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Problem Verbundwerksoff: Recycling

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  1. Problem Verbundwerksoff: Recycling

    Autor: amie 22.08.19 - 14:00

    z.Z. erleben wir beim Windenergie Repowering das große Problem von hochproblematischem Müll. Der Artikel sagt, dass auch bei den Wettbewerbsteilnehmern viel Verbundstoff (vulgo Carbon) verwendet werden soll. Wär' schön, wenn man DEN Aspekt auch mal beleuchtet.

  2. Re: Problem Verbundwerksoff: Recycling

    Autor: Gonoka 22.08.19 - 18:08

    Ist bei Flugzeugen relativ irrelevant, da der CO2 Ausstoß über die Lebenszeit um Größenordnungen höher ist als der der Struktur. Da ist der Fokus auf den sparsamen Betrieb erstmal dringlicher. Und selbst Flugzeuge mit Aluminiumhüllen werden oft nur ausgeschlachtet und dann irgendwo stehen gelassen, wo der Platz billig ist. Nicht das ich das gutheiße, aber so wird es im Moment gehandhabt. Wahrscheinlich wäre es das Beste wenn die elektrischen Komponenten demontiert würden, und die Carbon Rümpfe am Ende ihrer Lebenszeit einfach geschreddert und verbrannt werden. Klingt zwar nicht toll, aber es würde sich sogar für das Klima rechnen einen 10-15% leichteren Rumpf 20 Jahre zu fliegen, und damit große Mengen CO2 zu sparen, und dann die thermische Entsorgung als kleines notwendiges übel hinzunehmen.

  3. Re: Problem Verbundwerksoff: Recycling

    Autor: emdotjay 22.08.19 - 20:26

    Gonoka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist bei Flugzeugen relativ irrelevant, da der CO2 Ausstoß über die
    > Lebenszeit um Größenordnungen höher ist als der der Struktur. Da ist der
    > Fokus auf den sparsamen Betrieb erstmal dringlicher. Und selbst Flugzeuge
    > mit Aluminiumhüllen werden oft nur ausgeschlachtet und dann irgendwo stehen
    > gelassen, wo der Platz billig ist. Nicht das ich das gutheiße, aber so wird
    > es im Moment gehandhabt. Wahrscheinlich wäre es das Beste wenn die
    > elektrischen Komponenten demontiert würden, und die Carbon Rümpfe am Ende
    > ihrer Lebenszeit einfach geschreddert und verbrannt werden. Klingt zwar
    > nicht toll, aber es würde sich sogar für das Klima rechnen einen 10-15%
    > leichteren Rumpf 20 Jahre zu fliegen, und damit große Mengen CO2 zu sparen,
    > und dann die thermische Entsorgung als kleines notwendiges übel
    > hinzunehmen.

    je nachdem können CFK Bauteile ja geschreddert und zu Kurzfasern verarbeitet werden. Die Können wiederum als Füllmaterial in weiteren Verbundwerkstoffen ein weiteres Leben führen. Aber nahezu fast alles wird thermisch verwertet.

    Die Menge an CFK das thermisch Verwertet wird sind Peanuts im Vergleich zur Kohle....

  4. Re: Problem Verbundwerksoff: Recycling

    Autor: Gonoka 22.08.19 - 23:19

    Das mit dem Schreddern ist so ne Sache, die Fasern und die Matrix sind meineswissens nicht dafür ausgelegt jemals Voneinander getrennt zu werden. Bei modernen Konstruktionen sind die Fasern ja auch oft lastspezifisch mehrlagig angeordnet um maximalen Nutzen aus den orthotropen Fasereigenschaften zu ziehen. Diese Ordnung macht das verwenden in anderen mechanisch belasteten Anwendungen als der Ursprünglich geplanten fast unmöglich, da die Mechanischen Eigenschaften komplett unpassend sind. In der Regel sind die Matrizen mit denen die Kohlefasern ummantelt werden ja auch keine (reinen) Thermoplasten, weswegen man die Fasern auch nicht ausschmelzen kann. Am ende geht die Rechnung im moment nur auf wenn die Werkstoffe während ihrer Lebenszeit einen genügend guten Effekt haben, und danach abgeschrieben werden können.

  5. Re: Problem Verbundwerksoff: Recycling

    Autor: emdotjay 22.08.19 - 23:59

    Gonoka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das mit dem Schreddern ist so ne Sache, die Fasern und die Matrix sind
    > meineswissens nicht dafür ausgelegt jemals Voneinander getrennt zu werden.
    > Bei modernen Konstruktionen sind die Fasern ja auch oft lastspezifisch
    > mehrlagig angeordnet um maximalen Nutzen aus den orthotropen
    > Fasereigenschaften zu ziehen. Diese Ordnung macht das verwenden in anderen
    > mechanisch belasteten Anwendungen als der Ursprünglich geplanten fast
    > unmöglich, da die Mechanischen Eigenschaften komplett unpassend sind. In
    > der Regel sind die Matrizen mit denen die Kohlefasern ummantelt werden ja
    > auch keine (reinen) Thermoplasten, weswegen man die Fasern auch nicht
    > ausschmelzen kann. Am ende geht die Rechnung im moment nur auf wenn die
    > Werkstoffe während ihrer Lebenszeit einen genügend guten Effekt haben, und
    > danach abgeschrieben werden können.

    ja das ist korrekt, 2015 lag die Weltweite Herstellung von CFK bei 91 000 Tonnen im Vergleich dazu D verbraucht pro Jahr 50 Millionen Tonnen Kohle.

    Somit ist die CFK Herstellung nichtmal ein tropfen auf dem heißen stein

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