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das würde ja heißen...

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  1. das würde ja heißen...

    Autor: Solarthermiker 29.04.10 - 13:26

    ... es gäbe eine sinnvolle Kombination von Photovoltaik und Solarthermie. Also in der ersten Schicht durchdringt das Licht die durchlässige Photovoltaik-Schicht und erzeugt Strom und wird dann in die Schicht der Solarthermie geleitet, wo Wärme erzeugt wird. Wenn das gelingt, wäre das revolutionär.

    Super.

  2. Re: das würde ja heißen...

    Autor: fdds 29.04.10 - 13:53

    das wär tatsächlich ein richtiger Fortschritt, aber ob sich das auch lohnt? Der Vorteil von Solarthermie gegenüber Photovoltaik ist doch der Preis. Lieber 2 Solarthermie-Kraftwerke hinstellen als ein Hybridkraftwerk

  3. Re: das würde ja heißen...

    Autor: Solarthermiker 29.04.10 - 14:13

    Das ist unbestritten, es wird aber vielleicht doch interessant für kleinere Dächer, dort, wo der Platz für getrennte Varianten nicht vorhanden ist. Also für Einfamilienhäuser um tagsüber die Wärme zu speichern und den Standby-Strom des Tages zu decken.

  4. Re: das würde ja heißen...

    Autor: gibt es schon 29.04.10 - 14:28

    Kollektoren, welche solarthermie und PV kombinieren gibt es schon. Das Problem ist bisher, dass der Wirkungsgrad der PV Kollektoren mit der Temperatur fällt, während er bei solarthermischen Kollektoren steigt. Somit ist es schwierig beide Techniken zu komibieren. Ich denke nicht, dass dieses neue Material daran etwas ändert. Für reine PV oder thermische Kollektoren klingt es aber interessant.

  5. Re: das würde ja heißen...

    Autor: Tantalus 29.04.10 - 16:06

    gibt es schon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kollektoren, welche solarthermie und PV kombinieren gibt es schon. Das
    > Problem ist bisher, dass der Wirkungsgrad der PV Kollektoren mit der
    > Temperatur fällt, während er bei solarthermischen Kollektoren steigt.

    Hmmm... Mir kommt da so spontan die Idee, PV-Panels mit Wasser (oder einer anderen geeigneten Flüssigkeit) zu kühlen und die dabei abgeführte Wärme wie z.B. bei einer Wärmepunpenanlage zu nutzen. Wäre das möglich?

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  6. Re: das würde ja heißen...

    Autor: gibt es schon 29.04.10 - 16:13

    Bin mir nich sicher, aber:

    Ich glaube, dass das Temperaturniveau welches so ein PV-Panel erreicht nicht ausreichend ist, um Wasser (oder Wasser/Glykol) nutzbar zu erwärmen (für die Trinkwassererwärmung ist 60°C) das Minimum. Deswegen ist beim thermischen Kollektor der Absorber ja so wichtig. Ein PV-Panel wird den wohl nicht ersetzen können.

  7. Re: das würde ja heißen...

    Autor: grueni 29.04.10 - 16:15

    Das ist sicher möglich. Allerdings frage ich mich, ob das sinnvoll ist.

    thermischer Kollektor: möglichst gut isoliert, damit die Wärme nicht wieder abgegeben wird

    photovoltaik Panel: thermisch möglichst schlecht isoliert, damit es sich nicht aufheizt.

    Das erscheint mir doch sehr gegensätzlich.

    Wenn ich jetzt die beiden kombiniere und eine Wärmepumpe dazu tu, dann bekomm ich die Wärme sicher heraus. Allerdings bekomm ich die Wärme auch durch einen rein thermischen Kollektor, den ich neben ein PV-Panel stelle. Und da brauch ich nur eine Umwältzpumpe, die weniger el. Energie verbraucht als eine Wärmepumpe.

    lg

  8. Re: das würde ja heißen...

    Autor: Tantalus 29.04.10 - 16:16

    gibt es schon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (für die Trinkwassererwärmung ist 60°C) das Minimum.

    Kommen Wärmepumpen nicht mit wesentlich geringeren Temperaturen aus? oO Zumindest deckt sich mein begrenztes Wissen in der Hinsicht mit dem, was Wikipedia hergibt.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  9. Re: das würde ja heißen...

