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antimaterie vs dunkle materie

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  1. antimaterie vs dunkle materie

    Autor: leser 18.11.10 - 12:21

    Verwechselt hier jemand Antimaterie mit dunkler Materie? Von letzterem Vermutet man, dass es sie gibt, weiß aber nicht wo und aus was sie besteht, weiß man auch nicht so recht.

    "Wo steckt sie nur?

    Antimaterie stellt Wissenschaftler noch immer vor ein Rätsel. Theoretisch müsste es genauso viel Antimaterie geben wie Materie - beide müssten beim Urknall in gleicher Menge entstanden sein. Doch bisher sind noch keine Himmelskörper entdeckt worden, die aus Antimaterie bestehen. Der Verbleib der Antimaterie ist unbekannt. "

    Materie und Antimaterie haben nach dem Urknall miteinander reagiert und wenn es genausoviel Antimaterie gegeben hat, wie Materie, dann würde es uns nicht geben, weil sich Materie und Antimaterie gegenseitig aufgehoben hätten. Da es aber Materie gibt, muss es zu Zeiten des Urknalls (ach ja, damals... *in Erinnerungen schwelg*) mehr Materie gegeben haben als Antimaterie. Wenn Antimaterie erzeugt wird, dann reagiert sie sofort mit vorhandener Materie - *zzzzBruzelzzzz* und ist nicht mehr da. Daher gibts auch keine Planeten aus Antimaterie. Genug Materie zum *bruzzeln* der Dinger gibts ja noch um uns rum ;-)

  2. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: RudiRenntier 18.11.10 - 12:28

    leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verwechselt hier jemand Antimaterie mit dunkler Materie? Von letzterem
    > Vermutet man, dass es sie gibt, weiß aber nicht wo und aus was sie besteht,
    > weiß man auch nicht so recht.
    >
    > "Wo steckt sie nur?
    >
    > Antimaterie stellt Wissenschaftler noch immer vor ein Rätsel. Theoretisch
    > müsste es genauso viel Antimaterie geben wie Materie - beide müssten beim
    > Urknall in gleicher Menge entstanden sein. Doch bisher sind noch keine
    > Himmelskörper entdeckt worden, die aus Antimaterie bestehen. Der Verbleib
    > der Antimaterie ist unbekannt. "
    >
    > Materie und Antimaterie haben nach dem Urknall miteinander reagiert und
    > wenn es genausoviel Antimaterie gegeben hat, wie Materie, dann würde es uns
    > nicht geben, weil sich Materie und Antimaterie gegenseitig aufgehoben
    > hätten. Da es aber Materie gibt, muss es zu Zeiten des Urknalls (ach ja,
    > damals... *in Erinnerungen schwelg*) mehr Materie gegeben haben als
    > Antimaterie. Wenn Antimaterie erzeugt wird, dann reagiert sie sofort mit
    > vorhandener Materie - *zzzzBruzelzzzz* und ist nicht mehr da. Daher gibts
    > auch keine Planeten aus Antimaterie. Genug Materie zum *bruzzeln* der
    > Dinger gibts ja noch um uns rum ;-)

    Nicht unbedingt :) Es gibt auch einige Theorie die davon ausgehen das es immer noch "isoliert" Antimaterie im Universum gibt... alles sehr Mysteriös :)

  3. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: wasd123 18.11.10 - 12:33

    Unglücklich formuliert würde ich sagen. Dass es in einem Materie-Universum noch Antimaterie-Ansammlungen geben dürfte, ist wohl pure Theorie.
    Die Frage ist interessanter, und erstmal offensichtlicher: Warum gibt es mehr Materie als Antimaterie.
    Auch wenn ich nicht daran glaube, dass die Erkenntnisse am Cern einen Durchbruch für diese Frage bringen. Aber schaun wir mal.

