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Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

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  1. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: most 15.07.15 - 12:42

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > CO2 in die Glocke zu bekommen ist aber kein großes Problem. Zucker+Hefe und
    > du bekommst reichlich CO2, und als Abfallprodukt noch ein alkoholisches
    > Getränk.

    Sehr intelligent. Woher kommt der Zucker? Vielleicht aus den Zuckerrüben, die man dort unten anbaut?

  2. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Eheran 15.07.15 - 14:34

    In der Tabelle daneben sieht man, dass dort etwa 200% Sauerstoff vorhanden sind.
    http://monitor.oceanreefgroup.com/o2_interna_history.php

    Womit ich mich mal ganz stark am Kopf kratze und frage, wer solche Tabellen macht und wie man dann den anderen Tabellen noch trauen kann...
    Wenn ich überall Faktor 10 rausrechne, dann stimmt es wieder mit den atmosphärischen Werten überei.
    Dann sieht man aber schon innerhalb von nur 12h einen deutlichen Rückgang des CO2-Gehaltes. Ebenso in den weiter unter verlinkten Grafiken:
    http://monitor.oceanreefgroup.com/co2_interna_history.php

    Die Peak könnten tatsächlich die Forscher selbst sein oder was auch immer.
    Jedenfalls geht es nur mit passender Temperatur, Licht und Wasser nicht, das sollte man einfach wissen.

  3. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: plutoniumsulfat 15.07.15 - 15:05

    Könnte. Zucker ist allerdings nichts, wovon es der Welt mangelt.

  4. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Sebbi 15.07.15 - 15:57

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür fängt man sich ein anderes Problem ein: Neben den Schadinsekten,
    > haben auch z. B. Bienen keinen Zugang zu den Tomaten, also muss man sich
    > irgendeine Möglichkeit der künstlichen Bestäubung der Tomatenblüten unter
    > Wasser ausdenken - ich stelle mir gerade einen Taucher vor, der versucht
    > einen feinen Pinsel trocken zu halten während er mit ihm Pollen von einer
    > Tomatenpflanze zur nächsten überträgt...

    Tomaten brauchen keine Bienen, die kann man einfach ein wenig schütteln und gut ist's ... andere Pflanzen hingegen, brauchen mehr Pflege bei der Aufzucht. Wobei Tomaten mit dem Ausgeizen, etc auch nicht gerade Pflegeleicht sind ;-)

  5. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Cavaron 15.07.15 - 16:08

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie brauchen auch CO2

    Die Industrie sucht doch schon nach Einsatzmöglichkeiten für das CO2, was bei der Abscheidung aus Kohlekraftwerken anfällt ;)

  6. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Snoozel 15.07.15 - 16:32

    > Wobei Tomaten mit dem Ausgeizen, etc auch nicht gerade
    > Pflegeleicht sind ;-)

    Es gibt auch Buschig wachsende Sorten die nicht ausgegeizt werden.

  7. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: johnsonmonsen 15.07.15 - 17:44

    Hallo Ach,

    ich denke stark, dass das Meer und vor allem der Meeresboden in Zukunft noch eine große Rolle bei der Versorgung der Menschheit spielen wird. Über die jetztige Nutzung noch weit hinaus.

    Eine sehr interessante Sache ist diese hier. Da lässt man Konstruktionselemente praktisch aus den Mineralien des Meeres wachsen. Wenn es richtig gemacht wird, ist es nachhaltig und sehr ergiebig bzw. könnte es bei entsprechender Förderung mal werden:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Biorock

    Viele Grüße :-)!

  8. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Anonymer Nutzer 15.07.15 - 19:22

    Wenn ein Schmetterling in einem Schmetterlingshaus überleben kann, dann kann er das auch in einem U-Glashaus.

    Was mich eher stutzig macht ist das Wasser doch recht viel Licht schluckt der yield würde mich interessieren.

    Sonst steht der autarken schwimmenden Stadt nichts mehr im Wege :-)

  9. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Ach 15.07.15 - 23:00

    Tja, mal wieder ein Link der Extra Nerd Klasse Johnsonm. Morgen übrigens :]. Leicht OT, aber was mir bei Korallen gerade durch den Kopf schießt, ist eine BBC Docu Serie in 6 Teilen namens South Pacific, zu finden etwa bei k k i s t e . t o (ohne Lehrzeichen natürlich und einfach Südsee in die Suchzeile eingeben). Klasse gemacht, erstaunliche Bilder, informativ und charmant. Kann natürlich sein, dass du die Serie schon entdeckt hast, ist ja schon von 2009, und ansonsten frage ich mich, inwiefern man zum transparent halten der Verglasung einen marinen Salzwasser-Putzroboter entwerfen könnte, angetrieben vielleicht durch ein kleines Schwimm-Fotovoltaik-Floß, der das algenfrei halten ohne den Einsatz von teuren Tauchern als Putzkräfte lösen würde.

