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gegen den Fortschritt

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. gegen den Fortschritt

    Autor: Ben Stan 04.04.16 - 11:05

    Dass manche Menschen sich so gegen den Fortschritt wehren.
    Wenn die Drohnen fliegen dürfen, wird für ausreichend Sicherheit gesorgt sein.

    Es wäre sogar ganz einfach möglich, eine "No Fly Zone" um bestimmte Bereiche einzurichten, und nur auf vorher festgelegten "Luftstraßen" zu fliegen.
    So kommt sich niemand in die Quere und alle können sicher fliegen.

    Aber hauptsache mal gegen den Fortschritt.
    Ich hoffe solche Menschen werden in die Schranken verwiesen, die die technische Entwicklung zum Allgemeinwohl ausbremsen wollen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.16 11:07 durch Ben Stan.

  2. Re: gegen den Fortschritt

    Autor: M.P. 04.04.16 - 11:19

    Dann wirst Du ja sicherlich auch Dein heimisches WLAN zu Hause bereitwillig abstellen, weil der "Fortschritt" es notwendig macht, dass demnächst die Mobilfunkbetreiber die Frequenzen bekommen....

    https://www.golem.de/news/mobilfunk-telekom-probiert-lte-im-wlan-spektrum-aus-1602-118911.html

    Aber vielleicht bleibt ja als "No Fly Zone" für WLANs noch ein Kanal übrig ....

    P. S. Autonome Drohnen, die nicht selbsttätig Hindernissen wie z. B. Drachenfliegern, Vögeln, oder Rettungshubschraubern auweichen können sind für mich nicht besonders "Fortschrittlich" ....

    Bei dem WLAN Beispiel ist ja auch etwas entsprechendes vorgesehen, um den Weiterbetrieb von WLANs zu ermöglichen ("... gezeigt worden, dass LAA und WLAN sich im lizenzfreien 5-GHz-Band nicht beeinträchtigen.")

    Entsprechende Vorschläge für die Kooperative Nutzung des Luftraumes wurden ja auch durch die Hobbypiloten gemacht:
    > Notfalls müssten Flieger und Post-Drohnen mit Transpondern ausgerüstet werden,
    > so der Verband.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.16 11:28 durch M.P..

  3. Re: gegen den Fortschritt

    Autor: Nogul 04.04.16 - 11:19

    Ich würde vielleicht anders reden wenn ich selber Drachenflieger wäre aber so klingt es ein wenig überdreht.

    Mein Hobby ist reiten und ich will nicht, dass diese lärmenden Kisten auf vier Rädern Menschen und Güter transportieren die mein Pferd erschrecken?

    Wie wäre es mit wenn ich surfen will, dann muss ich an den Strand. Wenn ich Ski Laufen will muss ich in die Berge. Wenn ich Drachenfliegen will, dann muss ich zum ja wohin? Auf ein Drachenfluggebiet das man noch einrichten könnte?

  4. Re: gegen den Fortschritt

    Autor: delta_alpha_november 04.04.16 - 11:26

    Der DHV ist nicht gegen Fortschritt sondern gegen die unsicher ausgeführten Tests.

    1. Wurde der DHV nicht von dem Tests informiert, konnte daher auch seine Mitglieder nicht informieren
    2. Sagt man nur, dass die Kamera nicht ausreicht und ggf. Transponder eingesetzt werden müssen. Mehr ist nicht.

    Einfach eine "No Fly Zone" oder Luftstraßen einzurichten ist nicht möglich.

    Es gibt allerdings eine "einfache" Lösung: Alle Drohnen halten sich an die bestehenden Vorschriften. Dann hätte auch ich kein Problem mit Drohnen im gleichen Gebiet.

  5. Re: gegen den Fortschritt

    Autor: Captain 04.04.16 - 12:18

    Ben Stan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass manche Menschen sich so gegen den Fortschritt wehren.
    > Wenn die Drohnen fliegen dürfen, wird für ausreichend Sicherheit gesorgt
    > sein.
    >

    Selbst wenn sie zu 100% sicher wären, würde ich keine Drohnen über meinem Grunstück haben wollen, alleine wegen dem Lärm...

    > Es wäre sogar ganz einfach möglich, eine "No Fly Zone" um bestimmte
    > Bereiche einzurichten,

    100 Meter Umkreis um mein Haus...

    > und nur auf vorher festgelegten "Luftstraßen" zu fliegen.

    Gott bewahre, der Strassenlärm reicht schon..

    > So kommt sich niemand in die Quere und alle können sicher fliegen.
    >
    > Aber hauptsache mal gegen den Fortschritt.

