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Millionen von Jahren....

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  1. Millionen von Jahren....

    Autor: mfeldt 17.02.15 - 11:38

    Die Astronomie ist in der Sache vielleicht schon etwas weiter, als man gemeinhin denkt. Es sind mittlerweile tausende von Planeten außerhalb des Sonnensystems bekannt, man beginnt mit ernsthaften Abschätzungen für "eta_earth", der Anteil der Sterne mit erdähnlichen Planeten. Derzeit liegen die Werte dafür um 5%. Daraus kann man natürlich unter weiteren Annahmen einen mittleren Abstand zu benachbarten bewohnbaren Planeten errechnen, und zwar räumlich *und* zeitlich.

    Zwar gibt es derzeit nur Nachweise von "bewohnbaren" Planeten und noch keinen für tatsächlich belebte, aber das dürfte sich innerhalbe weniger jahrzehnte ändern.

    Die größte Schwierigkeit wird der Nachweis von Intelligenz werden, denn der nachweis von Leben alleine reicht dazu bei weitem nicht aus. Auf der Erde ist Milliarden von Jahren lang nichts in der Richtung passiert, und dann plötzlich mit dem Aufstieg der Säugetiere - Puff! Warum haben die Saurier es nicht geschafft, ein Weltraumprogramm zu entwickeln und sich vor katastrophalen Meteoriteneinschlägen zu schützen? Sie hatten weit mehr Zeit dazu als wir!

    Wie man es dreht und wendet, wenn auf einem Bruchteil der tatsächlich zig Milliarden von bewohnbaren Planeten in unserer Galaxis tatsächlich Intelligenz *und*(!) Technologie am Werk ist, dürften zeitlich tatsächlich mehrere bis viele Millionen von Jahren zwischen uns und "denen" liegen. Sind wir voraus, lohnt die Kontaktaufnahme kaum. Sind die voraus, dürfte es aus deren Perspektive genauso aussehen.

    Zukunftsvorhersagen sind enorm schwierig, über solange Zeiträume dürfte unsere Phantasie alleine schon nicht ausreichen uns auch nur Ansatzweise vorzustellen, wie derartige Wesen leben und kommunizieren. Ein Funksignal von uns wird möglicherweise garnicht wahrgenommen, oder vielleicht so wie wir das Leuchten eines Glühwürmchens wahrnehmen. In der Tat kann man getrost davon ausgehen, daß nach Jahrmillionen technischer Entwicklung ein gottgleicher Zustand erreicht wird, von dem aus die Kontrolle von Zeit, Raum und Materie ein Kinderspiel ist.

    Das wir derartige Wesen überhaupt als solche erkennen ist genauso unwahrscheinlich, wie daß sie uns erkennen.

