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Ökologischer Footprint?

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  1. Ökologischer Footprint?

    Autor: Netzweltler 24.06.19 - 12:24

    Wenn man über die Herstellung, Nutzung und Entsorgung solcher Mikro- und Nanokraftwerke eine Bilanz bzgl. Resourcen- und Energieaufwand erstellt: Ist da der Aufwand nicht höher als der Ertrag?

    Sicher, in manchen Nischenanwendungen mag der Einsatz sinnvoll sein. Diese Produkte lohnen sich aber meist dann nur, wenn sie von der breiten Masse der Konsumenten verwendet wird.
    Und da befeuern sie imho die Ex-und-hopp-Mentalität.

  2. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: peh.guevara 24.06.19 - 12:26

    Naja wenn du damit beispielsweise einen Herzschrittmacher betreibst ist die Rechnung die du da auf machst völlig irrelevant. Du brauchst nämlich keine OP mehr zum Batteriewechsel.

    Es geht hier vor allem um die Spezialanwendungen (wo der Einsatz einer Batterie aus irgendeinem Grund schlechter wäre), nicht um großartig Energie aus allem Möglichen zu gewinnen. Dazu wird halt auch erstmal unsinnig aussehnde Grundlagenforschung betrieben.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.19 12:29 durch peh.guevara.

  3. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: pumok 24.06.19 - 12:35

    Richtig, und es gibt noch viel banalere Beispiele. Wenn man die Batterie im Autoschlüssel ersetzen kann, spart man doch jede Menge Lithium :-)

    > Und da befeuern sie imho die Ex-und-hopp-Mentalität.
    Nicht aufladbare Batterien sind doch das Vorzeigebeispiel von ex und hopp, daher finde ich die Idee die Batterien durch Mikrogeneratoren zu ersertzen durchaus interessant.

    Die Technologie direkt in Kleidungsstücke einzubauen find ich dann aber doch befremdlich. Wenn ich 20 T-Shirts habe, brauche ich dann wirklich 20 Pulsmesser mit Stromgenerator und Sendemodul oder wäre es nicht schlauer den Pulsmesser wie jetzt auch als separates Bauteil zu benutzen?

  4. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: kayozz 24.06.19 - 12:41

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man über die Herstellung, Nutzung und Entsorgung solcher Mikro- und
    > Nanokraftwerke eine Bilanz bzgl. Resourcen- und Energieaufwand erstellt:
    > Ist da der Aufwand nicht höher als der Ertrag?

    * Schalter für SmartHome (Gibt es bereits seit Jahren mit Piezo)
    * GPS Überwachung von Wildtieren
    * Wanzen
    * Umweltsensoren
    * Smarte Schuhe
    * Herzschrittmacher, Körpersensoren
    * Heizungssteuerung

    etc. Es gibt genügend Andwendungsfälle wo der Ertrag keine Rolle spielt, sondern vielmehr, dass man autark ohne Batterie auskommt.

  5. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: Eheran 24.06.19 - 12:48

    >GPS Überwachung von Wildtieren
    Wie soll das autark stattfinden? Gibt es da ein Beispiel? AFAIK nutzen die alle Batterien/Akkus.

  6. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: SpaceReptile 24.06.19 - 12:59

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja wenn du damit beispielsweise einen Herzschrittmacher betreibst ist die
    > Rechnung die du da auf machst völlig irrelevant. Du brauchst nämlich keine
    > OP mehr zum Batteriewechsel.

    wir brauchen seit jahrzehnten keine OP mehr dafür, zauberwort induktion

  7. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: peh.guevara 24.06.19 - 13:09

    Kann doch autark stattfinden:
    Halsband das ein GPS hat und die GPS daten per funk oder GSM alle x Minuten versendet? Halsband läd sich durch Bewegung auf?

    Wenns fürs versenden nicht ausrecht reicht es vielleicht immerhin die GPS daten zu speichern und das Halsband später einzusammeln.

  8. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: Eheran 24.06.19 - 13:24

    GPS ist vergleichsweise Energieintensiv, daher geht das nicht. Also jedenfalls wäre es mir nicht bekannt. Man kann halt GPS nicht einfach lange ausschalten, dann braucht man einen neuen Fix, der besonders viel Energie kostet. Das wäre sparsamer, wenn man nur 1x pro Stunde oder so die Position haben will. Aber auch dann wäre die Genauigkeit erstmal gering direkt nach dem Fix und das Teil müsste 5min laufen, damit man eine gute Genauigkeit hat.

    Aus dem Grund (und halt wegen der Gewichtslimitation) hat man es bei Vögeln einfach mit einem Lichtsensor gemacht. Intensität = Breitengrad, Tageslänge = Längengrad.

  9. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: peh.guevara 24.06.19 - 13:38

    Es ging denke ich auch mehr um *mögliche* Anwendungsfelder. Gut möglich dass die Energie noch nicht ausreicht oder GPS noch zu viel Saft benötigt. Beides kann sich in Zukunft aber änden und nur dass es jetzt noch nicht geht, heist auch nicht, dass in diesem Anwendungsfall nicht ein autarker Betrieb wünschenswert/sinnvoll wäre. Kommt vielleicht noch warten wirs ab.

  10. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: M.P. 24.06.19 - 14:00

    Eine Lithium-Batterie hält in vielen Geräten länger als drei Jahre, und ist trotzdem recht klein. Da wollte ich nicht unbedingt voraussagen, ob ein Mikrogenerator ressourcenschonender ist.
    Vielleicht ist er auch schon früher, als nach drei Jahren kaputt ... ist ja konzeptbedingt je nach Träger stark variierenden Belastungen ausgesetzt...

    Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, in meine Quarz-Armbanduhr einen komplexen Mikrogenerator einzusetzen, statt ihr alle drei Jahre eine neue Batterie zu verpassen ...
    Die mechanische "Automatik-Uhr" meiner Patentante, die ich zur Konfirmation geschenkt bekommen habe war auch schon vor meiner Volljährigkeit kaputt.

    Aber vielleicht kommt irgendjemand noch auf eine gute Idee für einen Mikrogenerator ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.19 14:19 durch M.P..

  11. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: Eheran 24.06.19 - 14:55

    Genau daher fragte ich doch, ob es da Beispiele gibt..... und die Antwort scheint aktuell nein zu sein.
    Der Energieverbrauch von GPS hat sich in den letzten 10 Jahren, meiner oberflächlichen Recherche nach, nicht reduziert.

  12. Re: Ökologischer Footprint?

    Autor: M.P. 25.06.19 - 09:24

    Die hier behaupten, einen Position Fix mit 20 mWs hinzubekommen, und damit dem Verbrauch um 2/3 reduziert zu haben ...
    > The new, innovative Super‑Efficient (Super‑E) mode cuts the power consumption by two‑thirds to a mere 20 mW at one position update every second with hardly any loss in accuracy.

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