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  5. › Mobiles Diagnosegerät: X Prize…

Praktisch nicht machbar

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  1. Praktisch nicht machbar

    Autor: SirFartALot 12.05.11 - 14:28

    Das Ding soll mobil sein, und ein Aerzteteam in Sachen Diagnostik quasi ersetzen? Ehrlich gesagt, ziemlicher Schwachsinn (auch wenn die Idee dahinter sehr interessant ist).

    Fassen wir mal zusammen, was zumindest festgestellt werden muss:
    - Puls check
    - Blutdruck check
    - EEG/EKG check
    - Herz (ohne Echo (USchall)?!)
    - Lungenfunktion/Gasaustausch (wohl kaum im Detail ermittelbar)
    - Urin (evtl. Kot) check
    - Blutwerte (allein hier muessten theoretisch alle bekannten Marker ermittelt werden, was ich kaum durchfuehrbar halte, und wenn, dann liefern die Werte auch nicht unbedingt garantierte Erkenntnisse fuer oder gegen eine Krankheit)
    - Reizleitungsdurchsatz der Nerven (ohne Strom?)
    - Hirnstroeme check
    - Check der Sinne (Augen, Ohren, etc.)
    - und eigenltich sollte das Ding sowieso Echo, Roengten, MT und CT eingebaut haben und dann wars das wohl mit der Mobilitaet
    - zuguterletzt muessen zur Befundung evtl auch Vorgeschichte und Medikation beruecksichtigt werden, weil vor allem zweiteres auch die interpretation aktueller Messwerte beeinflussen kann (bzw. muss)

    Die Ergebnisse dann computerisiert auswerten duerfte wohl auch mehr als genug moegliche Befunde liefern, aufgrund deren man wohl ala Dr. House erst mal fast tot-therapiert wird, bis man dann (hoffentlich) die richtige Diagnose hat. Ach ja, bezahlbar soll das ganze womoeglich auch noch sein. Wenn ich mir anschaue, was medizinische Geraete so kosten, kann man sich von dem Gedanken wohl auch gleich verabschieden. Insbesonders, wenn die Analysezeit entsprechend kurz sein soll. Ein tragbares Blutgasanalysegeraet kostet meinetwegen 10k EUR und braucht fuer eine Blutgasanalyse 20 Minuten, ein Stationaeres kostet wohl ein Vielfaches, dafuer sind die Werte auch in ein paar Minuten ermittelt.

    Mein Fazit: schoener Gedanke, nur spielen wirds das (in naechster Zeit) nicht

  2. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: dumdideidum 12.05.11 - 14:40

    Zum Glück besteht Forschung nicht darin, zusagen das etwas nicht möglich ist, sondern Wege zu finden, das für uns aktuell vermeindlich Unmögliche möglich zusammen.

    passendes zitat aus "das Vermächtnis der Tempelritter": "Hast du gewusst, dass Thomas Edison so ungefähr 2.000 Anläufe dazu gebraucht hat, um den Kohlefaden für eine funktionstüchtige Glühlampe zu entwickeln?" – "Edison?" – "Darauf sagte er: Gescheitert bin ich nicht, ich kenne 2.000 Wege wie man Glühbirnen nicht bauen darf. Aber ein einziger hat ihm gereicht, damit es funktioniert."

    http://www.filmzitate.info/index-link.php?link=http://www.filmzitate.info/suche/film-zitate.php?film_id=1453

    ...und fraglich ist ob der tricorder genau das alles Können muss...
    http://de.memory-alpha.org/wiki/Medizinischer_Tricorder

  3. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: Hotohori 12.05.11 - 14:56

    Eben, und wenn schon wenn etwas am Ende wirklich mit der heutigen Technik wirklich nicht umsetzbar ist: 1. man hat es versucht 2. selbst wenn es nicht das komplett anvisierte Ziel erreicht, hilfreich wäre so ein Gerät so oder so.

  4. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: SirFartALot 12.05.11 - 14:58

    Zuerst mal, es gibt keinen Tricorder.

    Davon abgesehen soll das Geraet zumindest genauso gut diagnostizieren koennen wie ein Aerzteteam. So lautet doch die Vorgabe.

