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In einer Gesellschaft...
Autor: demon driver 23.11.22 - 09:15
..., die ein halbwegs auskömmliches Leben dem, der kein Vermögen erbt, im Zweifel nur unter lebenslanger Vollzeiterwerbsarbeit bei fremder Anleitung ermöglicht, die jedem wiederum einen Großteil des wachen Lebens stiehlt, während weniger ausbeuterische, weniger zeitintensive, menschenwürdigere Arbeits- und Produktionsverhältnisse nicht nur denkbar, sondern auch möglich wären, wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht unterwerfen wollen.
Die vielleicht 215.000 ¤, die jenes Gold eingeschmolzen wert sind, reichen allerdings nicht, um sich zur Ruhe zu setzen, nicht mal für einen. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: Oktavian 23.11.22 - 09:19
>.... wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht unterwerfen
> wollen.
Ich hab das mal etwas gekürzt. In jeder Gesellschaft gibt es Regel. Und in jeder Gesellschaft, von der einfachen Stammesgesellschaft auf Steinzeit-Niveau bis zur heutigen globalen High-Tech-Gesellschaft, von der kapitalistischen bis zur kommunistischen, egal in welcher, es gab und gibt immer Menschen, die sich nicht an die Regeln der Gesellschaft halten wollen. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: VirusBlackBox 23.11.22 - 09:42
Oktavian schrieb:
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> in jeder Gesellschaft, von der einfachen Stammesgesellschaft auf
> Steinzeit-Niveau bis zur heutigen globalen High-Tech-Gesellschaft, von der
> kapitalistischen bis zur kommunistischen, egal in welcher, es gab und gibt
> immer Menschen, die sich nicht an die Regeln der Gesellschaft halten
> wollen.
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und pauschalisiere das sich zu keiner Zeit, an keinem Ort dieser Erde auch nur ein Mensch immer an die gesellschaftlichen Regeln gehalten hat.
Auch wenn mir die christliche Religion nicht zusagt möchte ich zitieren: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein..." -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: notuf 23.11.22 - 09:57
demon driver schrieb:
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> ..., die ein halbwegs auskömmliches Leben dem, der kein Vermögen erbt, im
> Zweifel nur unter lebenslanger Vollzeiterwerbsarbeit bei fremder Anleitung
> ermöglicht, die jedem wiederum einen Großteil des wachen Lebens stiehlt,
> während weniger ausbeuterische, weniger zeitintensive, menschenwürdigere
> Arbeits- und Produktionsverhältnisse nicht nur denkbar, sondern auch
> möglich wären, wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht unterwerfen
> wollen.
>
> Die vielleicht 215.000 ¤, die jenes Gold eingeschmolzen wert sind, reichen
> allerdings nicht, um sich zur Ruhe zu setzen, nicht mal für einen.
Es gibt in unserer Gesellschaft andere Wege sich nicht zu unterwerfen. Diebstahl von Kulturgütern ist kein Protest und erst Recht kein Mundraum. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: demon driver 23.11.22 - 10:00
Oktavian schrieb:
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> >.... wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht unterwerfen
> > wollen.
>
> Ich hab das mal etwas gekürzt.
Verkürzt. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: demon driver 23.11.22 - 10:11
notuf schrieb:
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> demon driver schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > ..., die ein halbwegs auskömmliches Leben dem, der kein Vermögen erbt, im
> > Zweifel nur unter lebenslanger Vollzeiterwerbsarbeit bei fremder Anleitung
> > ermöglicht, die jedem wiederum einen Großteil des wachen Lebens stiehlt,
> > während weniger ausbeuterische, weniger zeitintensive, menschenwürdigere
> > Arbeits- und Produktionsverhältnisse nicht nur denkbar, sondern auch
> > möglich wären, wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht unterwerfen
> > wollen.
> >
> > Die vielleicht 215.000 ¤, die jenes Gold eingeschmolzen wert sind, reichen
> > allerdings nicht, um sich zur Ruhe zu setzen, nicht mal für einen.
>
> Es gibt in unserer Gesellschaft andere Wege sich nicht zu unterwerfen.
Zweifellos, aber Menschen machen es sich gerne einfach. Das kriegen sie ja auch von klein an als "ökonomisches Prinzip" beigebracht.
