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Geht es nur mir so

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  1. Geht es nur mir so

    Autor: Frankenwein 12.03.19 - 12:30

    Geht es nur mir so, oder unterscheiden sich Berichtstattung und Realität des Themas "KI" um Welten?
    Wenn ich mir die News bei Golem so ansehe habe ich den Eindruck, es existieren super schlaue Programme, die nur noch auf ein Kommando warten um irgendetwas zu tun. Diese können dann auf ihre Intelligenz getestet werden. Unternehmen haben Strategien um sich dank einer künstlichen Intelligenz einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, und sowieso warnen viele davor dass Skynet jetzt aber wirklich ganz nah ist.

    Und die Realität?
    ein bisschen Keras hier, ein bisschen Cloud-Powered-Bilderkennung da, Modelle die dann als kleiner Teil von größeren Programmen funktionieren.

    Bin ich nicht up-to-date?

  2. Re: Geht es nur mir so

    Autor: tomatentee 12.03.19 - 13:09

    Keine Ahnung, den Eindruck habe ich aber auch.

    Es gibt zwei Möglichkeiten: Keiner hat ne KI die wirklich was kann, aber alle tun so oder es gibt Firmen, die da echt weit sind, halten aber hinterm Berg damit, um ihre Wettbewerbsvorteile möglichst lang zu halten.

    Was Google mit DeepMind so zeigt, gibt zumindest einen Eindruck, was machbar ist.

  3. Re: Geht es nur mir so

    Autor: Palerider 12.03.19 - 14:32

    Was sich m.E. stark unterscheidet ist die Definition von KI. Bei manchen ist jeder Pupsalgorithmus intelligent oder zumindest smart. Dass zu KI ein mögliches Lernen gehört und zu diesem Lernen eine möglichst große Menge an Daten aus denen gelernt werden kann, die wiederum von Menschen ausgewählt werden und somit ein Teil des 'K' wieder 'M' wird, wissen die meisten nicht oder sehen es nicht so.
    Von Skynet sind wir weit weg, aber dass wir keinen Kredit bekommen, keine Versicherung oder die falsche medizinische Diagnose weil wir ein Fall sind, der sich aus den 'Lernmengen' ohne menschliche Intuition nicht korrekt bewerten lässt, ist m.E. eine reale Gefahr.

  4. Re: Geht es nur mir so

    Autor: Hotohori 12.03.19 - 20:21

    Nicht nur das, bei Manchen unterscheidet sich ja schon die Definition von Intelligenz extrem.

    Ich würde behaupten absolut keiner der getesteten KIs hat eine Intelligenz. Alle rechnen nur innerhalb ihrer programmierten Parameter, nicht mehr und nicht weniger.

  5. Re: Geht es nur mir so

    Autor: spitfire_ch 12.03.19 - 20:25

    Palerider schrieb:

    > Von Skynet sind wir weit weg, aber dass wir keinen Kredit bekommen, keine
    > Versicherung oder die falsche medizinische Diagnose weil wir ein Fall sind,
    > der sich aus den 'Lernmengen' ohne menschliche Intuition nicht korrekt
    > bewerten lässt, ist m.E. eine reale Gefahr.

    Genau, ich sag da nur "Weapons of Math Destruction":
    https://en.wikipedia.org/wiki/Weapons_of_Math_Destruction

  6. Re: Geht es nur mir so

    Autor: Junkerrath 12.03.19 - 20:41

    Frankenwein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht es nur mir so, oder unterscheiden sich Berichtstattung und Realität
    > des Themas "KI" um Welten?
    > Wenn ich mir die News bei Golem so ansehe habe ich den Eindruck, es
    > existieren super schlaue Programme, die nur noch auf ein Kommando warten um
    > irgendetwas zu tun. Diese können dann auf ihre Intelligenz getestet werden.
    > Unternehmen haben Strategien um sich dank einer künstlichen Intelligenz
    > einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, und sowieso warnen viele davor
    > dass Skynet jetzt aber wirklich ganz nah ist.

    Dem stimme ich zu. In der Berichterstattung finden sich nur Beiträge die KI extrem herunterspielen oder Beiträge die komplett hochspielen was eine KI Lösung kann. KI wird auch gerne mit ML in einen Topf geworfen. KI wird gerne als etwas gabz neues dargestellt. KI wird gerne mit AGI vermischt. Es fehlt häufig das Verständnis dieses Thema differenziert zu betrachten.

    >
    > Und die Realität?
    > ein bisschen Keras hier, ein bisschen Cloud-Powered-Bilderkennung da,
    > Modelle die dann als kleiner Teil von größeren Programmen funktionieren.
    >
    > Bin ich nicht up to date

    Du bist eher zu up to date :D KI ist kein Deep Learning. Deep Learning ist wenn nur der kognitive Mechanismus der KI der aus den Signalen der Sensorik entscheidet welche Aktion ausgeführt wird. Dieser kognitive Mechanismus kann aber alles mögliche sein solange die Bedingungen 'Rational Behavior' & 'Bounded Optimality' sichergestellt sind. In vielen Fällen ist es eine Suche wie der A* Algorithmus, der MiniMax Algorithmus oder der MCTS. Aber es können auch einfach nur Kontrollstrukturen sein wie es im Feld des CSP-Solving üblich ist. Das alles ist KI.

    Grüße
    V

  7. Re: Geht es nur mir so

    Autor: Someone_else 13.03.19 - 09:06

    Ja das liegt vor allem daran, dass Journalisten nicht verstehen, was KI ist und sich von schönen Demos und Aussagen von Google, Amazon etc. blenden lassen. Gutes Beispiel ist das verknüpfte Paper im Artikel, dass in keiner Weise mit den Aussagen des Artikels zusammenhängt.

    Die meisten KI Forscher wissen, dass es sich um sehr ausgeklügelte Statistik handelt und nicht um Verstehen oder Denken und keiner von denen redet von echter Intelligenz, außer er ist auf der Suche nach Geldern. Natürlich ist es auch schwierig zu sagen, wo da die Grenze liegt.

    Dazu kommen dann noch die Institute, die gern mit Zertifizierung Geld verdienen möchten. Das Thema wird derzeit so extrem ausgeschlachtet, dass es eigentlich nur wieder Winter werden kann, weil die Journalisten die Erwartungen so extrem hoch gesetzt haben, dass man Sie nicht erfüllen kann. Erwartet wird nämlich im Grunde eine übermenschliche Superintelligenz.

  8. Re: Geht es nur mir so

    Autor: Bluejanis 13.03.19 - 10:53

    Die Definition von KI ist unscharf, selbst der Begriff Intelligenz ist nicht ganz eindeutig definiert.
    Deshalb ist es auch kein Wunder, dass jeder etwas anderes darunter versteht.

    Selbst bei Computerspielen gibt es den Begriff KI schon lange. Dort sind es festgelegte Entscheidungsregeln.

    Das DeepMind von Google ist schon etwas beeindruckend. Wenn man aber betrachtet wieviel Rechenpower dahinter steckt, relativiert sich das schon. Wenn man schon soviel Rechenpower für spezifisch an den Anwendungsfall trainierte System hat, wieviel braucht man dann erst, wenn man eine KI erstellen will, die nicht spezifisch ist sondern allgemeine Probleme lösen kann ohne endlos lange Trainigszeiten?

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