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Die Angst vor Ausserirdischen...

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  1. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: neocron 17.02.15 - 10:49

    LeoHart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn eine Spezies in der Lage ist interstellare Reisen zu bewerkstelligen,
    > dann ist das Verhältnis zu dieser ca. das Verhältnis Mensch zu
    > Schimpansen.
    oder aber Mensch zu fliege ...
    schonmal ne fliege zerquetscht?

    > Diese sind in der Lage Energiequellen zu erschließen die jenseits von dem
    > liegen was wir an auch nur ansatzweise fähig sind.
    > Und du glaubst bzw. die Typen glauben diese Spezies kommen Lichtjahre zur
    > Erde um uns primitive Spezies auszulöschen?
    Du hast sicherlich noch nie eine Spinne zerschlagen, nehme ich an ...

    > Viel wahrscheinlicher ist das diese Lebensform uns Menschen als
    > zerstörerische Spezies ansieht, die bei einem Kontakt versuchen wird die
    > überlegenen technologischen Mittel an sich zu reißen und diese gegen diese
    > einzusetzen.
    noe, ist nicht "wahrscheinlicher" ... es ist gleichwahrscheinlich, wuerde ich mal meinen ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.02.15 10:50 durch neocron.

  2. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: robinx999 17.02.15 - 10:57

    ghj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LeoHart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und du glaubst bzw. die Typen glauben diese Spezies kommen Lichtjahre
    > zur
    > > Erde um uns primitive Spezies auszulöschen?
    > >
    >
    > Naja wir reisen auch nicht nach Afrika um die Schimpansen auszurotten oder
    > die Gorillas aber irgendwie scheint es da Schwund gegeben zu haben....upsi


    Naja Ausrotten vieleicht nicht, aber man denke an so etwas http://www.focus.de/politik/deutschland/makabre-mail-an-kollegen-geschickt-thueringer-umwelt-beamter-posiert-mit-totem-elefanten_id_3583228.html

    Wobei die Menschheit natürlich mit der Abholzung des Regenwaldes und co natürlich den Lebensraum von tieren Zerstört ohne das diese Gefragt werden, durchaus denkbar das Außerirdische irgendetwas auf der Erde brauchen und es einfach Abbauen ohne die Menschen zu fragen und wenn sie Technologisch Fortschritlicher sind, dann hat die Menschheit vermutlich so viele Chancen wie ein Bienenschwarm hat den Abbau von Holz zu verhindern.

  3. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: Anonymer Nutzer 17.02.15 - 11:44

    Naja für Außerirdische haben wir nichts zu bieten. Rohstoffe sind uninteressant. Die werden ihre Raumschiffe nicht mit Eisen, Stahl und Holz zusammen zimmern. Und wer Wasser braucht zettelt keinen Krieg an, sondern wirft mal eben nen Kometen in den Ofen oder bohrt nen gefrorenen Mond an.

    Es gibt absolut nichts, was für Außerirdische hier irgendwie interessant sein könnte, außer vielleicht der Unterhaltungswert.

  4. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: flurreh 17.02.15 - 11:46

    elend0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil eine Spezies weiter entwickelt ist auf technologischer Basis, muss
    > das nicht heißen, dass sie moralisch/ethisch weiter entwickelt ist und nur
    > so mit Liebe um sich wirft.
    Bedenk an der Stelle mal, wie sehr sich unsere moralischen Standards zusammen
    mit den technologischen Fortschritten verbessert hat.

    Im Mittelalter wurden "Hexen" verbrannt, später wurden Astronomen von der Kirche
    als Ketzer bezeichnet, weil sie entdeckten, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
    Das Ganze hat sich irgendwann gelegt und man hatte begonnen, diese Theorien allgemein anzuerkennen.
    Somit hatte sich unsere Verhaltensweise dem gegenüber stark geändert, nur in Sachen
    Religion ist man teilweise scheinbar irgendwo im Mittelalter stehen geblieben.
    Je nachdem, was für weitere Technologien wir noch entwickeln, werden sich auch
    unsere moralischen Vorstellungen mit Sicherheit auch weiterentwickeln.
    Daher gehe ich sehr stark davon aus, dass die moralischen Standards von
    Spezies, die in der Lage sind interstellare Reisen durchzuführen,
    sich grundlegend von denen unserer unterscheiden würden.