    Autor: gibt es schon 29.04.10 - 16:21

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gibt es schon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > (für die Trinkwassererwärmung ist 60°C) das Minimum.
    >
    > Kommen Wärmepumpen nicht mit wesentlich geringeren Temperaturen aus? oO
    > Zumindest deckt sich mein begrenztes Wissen in der Hinsicht mit dem, was
    > Wikipedia hergibt.
    >
    > Gruß
    > Tantalus


    das TRINKWASSER muss wegen des Legionellenschutzes mind. auf 60°C erwärmt worden sein, um es als solches benutzen zu dürfen. Alles was darunter liegt könnte zur Heizungsunterstützung (Fußbodenheizung) genutz werden.
    Dabei fällt mir auch noch ein, dass die Fläche von PV-Anlagen meist viel größer ist als die von thermischen Solaranlagen. Wohin also mit dem ganzen "Kühlwasser" im Sommer?

  10. Re: das würde ja heißen...

    Autor: Tantalus 29.04.10 - 16:25

    grueni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > thermischer Kollektor: möglichst gut isoliert, damit die Wärme nicht wieder
    > abgegeben wird
    >
    > photovoltaik Panel: thermisch möglichst schlecht isoliert, damit es sich
    > nicht aufheizt.

    Letzteres ist vollkommen nebensächlich, da die Kühlung des Panels dann durch die Flüssigkeit erfolgen würde. Damit kann auch das PV-Panel gut isoliert sein, ohne sich zu sehr aufzuheizen.

    > Und da brauch ich nur eine Umwältzpumpe, die weniger el. Energie verbraucht
    > als eine Wärmepumpe.

    Stimmt, der el. Energieverbrauch der Wärmepumpe würde die Gesamtbilanz dieser Kombination vermutlich wieder zunichte machen. :-/
    Andererseits könnte man ja die Kühlflüssigkeit nutzen, um z.B. Warmwasser "vorzuheizen". Dafür bräuchte man auch nur eine kleine Umwälzpumpe, und wenn das Warmwasser nicht mehr von z.B. 10°C, sondern nur noch von 20°C auf die erforderlichen 60° erwärmt werden muss, spart das sicher auch schon einiges an Energie.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  11. Re: das würde ja heißen...

    Autor: Tantalus 29.04.10 - 16:27

    gibt es schon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das TRINKWASSER muss wegen des Legionellenschutzes mind. auf 60°C erwärmt
    > worden sein, um es als solches benutzen zu dürfen.

    Ok, ist ein Argument. Dennoch könnte die Wärme genutzt werden, um das Trinkwasser vorzuheizen (wie weiter unten angesprochen).

    > Alles was darunter liegt
    > könnte zur Heizungsunterstützung (Fußbodenheizung) genutz werden.
    > Dabei fällt mir auch noch ein, dass die Fläche von PV-Anlagen meist viel
    > größer ist als die von thermischen Solaranlagen. Wohin also mit dem ganzen
    > "Kühlwasser" im Sommer?

    Auch im Sommer braucht man warmes Wasser. ;-)

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  12. Re: das würde ja heißen...

    Autor: gibt es schon 29.04.10 - 16:43

    Ja, warm duschen im Sommer ftw! ;)

    Fakt ist allerdings auch, dass die Strahlung 100% entspricht und ich mit Solathermie davon ca. 80% nutzen kann, während es bei PV ca. 15% sind.
    Falls es möglich wäre beides ohne große Verluste zu kombinieren, wär das klasse.

    Vielleicht ein Dünnschicht-PV-Modul als Absorber benutzen? lässt das die Strahlung noch teilweise durch? da könnte man ja was mit dem neuen Material aus dem Artikel machen. Hauptsache es wird weniger refklektiert.

  13. Re: das würde ja heißen...

    Autor: grueni 29.04.10 - 16:49

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch im Sommer braucht man warmes Wasser. ;-)

    Ja, aber im Sommer lass ich einen thermischen Kollektor auf 100° aufheizen und greif dort die Wärme ab. Im Winter könnte die Wärmepumpe interessant sein.