    Der Naturbeton ist natürlich sehr klasse für sowas, und für viele, viele andere Dinge. Irre mit welchem geringen Energieeinsatz man damit stabilste Konstruktionen erzeugen kann, wirklich sehr inspirierend :]. Im Sinne des Themas etwa, würde es sich anbieten damit ein Röhrensystem zu bauen, das viele dieser Tauchgewächshäuser vernetzt sowie auch gleich die Tragewerke selber für eben diese Gewächshäuser, samt dem Rahmen für die Verglasung, den man vielleicht zur nicht gläsernen Hälfte biobetonierend mit dem Gestell verbinden würde oder so, wenn man sich auf das Thema bezieht :]. Der Bio Beton scheint mir einfach so eine Ideale Schnittstelle für den Übergang von Natur zur Technik, etwa als Windkraftturmfundament.

    LG, Ach



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.15 23:01 durch Ach.

  10. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: johnsonmonsen 16.07.15 - 00:22

    Hallo Ach,

    "hängende Gärten" unter Wasser wären doch was, dazu noch ein Bio-Rock Luxus Domizil inmitten so einer Anlage - und schon hat man einen gewissen Prahlfaktor geschaffen, der auch noch einer neuen Technologie Vorschub leistet. Bond-Bösewicht Style ;-). Ohne Scheiß, ich frage mich wirklich oft, wo der ganze Ideenreichtum bleibt, wenn die Superreichen ihr Geld unter die Leute bringen. Sportwägen, Luxusyachten und (normale) Villen sind ja schön und gut, aber doch nicht wirklich außergewöhnlich, in dem Sinne, wie es mir vorschwebt.

    >...und ansonsten frage ich mich, inwiefern man zum transparent halten der Verglasung einen marinen Salzwasser-Putzroboter entwerfen könnte, angetrieben vielleicht durch ein kleines Schwimm-Fotovoltaik-Floß, der das algenfrei halten ohne den Einsatz von teuren Tauchern als Putzkräfte lösen würde.

    Ich frage mich gerade, ob man dem Algenenbefall vielleicht durch eine beständige Strömung Einhalt gebieten könnte, welche die Gewächskuppeln umströmt (Luftblasen oder Wasser). Um diese zu erzeugen, gibt es sicher mehrere Möglichkeiten - und Strom liefert die Sonne.

    Viele Grüße :-)!

  11. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Moe479 16.07.15 - 02:41

    nein der ist aus käse, und fällt jemandem gleich aufn kopp!

  12. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: RvdtG 16.07.15 - 08:41

    Der Biorock-Link ist äußerst faszinierend, ich muss Ach da voll und ganz zustimmen.
    Eine Strömung zur Algenvermeidung muss vermutlich architektonisch vorgeplant sein, da andererseits ja die Kuppeln/Röhren als Kondensator für Süßwasser dienen sollen.

    Was mich zu einem anderen Punkt bringt: Mit solchen Anlagen kann ohne weiteren Energieeinsatz Süßwasser erzeugt werden.

  13. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: johnsonmonsen 16.07.15 - 16:39

    Hallo RvdtG,

    >Der Biorock-Link ist äußerst faszinierend, ich muss Ach da voll und ganz zustimmen. Eine Strömung zur Algenvermeidung muss vermutlich architektonisch vorgeplant sein, da andererseits ja die Kuppeln/Röhren als Kondensator für Süßwasser dienen sollen.

    Das mit der Strömung war ja nur ein Beispiel. Vielleicht wirkt sich eine geringe Spannung, geführt in einem dünnen Gitter, ebenfalls positiv auf die Hemmung von Algenwuchs aus? Alles nur Ideen :-).