    Um aber eine Diagnose ueber einen unbekannten Menschen erstellen zu koennen, muss ich durch Ermtteln und Ausschliessen die zu pruefenden Faktoren ermitteln. Dazu ist ein Gespraech schon mal sehr hilfreich. Habe ich diese Moeglichkeit (als Geraet) nicht, muss ich quasi alles ermitteln und das Ergebnis dann auf Abweichungen von der Norm pruefen. Wobei viele Abweichungen aber durchaus auch 'normal' sein koennen (z.B. weil Medikamente genommen werden, etc. pp.)
    Aber gut, meinetwegen kann das Geraet sprechen und/oder das gesprochene Wort richtig interpretieren. Trotzdem muss es, um alle moeglichen Krankheiten erkennen zu koennen, alles ermitteln koennen, auch wenn dann durch Eingrenzung nicht mehr alle Test bei einer Person gemacht werden muessen.

    Und das sehe ich derzeit wirtschaftlich und auch technisch nicht machbar. Wobei ein mit Technik vollgestopfter LKW Anhaenger auch mobil ist...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.05.11 14:59 durch SirFartALot.

  5. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: Hotohori 12.05.11 - 15:06

    Der der das Gerät bedient ist ja immer noch ein Mediziner, der kann die nötigen Fragen (eventuell könnten diese gar vom Gerät selbst kommen) immer noch stellen und entsprechende Eingaben am Gerät tätigen. Es steht ja nirgends, dass man keine manuelle Eingaben machen darf. ;)

    Außerdem geht es nicht mal darum bisherige Wege in ein Gerät zu pflanzen, sondern vielleicht sogar ganz neue Ansätze umzusetzen. Deshalb sollte man nicht zu stur auf die bisherigen Wege schauen, sondern bei allem offen sein. Ein guter Wissenschaftler wärst du jedenfalls nicht. ;)

  6. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: AppleCultist 12.05.11 - 15:11

    SirFartALot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Puls check
    > - Blutdruck check

    Machbar

    > - EEG/EKG check

    Mit empfindlichen Sensoren für elektrische Felder durchaus machbar.

    > - Herz (ohne Echo (USchall)?!)

    Das untersuchst du doch schon mit dem EKG. S.o

    - Lungenfunktion/Gasaustausch (wohl kaum im Detail ermittelbar)

    Das ist recht simpel mit nem Gaschromatographen/Massenspektrometer.

    > - Urin (evtl. Kot) check

    Wird auch nicht bei allen bisherigen Patienten gemacht.

    > - Blutwerte (allein hier muessten theoretisch alle bekannten Marker
    > ermittelt werden, was ich kaum durchfuehrbar halte, und wenn, dann liefern
    > die Werte auch nicht unbedingt garantierte Erkenntnisse fuer oder gegen
    > eine Krankheit)

    Wieso? Gerade das checken gegen Marker ist simpel.
    Die Sauerstoffsättigung des Blutes zum Beispiel kann heute schon nicht-invasiv gemessen werden (Optischer Sensor auf Fingerkuppe -> Farb/Helligkeitsveränderungen)

    > - Reizleitungsdurchsatz der Nerven (ohne Strom?)
    > - Hirnstroeme check

    Siehe EKG : Messung über die Veränderung von elektischen Feldern bzw. induzierten Magnetfelder. Nerven sind auch nur biologische Kabel. Quasi.

    > - Check der Sinne (Augen, Ohren, etc.)

    Durchaus machbar via Infrarotlicht.

    > - und eigenltich sollte das Ding sowieso Echo, Roengten, MT und CT

    Nein, warum? Bilder müssen ja nur gemacht werden damit ein Mensch sie angucken kann, für nichts anderes werden die gemacht. Ein Gerät das direkt die Diagnose stellt, braucht keine Bilder.

    > eingebaut haben und dann wars das wohl mit der Mobilitaet

    Mitnichten. Erinnere dich wie gross ne Zuse Z3 war, oder die Machine im Bletchley Park gegen die Enigma. Und vergleiche das mit der Grösse eines iPhones, das mehr Rechenleistung hat als die beiden zusammen....

    > - zuguterletzt muessen zur Befundung evtl auch Vorgeschichte und Medikation
    > beruecksichtigt werden, weil vor allem zweiteres auch die interpretation
    > aktueller Messwerte beeinflussen kann (bzw. muss)

    Wofür gibt es elektronische Patientenakten in Datenbankform auf die man Wireless zugreifen kann???

    > Die Ergebnisse dann computerisiert auswerten duerfte wohl auch mehr als
    > genug moegliche Befunde liefern, aufgrund deren man wohl ala Dr. House erst
    > mal fast tot-therapiert wird, bis man dann (hoffentlich) die richtige
    > Diagnose hat.