    > Zunächst muss man andere Spezies als solche erkennen, diese als
    > schützenswert einstufen und das dann auch aktiv umsetzen. Das schaffen wir
    > noch nicht mal selbst, obwohl wir es bereits besser wissen - abgesehen von
    > all den "Plagen" von denen wir uns befreien weil wir der Meinung sind, dass
    > bestimmte Organismen keine Daseinsberechtigung hätten.
    Das liegt hauptsächlich daran, dass der Mensch sich grundsätzlich selber
    mehr Wert zuschreibt als allem anderen, was ihn umgibt. Erst wenn er dann merkt,
    dass er sein eigenes Leben durch sein Handeln gefährdet, wird er beginnen umzudenken.

    Evolution, gerade auf der Ebene des Denkens, ist häufig eine Art trial-and-error-Verfahren.
    Man versucht was, es klappt nicht, also sucht man andere Lösungsansätze die eventuell besser sind.

    > Diese Einstufung kann aber zB auch nur erfolgen, wenn man dazu in der Lage
    > ist. Eine künstliche Intelligenz zB wäre viel effizienter im Vgl zu
    > organischem Leben. Rein logisch betrachtet sind wir bzw. das Leben auf
    > diesem Planeten ineffiziente Ressourcenverschwender. Es wäre daher
    > sinnvoller diese Verschwendung zu stoppen.
    Effizienz ist relativ. Früher hielten wir Kohlekraftwerke für effizient.
    Auch eine KI benötigt irgendetwas um zu funktionieren.
    Eventuell würden wir eine außerirdische Spezies ja für außerordentlich ineffizient halten,
    anhand unseres derzeitigen Wissens?

    > Oder es wird erkannt, dass der Mensch einfach grundsätzlich nur Probleme
    > schafft und viel mehr zerstört, als dass die Arterhaltung lohnenswert wäre.
    > Beseitigt man den Menschen, rettet man den ganzen Rest.
    Ich gehe stark davon aus, dass außeridische Spezies früher die selben oder
    ähnliche Probleme hatten.
    Daher wäre es eher vorteilhaft, uns auf den "richtigen" Weg zu bringen
    anstatt uns auszulöschen. Was hätten die denn davon, uns zu dezimieren?
    Wenn sich die Evolutionstheorie bewahrheitet, wovon ich ausgehe, dann wird auch
    eine außerirdische Zivilisation einmal am Anfang gestanden haben.

    > etc pp - im Grunde ist alles möglich. Aber:
    >
    > Zu glauben wir werden direkt ausgelöscht ist ebenso naiv wie zu glauben wir
    > werden nur auf gute Absichten treffen. Letzten Endes wird unser eigenes
    > Verhalten unser Schicksal besiegeln. Und davor hat man glaube ich am
    > meisten Angst. Dass trotz der vielen Menschen, die Gutes wollen und einfach
    > nur ihr Leben leben möchten alle anderen Geier dafür sorgen werden, dass
    > wir in einen Konflikt geraten. Es gibt nämlich von dieser Sorte Mensch nach
    > wie vor einige, die es nicht lassen können überall rumzupfuschen um sich
    > selbst zu bereichern.
    >
    > Oder glaubt jmd, dass zB die USA ihre Außenpolitik gegenüber Außerirdischen
    > anders gestalten würde? Oder dass Radikale, Fanatiker, Waffenschieber,
    > Kartelle, etc auf einmal von großer Erleuchtung heimgesucht werden und mit
    > einer fremden Spezies nur Gutes im Sinn haben werden?
    >
    > Das Problem werden nicht die Außerirdischen sein, sondern wir selbst.
    Dem kann ich soweit nur beipflichten, wir sind das größte Risiko für unsere eigene
    Existenz. Stichwort: selbsterfüllende Prophezeiung. ;)
    Wir müssen unsere Denkweisen dringend ändern.
    Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, wie es doch so schön heißt.

    ----

    Allerdings frage ich mich, weshalb wir überhaupt nach außerirdischem Leben suchen,
    wenn wir doch so viel Angst davor haben. Es ist schwierig zu verstehen, weshalb
    Menschen bestimmte Dinge denken.

