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Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

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  1. Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: daDADDy 30.10.18 - 15:26

    ... wird die Raumfahrt dominieren, wenn nicht gar kontrollieren.

    Und laut diesem - IMHO - schön aufgereiteten Podcast:

    https://raumzeit-podcast.de/2013/07/05/rz054-space-elevator/

    wird das ganze mal etwas näher erläutert.

  2. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: px 30.10.18 - 15:29

    Glaube ich auch. Wer in der Lage ist, Mensch und Material ohne Raketentechnik in die Umlaufbahn zu schaffen, hat den Trumpf.

  3. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Sharra 30.10.18 - 15:36

    Ja, und nein.
    Es gibt nur sehr wenige Punkte auf der Erde, wo man so ein Teil überhaupt betreiben kann.
    Diese haben dann eine begrenzte Kapazität, welche sich nicht beliebig steigern lässt.

    Klar ist, wer so ein Ding betreibt, verdient sich wohl dumm und dusselig. Aber ein Aufzug macht noch keine Weltherrschaft.

    Die klassische Raketentechnik wird noch eine ganze Weile parallel existieren. Einfach aus Gründen der Kapazität im Sinne von Volumen und Zeit. Wenn der Fahrstuhl ausgebucht ist, startet man wieder Raketen. Ist die Fracht zu groß, oder sogar zu schwer, startet man Raketen.

  4. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Sinnfrei 30.10.18 - 15:39

    Was wohl eine Versicherung für das Seil kostet? Wenn das reißt könnte es ganze Großstädte verwüsten.

    __________________
    ...

  5. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Muhaha 30.10.18 - 15:41

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die klassische Raketentechnik wird noch eine ganze Weile parallel
    > existieren. Einfach aus Gründen der Kapazität im Sinne von Volumen und
    > Zeit. Wenn der Fahrstuhl ausgebucht ist, startet man wieder Raketen. Ist
    > die Fracht zu groß, oder sogar zu schwer, startet man Raketen.

    Man kann auch Raketen starten, die gar in die Umlaufbahn vordingen sollen, sondern den Fahrstuhl anfliegen :)

    Nein, Kenntnisse, die den Bau eines solchen Fahrstuhls ermöglichen, lassen sich nicht lange geheimhalten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass alleine nur durch wissenschaftliche Veröffentlichungen bald jeder über das nötige Grundlagenwissen verfügt und für den Rest hat man die gute, alte Industriespionage.

  6. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Akaruso 30.10.18 - 15:42

    Das Seil ist ja auch nur ein Problem von sicherlich vielen. Zu beachten ist ja auch z. B. der Energiebedarf. Und was ist z. B. mit Wind und anderen Einflüssen. Es könnte sich auf Tau absetzen, der dann friert. Die Masse des Seils würde sich damit schlagartig deutlich erhöhen.
    Und das sind nur die Probleme, die mir ganz spontan eingefallen sind.

    Vermutlich wird es aus Kostengründen wieder auf eine internationale Lösung herauslaufen.

  7. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Sharra 30.10.18 - 15:43

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was wohl eine Versicherung für das Seil kostet? Wenn das reißt könnte es
    > ganze Großstädte verwüsten.


    Wird wohl kaum teurer werden als ein Atomkraftwerk zu versichern. Den realistisch zu erwartenden Maximalschaden bekommst du nirgends versichert.

  8. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Muhaha 30.10.18 - 15:45

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was wohl eine Versicherung für das Seil kostet? Wenn das reißt könnte es
    > ganze Großstädte verwüsten.

    Wenn man keine Sicherheitsvorkehrungen einbaut, könnte der auf den Boden fallende Teil entsprechende Verwüstungen anrichten.

    Ansonsten hilft es wahrscheinlich, die Seilkonstruktion (das wird ja nicht EIN simples Seil sein, sondern ein ganzes Kabelbündel samt technischem Schnickschnack) bis zu einer bestimmten Höhe in absprengbare Abschnitte zu unterteilen, die dann an Fallschirmen zu Boden gleiten. Der Rest entschwindet erstmal in den Orbit und wird bei Wiedereintritt verglühen.

  9. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: daDADDy 30.10.18 - 15:45

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, und nein.
    > Es gibt nur sehr wenige Punkte auf der Erde, wo man so ein Teil überhaupt
    > betreiben kann.
    > Diese haben dann eine begrenzte Kapazität, welche sich nicht beliebig
    > steigern lässt.

    Diese begrenzte Kapazität ist deutlich größer als bei Raketen. Ganz zu schweigen von dem Kostenfaktor. Ca. 20.000 $/kg für bei Raketen gegenüber geschätzten 300-500 $/kg bei einem Weltraumfahrstuhl.

    > Klar ist, wer so ein Ding betreibt, verdient sich wohl dumm und dusselig.
    > Aber ein Aufzug macht noch keine Weltherrschaft.

