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Schwachsinn hoch drei !

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  1. Schwachsinn hoch drei !

    Autor: ChristophGünschmann 31.05.13 - 00:15

    Sorry, Leute - dieser Artikel ist grandioser Schwachsinn und es ist mir nicht klar, wie intelligente Leute, wie die Redakteure von Golem es sicherlich sind, behaupten können, dass man anhand von drei aufeinanderfolgenden, an beliebiger Stelle in der Partitur stehenden Tönen eine Epoche identifizieren wolle.
    Schon die ziemlich die vollmundigen Behauptungen im Blog von Guillermo Cecchi besagen nur, dass es sich bei diesen drei Tönen um Häufigkeitsverteilungen handelt, die man dann Epochen zuordnet. WIe man allerdings bei mehrstimmiger Musik diese Häufigkeiten überhaupt ermittelt, wäre schon mal eine Frage an sich: Nimmt man nur die "Hauptstimmen" - bei polyphoner Musik schon mal kaum möglich. Was macht man mit den Akkorden ?. Und die Musikgeschichte orientiert sich nicht an Epochengrenzen, vielmehr existieren -spätestens ab der Spät-Renaissance mehrere Stilarten und Schreibarten nebeneinander (schon vorher: ars antiqua, ars nova, später prima und seconda prattica bei Monteverdi usw.).
    So - und zweitens kann sich jeder halbwegs logisch denkende Mensch klarmachen, dass es bei der Vielfalt an Intervallstrukturen in einem Stück überhaupt nicht möglich ist, beliebige drei Folgetöne herauszusuchen um dann eine Epoche zu ermitteln, denn in den meisten Stücken z.B. des Barock kommen sehr viele Kombinationen vor - man müsste also ein Stück komplett "einlesen" und auf Häufigkeitsverteilungen untersuchen. Und auch hier bezweifle ich, dass solch eindeutige Ergebnisse, wie sie die Grafik suggerieren, möglich sind - dazu gibt es auch viel zu viele Melodieübernahmen zwischen den Epochen.
    Zudem schreiben beispielsweise Cl. Monteverdi (Barock), J.S. Bach (Barock) und ein Herr Kuhnau (Barock) höchst unterschiedliche Musik - schon hier scheitern diese Modelle.
    Das einzige, was ich für möglich halte, ist:
    Man kann ein zu einem guten Teil statistisch ausgewertetem Stück mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine gewisse Schreibart, z.B. die eines Komponisten zuordnen - das sind dann musikalische Wendungen, so wie "Redewendungen" - und das ist bei Gott nichts Besonderes !
    Dieser Herr Cecci scheint mir ein großer Scharlatan oder einfach ein kleiner Spaßvogel zu sein.

    Mit besten Grüßen von einem Musiker und Musiklehrer
    Christoph Günschmann

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