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Nicht realisierbar

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  1. Nicht realisierbar

    Autor: RatticalRed 27.03.17 - 14:52

    Der Hyperloop ist technisch überhaupt nicht umsetzbar. Sicher, es gibt eine kleine Teststrecke. Aber in großem Maßstab ist es nicht realisierbar, oder zuminest nicht praktikabel. Ich könnte jetzt einen seitenlangen Aufsatz darüber schreiben, was alles dagegen spricht. Aber ich werde mich hier einfach mal auf zwei Fragen beschränken, über die geneigte Interessierte mal nachdenken können.

    1) Wie bewegt sich die Kapsel durch die Röhre?
    Wenn ichs richtig im Kopf habe, per Turbinenantrieb. Also eine Antriebsart, die Atmosphäre benötigt, in einer Umgebung, in der es fast keine (oder nur sehr dünne) Atmosphäre gibt. Ok.
    2) Schon mal was von thermischer Längenausdehnung gehört? Alle Materialien haben eine bestimmte Eigenschaft: sie dehnen sich bei Hitze aus und ziehen sich bei Kälte zusammen. Metall besonders. Darum haben z.B. Brücken Dehnungsfugen. Nehmen wir an, man baut eine Hyperloop-Röhre von München bis Berlin, Länge ca. 600km, gebaut aus Stahl. Nehmen wir außerdem an, es hat nachts 10°C und tagsüber 20°C. Dann wäre die Röhre tagsüber 78m länger als nachts. Es bräuchte also eine ganze Menge Dehnungsfugen. Die luftdicht zu bauen ist gar nicht so einfach. Aber vielleicht tun es auch verschiebbare Bahnhöfe?

    Nur so nebenher. Ich will gar nicht darüber sprechen, was passiert, wenn die Röhre plötzlich undicht wird. Sagen wir so - wenn sie plötzlich ein Loch bekommt, kriegen eventuelle Passagiere das nicht mehr mit.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.17 15:10 durch RatticalRed.

  2. Re: Nicht realisierbar

    Autor: JarJarThomas 27.03.17 - 15:38

    1) Die Kapsel bewegt sich auf einem Magnetpolster, Linearmotor, Einer verbesserten Version der Idee das Transrapid.

    Die Turbine ist nicht der Antrieb, sie sorgt nur dafür dass der Luftwiderstand sinkt, weil die Atmosphäre um die Kapsel mit expliziter Kraft vorbeigeleitet wird.

    b) Die Lösung ist ... tadaa Dehnungsfugen wie selbst schon beschrieben.
    Und nein die Röhren müssen eben NICHT 100% luftdicht sein, da es reicht regelmässig Abluftanlagen einzubauen.
    Was man aus Sicherheitsgründen eh macht, um sie schnell fluten zu können.

    Was dann Punkt c) angieht ... wenn ein Loch auftritt, sprich die Röhre sich mit Luft flutet, dann passiert folgendes
    -> Ein Alarmsystem geht los wenn der Druck über ein gewisses Mass steigt
    -> Die Pods werden abgebremst und landen
    -> Der steigende Luftdruck wirkt ebenfalls als Bremse

    Was NICHT passiert ist ein katastrophales Implodieren der Röhren welche alles was in ihnen ist zerquetscht.

    Kurz kann es sein dass sie keine Ahnung haben ?

  3. Re: Nicht realisierbar

    Autor: EWCH 27.03.17 - 15:50

    bisher hat es bei Pipelines noch niemand geschafft diese mit Dehungsfugen statt mit U-Stuecken zu bauen - es ist also ein ungeloestes Problem an dem das ganze Projekt scheitern koennte.

  4. Re: Nicht realisierbar

    Autor: valithevali 27.03.17 - 15:58

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bisher hat es bei Pipelines noch niemand geschafft diese mit Dehungsfugen
    > statt mit U-Stuecken zu bauen - es ist also ein ungeloestes Problem an dem
    > das ganze Projekt scheitern koennte.

    Pipelines != Hyperloop

    Im Hyperloop ist kein Öl oder Gas das nicht austreten darf. Mehr muss dazu nicht gesagt werden.

  5. Re: Nicht realisierbar

    Autor: RheinPirat 27.03.17 - 16:02

    Auch schon daran gedacht, dass man als Dehnungsfuge Gummi einsetzen kann? Das auf magische Weise auch luftdicht sein kann oO aka Kompensator im Rohleitungsbau?

  6. Re: Nicht realisierbar

    Autor: EWCH 27.03.17 - 16:02

    > Im Hyperloop ist kein Öl oder Gas das nicht austreten darf. Mehr muss dazu
    > nicht gesagt werden.

    Dafuer Gas was nicht eindringen darf. Die Problemstellung ist durchaus vergleichbar.

  7. Re: Nicht realisierbar

    Autor: PhilSt 27.03.17 - 16:13

    Nur das dieses Gas im Gegensatz zu Öl z.B. keinerlei oder zumindest deutlich geringere Wirkung auf z.B. Elastomer-Dehnungsfugen hat als Öl/Benzin, womit man relativ einfache Dehnungsfugen bauen kann. Das ist sicherlich trotzdem über kurz oder lang ein Verschleissteil, aber davon gibts ja auch an Flugzeugen/Bahnen genug. Das wäre also kein Grund.