    Noch eine kleine Sache zu außerirdischem Leben ansich: wieso gehen wir so fest davon
    aus, dass Leben ausschließlich auf organischer Basis existieren kann? Was wäre, wenn
    es exotische Lebensformen gibt, die auf anderen, uns eventuell unbekannten Elementen
    basieren? Zudem noch etwas, das mir zu Denken gibt: alles, was wir ohne Hilfsmittel sehen
    können, befindet sich in dem für uns sichtbaren Lichtspektrum, allerdings gibt es sehr viele
    Lichtspektren, die wir mit bloßem Auge nicht sehen können. Was wäre z.B., wenn eine außerirdische
    Zivilisation im Infrarot-Spektrum sieht? Wir würden sie dann vermutlich nicht einmal erkennen.

  5. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: elend0r 17.02.15 - 12:21

    jungundsorglos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Logisch ist das nicht. Effizienz ist kein Sinn oder Zweck an sich. Es ist
    > ein mögliches Ziel, aber keineswegs zwingend noch logisch. Das ist eine
    > subjektive Einschätzung und Bewertung.
    >
    > Auch ist Effizienz immer abhängig von dem was man will.

    Ja, da magst du Recht haben. Die Frage ist doch aber, was Logik ist und ob Logik universell ist oder ob man da unterschiedliche Ansätze entwickeln kann und entsprechend andere Parameter anwendet.

    Effizienz kann insofern Sinn machen, wenn man es als das höchste Gut deklariert. Wenn eine ganze Zivilisation darauf ausgelegt ist, möchte sie das vllt auch konkret umsetzen. Weil:

    > Gleiche Logik wie von Eroberern die die Welt "verbessern" wollen. Mit
    > Intelligenz eröffnen sich Möglichkeiten, viele Möglichkeiten die eine
    > Zerstörung nicht notwendig machen. Ist es wirkliche Intelligenz bezweifle
    > ich sehr stark dass sie eine solche Bewertung vornehmen würde, das ist eher
    > Reiz-Reaktion.

    Intelligenz oder "wirkliche Intelligenz" - was ist das denn? Wir gehen davon aus, dass eine überlegene Spezies die interstellare Reisen ohne Probleme realisieren kann auch bzgl ihrer Moral, Ethik, Selbstwahrnehmung, Lebensweise, Toleranz, etc weiter entwickelt ist als wir. Dass sie Zusammenhänge schneller erkennen die uns noch nicht einleuchten, dass sie wissen was zu tun ist um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

    Das ist ja schon irgendwie eine Art Romantisierung, vllt auch eine Art heimlicher Gott-Traum - Wesen die uns überlegen sind (die vllt nicht Leben schaffen oder Planeten in 7 Tagen zimmern) aber zumindest auf verschiedenen Ebenen eine Art Erleuchtung erreicht haben und entsprechend offen und nachsichtig, vor allem aber klug und speziesübergreifend wohlgesonnen sind.

    Das wäre denkbar. Aber dazu braucht es ja auch die entsprechenden genetischen Voraussetzungen - dass man zB emotional sein kann, empathisch sein kann, Egoismus abschalten kann, Machtgier weniger verbreitet ist, usw.

    Intelligenz hat ja damit erstmal nichts zu tun. Es gibt genug Bsp aus unserer Geschichte - unglaublich intelligente Menschen, die großartiges geleistet haben oder sehr beeindruckende Denker waren - die dann später radikal wurden und komplett abgedreht sind. Intelligenz bewahrt nicht vor dem Tunnelblick und auch nicht vor Fehlentscheidungen, grade wenn man überzeugt ist oder sich bewusst ist, dass man anderen überlegen ist. Sprich, Fehlentscheidungen sind mMn nicht vermeidbar.

    Prinzipiell stimme ich dir zu bzw hoffe, dass eine höher entwickelte Spezies auch entsprechend klüger und vorausschauender ist, jegliches Leben schätzt und dies als schützenswert erachtet. Andererseits kann es aber auch sein, dass sich diese Ansichten nicht zwangsweise entwickeln und dass es im Universum eher eine seltene Entwicklung ist.

  6. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: LinuxMcBook 17.02.15 - 12:28

    psychosonic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wieso muss eigentlich diese überlegene Spezies erst hunderte von
    > Lichtjahre
    > > zu uns reisen? Wenn das Konzept der Makroevolution wirklich zutrifft und
    > > dafür gibt es AFAIK auch schon Belege, was sagt uns denn, dass es
    > > irgendwann auch Menschen auf unserem Planeten gibt, die den Homo sapiens
    > so
    > > extrem überlegen sind, wie wir den Affen?
    >
    > kreationismus? echt jetzt?
    Echt jetzt? Gerade die Anhänger von ID und Kreationismus lehnen die Idee der Makroevolution ab!