    Was mir aber in Zusammenhang mit den Gewächshäusern einfällt, ist, die technische Nutzung der Photosynthese. Da werden immer mehr Fortschritte gemacht und - vorausgesetzt eines vernünftigen Budgets - sähe es auch schon anders aus. Gerade der Energieumwandlungsprozess, für welchen die Pflanzen spezielle Membranproteine einsetzen, hat ein unglaubliches Potenzial - sogar "zweckentfremdet" für Photovoltaik. Viele Mechanismen und deren Effizienz sind bisher ungeklärt, aber ich stieß auf diesen faszinierenden Artikel, der von einer experimentellen Annäherung an die Prozesse der Photosynthese handelt:

    http://www.pro-physik.de/details/news/5459981/Photosynthese_auf_Quantenebene_nachgestellt.html

    Hier geht es um die technische Nutzung der Photosynthese an sich:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/forscher-arbeiten-an-kuenstlicher-photosynthese-a-820372.html

    Wenn ich mir die mickrigen Fördergelder ansehe, mit denen diese Projekte unterstützt werden - mickrig im Vergleich zu Rüstungsbudgets und Werbekampagnen großer Konzerne - denke ich, es wird noch lange dauern, bis sich eine nachhaltige Biotechnologie durchsetzt. Es kündigt sich aber bereits alles an. Und das Meer bzw. der Meeresboden wird eine gewaltige Rolle spielen - so viel Fläche, so ausgeprägte Temperaturgradienten, Mineralien ohne Ende, starke Strömungen und immer ein Platz, auf den die Sonne scheint.

    Wenn irgendwann das Problem der großvolumigen & wirtschaftlichen Entsalzung gelöst wurde, dann ist eines der größten (kommenden) Menschheitsprobleme auch Geschichte.

    Bin einfach begeistert von solchen Ideen, selbst wenn es sich "nur" um kleine Gewächskuppeln unter Wasser handelt...

    Viele Grüße :-)!

  14. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Ach 16.07.15 - 20:05

    Tach allerseits :],

    Sobald man sich unter die Wasseroberfläche bewegt, verändern sich die Bedingungen und technischen Herausforderungen ja auch umgehend von normal zu exotisch, und das in praktisch jeder Beziehung.

    Biologie:

    Algen, das Algenwachstum beginnt ja schon mit dem grünen Belag der sich da auf die Scheiben setzen wird, dem selben, den man auch in Wasserkühlungen von PC's findet, wenn man das Antialgenmittel vergisst. Der Belag steht natürlich in direkter Lichtkonkurrenz zum Anbaugemüse, und ich befürchte, dass der sich auch in einer Strömung wohl fühlen wird, weswegen ich nicht weiß, ob man da wirklich um eine mechanische Reinigung herum kommt.

    Statik:

    Hängende Gärten und James Bond, das sind Gedanken an denen man irgendwie nicht vorbeikommt bei Unterwasserwelten, hatte ich auch :]. Wobei die Gärten dann aber auch umgekehrt hängen, so wie in dem Foto zum Artikel, wegen dem Auftrieb. Interessant, wenn man das mal mathematisch überschlägt. Salzwasser hat eine ungefähre Dichte von 1,03 gr/cm³, Beton ca. 4,1 gr/ cm³. Will man also den Auftrieb ausgleichen um den Aufwand für die Verankerung zu verringern, dann benötigt man etwa ein Viertel des Luftvolumens als Volumen in Beton, oder Form von Beschwerungen aus Stein. Das kann bei solchen riesigen Hallen wie in den James Bond Filmen ganz schön heftig ausfallen :]. Oder man braucht sehr mächtige Verankerungen, was aber je nach Meeresuntergrund sehr aufwendig werden kann. Auch interessant ist der Druckanstieg. Ist die Konstruktion nach unten offen, und das ist sie ja, dann schätze ich 20 m Tiefe als eine absolute Grenze ein, wahrscheinlich eher weniger, wenn man nicht bei jedem Ausstieg aus dem System einen Druckausgleich vollziehen will. In 20 Metern jedenfalls, herrschen bereits ca. 3 Atmosphären, also rund der 3 fache Druck wie an Land. Interessant auch, wie sich die Kräfte auf die Verglasung auswirken werden. Im Gegensatz zu einem Uboot, das im Innern eine normale Atmosphäre aufrecht hält, drückt das Wasser in dem Gewächshaus nicht von oben auf die Scheiben, sondern die Luft drückt die Scheiben gegen das Wasser und in den Rahmen. Das ist praktisch, weil damit die Scheiben von der Luftseite her abgedichtet werden können und nicht aufwendig von der Wasserseite.

    Dynamik:

    Übrigens lernt man in vielerlei Hinsicht die Auswirkungen der dramatischen Druckänderungen unter Wasser auf die Technik gerade erst kennen. Etwa bei großen Propellerblättern von Strömungskraftwerken, die 10, 14 oder noch mehr Meter im Durchmesser haben. Wenn diese konstruktionsbedingte Hohlräumen besitzen oder Kunststoff- bzw. gar weiche Gummiteile, dann wirkt sich der ständige Druckwechsel von ca. 1,5 Atmosphären bei jeder Umdrehung als sehr materialermüdend aus, weil alle Bauteile 1x pro Umdrehung gestaucht und wieder entspannt werden.