    Auch die gerne behauptete implosion der Röhre ist ziemlicher Unfug, das hat ja jemand anders oben schon ausgeführt, ebenso wie der "Turbinenantrieb".

    Wie viele "Experten" standen wohl bei der Erfindung von Flugzeug und Auto überall rum und haben klug erklärt, warum das nicht gehen KANN...

    "Der größte Feind der Innovation und Veränderung ist der kleine Geist, der seine eigene Größe nicht erkennt" - Ich, 2017.

  8. Re: Nicht realisierbar

    Autor: tingelchen 27.03.17 - 16:56

    > Wie viele "Experten" standen wohl bei der Erfindung von Flugzeug und Auto überall
    > rum und haben klug erklärt, warum das nicht gehen KANN...
    >
    Die selben "Experten" die behauptet haben dass der menschliche Körper tödlich verletzt wird, wenn man ihn schneller bewegt als ein Pferd laufen kann :D

  9. Re: Nicht realisierbar

    Autor: tingelchen 27.03.17 - 16:57

    Ich bitte darum dass du uns diesen Aufsatz verfasst. Ich bitte dann auch gleich darum dass du ihn mit wissenschaftlichen Fakten ausführst, die deine Thesen auch stützen ;)

  10. Re: Nicht realisierbar

    Autor: xxsblack 27.03.17 - 17:35

    Ich habe das Gefühl, dieser Aufsatz wäre eine Abschrift von diesem Thunderf00t.

  11. Re: Nicht realisierbar

    Autor: laserbeamer 27.03.17 - 19:00

    Wie macht man es denn bei der Bahn?
    Wenn ich es da richtig gesehen habe werden die Gleise auch verschweißt.

    Ok in Uruguay hab ich z.b. da deutliche Dehnungsfugen gesehen aber hier in Deutschland noch nie.

  12. Re: Nicht realisierbar

    Autor: OwenBurnett 27.03.17 - 20:03

    Hier hat ein wissenschaftler schön dargelegt wieso hyperlook ein großer mist ist: https://www.youtube.com/watch?v=Z48pSwiDLIM

  13. Re: Nicht realisierbar

    Autor: EWCH 27.03.17 - 20:13

    > Die selben "Experten" die behauptet haben dass der menschliche Körper
    > tödlich verletzt wird, wenn man ihn schneller bewegt als ein Pferd laufen
    > kann :D

    das tausendmal wiederholte Totschlagargument - irgendein "Doktor" hat vor 200 Jahren Unsinn erzaehlt deswegen sollen wir jetzt nichts mehr hinterfragen was selbsternannte "Visionaere" uns vorsetzen. Hyperloop hat noch keine Loesung fuer das Problem der thermischen Expansion vorgestellt. Solange sie das nicht schaffen und es keine Teststrecke in brauchbarer Laenge gibt bleibe ich da sehr skeptisch. Dass heisst aber nicht dass ich dem Unternehmen keinen Erfolg wuensche, praktisch waere es ja schon.

  14. Re: Nicht realisierbar

    Autor: 1ras 28.03.17 - 01:05

    RatticalRed schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2) Schon mal was von thermischer Längenausdehnung gehört? Alle Materialien
    > haben eine bestimmte Eigenschaft: sie dehnen sich bei Hitze aus und ziehen
    > sich bei Kälte zusammen. Metall besonders. Darum haben z.B. Brücken
    > Dehnungsfugen. Nehmen wir an, man baut eine Hyperloop-Röhre von München bis
    > Berlin, Länge ca. 600km, gebaut aus Stahl. Nehmen wir außerdem an, es hat
    > nachts 10°C und tagsüber 20°C. Dann wäre die Röhre tagsüber 78m länger als
    > nachts. Es bräuchte also eine ganze Menge Dehnungsfugen. Die luftdicht zu
    > bauen ist gar nicht so einfach. Aber vielleicht tun es auch verschiebbare
    > Bahnhöfe?

    Ich sehe schon, es ist unmöglich Bahnschienen aus Metall zwischen München und Berlin zu verlegen, weil sich da die Bahnhöfe um 78m verschieben. Sagt mal bitte jemand der Deutschen Bahn bescheid?

  15. Re: Nicht realisierbar

    Autor: Prinzeumel 28.03.17 - 01:21

    OwenBurnett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier hat ein wissenschaftler schön dargelegt wieso hyperlook ein großer
    > mist ist: www.youtube.com

    Danke für den link.

    Um so erstaunlicher das angesichts der ganzen offensichtlich ungelösten probleme des loop dieser so dermaßen gehypte wird.

  16. Re: Nicht realisierbar

    Autor: Ovaron 28.03.17 - 06:25

    JarJarThomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurz kann es sein dass sie keine Ahnung haben ?

    Nein, das ist völlig unmöglich. Du hast doch im ersten Absatz gelesen das er in der Lage wäre einen 7seitigen Artikel zu schreiben. Das zeugt doch von höchster Kompetenz.