  7. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: baz 17.02.15 - 12:37

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > psychosonic schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Wieso muss eigentlich diese überlegene Spezies erst hunderte von
    > > Lichtjahre
    > > > zu uns reisen? Wenn das Konzept der Makroevolution wirklich zutrifft
    > und
    > > > dafür gibt es AFAIK auch schon Belege, was sagt uns denn, dass es
    > > > irgendwann auch Menschen auf unserem Planeten gibt, die den Homo
    > sapiens
    > > so
    > > > extrem überlegen sind, wie wir den Affen?
    > >
    > > kreationismus? echt jetzt?
    > Echt jetzt? Gerade die Anhänger von ID und Kreationismus lehnen die Idee
    > der Makroevolution ab!

    Sie sind aber die einzigen die Makro- und Mikroevolution unterscheiden. Jedenfalls habe ich es sonst noch von niemandem gehört.

  8. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: elend0r 17.02.15 - 13:02

    flurreh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > elend0r schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Bedenk an der Stelle mal, wie sehr sich unsere moralischen Standards
    > zusammen
    > mit den technologischen Fortschritten verbessert hat. [...]

    Jein. Wie grade auf den Kommentar von jungundsorglos erwidert, halte ich das nicht für eine zwingend notwendige Entwicklung. Grade religiöse, fanatische Ansichten können parallel existieren zum Fortschritt. Ich beziehe mich natürlich auf uns und das ist wenig repräsentativ. Aber wenn das bei uns möglich ist, warum nicht auch bei anderen Spezies?

    Ich will das nochmal etwas ausführlicher erläutern. Warum eine Spezies eine Religion entwickelt, ergibt sich primär aus der Selbstwahrnehmung, gepaart mit einem Wissensdrang der vorhanden sein muss, um das Wahrgenommene zu hinterfragen.
    Da am Anfang immer nur Sinneswahrnehmung möglich ist und es an Basiswissen fehlt, ist der erste Schritt Theorien aufzustellen. Hierbei ist erstmal alles zugelassen, bis man tatsächlich verifizieren oder falsifizieren kann. Gott bzw die Götter waren eben so eine Theorie und sie hat sich lange gehalten. Der Grund dafür ist, dass die Naturwissenschaften zwar Antworten liefern, aber gleichzeitig auch neue Fragen schaffen.

    Momentan sind wir an einem Punkt angekommen, wo selbst unsere Physik bestimmte Dinge nicht 100% erklären kann bzw wir sind derzeit nicht in der Lage mehr Informationen zu erlangen. Es geht da um ganz "simple" Fragen, wie zB

    - was ist das Universum genau?
    - wo befindet sich das Universum überhaupt?
    - warum kam es zum Urknall?
    - was war vor dem Urknall?
    - warum überhaupt ein Universum?

    Es gibt noch mehr Fragen. Alle haben etwas gemeinsam: es geht zum einen darum, warum die Dinge so sind wie sie sind, also in gewisser Weise auch eine Art Sinnfrage - zum anderen, welchen Urpsrung das alles hatte, also eine Frage bzgl der kausalen Zusammenhänge. Vereinfacht: wer hat das Universum geschaffen und warum ist das alles so wie es ist?

    Gott/Götter sind da nach wie vor die simpelste Antwort, bei der es nicht nur darum geht eine Antwort zu haben die simpel ist. Es geht vor allem darum etwas völlig unvorstellbares, für uns nicht greifbares zu ersetzen durch einen simplen Gedanken mit dem grundlegenden Konzept "Mach dir doch nicht so viele Sorgen. Jmd hat das alles durchdacht. Lebe einfach dein Leben und überlasse das Hinterfragen dem Schöpfer" - wobei es erstmal nicht um die Instrumentalisierung durch jene geht, die diese religiöse Macht nutzen, sondern einfach nur primär um Selbstschutz.

    Erst wenn man alle Fragen geklärt hat und sich absolut sicher sein kann, dass man verstanden hat wie das Universum funktioniert, warum es so funktioniert, wie es dazu kam, was davor war, usw - erst dann wird man mMn alle albernen, nicht der Realität entsprechenden Ideen auf Seite schieben können.