    Bzgl. Kühlung von PV kann ich ohne Wärmepumpe fast auf Luft-Außentemperatur kühlen (<30°). Mit Wärmepumpe komm ich weiter drunter, allerdings braucht dann die Wärmepumpe weniger Energie, wenn das heiße Ende der Wärmepumpe möglichst kühl liegt. Somit halt ich das kalte Ende lieber in die Umgebungsluft als in einen Warmwasserboiler mit > 60°.

    Ich kann das leider nicht gut erklären, da müßte jemand etwas schreiben, der von Thermodynamik Ahnung hat. Selber hab ich das nur marginal verstanden.

  14. Re: das würde ja heißen...

    Autor: rotuA 29.04.10 - 16:50

    Oha, es gibt hier bei Golem ja doch noch gehaltvolle Unterhaltungen. :)

  15. Re: das würde ja heißen...

    Autor: grueni 29.04.10 - 16:51

    grueni schrieb:
    > ... Somit halt ich das kalte Ende lieber in die
    > Umgebungsluft als in einen Warmwasserboiler mit > 60°...

    Hoppla, hätt natürlich das heiße Ende schreiben müssen

  16. Re: das würde ja heißen...

    Autor: gibt es schon 29.04.10 - 16:56

    terhmodynamisch gilt auf jeden Fall immer:
    je größer die Temperaturdifferenz (zB zw. VL und RL) desto mehr Energie lässt sich raushohlen (Wärmepumpe) oder muss ich reinstecken (Heizung).

  17. Re: das würde ja heißen...

    Autor: Tantalus 29.04.10 - 17:05

    gibt es schon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > terhmodynamisch gilt auf jeden Fall immer:
    > je größer die Temperaturdifferenz (zB zw. VL und RL) desto mehr Energie
    > lässt sich raushohlen (Wärmepumpe) oder muss ich reinstecken (Heizung).

    Genau deshalb will ich ja das Warmwasser mit dem Kühlwasser der PV-Anlage vorheizen. ;-)
    Weil dann weniger Energie nötig ist, um das Wasser auf seine geforderte Endtemperatur zu bringen. ;-)

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  18. Re: das würde ja heißen...

    Autor: Tantalus 29.04.10 - 17:06

    Jo, erstaunlich aber wahr. *fg* Gleich im Kalender ankreuzen. ;-)

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  19. Re: das würde ja heißen...

    Autor: grueni 29.04.10 - 17:06

    gibt es schon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > terhmodynamisch gilt auf jeden Fall immer:
    > je größer die Temperaturdifferenz (zB zw. VL und RL) desto mehr Energie
    > lässt sich raushohlen (Wärmepumpe) oder muss ich reinstecken (Heizung).

    Lt. href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wärmepumpe#Leistungszahl_und_Gütegrad">wikipedia

    Die Leistungszahl hängt stark vom unteren und oberen Temperaturniveau ab. Die theoretisch maximal erreichbare Leistungszahl COPmax einer Wärmepumpe ist entsprechend dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik begrenzt durch den Kehrwert des Carnot-Wirkungsgrads ηC

    Von mir:
    Insofern gilt für die Wärmepumpe, dass die Temperaturdifferenz niedrig sein sollte, im Gegensatz zu anderen Wärmekraftmaschinen, wo die Temperaturdifferenzen möglichst hoch sein sollten (z.Bsp. Verbrennungskraftmaschinen)

  20. Re: das würde ja heißen...

    Autor: Beschichtung 29.04.10 - 17:07

    Hm,

    ich hab den Artikel so verstanden, dass das Meta-Material nur als Beschichtung für PV fungieren soll und nicht eine lichtdurchlässige PV Zelle ermöglichen soll.

    Im Moment hab ich doch Glas oder Kunststoff auf einer Solarzelle um Staub und sowas abzuhalten. Dadurch wird das Licht reflektiert was mir im PV dann fehlt.

    Mit dem Material sollen dann 90% durchgehen und somit 90% direkt für PV verwendet werden können.

    ST wäre dann also nicht mehr möglich, weil das Licht dann bereits in Strom umgewandelt wurde. Außer bei der Erzeugung bleibt noch was überig, was mal als Wärme nutzen könnte...

    Oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

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