    <scnr und mega-rofl>

  17. Re: Nicht realisierbar

    Autor: Ach 28.03.17 - 06:48

    >Auch schon daran gedacht, dass man als Dehnungsfuge Gummi einsetzen kann? Das auf magische Weise auch luftdicht sein kann oO aka Kompensator im Rohleitungsbau?

    Nicht mal Gummi ist nötig. Die Dehnung ist bereits in die Rohform jeder Röhre eingearbeitet. Mal Bilder der Röhre genauer betrachtet? Da ist an den Enden also ein um die komplette Röhre laufender Knick nach innen zu sehen(oder nach außen, hab ich jetzt nicht mehr so genau im Kopf, ist aber auch zweitrangig). Schneidet man die Röhre mitten und entlang ihrer Achse durch, dann bildet sich jener Knick im entstandenem Querschnitt als "V" ab, und dieses "V" nimmt die Ausdehnung in X Richtung, also so: <= =>, entgegen, direkt ins Material rein, denn es sind nur ein paar mm pro Segment. Auf diese Weise können die einzelnen Röhrensegmente dann über eine stabile Flanschfläsche mit einander verschraubt werden. Die Dichtung kann dabei sehr einfach entweder flächig oder als Ring im Flansch realisiert werden, aber das hängt von der konkreten Systematik ab. Alles kein Problem, denn wie die Physik es so will, drückt die von außen anstehende Luft die Dichtflächen einer Vakuumkammer nur umso fester zusammen.

    Wenn der Hyperloop großartige Herausforderungen zu meistern hat, dann sind das weder die Dichtigkeit, noch die Wärmeausdehnung. Diese beiden Probleme kann man bereits jetzt als gelöst betrachten.

  18. Re: Nicht realisierbar

    Autor: xxsblack 28.03.17 - 07:36

    Ach komm, Ach! Du kannst doch jetzt nicht sagen, dass es doch machbar ist, wenn Thunderf00t (YouTube-Link auf Seite 1) sagt, nee das geht aber nit. ;)

  19. Re: Nicht realisierbar

    Autor: Ach 28.03.17 - 08:37

    Arg, wie konntest du nur diesen Namen erwähnen, so dass ich die nächsten 20 min. meine Handfläche nicht mehr von der Stirn los bekomme?

  20. Re: Nicht realisierbar

    Autor: Ach 28.03.17 - 09:22

    >das tausendmal wiederholte Totschlagargument

    Das Argument ist nicht das Problem an der Sache, sondern Umstand, dass dass Argument selbst nach 200 Jahren wieder und wieder ins Schwarze trifft. Handelt es sich vielleicht aber um ein Thunderf00t Opfer? Wie viele YouTube Konsumenten mögen wohl dem tapferen kleinen Möchtegern Handwerkerlein auf dem Leim gegangen sein? Das ist halt das Problem am Netz, nicht nur die guten Sachen werden berühmt, sondern auch die Toten, die es wagten sich schneller als 50 km/h zu bewegen :]. Warum ein Vakuum so viel einfacher aufrecht zu halten ist als ein Überdruck, und warum ein wissender Techniker gar nicht erst auf die Idee kommt, dass man die Längenausdehnung überhaupt als problematisch Hürde begreifen könnte, dass wurde hier ja schon vielfach dargelegt. Nehme ich mal gerade meine Beschreibung:

    >Die Dehnung ist bereits in die Rohform jeder Röhre eingearbeitet. Mal Bilder der Röhre genauer betrachtet? Da ist an den Enden ein um die komplette Röhre laufender Knick nach innen im Material zu sehen(oder nach außen, hab ich jetzt nicht mehr so genau im Kopf, ist aber auch zweitrangig). Schneidet man die Röhre entlang ihrer Längsachse durch, dann stellt sich jener Knick als "V" oder umgedrehtes "Λ" im entstandenem Querschnitt dar, also ungefähr so: ———˄——— (wobei die horizontalen Linien die durchgeschnittene Röhrenwand repräsentieren), und dieses "V" nimmt die Ausdehnung in X Richtung, also in diese Richtung: <= => entgegen, direkt ins Material rein, denn es sind nur ein paar mm pro Segment. Auf diese Weise können die einzelnen Röhrensegmente dann über eine stabile Flanschfläsche mit einander verschraubt werden. Die Dichtung kann dabei sehr einfach entweder flächig oder als Ring, zusammengequetscht zwischen zwei Flanschen realisiert werden, aber im Detail hängt das von der konkreten Systematik ab. Alles kein Problem, denn wie die Physik es in dem Fall so will, drückt die von außen anstehende Luft die Dichtflächen einer Vakuumkammer umso dichter zusammen je höher der Druck. Zudem lassen sich eventuelle Undichtigkeiten sehr bequem und schnell von Außen reparieren. Praktisch braucht man nur was an die undichte Stelle "dran zu halten" und es saugt sich fest.

    >Wenn der Hyperloop großartige Herausforderungen zu meistern hat, dann sind das weder die Dichtigkeit, noch die Wärmeausdehnung. Diese beiden Probleme kann man bereits jetzt als gelöst betrachten.

    OK?

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