  2. Re: Millionen von Jahren....

    Autor: Bouncy 17.02.15 - 11:57

    mfeldt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die größte Schwierigkeit wird der Nachweis von Intelligenz werden, denn der
    > nachweis von Leben alleine reicht dazu bei weitem nicht aus.
    Erkenn- und suchbar ist aber eine Post-Industrialisation, weil es die Atmosphäre ändert, sie weicht evtl. messbar vom zu erwartetenden Zustand ab.
    > dürften zeitlich tatsächlich mehrere bis viele Millionen von Jahren zwischen uns und "denen" liegen. Sind wir voraus, lohnt die Kontaktaufnahme kaum. Sind die voraus, dürfte es aus deren Perspektive genauso aussehen.
    Naja wenn man die "oberste Direktive" (jetzt mal egal wie man sie nennen will, ich denke mal der Begriff hat sich aber am weitesten durchgesetzt für das eigentliche Konzept) außer Acht läßt, dann kann man durchaus ein Zeitfenster von mehreren Tausend bis Zehntausend Jahren haben, in denen wir als intelligente Lebensformen auf ähnlicher Entwicklungsstufe stehen - ob man als netter Außerirdischer uns heute oder stattdessen die frühen Wikinger ins Interstellare Zeitalter "schult" ist praktisch egal, kompatibel dafür wären wir die letzten 10000 Jahre lang gewesen. Das sind natürlich keine Millionen Jahre, aber ein durchaus ordentlicher Puffer.
    > ein gottgleicher Zustand erreicht wird, von dem aus die Kontrolle von Zeit, Raum und Materie ein Kinderspiel ist.
    > Das wir derartige Wesen überhaupt als solche erkennen ist genauso unwahrscheinlich, wie daß sie uns erkennen.
    Möglich, andererseits würde in so einem Zustand praktisch zwangsweise jeglicher Sinn des Lebens verloren gehen, bis auf einen: Verhaltensforschung. Das wäre die einzige verbleibende interessante Variable, wenn man Zeit, Raum und Materie kontrolliert. Logisch wäre also anzunehmen, dass ein gottgleiches Lebewesen, das nicht apathisch vor sich hinleben wollte, sich um Kontakt bemühen würde, _erst_recht_ nach so einer langen Entwicklung.
    Ich will jetzt nicht auf Biegen und Brechen SciFi bemühen, aber das Konzept der Q aus TNG trifft diese Idee schon halbwegs gut...

  3. Re: Millionen von Jahren....

    Autor: elend0r 17.02.15 - 13:24

    Wir wissen noch nicht so viel über Evolution, wenn es darum geht, welche Parameter notwendig sind, dass bestimmte Entwicklungen stattfinden. So zB die Fragestellung, ob der Mensch sich auch entwickelt hätte, wenn die Dinos nicht ausgestorben wären - es aber nur einfach viel, viel länger gedauert hätte - oder ob grade mit diesem Massenaussterben der Grundstein dafür gelegt wurde - oder es einfach nur einer von vielen möglichen Wegen war und auf einer Erde 2 die Evolution der Säugetiere in eine völlig andere Richtung verlaufen ist.

    Hier spielt sicherlich der Selektionsdruck eine große Rolle und der hängt von unterschiedlichen Parametern ab. Evolution wird also beliebig komplex, wenn man versucht rauszufinden, warum die Welt so aussieht wie sie heute ist und warum sich nicht etwas anderes durchgesetzt hat.

    Hier mal ein Erklärungsversuch, warum erst jetzt Raumfahrt entwickelt wurde:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Massenaussterben

    Wobei der englische Artikel darüber nochmals informativer ist.


    Andererseits: wissen wir ob Dinos Raumfahrt betrieben haben? Würden solche Beweise noch vorhanden sein? Vllt hat die Dino-Elite ein Generationenschiff gebaut und nach dem erfolgreichen Start alles in die Luft gesprengt, damit die ganzen Idioten niemals in der Lage sein würden, den Planeten zu verlassen? ;)

  4. Re: Millionen von Jahren....

    Autor: Bouncy 17.02.15 - 14:35

    elend0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Andererseits: wissen wir ob Dinos Raumfahrt betrieben haben? Würden solche
    > Beweise noch vorhanden sein? Vllt hat die Dino-Elite ein Generationenschiff
    > gebaut und nach dem erfolgreichen Start alles in die Luft gesprengt, damit
    > die ganzen Idioten niemals in der Lage sein würden, den Planeten zu
    > verlassen? ;)
    Vielleicht regiert auch eine allmächtige Katze seit vorgestern, 13:34h, das Universum und hat uns unsere Erinnerungen an Davor nur eingepflanzt. Nicht alles, wofür man keinen gegenteiligen Beweis führen kann, sollte man als möglich annehmen... ;)

  5. Re: Millionen von Jahren....

    Autor: elend0r 17.02.15 - 15:05

    Richtig. Aber was ist möglich bzw unmöglich - oder besser ausgedrückt: wie (un)wahrscheinlich ist ein Szenario? Woran machen wir das fest?

    Und genau das ist der zentrale Punkt bei solchen Diskussionen. Fakten sind hier nicht vorhanden. In Wissenschaftskreisen argumentiert auf diesem Fachgebiet auch niemand mit Beweisen. Es gibt Theorien die Sinn machen - andere machen weniger Sinn.