    Nicht unbedingt. Die Regeln zur Auswertung der Messergebnisse wurden/werden von Ärzten aufgestellt. So what?

    >Ach ja, bezahlbar soll das ganze womoeglich auch noch sein.

    Achja. Es gibt ja keinen Preisverfall bei elektronischen Geräten...halt warte...was?

    > Wenn ich mir anschaue, was medizinische Geraete so kosten, kann man sich
    > von dem Gedanken wohl auch gleich verabschieden.

    Wenn der tricorder weniger aufwendig zu bauen ist als ein PET-Scanner, warum sollte er genau soviel kosten?

    >Insbesonders, wenn die
    > Analysezeit entsprechend kurz sein soll. Ein tragbares Blutgasanalysegeraet
    > kostet meinetwegen 10k EUR und braucht fuer eine Blutgasanalyse 20 Minuten,
    > ein Stationaeres kostet wohl ein Vielfaches, dafuer sind die Werte auch in
    > ein paar Minuten ermittelt.

    Ja. Und ein Univac 1 hat 1951 1 Million Dollar gekostet, konnte soviel wie heutzutage ein Toaster und hat Ewigkeiten gebraucht um 1+1 zusammenzurechnen. Was ist dein Punkt nochmal?

    Erstaunlich wie wenig Phantasie, Inspiration, Weitsicht und Experimentierlust unter vielen Netcitizen herrscht. Bitte gib deine Geekcard zurück. Deine Mitgliedschaft bei den Nerds wurde widerufen.

  7. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: dumdideidum 12.05.11 - 15:20

    Abgesehen von all den Gegenargumenten hat der Themenstarter auch hier wohl noch nie eine StarTrek Serie gesehen...da geht es, wie im Artikel auf Memory Alpha beschrieben um eine erst Diagnose, nämlich genau das, was dein Hausarzt (allg. Mediziner) mit dir tut. Er hat nur Werte die er interpretiert und genau das macht der Tricorder, er liefert Werte, die der Arzt interpretiert.

    ...wenn sich das auf komplexe Abhandlungen wie Tumorerkennung abbilden lässt, dann kann das nur gut sein, das Gerät würde aber mit Sicherheit ähnlich willkommen sein, wenn es in einem ersten Schritt eine erst Diagnose über ein mögliches Krankheitsbild stellen kann.

    Sagt ja keiner, dass es schwerkranke Menschen heilen soll.

  8. Eine Gegenfrage

    Autor: spambox 12.05.11 - 15:31

    Wusstest du, dass man nur anhand von Lichtwellen im Detail feststellen kann, woraus der Mars besteht?

    Sicher, es ist kaum vorstellbar so viele Körperwerte mit einem mobilen Gerät zu erfassen. Aber, die Vorstellung, eine detailierte chemische Analyse von einem mehrere Millionen KM entfernten Objekt NUR anhand von Bilddaten durchzuführen, ist zunächst auch erstaunlich statt gewöhnlich.

    Wissenschaft lebt auch von Fantasie.

    #sb

  9. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: Keridalspidialose 12.05.11 - 15:44

    Forschung und Erfindung greift aber immer auf bestehende Erkentnisse zurück.

    Aktueller Stand ist: eine MRT wird mit einem aufwendigem Gerät durchgeführt und man benötigt 2-3 Personen an Personal dafür. Ähnliches bei anderen Untersuchungen.

    Man kann das alles verbessern. Vielleicht ist eine MRT in ein paar Jahren so unaufwendig wie eine Sonographie? Vielleicht gibt es auch zufällige Entdeckunegn die zu Sprüngen bei Erfindungen und Forschung führen.

    Aber dass man zig Diagnosemethoden die ein ganzes Krankenhaus beschäftigen in ein smartphone-artiges Gerät stopft, das ist dann doch etwas arg science-fiction-naiv.

    ___________________________________________________________

  10. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: kendon 12.05.11 - 15:50

    und vor 3000 jahren war es praktisch nicht machbar den ozean zu überqueren, vor 300 konnte sich der mensch nicht in der luft fortbewegen, vor 30 war es unmöglich bilder in sekundenbruchteilen um den ganzen globus zu transferieren.

    ich seh ja ein dass deutschland ein christlich geprägtes land ist, aber deshalb jeglichen fortschritt sofort als teufelswerk* abzutun kanns ja auch nicht sein, oder? es kann nicht jeder ein visionär sein, aber immer schreien "geht nicht, nächster" bringt auch keinen weiter.