    Wenn es auf Einzelfälle beschränkt bleibt, ok, aber die Versandbranche glaubt, damit noch Personal sparen zu können und die Gewinnmarge zu steigern, das dabei der Himmel zugemüllt wird geht denen doch am A.... vorbei.

    > Ich hoffe solche Menschen werden in die Schranken verwiesen, die die
    > technische Entwicklung zum Allgemeinwohl ausbremsen wollen.

    Allgemeinwohl, das ich nicht lache, hier gehts um Profit, und um nicht anderes, die "Allgemein"heit hat das "wohl" nur ertragen zu dürfen...

    Flugbetrieb für Notfälle oder genehmigte Einzelfälle sind ok, allgemeiner Drohnenverkehr lehen ich ab...

  6. Re: gegen den Fortschritt

    Autor: AllDayPiano 04.04.16 - 12:27

    Ben Stan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass manche Menschen sich so gegen den Fortschritt wehren.
    > Wenn die Drohnen fliegen dürfen, wird für ausreichend Sicherheit gesorgt
    > sein.
    >
    > Es wäre sogar ganz einfach möglich, eine "No Fly Zone" um bestimmte
    > Bereiche einzurichten, und nur auf vorher festgelegten "Luftstraßen" zu
    > fliegen.
    > So kommt sich niemand in die Quere und alle können sicher fliegen.
    >
    > Aber hauptsache mal gegen den Fortschritt.
    > Ich hoffe solche Menschen werden in die Schranken verwiesen, die die
    > technische Entwicklung zum Allgemeinwohl ausbremsen wollen.

    Also prinzipiell verstehe ich Deine Meinung.

    Ich habe jedoch im Dezember meinen Grundkurs im Gleitschirmfliegen abgeschlossen und will jetzt mit dem Höhenkurs anfangen. Und da stimme ich zu: Drohnen sind sehr gefährlich.

    Das Hauptproblem für Drachenflieger ist, wenn sich die Drohnen in den unzähligen A-D-Leinen verhängen und der Drachen dadurch nicht nur unkonrollierbar werden (das ist noch der kleinste anzunehmende Unfall), sondern dass es durch das verkürzen der eingedrehten Leinen zu einem 50%igen Klapper kommt. Einerseits kommt dadurch der Pilot in eine unaufhaltsame Abwärtsspirale, bei der die auftretenden G-Kräfte zur Bewusstlosigkeit führen können, andererseits besteht das große Risiko, dass die Rettung nicht mehr geworfen werden kann, weil die Rettung dann in den flatternden Schirm fliegt, und damit nicht mehr aufgeht.

    Unter diesen Vorraussetzungen geht es dann mit 10-15m/s richtung Boden. Ohne einen Nadelwald, der noch genug Bremse vor dem Einschlag bringt, ist hier mit sehr schweren Wirbelsäulenverletzungen zu rechnen, die im besten Falle den Piloten lebenslang an den Rollstuhl fesseln.

    Es gäbe eine ganz einfache Möglichkeit, das Problem zu verhindern: Indem Drohnen mittels 360° Kameras (die Auflösung darf ja sogar hundsmiserabel sein) ihre Umgebung überwachen, und ggf. durch ein kurzes Absacken / Ausweichen die Flugsicherheit erhalten.

    Man darf nie vergessen: Solche Lösungen sind technisch genauso möglich, wie praktikabel. Und wenn sich durch solche Verfahren die Flugsicherheit verbessern lässt, dann sind solche Verfahren auch ausnahmslos anzuwenden.

    Wenn Drohnen über solche Sicherungseinrichtungen verfügen, dann spricht auch nichts dagegen, dass sie im gemeinsamen Luftraum fliegen.

    Und wenn Drohnen keine unkontrollierten Richtungsänderungen machen, sondern zielstrebig von A->B fliegen, dann kann auch jeder Pilot problemlos darauf reagieren.

  7. Re: gegen den Fortschritt

    Autor: baumhausbewohner 04.04.16 - 12:43

    Nogul schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde vielleicht anders reden wenn ich selber Drachenflieger wäre aber
    > so klingt es ein wenig überdreht.
    >
    > Mein Hobby ist reiten und ich will nicht, dass diese lärmenden Kisten auf
    > vier Rädern Menschen und Güter transportieren die mein Pferd erschrecken?
    >
    > Wie wäre es mit wenn ich surfen will, dann muss ich an den Strand. Wenn ich
    > Ski Laufen will muss ich in die Berge. Wenn ich Drachenfliegen will, dann
    > muss ich zum ja wohin? Auf ein Drachenfluggebiet das man noch einrichten
    > könnte?

    Dann bitte auch alle Reiter runter von den Straßen auf extra abgezäunte Gebiete :) und wenn mal ein Pferd auf ner Straße lang läuft, dann auch die Pferdeäpfel entfernen.