    Nicht Weltherrschaft, sondern Vorherrschaft im All durch überlegene Transportkapazität.

    > Die klassische Raketentechnik wird noch eine ganze Weile parallel
    > existieren. Einfach aus Gründen der Kapazität im Sinne von Volumen und
    > Zeit. Wenn der Fahrstuhl ausgebucht ist, startet man wieder Raketen. Ist
    > die Fracht zu groß, oder sogar zu schwer, startet man Raketen.

    Auch hier ist genau das Gegenteil der Fall. Selbst die größten Raketen haben eine Nutzlast von ca. 20 t. Mit einem Weltraumfahrstuhl wäre es möglich ein vielfaches dessen zu transportieren. Das ganze kombiniert mit geringen Transportkosten und der Möglichkeit ohne Treibstoff bis in zum Saturn zu kommen erklärt die Vorteile des Weltraumfahrstuhls. Natürlich nur für den/die, welche Zugang dazu haben. Alle anderen müssen logischerweise weiterhin mit Raketen fliegen - oder sich einen möglichen Standort für einen eigenen Weltraumfahrstuhl suchen.

    Ich bin gespannt, ob ich die Verwirklichung dieser Technologie noch erleben darf.

  10. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Sharra 30.10.18 - 15:45

    Die Frostproblematik wurde bereits adressiert. Man könnte das Seil tatsächlich heizen. Knapp über 2°C würde ausreichen. Und das müsste man auch nur Abschnittsweise machen.
    Und der Energiebedarf wäre in der Tat relativ gering. Zum Hochfahren brauchst du Energie, das ist richtig. Den Großteil davon generiert aber die Gegenkabine, die gleichzeitig runterkommt. Im Grunde musst du nur die Differenz aufwenden, wenn die aufwärts fahrende Kabine mehr Masse hat.

  11. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Peter Brülls 30.10.18 - 15:47

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, und nein.
    > Es gibt nur sehr wenige Punkte auf der Erde, wo man so ein Teil überhaupt
    > betreiben kann.


    Naja, auf dem Äquator. Was begrenzt denn noch? Geologische Stabilität?

  12. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: MeinSenf 30.10.18 - 15:47

    Ab welcher Reissstelle fliegt ein Teil des Seils ins All und der Rest stürzt zu Boden?
    Also welche maximale Länge könnte wieder runterkommen?

  13. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: daDADDy 30.10.18 - 15:50

    Akaruso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Seil ist ja auch nur ein Problem von sicherlich vielen. Zu beachten ist
    > ja auch z. B. der Energiebedarf. Und was ist z. B. mit Wind und anderen
    > Einflüssen. Es könnte sich auf Tau absetzen, der dann friert. Die Masse des
    > Seils würde sich damit schlagartig deutlich erhöhen.
    > Und das sind nur die Probleme, die mir ganz spontan eingefallen sind.

    Der Energiebedarf bei Betrieb ist relativ überschaubar - das macht ja einen der Vorteile gegenüber Raketen aus.

    Wind und Tau sind nur in den ersten ca. 10 km ein Problem. Bei einer Gesamtlänge des Seils von ca. 144.000 km ist das vernachlässigbar. Bzw. Schwingungen im Seil sind im Betrieb sowieso zu erwarten und müssen permanent kompensiert werden.

    > Vermutlich wird es aus Kostengründen wieder auf eine internationale Lösung
    > herauslaufen.

    Hoffentlich.

  14. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Tantalus 30.10.18 - 15:52

    MeinSenf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ab welcher Reissstelle fliegt ein Teil des Seils ins All und der Rest
    > stürzt zu Boden?
    > Also welche maximale Länge könnte wieder runterkommen?

    AFAIK ist die Reisstelle egal, der obere Teil wird immer ins All entschwinden, der untere Teil immer zur Erde zurückstürzen. Wenn ich soetwas bauen würde, würde ich eine Sollbruchstelle irgendwo zwischen 50 und 100km einbauen, und dann dafür sorgen, dass westlich der Basis (durch die Erdrotation wird das Seil AFAIK immer richtung Westen fallen) möglichst wenig besiedeltes Gebiet ist. Man könnte vermutlich die Basis auch in Form einer schwimmenden Plattform im Ozean bauen, da ist dann definiv genug Platz drum herum.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  15. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: daDADDy 30.10.18 - 15:52

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Naja, auf dem Äquator. Was begrenzt denn noch? Geologische Stabilität?

    Ja, auf dem Äquator, wg. Geostationär.

    Im Idealfall baut man das ganze schwimmend um zum einen Schwingungen ausgleichen zu können und im Fall eines z.B. Kabinenabsturzes nicht gerade die nächsten Großstadt platt zu machen.