    *ja, ich bin mir der übertreibung dieses argumentes bewusst

  11. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: tingelchen 12.05.11 - 15:56

    Der Großteil der Beschäftigung in einem Krankenhaus besteht aus dem Reinigungs- und Verpflegungskräften und nicht aus Ärzten ;) Die haben tatsächlich nur einen kleinen Teil an Aufwand.

    Gleiches gilt im übrigen auch für den mechanische und technische Gerätepark. Nur ein kleiner Teil besteht wirklich aus medizinischen Geräten. Wobei die, in vielen Fällen auch Jahrzehnte alt sind.


    In den Star Trek Serien/Filmen tippt das medizinische Personal auch immer auf dem Tricorder rum. Sprich, sie machen manuelle eingaben. Es geht daher primär darum, viele Diagnosegeräte in ein Gerät zu stopfen. Wenn da kein mobiles Gerät bei rum kommt, dann aber vieleicht ein multifunktionsgerät, neue Messmethoden oder Analyseverfahren.


    Solche Preisausschreiben haben auch nicht das Ziel ein spezifisches Gerät herzustellen. Es bringt niemandem etwas, wenn ein Roboter auf dem Mars 500m im Sand fährt. Allerdings werden dafür bestimmte Techniken benötigt, bzw. neue Gefunden werden.

    Es würde ja auch schon reichen, wenn der Tricorder Version 1 von einer Arzthälferin benutzt werden kann um erste einfache Untersuchungen vornehmen zu können. Und dabei den Patienten nicht einmal berühren muss. Angenehm für beide Seiten. Der Patient brauch keine Prizen, Pillen oder sonstigen schmarn ertragen, der Arzt brauch sich nicht um jede Kleinigkeit kümmern und hat gleich mal einen Satz an Standardwerten.

  12. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: AppleCultist 12.05.11 - 16:01

    Noch jemand der seinen Geekstatus los werden will.

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Forschung und Erfindung greift aber immer auf bestehende Erkentnisse
    > zurück.

    Nein. Wie kommst du darauf? IMMER nicht. Oft ja. Nicht immer.
    Und : auch ein möglicher Theoretischer Tricorder würde durchaus auf bisherige medizinische Kenntisse aufbauen können.


    > Aktueller Stand ist: eine MRT wird mit einem aufwendigem Gerät durchgeführt
    > und man benötigt 2-3 Personen an Personal dafür. Ähnliches bei anderen
    > Untersuchungen.

    Na und? Was hat das mit nem Tricorder zu tun? Du hast immer noch nichts verstanden.

    > Man kann das alles verbessern. Vielleicht ist eine MRT in ein paar Jahren
    > so unaufwendig wie eine Sonographie? Vielleicht gibt es auch zufällige
    > Entdeckunegn die zu Sprüngen bei Erfindungen und Forschung führen.

    Oder man lässt das MRT gleich ganz weg???
    Wie wäre es damit?

    > Aber dass man zig Diagnosemethoden die ein ganzes Krankenhaus beschäftigen
    > in ein smartphone-artiges Gerät stopft, das ist dann doch etwas arg
    > science-fiction-naiv.

    Reise mal 200 Jahre zurück und sag jemanden das du vor hast 300 Couchsessel mit 900 km/h in einem Tag von hier nach Indien zu schicken. (was vor 200 Jahren Monate gedauert hatte). Du würdest gefragt werden ob es nicht Science-Fiction wäre und naiv wäre. Nur das es heutztage die 747, A380, etc gibt und Realität ist.

    Oder reise nur 50 Jahre zurück und behaupte du könntest für 1000 Euro nen Computer bauen der nicht nur keinen ganzen Raum ausfüllt, sondern sogar so klein ist um ihn aufs Klo mitzunehmen, und mehr Rechenleistung hat als alle Computer der Welt zusammen (vor 50 Jahren). Du würdest als verrückt und naiv bezeichnet werden. Heutztage kaufst du nen X-beliebiges Notebook und du hast genau das.

    Fortschritt kommt nicht durch Zweifel und dem sagen : ach das geht ja sowie so nicht.
    Oder bist du 90??

    Wie hiess der Spruch : eine Technologie die hinreichend fortgeschritten ist, ist von Magie nicht zu unterscheiden....

