wieder mitgerissen wird.

    >Die Idee hinter meinem Scherz ist ja eben, diese Atmosphäre zu verlassen, damit man nicht mehr ständig gegenanbremsen muss, sondern nur einmal bremst.

    Auch wenn das Flugzeug die Atmosphäre verlässt, entspricht ein "Abbremsen" einer Beschleunigung in die Gegenrichtung und bleibt damit das Gleiche - klar, Du nimmst halt den Wind und damit den Luftwiderstand aus der Rechnung, wenn Du die Atmosphäre verlässt - trotzdem behält das Flugzeug ja zunächst mal den Bewegungsimpuls bei, den es beim Verlassen der Atmosphäre hatte, und ob ich eine Beschleunigung entgegen der aktuellen Bewegungsrichtung nun als "abbremsen" bezeichne, oder als Bewegung in die entgegengesetzte Richtung, ist eine reine Wortglauberei, aber keine neue physikalische Erkenntnis, mit der ich etwas gewonnen hätte. Ausschlaggebend ist hier das Verlassen der Athmosphäre und damit der Wegfall des Luftwiderstandes, aber diese Erkenntnis ist ja nicht gerade neu und erfordert daher auch kein "Querdenken".

  7. Re: Es geht viel effizienter!

    Autor: AllDayPiano 13.06.19 - 12:52

    Der Unterschied ist schon groß. In einem Fall muss ich meine kinetische Energie vernichten, im anderen Fall ständig gegen den Luftwiderstand ankämpfen. Netterweise beschleunigt mich der Wind dann aber auch beim Wiedereintritt wieder.

    Wenn so ein Parabelflug einfacher durchzuführen wäre, indem man den gigantischen Energieaufwand zum Verlassen der Atmosphäre außen vor lässt, dann wäre das schon interessant.

    Es ist halt nicht praktikabel, bietet keine Vorteile, weil man Triebwerke braucht, die ohne Sauerstoff funktionieren, die wiederrum ein enormes Gewicht benötigen. Möglich wäre es, wenn man einen Gegenstand auf der Erde so stark beschleunigt, dass er bis in den luftleeren Raum kommt.

    Aber das ist halt auch wieder technisch nicht sinnvoll umsetzbar.

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