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  5. › Nahverkehr: Vergesst den Fahrplan!

In 50 Jahren

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  1. In 50 Jahren

    Autor: mrgenie 04.06.16 - 06:24

    Mich wuerde nicht wundern, wenn in 50 Jahren gar keine Busse mehr gibt.

    Wie waere es, wenn in allen Doerfern 2-3 Einzelwagen fuer eine Person, 2-3 Wagen fuer 2-4 Personen und 1/2 Wagen fuer 6-10 Personen stehen. An zentralen Hubs stehen dann fuer 14, 16, 20 und 40 Personen.

    Die Autos fahren alle 100% Autonom. Man bestellt im App ein PKW fuer eine Person oder eine Familie.. sagt wohin man will, wie spaet.

    Sagt man das eine Stunde im voraus, ist er puenktlich. Sagt man:"in 10 minuten bitte" ist die frage ob das klappt natuerlich.

    Aber ein autonomes PKW koennte z.B. am Dorf vorbei die eine Familie in die Stadt fahren und dann sofort ins Dorf die naechste Familie abholen und zum Ziel fahren.

    Ich moechte gar nicht schreiben wie der Ablauf sein sollte, denn die komplexitaet wuerde bestimmt eine Milliarde Zeilen brauchen, aber ich vermute das wird so kommen!

    Wir fahren als Familie sehr viel. Wir sind selbststaendig ich und meine Frau und fahren 60.000-70.000km im Jahr. Klar, viele Buerger fahren mehr. Aber normale Buerger fahren deutlich weniger PKW.

    Aber trotz, dass wir ueberdurchschnittlich fahren, steht das Fahrzeug an mindestens 90% der Zeit still und koennte andere Menschen transportieren.

    Will jemand beim Baumarkt einkaufen kann er ja ein Kleinlaster bestellen.

    Ich glaube wirklich eines Tages wird unsere Wirtschaft danach funktionieren. Denn unser PKW ist heute ja 90% wirtschaftlicher VErlust. Vielleicht ist eine 100% Auslastung nicht moeglich, aber auch eine Verfuenffachung auf 50% waere ja schon mal was. weniger PKW im Strassenbild und doch hohe Flexibilitaet und grosse Firmen mit Wartung, Reinigung, usw. kuemmern sich drum waehrend wir Buerger sorgenfrei transport angeboten bekommen.

  2. Re: In 50 Jahren

    Autor: Moe479 04.06.16 - 08:37

    da läuftst du in ein stoßzeitenproblem, allein schon weil menschen i.d.r. tagsaktiv sind und es noch keine realistische möglichkeit gibt fahrzeuge mit dem sonnenlicht diesem bedarf vorraus fahren zu lassen ... und auch lange nicht geben wird.

    im endeffekt bedarf es immer einer überversorgung um sich nicht irgendwie irgendwo unterversorgt zu fühlen, und rationalisierung ist kein weg zum erreichen dieser.

    die rufbus/taxi geschichte ist lediglich dazu da die leute an eine unterversoirgung zu gewöhnen ... der frosch wird schliesslich langsam gekocht, sonst springt er aus dem wasser ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.16 08:40 durch Moe479.

  3. Re: In 50 Jahren

    Autor: |=H 06.06.16 - 08:38

    Wenn jeder die Fahrzeuge sehr günstig nutzen kann hast du sogar mehr Fahrzeuge auf der Straße, da viele sich kein Auto, oder kein zweites/drittes Auto leisten (können).
    Weniger würde es eher, würden die Leute zur Nutzung von Kleinbussen mit fremden Personen gezwungen.

  4. Re: In 50 Jahren

    Autor: chefin 06.06.16 - 09:22

    Dein System funktioniert nur, wenn sich Menschen zusammen in ein Auto setzen. Wir haben viel zu starke Stosszeitbelastung.

    Es müssen Menschen von einem Startpunkt +- 500m zu einem Zielpunkt +-500m zeimlich Zeitgleich zusammen kommen um ein Fahrzeug zu sharen. Und sie dürfen sich nicht gegenseitig stören. Nur kannst du das nicht vorher festlegen, weil viele der Dinge diskriminierend wären. zB wenn du nicht mit jemanden mitfahren willst, der kein Deo mag. Weil ihm das zuviel Chemie ist. Aber auch Menschen mit leichten Verdauungsstörungen werden dir nicht unbedingt passen. Musst du aber hinnehmen, kannst du nicht mehr aussuchen. Obwohl du also viel Geld hast, musst du solche Kompromisse schliessen. Wirst du aber nicht, sondern dir wieder ein eigenes Auto kaufen. Und das kompromisse schliessen bleibt denen übrlassen, die es sich nicht mehr leisten können.

