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Geschätzt?
Autor: Anonymer Nutzer 30.05.23 - 12:58
Man ballert etliche Millionen in die Luft, nimmt eine lange Reise zum Mond hin und schätzt dann quasi die letzten Meter?
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Re: Geschätzt?
Autor: meierzwo 30.05.23 - 13:30
Von Scott Manley gibt es ein gutes Video dazu.
Die Software sollte auch fehlerhafte Sensoren erkennen und abschalten. Einer davon war der Radarhöhenmesser, das einzige Instrument, das die wahre Höhe zur Oberfläche lieferte.
Dummerweise überflog man einen tiefen Krater und der Höhenmesser lieferte innerhalb kürzester Zeit sehr große Höhenunterschiede. Die Software nahm nun an, das der Höhenmesser defekt ist und schaltete ihn ab. Dummerweise gab es keine Redundanz. Ohne die Amok laufende Software das Ding vermutlich butterweich gelandet. -
Re: Geschätzt?
Autor: xUser 30.05.23 - 13:49
meierzwo schrieb:
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> Von Scott Manley gibt es ein gutes Video dazu.
> Die Software sollte auch fehlerhafte Sensoren erkennen und abschalten.
> Einer davon war der Radarhöhenmesser, das einzige Instrument, das die wahre
> Höhe zur Oberfläche lieferte.
> Dummerweise überflog man einen tiefen Krater und der Höhenmesser lieferte
> innerhalb kürzester Zeit sehr große Höhenunterschiede. Die Software nahm
> nun an, das der Höhenmesser defekt ist und schaltete ihn ab. Dummerweise
> gab es keine Redundanz. Ohne die Amok laufende Software das Ding vermutlich
> butterweich gelandet.
Da muss man sich natürlich fragen, warum man den "defekten" Sensor abschaltet, wenn man sowieso keine Alternative dazu hat. Wie sollte denn der Plan B aussehen. -
Re: Geschätzt?
Autor: MarcusK 30.05.23 - 13:52
meierzwo schrieb:
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> Von Scott Manley gibt es ein gutes Video dazu.
> Die Software sollte auch fehlerhafte Sensoren erkennen und abschalten.
> Einer davon war der Radarhöhenmesser, das einzige Instrument, das die wahre
> Höhe zur Oberfläche lieferte.
> Dummerweise überflog man einen tiefen Krater und der Höhenmesser lieferte
> innerhalb kürzester Zeit sehr große Höhenunterschiede. Die Software nahm
> nun an, das der Höhenmesser defekt ist und schaltete ihn ab. Dummerweise
> gab es keine Redundanz. Ohne die Amok laufende Software das Ding vermutlich
> butterweich gelandet.
Nasa oder ESA hatte ja auch schon mal ihre Probleme mit der Höhe, Ursache war hier die Sonde am Fallschirm hing und gependelt hatte. Das aus dem Winkel der Sonde und den Daten vom Höhenmesser hat man versucht die echte höhe zu errechnen - dabei wurde durch den Winkel der Wert negativ und die Sonde hat den Fallschirm abgeworfen.
Das mit der Höhe scheint also gar nicht so einfach zu sein. -
Re: Geschätzt?
Autor: Anonymer Nutzer 30.05.23 - 14:03
meierzwo schrieb:
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> Dummerweise überflog man einen tiefen Krater und der Höhenmesser lieferte
> innerhalb kürzester Zeit sehr große Höhenunterschiede. Die Software nahm
> nun an, das der Höhenmesser defekt ist und schaltete ihn ab. Dummerweise
> gab es keine Redundanz. Ohne die Amok laufende Software das Ding vermutlich
> butterweich gelandet.
aaaah. das ergibt mehr sinn. aber irgendwie schon noch peinlich für die softwareentwickler. -
Re: Geschätzt?
Autor: Avarion 30.05.23 - 14:06
Das System interpoliert dann aus den Beschleunigungssensoren und der vorhandenen Karte. Und die sagte ihm dummerweise das Falsche, da der Krater nicht hinterlegt worden ist.
Schöne Reihe an Fehlern die da gemacht wurde. Vor allem da der vorherige Landeplatz im System auf der Erde ausreichend getestet worden ist, der neue Landeplatz hingegen nicht ein mal. Sonst wäre aufgefallen das das Radarsystem abgeschaltet wird sobald der Lander über den Kraterrand kommt. Dieser ist steiler als die meissten anderen Krater und daher hat das Überwachungssystem die extreme Differenz in der gemessenen Höhe in der kürze der Zeit als Fehlfunktion abgetan.