  8. Re: gegen den Fortschritt

    Autor: JensM 04.04.16 - 12:52

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn Drohnen keine unkontrollierten Richtungsänderungen machen, sondern
    > zielstrebig von A->B fliegen, dann kann auch jeder Pilot problemlos darauf
    > reagieren.

    Da muss man allein schon die verschiedenen Vorschläge hier in Betracht ziehen.
    Einer will um sein Grundstück keine Drohnen, also programmieren wir sie auch noch so, dass sie einen Bogen um bestimmte Zonen fliegen. Und schon sind sie nicht mehr Zielstrebig sondern Chaotisch für jemanden, der die einprogrammierten Routen nicht kennt. :(

  9. Fortschritt?

    Autor: vergeben 04.04.16 - 14:21

    Anfangs werden es strenge Auflagen sein und im Handumdrehen Verhältnisse wie bei "Star Wars" oder "Fifth Element". Ob das Fortschritt ist, kann jeder für sich entscheiden. Zu spät ist ist es ohnehin schon.

  10. Re: Fortschritt?

    Autor: chefin 05.04.16 - 10:13

    Was garnicht in die Argumentation mit einfliest: wie soll sowas den praktisch umgesetzt werden? Ein Postauto transportiert 20-50 Pakete täglich und viele Briefe.

    Würde ich also alles mit Drohen machen wollen, müsste man pro Postauto mindestens 10 Drohnen bereit haben. Ich glaube es gibt über 50.000 Paketzusteller bei DHL, also müssten täglich 500.000 Drohnen rumfliegen. Tag für Tag und jede Drohne mehrfach täglich. 1 Milliarde Pakete bei DHL im Jahr also in 300 Tagen. Das sind 3,3 Millionen Pakete am Tag.

    Es wird jedem Auffallen, das sowas utopisch ist. Einzeltransporte geht also nicht. Eine Drohne müsste mehr als ein Paket mitnehmen und braucht nun passende Mechanik um Pakete aus dem Laderaum am Ziel zu entladen. Also wir reden nun schon über Kleinhubschrauber mit einigen Metern länge und im Gewichtsbereich von 500kg oder mehr. Und da bringt der Akku zuviel Gewicht, so geht das nicht zu stemmen. Hier würde man eher bodengebundene Elektrofahrzeuge vorziehen.

    Also denke ich wir können uns drauf einigen, das Drohnen ein Expresssonderservice werden wird. Und entsprechend selten vorkommt. Dann aber muss es hinter anderen Dingen zurück stehen. Weder Lärm noch Gefährdung sind akzeptabel nur weil jemand sich mit Geld das so haben will. Wieso soll irgendeine Expresslieferung mehr Rechte haben als mein hobby? Drachenflugbereiche sind nahezu überall wo es einen Hang gibt. Solange kein Motor verwendet wird, darf ich an allen Stellen fliegen. Und die Drohne hat auszuweichen.

    Nur wird es dann völlig unbezahlbar werden. Der Zustellpreis geht nun so hoch, das die Akzeptanz nahe null sein wird. Nettes Gimmick, aber mehr auch nicht. Weder Amazon noch DHL werden also in Zukunft mit Drohnen zustellen. Es wäre technisch machbar, aber im Zusammenleben der Menschen eben nicht mehr. Und da kann auch viel Geld nichts dran ändern. Den auch wenn die Reichen in ihren Villen recht abgeschottet wohnen, so sitzen daneben nicht kleine Hungerlöhner die sich den Streit nicht leisten können und kuschen. Sondern andere Reiche die das nicht akzeptieren werden. Und irgendwo in den eher bürgerlichen Viertel kannst du es dir kaum erlauben, dich gesellschaftlich so auszugrenzen. In den Ballungszentren wiederum ist es nicht machbar. Kiste in Bodennähe die sich öffnet? Was ist wenn da Kinder reinklettern und sie schliesst? Was wenn Menschen einfach die Pakete abfangen, weil das Schliessen lässt sich sicherlich verhindern. Was ist, wenn sich ein paar Jungs auf die Kiste setzen? Was ist mit der Drohne, wenn sie derart tief fliegt? Also ohne Umzäunung und Absperrung des Bereiches geht das garnicht. Jedoch muss dann der Empfänger wiederum rankommen.

    Sowas lässt sich logistisch nur auf dem Gelände des Empfängers, der das auch will vornehmen. Und folglich muss der Empfänger zusätzlich zu den hohen Zustellkosten auch noch eine teure Infrastruktur dazu bezahlen. Für jedermann mal eben so Online auf Drohnenexpress klicken...is nicht.

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