> Diebstahl von Kulturgütern ist kein Protest und erst Recht kein Mundraum.
> Dafür gibt es keine Rechtfertigung.
Ich will das gar nicht gutheißen, ich habe lediglich einen Zusammenhang formuliert.
Gleichzeitig stimme ich aber auch nicht in die Klagen über den fürchterlichen Verlust ein. Der entscheidende Nutzen für die Geschichtsforschung und die Kulturwissenschaften entstand durch den Fund, nicht durch dessen Aufbewahren. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: Oktavian 23.11.22 - 10:15
> Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und pauschalisiere das sich zu
> keiner Zeit, an keinem Ort dieser Erde auch nur ein Mensch immer an die
> gesellschaftlichen Regeln gehalten hat.
> Auch wenn mir die christliche Religion nicht zusagt möchte ich zitieren:
> "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein..."
Das ist richtig. Es gibt aber durchaus unterschiedliche Grade der Übertretung und unterschiedliche Wichtigkeit von Regeln. Deshalb sanktionieren wir manche Regelverstöße mit einer Verwarnung und ein paar EUR Verwarnungsgeld, andere mit lebenslanger Haft. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: Tantalus 23.11.22 - 10:45
demon driver schrieb:
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> Zweifellos, aber Menschen machen es sich gerne einfach. Das kriegen sie ja
> auch von klein an als "ökonomisches Prinzip" beigebracht.
"Es sich einfach machen" hat nichts mit irgendwelchen ökonomischen Prinzipien zu tun, denn sonst hätten unsere Vorfahren niemals den Faustkeil entwickelt (auch der macht nur Sachen einfacher, die auch ohne irgendwie gingen).
Gruß
Tantalus
___________________________
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: demon driver 23.11.22 - 10:49
Tantalus schrieb:
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> demon driver schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Zweifellos, aber Menschen machen es sich gerne einfach. Das kriegen sie ja
> > auch von klein an als "ökonomisches Prinzip" beigebracht.
>
> "Es sich einfach machen" hat nichts mit irgendwelchen ökonomischen
> Prinzipien zu tun, denn sonst hätten unsere Vorfahren niemals den Faustkeil
> entwickelt (auch der macht nur Sachen einfacher, die auch ohne irgendwie
> gingen).
Na, das ist doch ein hervorragendes Beispiel für meine Aussage! Der Goldraub war ja genau dasselbe; eine einmalige Anstrengung, um sich danach Sachen einfacher zu machen. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: Tantalus 23.11.22 - 10:56
demon driver schrieb:
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> Na, das ist doch ein hervorragendes Beispiel für meine Aussage! Der
> Goldraub war ja genau dasselbe; eine einmalige Anstrengung, um sich danach
> Sachen einfacher zu machen.
Wow, das ist ja mal ein bescheuerter Vergleich. Wem macht der Goldraub was genau einfacher?
Gruß
Tantalus
___________________________
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: demon driver 23.11.22 - 11:01
Tantalus schrieb:
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> demon driver schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Na, das ist doch ein hervorragendes Beispiel für meine Aussage! Der
> > Goldraub war ja genau dasselbe; eine einmalige Anstrengung, um sich danach
> > Sachen einfacher zu machen.
>
> Wow, das ist ja mal ein bescheuerter Vergleich. Wem macht der Goldraub was
> genau einfacher?
Na denen, die ihn geraubt haben, genauso wie denen, die den Faustkeil entwickelt haben. Oder meinst du, die hätten das gemacht, weil sie damit der Menschheit einen Fortschritt verschafft haben? -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: hiDDen 24.11.22 - 12:05
demon driver schrieb:
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> ..., die ein halbwegs auskömmliches Leben dem, der kein Vermögen erbt, im
> Zweifel nur unter lebenslanger Vollzeiterwerbsarbeit bei fremder Anleitung
> ermöglicht, die jedem wiederum einen Großteil des wachen Lebens stiehlt,
> während weniger ausbeuterische, weniger zeitintensive, menschenwürdigere
> Arbeits- und Produktionsverhältnisse nicht nur denkbar, sondern auch
> möglich wären, wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht unterwerfen
> wollen.