  4. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: epsillon 18.11.10 - 12:43

    >Theoretisch müsste es genauso viel Antimaterie geben wie Materie
    >- beide müssten beim Urknall in gleicher Menge entstanden sein.

    - Wohl gemerkt "theoretisch"! Das setzt aber voraus, dass die Theorie stimmt - was nicht sein muss!

  5. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: Ext 18.11.10 - 12:45

    Weil jede Art von Materie, ob nun Anti- oder normale Materie durch Fusion der Hülle mit dem Atomkern auf reine Neutronen reduziert werden kann. Insofern könnte jedes Atom auch mal ein Anti-Atom gewesen sein, es macht keinen Unterschied.

    Das einzige was fest steht, ist dass Antimaterie zusammen mit Materie extrem instabil ist, nur wenn sich aus den überschüssigen Neutronen wieder klassisch Protonen und Elektronen bilden bleibt die Materie stabil. Dadurch häufen sich Vorkommen von Materie oder Antimaterie, je nachdem was zuerst (zufällig) die Oberhand gewonnen hat. Es ist dabei nicht auszuschließen das ganze Galaxien anderorts nicht aus Materie sondern rein aus Antimaterie bestehen.

    Das ist aber NICHT darauf zurückzuführen dass Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen entstanden sind, sondern das Materie und Antimaterie vereinfacht gesagt dazu neigen sich an die Umgebung anzupassen und somit fast komplett arten-reine Häufungen bilden. Die Antimaterie im Cern wird ja auch nur aus Nicht-Anti-Materie erzeugt ;)

  6. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: dondaggi 18.11.10 - 12:49

    Antimaterie...mhh benutzen die das bei StarTrek nicht für die Torpedos? Antimaterienbombe...

  7. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: Trekkie 18.11.10 - 12:54

    dondaggi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Antimaterie...mhh benutzen die das bei StarTrek nicht für die Torpedos?
    > Antimaterienbombe...

    ...und vor allem für den Antrieb!

    Die Antimaterie wird magnetisch in den Kern gehalten.

  8. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: Lowlander 18.11.10 - 13:01

    Ext schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > fast komplett arten-reine Häufungen bilden. Die Antimaterie im Cern wird ja
    > auch nur aus Nicht-Anti-Materie erzeugt ;)

    Oder um beim Thema zu bleiben: es war un-dunkle Nicht-Antimaterie.

  9. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: DerRofl 18.11.10 - 13:02

    Jupp, man nehme 1,5kg Antideuterium und 1,5 kg Deuterium und schon kann man 65 MT Sprengkraft auf böse Klingonen hauen. Daher sollte man den Zukunftsmaterialien und Legierungen aus denen die Schiffe gebaut sind auch mehr Respekt zollen, die meisten neueren Raumschiffe in Star Trek halten ja auch noch ein paar direkte Photonentorpedo Treffer(die Zar-Bombe, die größte bisher gezündete Kernwaffe hatte übrigens ungefähr 57 MT) nach Ausfall der Schutzschilde aus ;)

  10. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: ahja 18.11.10 - 13:11

    Da es in der Anfangszeit des Universiums nur einen heißen Plasmabrei gab, wird sich entweder mehr Materie oder mehr Antimaterie bilden können. Durch die Hitze (Energiepotenzial) haben sich Protonen Antiprotonen usw. gebildet. Jetzt kams: Die Teilchen haben sich alle so lange gegenseitig ausgelöscht, bis es aus irgend einem Grund dazu kam, das Materie die oberhand gewann. Immer wenn es wieder Teilchenbildung gab, entstand immer 0,00000000000001% (die Zahl ist aus der Luft gegriffen) mehr Materie als Antimaterie. Dies ging so lange, bis die Temperatur durch die Ausdehnung des Universiums soweit gesunken war, oder es keine Teilchen mehr gab. Es ist also davon auszugehen, dass die Teilchenart im kompletten Universium identisch ist, es sei denn, es gab/gibt irgendwo ein bislang unbekanntes Ereignis, welches großes Mengen Materie in Antimaterie umwandeln kann (zumindest zu über 50%, so dass auch Antimaterie über bleibt).