    Wen dir irgendwo in deiner Freizeit Menschen nicht passen, kannst du wechseln. Auf der Arbeit die Kollegen musst du tolerieren, bleibt nichts anders über. Menschen die gleichen Arbeitsweg haben und sich sympathisch sind, nutzen heute schon Fahrgemeinschaften. Was noch fährt ist unvermeidlich. Eventuell bekommst du die Fahrzeugflotte ein bischen reduziert. Aber das erkauft man sich durch mehr km. Den ein Fahrzeug das zurück fährt um andere Menschen zu transportieren fährt mehr km. Und damit höherer Verschleiss, höhere Kosten und irgendwer will ja am Sharing auch noch verdienen. Auch die Infrastruktur dazu kostet extra Geld gegenüber heute.

    Fazit: bei reduzierter Qualität, Einschränkungen bzgl der Fahrzeit (die wird länger wenn man jemanden mitnehmen will, schon weil umweg und extra Stop), der Flexibilität muss man mehr bezahlen. Autos verschleissen nach Km und nicht nach Jahre. Heute halten Autos auch 20 Jahre, wenn sie wenig km gefahren werden. Oder sind nach 8 Jahren schrott, weil zuviel km. Autos im Sharing sammeln mehr km, sind also früher kaputt, kosten aber auch nicht weniger als individuelle Fahrzeuge.

  5. Re: In 50 Jahren

    Autor: .02 Cents 06.06.16 - 15:50

    Die Rechnung mit der Auslastung und den Personen PKW Multiplikatoren kann ich nicht so ganz nachvollziehen ... ebensowenig die Definition von "wirtschaftlichem Verlust" von 90% bei heutigen PKW.

    Eine umfassende Änderung muss imho auch umfassende Änderungen mit sich bringen. Schaut man auf die Verkerhsmeldungen, so ist der meiste Verkehr direkt oder indirekt von beruflichen Notwendigkeiten (im weiteren Sinne - zu quantifizieren ob wirklich jede Pendelfahrt an den Arbeitsplatz mehr mit "Notwendigkeit" im engeren Sine zu tun hat, als mit Bequemlichkeit ...). Das ergibt sich wiederum aus einer Zentralisierung der Arbeit an bestimmten meist städtischen Standorten. Einflussgrössen sind hier sicher auch der Wunsch nach Wohneigentum, der gerade für junge Familien vielfach nur in der (weiteren) Peripherie realisierbar ist.

    Hier könnte die Politik zum Beispiel ansetzen: Anstatt über Pendlerpauschalen u.ä. diesese Gesamtgesellschaftlich eigentlich unerwünschte Verhalten zu fördern, könnte man durch die Förderung von Arbeitsplatznahem Wohnen entsprechende Anreize schaffen. "Ja aber was ist Familien / Kindern / Schulen" - ich habe nicht behauptet, das sei "DIE" Lösung für alles ...

    Darüber hinaus ist auch der Ausbau des ÖV in Deutschland in weiten Teilen bestenfalls mässig. Für die Glotze wird eine Pro-Kopf Abgabe kassiert - warum soll das nicht für den ÖV möglich sein? Zu verbinden wäre das natürlich mit einem Konsequenten Ausbau. Oftmals ist es selbst in den Ballungszentren Zeitaufwändig, wenn man sich nicht entlang der meist sternförmig auf das Zentrum ausgerichteten Hauptachsen bewegen will. Dazu kommen niedrige Takt Frequenzen bei vielen Verbindungen. Gerade wenn man (mehrfach) umsteigen muss, bedeutet ein 20 Minuten Takt eben im "Mittel" jedesmal 10 Minuten warten.

    Um etwas zu ändern, muss man eben auch etwas bewegen. Es ist aber auch eine Einstellungs-Sache. In meiner Schulzeit konnte man als Kind noch 1-2 km zur Grundschule laufen, und Jugendliche waren Stressmässig nicht überfordert, auch 5-10 km mit dem Fahrrad zu fahren. Die heutigen Helikopter Eltern brauchen ein 2. /3. SUV / Minivan um den Nachwuchs zur Schule zu bringen ...

  6. OT: habs mal durchgerechnet

    Autor: RvdtG 07.06.16 - 11:53

    mrgenie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir fahren als Familie sehr viel. Wir sind selbststaendig ich und meine
    > Frau und fahren 60.000-70.000km im Jahr. Klar, viele Buerger fahren mehr.
    > Aber normale Buerger fahren deutlich weniger PKW.
    >
    > Aber trotz, dass wir ueberdurchschnittlich fahren, steht das Fahrzeug an
    > mindestens 90% der Zeit still und koennte andere Menschen transportieren.
    >

    Unter der Annahme, dass deine Zahlen stimmen fährst du eine Jahresdurchschnittsgeschwindigkeit zwischen 68 und 80 km/h. Sportlich ;)

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