>
Ich möchte mich dem auch nicht unterwerfen. Deshalb *nieder mit dem Sozialismus*. -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: demon driver 24.11.22 - 13:32
hiDDen schrieb:
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> demon driver schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > ..., die ein halbwegs auskömmliches Leben dem, der kein Vermögen erbt, im
> > Zweifel nur unter lebenslanger Vollzeiterwerbsarbeit bei fremder Anleitung
> > ermöglicht, die jedem wiederum einen Großteil des wachen Lebens stiehlt,
> > während weniger ausbeuterische, weniger zeitintensive, menschenwürdigere
> > Arbeits- und Produktionsverhältnisse nicht nur denkbar, sondern auch
> > möglich wären, wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht unterwerfen
> > wollen.
> >
> Ich möchte mich dem auch nicht unterwerfen. Deshalb *nieder mit dem
> Sozialismus*.
HAHAHA! Welcher "Sozialismus"? Siehst du etwa irgendwo einen? Weißt du überhaupt, nicht nur was das war, sondern was das ist und was das sein kann? -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: Schnookerippsche 24.11.22 - 14:30
Kommunismus funktioniert nicht. Schnallt das endlich.
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Re: In einer Gesellschaft...
Autor: demon driver 24.11.22 - 15:23
Schnookerippsche schrieb:
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> Kommunismus funktioniert nicht. Schnallt das endlich.
Ah, ein Topchecker!
Gleich vier Sach- und Logikfehler in so wenigen Worten...
1. Was hat "Kommunismus" mit der Diskussion zu tun, inwieweit das ökonomische Prinzip eine ähnliche Relation zum Faustkeil hat wie zum Goldraub?
2. Ob "Kommunismus" funktioniert, kann niemand sagen; er wurde noch nie ausprobiert.
3. Was sich definitiv sagen lässt, ist, dass der Kapitalismus als Weltbetriebssystem nicht funktioniert, der mittlerweile um Größenordnungen mehr Opfer gefordert hat als Faschismus und Realsozialismus zusammen, und der gerade konkret dabei ist, die Lebensgrundlagen des Planeten irreversibel zu zerstören.
4. Wieso überhaupt "Kommunismus"? Wieso sollte, selbst wenn man sagte, der Kapitalismus muss weg, "Kommunismus", mal egal, was man darunter verstehen wollte, die einzige Alternative sein?
*kopfschüttel* -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: negiup 24.11.22 - 19:31
demon driver schrieb:
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> ..., die ein halbwegs auskömmliches Leben dem, der kein Vermögen erbt, im
> Zweifel nur unter lebenslanger Vollzeiterwerbsarbeit bei fremder Anleitung
> ermöglicht, die jedem wiederum einen Großteil des wachen Lebens stiehlt,
> während weniger ausbeuterische, weniger zeitintensive, menschenwürdigere
> Arbeits- und Produktionsverhältnisse nicht nur denkbar, sondern auch
> möglich wären, wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht unterwerfen
> wollen.
>
> Die vielleicht 215.000 ¤, die jenes Gold eingeschmolzen wert sind, reichen
> allerdings nicht, um sich zur Ruhe zu setzen, nicht mal für einen.
Genau! Unterwerft euch nicht dem Joch der Museen! -
Re: In einer Gesellschaft...
Autor: demon driver 24.11.22 - 21:59
negiup schrieb:
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> demon driver schrieb:
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> > ..., die ein halbwegs auskömmliches Leben dem, der kein Vermögen erbt,
> im
> > Zweifel nur unter lebenslanger Vollzeiterwerbsarbeit bei fremder
> Anleitung
> > ermöglicht, die jedem wiederum einen Großteil des wachen Lebens stiehlt,
> > während weniger ausbeuterische, weniger zeitintensive, menschenwürdigere
> > Arbeits- und Produktionsverhältnisse nicht nur denkbar, sondern auch
> > möglich wären, wird es immer Menschen geben, die sich dem nicht
> unterwerfen
> > wollen.
> >
> > Die vielleicht 215.000 ¤, die jenes Gold eingeschmolzen wert sind,
> reichen
> > allerdings nicht, um sich zur Ruhe zu setzen, nicht mal für einen.
>
> Genau! Unterwerft euch nicht dem Joch der Museen!
Wut?