    So on...

  11. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: MentalFloss 18.11.10 - 13:13

    leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verwechselt hier jemand Antimaterie mit dunkler Materie?

    Nein.

    > Materie und Antimaterie haben nach dem Urknall miteinander reagiert und
    > wenn es genausoviel Antimaterie gegeben hat, wie Materie, dann würde es uns
    > nicht geben, weil sich Materie und Antimaterie gegenseitig aufgehoben
    > hätten.

    Lies dir den Artikel nochmal durch. Das ist ja genau das Kuriosum vor dem die Wissenschaftler stehen. Denn beim Urknall _müßten_ Materie und Antimaterie in gleichen Mengen entstanden sein.

  12. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: René Eichler 15.01.11 - 12:00

    Hallo
    Ich glaube ja dass es immer noch genau so viel Materie wie Antimaterie gibt.
    Und die Antimaterie bildet auch keine separaten Anhäufungen sondern sie ist überall in unserer Umgebeung zu finden.
    So besteht die Milchstraße z.B. zu großen Teilen aus Antisternen.
    Selbst die Sonne und die Planeten besitzen einen Kern aus Antimaterie.
    Wer Interesse hat kann sich ja mal meine Theorie ansehen.
    www.antimateriestern.de
    LG René

  13. Re: antimaterie vs dunkle materie

    Autor: GodsBoss 04.02.11 - 23:36

    > > Verwechselt hier jemand Antimaterie mit dunkler Materie? Von letzterem
    > > Vermutet man, dass es sie gibt, weiß aber nicht wo und aus was sie
    > besteht,
    > > weiß man auch nicht so recht.
    > >
    > > "Wo steckt sie nur?
    > >
    > > Antimaterie stellt Wissenschaftler noch immer vor ein Rätsel.
    > Theoretisch
    > > müsste es genauso viel Antimaterie geben wie Materie - beide müssten
    > beim
    > > Urknall in gleicher Menge entstanden sein. Doch bisher sind noch keine
    > > Himmelskörper entdeckt worden, die aus Antimaterie bestehen. Der
    > Verbleib
    > > der Antimaterie ist unbekannt. "
    > >
    > > Materie und Antimaterie haben nach dem Urknall miteinander reagiert und
    > > wenn es genausoviel Antimaterie gegeben hat, wie Materie, dann würde es
    > uns
    > > nicht geben, weil sich Materie und Antimaterie gegenseitig aufgehoben
    > > hätten. Da es aber Materie gibt, muss es zu Zeiten des Urknalls (ach ja,
    > > damals... *in Erinnerungen schwelg*) mehr Materie gegeben haben als
    > > Antimaterie. Wenn Antimaterie erzeugt wird, dann reagiert sie sofort mit
    > > vorhandener Materie - *zzzzBruzelzzzz* und ist nicht mehr da. Daher
    > gibts
    > > auch keine Planeten aus Antimaterie. Genug Materie zum *bruzzeln* der
    > > Dinger gibts ja noch um uns rum ;-)
    >
    > Nicht unbedingt :) Es gibt auch einige Theorie die davon ausgehen das es
    > immer noch "isoliert" Antimaterie im Universum gibt... alles sehr Mysteriös
    > :)

    Das Problem ist, dass die Struktur zumindest des sichtbaren Universums (es soll allerdings mindestens 250 Mal so groß sein) überhaupt keine echt isolierten Bereiche zeigt – Grenzgebiete zwischen Materie und Antimaterie müssten dann Annihilationsstrahlung erzeugen, diese wird allerdings nicht beobachtet. Wenn also irgendwo größere Mengen Antimaterie lauern, sollten sie mindestens 47 Milliarden Lichtjahre weit weg sein.

    Siehe: Antimaterie im Universum

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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