  13. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: Nogger 12.05.11 - 16:03

    AppleCultist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SirFartALot schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > - Puls check
    > > - Blutdruck check
    >
    > Machbar

    Wirklich und wie willst du nichtinvasiv und ohne Blurdruckmannschette den Blutdruck messen, komm mir bitte nicht mit Pulslaufzeitmessung nicht mal das geht richtig
    >
    > > - EEG/EKG check
    >
    > Mit empfindlichen Sensoren für elektrische Felder durchaus machbar.
    >

    Du misste keine elektrische Felder sondern Potentialunterschiede, der Unterschied ist dir schon klar.

    aber Hauptsache mal geschrieben machbar!!! aber wenn du machbare Ideen hast ich kann dir eine gut dotierten Job besorgen :-P

  14. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: AppleCultist 12.05.11 - 16:18

    Nogger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wirklich und wie willst du nichtinvasiv und ohne Blurdruckmannschette den
    > Blutdruck messen, komm mir bitte nicht mit Pulslaufzeitmessung nicht mal
    > das geht richtig

    Z.B, und das ist jetzt ohne Forschung und nur ins Blaue überlegt : in der Veränderung der Haut und deren ausdehnung über grossen Artherien. (Carotis communis z.B)

    Ausserdem denke ich das ich hier im Forum keine gebrauchsfertigen Lösungen präsentieren muss. Dafür gibt es ja den X-Prize.


    > Du misste keine elektrische Felder sondern Potentialunterschiede, der
    > Unterschied ist dir schon klar.

    Und du weisst schon das das nicht umsonst aufwendig elektrische Felder vermieden werden müssen bei einem EKG????

    Und du weisst schon das in einem Nerv Aktionspotentiale weitergeleitet werrden die sehr wohl ein elektrisches Feld erzeugen???

    Und das ein Dipolfeld entsteht???

    Für dich nochmal zum nachlesen, du N0ob

    http://www-med-physik.vu-wien.ac.at/physik/ws95/w95e0dir/w95e4000.htm


    Aber Hauptsache mal gestänkert und erstmal alles als unmöglich bezeichnen.
    Jaaa... so kommt die Menschheit garantiert weiter

  15. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: SirFartALot 12.05.11 - 16:19

    AppleCultist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SirFartALot schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > - Herz (ohne Echo (USchall)?!)
    >
    > Das untersuchst du doch schon mit dem EKG. S.o

    Schoen um Herzrhythmusstoerungen zu sehen. Aber die Herzklappen oder Fluessigkeitsansammlung im Herzen sind damit trotzdem nicht abgeklaert.

    > - Lungenfunktion/Gasaustausch (wohl kaum im Detail ermittelbar)
    >
    > Das ist recht simpel mit nem Gaschromatographen/Massenspektrometer.

    Damit kannst du aber keine Lungenvolumina ermitteln. Ist fuer eine Diagnose aber sehr wichtig.

    > > - Reizleitungsdurchsatz der Nerven (ohne Strom?)
    > > - Hirnstroeme check
    >
    > Siehe EKG : Messung über die Veränderung von elektischen Feldern bzw.
    > induzierten Magnetfelder. Nerven sind auch nur biologische Kabel. Quasi.

    Dazu muss aber erst einmal ein Reiz erzeugt werden, der gemessen werden kann. Vielleicht laesst sich das ja mit den eingebauten Akkus bewerkstelligen...

    > > - Check der Sinne (Augen, Ohren, etc.)
    >
    > Durchaus machbar via Infrarotlicht.

    Ein Hoerschaden kann mit Infrarot erkannt werden?

    > > - und eigenltich sollte das Ding sowieso Echo, Roengten, MT und CT
    >
    > Nein, warum? Bilder müssen ja nur gemacht werden damit ein Mensch sie
    > angucken kann, für nichts anderes werden die gemacht. Ein Gerät das direkt
    > die Diagnose stellt, braucht keine Bilder.

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Weil Maschinen das (derzeit) nicht von selbst koennen, werden Bilder erzeugt, die dann von Menschen interpretiert werden.

    > > eingebaut haben und dann wars das wohl mit der Mobilitaet
    >
    > Mitnichten. Erinnere dich wie gross ne Zuse Z3 war, oder die Machine im
    > Bletchley Park gegen die Enigma. Und vergleiche das mit der Grösse eines
    > iPhones, das mehr Rechenleistung hat als die beiden zusammen....