    Religion braucht keinen Schöpfer. Religion braucht vor allem Glaube. Woran man dabei glaubt ist egal. Man kann an eine große Katze glauben, deren Iris unser Universum ist. Man kann auch an Geometrie glauben oder an Steine. Das Prinzip ist immer identisch: man überhöht etwas und sucht konkret nach Mustern um diese dann mit dem zu erklären was der Glaube her gibt/erlaubt.

    Dafür muss sich auch nur eine einzige genetische Komponente besonders dominant durchsetzen, die im Laufe der Evolution hilfreich gewesen ist - und schon hätte man eine fanatische Spezies, die trotz jeglichen Fortschritts nicht in der Lage wäre, Fakten als solche zu erkennen.


    > Noch eine kleine Sache zu außerirdischem Leben ansich: wieso gehen wir so
    > fest davon
    > aus, dass Leben ausschließlich auf organischer Basis existieren kann? Was
    > wäre, wenn
    > es exotische Lebensformen gibt, die auf anderen, uns eventuell unbekannten
    > Elementen
    > basieren?

    Hier geht es einfach nur darum, dass es einfacher ist. Lebensformen, die völlig anders funktionieren sind durchaus denkbar und vermutlich auch real. Aber wir haben diesbezüglich überhaupt keine Erfahrungswerte, dh wonach soll man da Ausschau halten? Einfach irgendwelche Parameter aufstellen macht wenig Sinn, da wir nur mutmaßen könnten, wonach man suchen könnte.

    Daher beschränkt man sich notgedrungen auf organische Lebensformen. Hier ist es wahrscheinlicher bestimmte Charakteristika zu entdecken. Einfach weil wir zum einen schon die Instrumente haben, die entsprechende Signale wahrnehmen könnte und weil wir zudem auch ganz grob eine Ahnung haben wonach wir suchen. Klar können wir hierbei nach wie vor etwas nicht als Lebensform erkennen, weil wir sie nicht als solche einstufen. Aber zumindest wären wir in der Lage Leben zu erkennen, welches unserem relativ ähnlich ist.

    Auch wenn wir dabei nicht fündig werden, sammelt man Erfahrungswerte und vor allem Daten. Und damit wiederum ist eine Horizonterweiterung möglich.

    Man muss sich aber auch bewusst machen, wie komplex die Suche nach anderen Lebensformen ist. Ich finde dazu leider nicht mehr den passenden Artikel, aber hier mal ein Blog-Eintrag als Anlaufstelle (eventuell dort über die Suchfunktion):

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/02/02/warum-gibt-es-keine-supererde-im-sonnensystem/

    Die Suche nach neuen Planeten ist zB eine enorm schwierige Aufgabe und was wir bereits an Exo-Planeten entdeckt haben ist nur ein Bruchteil dessen was tatsächlich da draußen rumschwirrt. Wenn man also einen Planeten innerhalb der habitablen Zone entdeckt hat, kann man lediglich (manchmal) die Zsmsetzung der Atmosphäre beurteilen und anhand dessen mutmaßen inwiefern es dort Leben gibt.

    Wir können also schon bei organischen Lebensformen kaum konkrete Erkenntnisse gewinnen. Bei Lebensformen deren Zusammensetzung uns völlig unbekannt ist und wir absolut nicht wissen, wonach wir Ausschau halten sollten - da umso schwieriger etwas zu finden. Es wäre bei den begrenzten Ressourcen dieses Wissenschaftszweigs absolut sinnfrei.

  9. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: SelfEsteem 17.02.15 - 16:03

    baz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie sind aber die einzigen die Makro- und Mikroevolution unterscheiden.
    > Jedenfalls habe ich es sonst noch von niemandem gehört.

    Ich schon, aber halt weniger als Konzept, als das manche den Begriff ansehen, sondern eher als kurzen Hinweis fuer "da ist viel passiert".
    Ich vermute mal fast, dass er gerade wegen der Attraktivitaet fuer Kreationisten oft abgelehnt wird, da der Begriff halt im Prinzip einen Entwicklungsvektor impliziert und das Kreationisten den Freiraum zum Aufgeilen gibt (quasi "der Pfeil zeigt auf uns").

  10. Re: Die Angst vor Ausserirdischen...

    Autor: plutoniumsulfat 18.02.15 - 10:07

    Sie sähe uns nicht, wir könnten sie aber sehen.

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