  16. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: daDADDy 30.10.18 - 15:57

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MeinSenf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ab welcher Reissstelle fliegt ein Teil des Seils ins All und der Rest
    > > stürzt zu Boden?
    > > Also welche maximale Länge könnte wieder runterkommen?
    >
    > AFAIK ist die Reisstelle egal, der obere Teil wird immer ins All
    > entschwinden, der untere Teil immer zur Erde zurückstürzen. Wenn ich
    > soetwas bauen würde, würde ich eine Sollbruchstelle irgendwo zwischen 50
    > und 100km einbauen, und dann dafür sorgen, dass westlich der Basis (durch
    > die Erdrotation wird das Seil AFAIK immer richtung Westen fallen) möglichst
    > wenig besiedeltes Gebiet ist. Man könnte vermutlich die Basis auch in Form
    > einer schwimmenden Plattform im Ozean bauen, da ist dann definiv genug
    > Platz drum herum.
    >
    > Gruß
    > Tantalus

    Nein ist er nicht. Wenn z.B. die unteren 10 km abreißen, verschiebt sich der Schwerpunkt des Gesamtsystems nur minimal. Immerhin ist das Gesamte Seil bzw. die Konstruktion ca. 144.000 km lang. Einmal mit einer Wartungscrew von oben runterfahren und die letzten 10 km wieder ausbessern, fertig.

    Problematischer sind Einschläge von 'Space Debris'. Aber die machen wohl eher ein Loch in die Seilkonstruktion - da dort Energien herrschen, die solch ein Seil tatsächlich beschädigen können.

  17. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Tantalus 30.10.18 - 16:03

    daDADDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein ist er nicht. Wenn z.B. die unteren 10 km abreißen, verschiebt sich
    > der Schwerpunkt des Gesamtsystems nur minimal. Immerhin ist das Gesamte
    > Seil bzw. die Konstruktion ca. 144.000 km lang. Einmal mit einer
    > Wartungscrew von oben runterfahren und die letzten 10 km wieder ausbessern,
    > fertig.

    Was hat denn der Schwerpunkt damit zu tun? Das äussere Gegengewicht muss das Seil auf Spannung halten, das heisst, egal wo das Seil reisst, das Gegengewicht wird aufgrund der Fliehkraft immer richtung Weltall verschwinden und alles mitnehmen, was noch dran hängt. Und alles was noch mit der Erde verbunden ist, wird wieder richtung Erde fallen, weil ja nix mehr da ist, was dran zieht (ausser der Erde halt).

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  18. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: User_x 30.10.18 - 16:06

    glaub nicht dran.

    Rein auf Fliehkräfte würde ich mich da nicht festlegen. Wenn benötigt es mindestens irgendwie eine Struktur. Also eher sowas wie einen steifen Flügel aus diesem Stoff bauen... als Rampe in etwa...?

  19. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: a user 30.10.18 - 16:08

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > daDADDy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein ist er nicht. Wenn z.B. die unteren 10 km abreißen, verschiebt sich
    > > der Schwerpunkt des Gesamtsystems nur minimal. Immerhin ist das Gesamte
    > > Seil bzw. die Konstruktion ca. 144.000 km lang. Einmal mit einer
    > > Wartungscrew von oben runterfahren und die letzten 10 km wieder
    > ausbessern,
    > > fertig.
    >
    > Was hat denn der Schwerpunkt damit zu tun? Das äussere Gegengewicht muss
    > das Seil auf Spannung halten, das heisst, egal wo das Seil reisst, das
    > Gegengewicht wird aufgrund der Fliehkraft immer richtung Weltall
    > verschwinden und alles mitnehmen, was noch dran hängt. Und alles was noch
    > mit der Erde verbunden ist, wird wieder richtung Erde fallen, weil ja nix
    > mehr da ist, was dran zieht (ausser der Erde halt).
    >
    > Gruß
    > Tantalus

    Weil das Gegengewicht das langen oberenstücks eine geringere Beschleuningung bracuh um die das kleineren nach unten fallenden Stücks auszugleichen. Und ist diese Beschleunigung klein genug wird es der Erdbeschleunigung nicht entkommen und am Ende wieder runter fallen, d.h. es fliegt es nach oben und dann wieder runter.

  20. Re: Wer den Weltraumfahrstuhl baut ...

    Autor: Peter Brülls 30.10.18 - 16:19

    daDADDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Naja, auf dem Äquator. Was begrenzt denn noch? Geologische Stabilität?
    >
    > Ja, auf dem Äquator, wg. Geostationär.

    Der Teil ist klar. Auch wenn Perry rhodan neo es verbockt hatte. 😃

    >
    > Im Idealfall baut man das ganze schwimmend um zum einen Schwingungen
    > ausgleichen zu können und im Fall eines z.B. Kabinenabsturzes nicht gerade
    > die nächsten Großstadt platt zu machen.

    Naja, küstennahe bietet sich an, damit es im Ozean landet.

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