    Ja, aber wir reden von der Erstentwicklung. Und da sind wir noch beim Grossrechner von damals.

    > - zuguterletzt muessen zur Befundung evtl auch Vorgeschichte und
    > Medikation
    > > beruecksichtigt werden, weil vor allem zweiteres auch die interpretation
    > > aktueller Messwerte beeinflussen kann (bzw. muss)
    >
    > Wofür gibt es elektronische Patientenakten in Datenbankform auf die man
    > Wireless zugreifen kann???

    Die mitnichten aktuell sein muessen.

    > Nicht unbedingt. Die Regeln zur Auswertung der Messergebnisse wurden/werden
    > von Ärzten aufgestellt. So what?

    Hier sehe ich das Problem, dass Fachaerzte deswegen Fachaerzte sind, weil sie sich auf ein Fach spezialisiert haben. Hier geht es aber darum, alle Fachrichtungen zu verquicken. Nicht unmoeglich, aber hier besteht in der Realtiaet auch noch sehr viel Nachholbedarf. Erst seit kurzem werden z.T. Wechselwirkungen von Medikamenten Krankheitenuebergreifend erforscht. Das steckt erst in den Anfaengen. Waere aber genau fuer den Fall sehr wichtig.

    > >Ach ja, bezahlbar soll das ganze womoeglich auch noch sein.
    >
    > Achja. Es gibt ja keinen Preisverfall bei elektronischen Geräten...halt
    > warte...was?

    Medizinische Geraete. Klar, auch die werden billiger. Ich rede hier aber von Klinikequipment, nicht von Blutdruckmessgeraeten fuer das Handgelenk *sic*.

    > >Insbesonders, wenn die
    > > Analysezeit entsprechend kurz sein soll. Ein tragbares
    > Blutgasanalysegeraet
    > > kostet meinetwegen 10k EUR und braucht fuer eine Blutgasanalyse 20
    > Minuten,
    > > ein Stationaeres kostet wohl ein Vielfaches, dafuer sind die Werte auch
    > in
    > > ein paar Minuten ermittelt.
    >
    > Ja. Und ein Univac 1 hat 1951 1 Million Dollar gekostet, konnte soviel wie
    > heutzutage ein Toaster und hat Ewigkeiten gebraucht um 1+1
    > zusammenzurechnen. Was ist dein Punkt nochmal?

    Die Wirtschaftlichkeit. Wenn ein Geraet, welches auch immer, so teuer ist, dass es sich niemand leisten kann oder will, ist es unwirtschaftlich. Egal ob machbar oder nicht.

    > Erstaunlich wie wenig Phantasie, Inspiration, Weitsicht und
    > Experimentierlust unter vielen Netcitizen herrscht. Bitte gib deine
    > Geekcard zurück. Deine Mitgliedschaft bei den Nerds wurde widerufen.

    So schoen ein solches Geraet waere, bin ich Realist genug um zu sagen, dass so ein Geraet derzeit nicht machbar ist. Dazu gehoert auch der aktuelle Wissensstand in der Medizin.

    Kleine Denksportaufgabe:
    Wie soll das Geraet eine moegliche TBC Erkrankung von einer Sarkoidose unterscheiden? Die Diagnose TBC oder Sarkoidose kann derzeit nur mittels einer Lungenbiopsie oder Lavage waehrend einer Bronchoskopie durchgefuehrt werden. Sprich, entnommenes Material muss untersucht werden. Erst dann weiss man genaueres. Und das ist immer noch Teil der Diagnostik und hat mit einer allfaelligen Behandlung nichts zu tun.

    Wie gesagt, fuer Einzelfaelle ist sowas auch jetzt sicherlich machbar. Aber ich reite auf dem Ausschreibungsziel rum, dass hier ein ganzes Diganoseteam so gut wie ersetzt werden soll. Und da keine Fachrichtung angegeben ist, gehe ich mal von allen Krankeitsmoeglichkeiten aus. Auch wenn diese in der schoenen Trekkie-Welt des Einen oder Anderen mit einem kleinen Tricorder in wenigen Sekunden ermittelt sind... Ehm, WANN spielt die Serie nochmal genau und WANN haben wir jetzt?