    Wir können also Vermutungen darüber anstellen, wie Evolution auf anderen Planeten abgelaufen sein könnte anhand unserer Erfahrungswerte hier. Das ist aber wiederum enorm lokal und subjektiv. Mag sein, dass die Erde repräsentativ ist - mag sein dass sie eine große Ausnahme ist und Leben im restlichen Teil unsere Galaxie völlig andere Wege gegangen ist.

    Insofern können Anzeichen von bewohnten Exo-Planeten tatsächlich Beweise sein - oder eben falsch interpretierte Daten, da dort einfach ganz zufällig Prozesse ablaufen die nur danach aussehen. Man kann hier erst Klarheit schaffen, wenn man vor Ort Proben sammelt und Isotopen-Verhältnisse anschaut, sprich tatsächlich Analytik auf chemischer Ebene betreibt.

    Derzeit können wir nur eine Auswahl treffen, welche Exo-Planeten lohnenswert wären, wenn man irgendwann mal dazu in der Lage wäre diese zu besuchen. Aber bis es so weit ist, bleiben uns lediglich Spekulationen darüber.

    Unsere derzeitigen Erfahrungen dienen aber derzeit immer als Maßstab. Je mehr wir aber erfahren, desto mehr müssen wir andere Möglichkeiten in Betracht ziehen.

    Angenommen wir entdecken morgen Dino-Raumschiffe, dann müssen wir unsere bisherige Sichtweise in Bezug auf diese Ära neu ordnen. Was wir also als realistisch oder wahrscheinlich oder möglich ansehen, hängt auch immer davon ab was wir konkret an Fakten besitzen.

    Man darf sich aufgrund dieses Umstands nicht dazu verleiten lassen zu glauben, alles wäre gleich wahrscheinlich. Man darf sich aber auch nicht dazu verleiten lassen zu glauben, alles was wir wissen sei die absolute, unumstößliche Wahrheit.

  6. Re: Millionen von Jahren....

    Autor: plutoniumsulfat 17.02.15 - 15:52

    Klar ließe sich Industrialisierung nachweisen, aber wie wahrscheinlich ist es, dass gerade heute ein Planet entdeckt wird, der in seiner Zeit genau in diesen paar hundert Jahren steckt?

  7. Re: Millionen von Jahren....

    Autor: baz 17.02.15 - 15:59

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar ließe sich Industrialisierung nachweisen, aber wie wahrscheinlich ist
    > es, dass gerade heute ein Planet entdeckt wird, der in seiner Zeit genau in
    > diesen paar hundert Jahren steckt?

    Wenn man lange genug Sucht. Man kann sich halt schlecht aussuchen, was man Entecken kann und was nicht.
    Eine Pre-Industrialisierung Zivilisation ist nun mal kaum von Cyanobakterien zu unterscheiden.

  8. Re: Millionen von Jahren....

    Autor: plutoniumsulfat 17.02.15 - 18:23

    Dann muss man aber viel länger suchen, immerhin gibt es scheinbar wenige Planeten, die genauso weit sind wie wir.

  9. Re: Millionen von Jahren....

    Autor: baz 17.02.15 - 18:37

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann muss man aber viel länger suchen, immerhin gibt es scheinbar wenige
    > Planeten, die genauso weit sind wie wir.

    Wir fangen ja gerade erst an zu suchen. Die meisten Planeten die wir aktuell Entdecken konnten sind entweder zu groß oder zu nah an der Sonne (bzw meistens beides) um Leben, wie wir es kennen, zu beherbergen. Dazu können wir auch nur von den wenigsten überhaupt eine Spektralanalyse machen.
    Wissen also gar nicht wie die Atmosphäre tatsächlich aussieht. Eventuell haben wir ja schon einen Planet mit Post-Industrieller Zivilisation katalogisiert, aber wissen es noch nicht.

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