    PS: und nochmal fuer alle die es noch immer nicht kapiert haben. Ich bin alles andere als dagegen so etwas zu entwickeln versuchen. Ich koennte sogar selber sehr gut von so einem Geraet profitieren. Aber Fakt ist fuer mich: DERZEIT haben wir weder das technische noch medizinische Know-How, um so etwas zu bauen (wenns auch funktionieren soll). Das soll aber nicht heissen, dass sie nicht trotzdem mal damit anfangen sollen. Kommt Zeit, kommt Rat, kommt vl auch mal so ein Ding. Flame on.

  16. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: Hotohori 12.05.11 - 19:33

    Als Realist hast du eh schon verloren... Realisten sind so ziemlich die Sorte Mensch, die man in der Forschung gar nicht brauchen kann, die bringen diese eher zum erliegen.

  17. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: Hotohori 12.05.11 - 19:41

    Eben, im Grunde ist es nur ein Gerät, das es leichter macht Diagnosen zu erstellen und dabei auch auf Datenbanken zurück greift. Zum Beispiel gibt es ja so viele unterschiedliche Medikamente, dass ein Arzt unmöglich alle Wechselwirkungen immer auswendig wissen kann. Ein solcher Tricorder kann allein hier schon hilfreich sein in dem er in die Patientenakte guckt, aktuelle Medikamente dazu nimmt und die Kombinationen davon in der Datenbank nach schlägt, um das Ergebnis dann mit in die Diagnose einfließen zu lassen. Das allein hilft einem Arzt schon viel. Wenn dann aber das Ganze direkt noch mit anderen Werten abgeglichen wird, kann es eben direkt noch hilfreicher sein und so manchen Besuch bei einem Spezialisten unnötig machen.

    Vielleicht mag die erste Version eines solchen Geräts noch recht beschränkt sein und nur den ein oder anderen Besuch bei bestimmten Spezialisten unnötig machen, aber generell wäre es einen Entwicklung, die man eigentlich nur gut heißen kann, weil man so oder so zu einer schnelleren Diagnose käme.

  18. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: d-tail 16.05.11 - 12:10

    Mal abgesehen von den sensorischen Fragen. Ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Trikorder per WLAN mit einem grösseren Computer kommunizieren kann und die eigentliche (Vor)-Diagnose in bestimmten Fällen gar nicht im Trikorder statt findet, sondern zur späteren genauen Analyse erst einmal ein paar Messwerte angezeigt und gespeichert werden. Dies wird in einigen ST-Folgen auch angedeutet.

    In einigen Folgen der TOS, hat, wenn ich mich richtig erinnere, Dr. McCoy dem Patienten ganz altmodisch den Puls gefühlt.

    Somit würde ich einen Trikorder nach dem heutigen Stand als erstes in der Notfall-Erstversorgung als Hilfsmittel sehen, aber auf keinen Fall als Ersatz für den herkömmlichen Arzt.

    Und so klein und funktional so ein (medizinischer) Trikorder sein kann, grosse Diagnose-Geräte gibt es auch in Star Trek. Klein- und Gross müssen sich ja auch nicht gegenseitig ausschliessen.

  19. Re: Praktisch nicht machbar

    Autor: WolfgangS 10.03.12 - 20:53

    Das Ding muss doch gar nicht rechnen können. Alles mit Diagnose wird online von einem Expertensystem getätigt.

    Das Problem ist eher neue Diagnosemöglichkeiten zu finden.

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    Blutkonserven oder Gewebeproben müssen unter Umständen schnell zu ihrem Bestimmungsort gebracht werden. Die Schweizer Post setzt für solche Transporte Drohnen ein. Doch nach vielen problemlosen Flüge ist ein Copter abgestürzt. Das Drohnenprogramm wurde daraufhin vorerst gestoppt.

  2. Nintendo: Akku von überarbeiteter Switch schafft bis zu 9 Stunden
    Nintendo
    Akku von überarbeiteter Switch schafft bis zu 9 Stunden

    Die Hinweise auf eine Hardwarerevision bei der Nintendo Switch sind bestätigt. Bei der neuen Version ist die Akkulaufzeit deutlich verbessert - sie übertrumpft nun sogar die vom Handheld Switch Lite.

  3. Maps: Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
    Maps
    Duckduckgo mit Kartendienst von Apple

    Duckduckgo erweitert seine Suchmaschine um einen Kartendienst. Hierzu wird auf Kartenmaterial von Apple zurückgegriffen, die IP-Adresse des Nutzers soll Apple allerdings nicht erhalten.


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