    Optik:

    Die Natur gibt da ja eher eine flache Kuppelform vor. Zum einen ist schräg einfallendes Licht, Licht, dass schon eine gewisse Strecke unterwasser zurückgelegt hat, wobei Wasser sehr viel schneller die Strahlungsenergie der Sonne absorbiert und man im Gegenteil ja ein möglichst energetisches Licht mit hohen UV Anteil für die Pflanzen haben möchte, zum anderen wirkt sich die Lichtbrechung von Luft zu Wasser so aus, dass der Lichtstrahl sich beim Eindringen in das Medium aufrichtet, schräge Strahlen werden also wieder "senkrechter".

    Quelle:feuerbachers-matheseite.de



    Übrigens zur Süßwassergewinnung.

    Gute Ideen haben ja sehr oft die Eigenschaft, dass sie nicht selten schon dem ein oder anderen aufgefallen sind :]. So ist das auch mit der Süswassergewinnung durch sonnengetriebene Destillation. Die gibt es in größerer und in kleiner Form, etwa als aufblasbare Destillationskegel etwa 1,5 m im Durchmesser und ganz aus Kunststoff, für überwasser, weil da die Sonnenstrahlung am intensivsten ist. Was sich mir in dieser Beziehung eingebrannt hat, dass ist eine Destillationstechnik, wie sie für die Frischwasserversorgung für die Kühlung von Gasmotoren auf den großen Gastankern erfunden wurde. Die nutzen die Abwärme des Motors um das Salzwasser zu erhitzen, ok, soweit nichts neues, der Trick ist aber, dass die im Destillationsbehälter eine Unterdruck erzeugen. Unterdruck bedeutet niedrigerer Siedepunkt gleich niedrigerer Verdunstungspunkt. Wenn man das nun mit einer Sonnenenergie Destillationsanlage kombinieren würde. Eine Glaskuppel mit zwei Zugängen, die beide durch eine Wassersäule von der Außenluft getrennt sind, so ähnlich wie bei einem Toilettenabfluss. Beide Säulen mit einem Wasservorrat verbunden, der Eine ein Salz-, der andere Süßwasservorrat, auf der Salzseite über ein steuerbares Ventil verbunden, auf der Süßwasserseite über ein Pumpe. Das Süßwasser sammelt sich als von an den Wänden kondensierter Wasserdampf über der Pumpe und durch das Abpumpen befördert man nicht nur das Süßwasser hinaus, man unterstützt gleichzeitig den Unterdruck im System. Der Unterdruck sollte vielleicht ein sechstel oder achtel Atmosphäre, oder einfach einfach so wenig sein, dass das Wasser auf der heißen weil dunkel gehaltenen Salzwasserseite bereits bei 50°C oder so anfängt zu kochen und zu verdampfen. Ziel wäre es, die osmotische Salzwasserfilterung, die derzeit effizienteste Form der Süßwassergewinnung, energetisch zu unterbieten.


    LG, Ach



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.15 20:16 durch Ach.

  15. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: johnsonmonsen 16.07.15 - 20:59

    Hallo Ach,

    >Unterdruck bedeutet niedrigerer Siedepunkt gleich niedrigerer Verdunstungspunkt. Wenn man das nun mit einer Sonnenenergie Destillationsanlage kombinieren würde.

    Und evtl. reichen einige gigantische Sonnenkollektoren pro Feld dann aus, um das ganze wirklich effizient zu betreiben. Klingt interessant, stellt aber auch große Herausforderungen an den Bau von Unterdruckbehältern - es muss ja ergiebig sein :-)!

    > Der Belag steht natürlich in direkter Lichtkonkurrenz zum Anbaugemüse, und ich befürchte, dass der sich auch in einer Strömung wohl fühlen wird, weswegen ich nicht weiß, ob man da wirklich um eine mechanische Reinigung herum kommt.

    Ein Ansatz, der mit gerade vorhin wieder einfiel, ist die photokatalytische Hemmung von Algenwachstum bzw. generell Mikroorganismen. Vielleicht kann man das, zumindest auf der Innenseite der Kuppeln, anwenden (bei ausreichend Licht natürlich):

    http://www.dechema.de/dechema_media/2786.pdf

    >Ist die Konstruktion nach unten offen, und das ist sie ja, dann schätze ich 20 m Tiefe als eine absolute Grenze ein...

    Mir kommen da eher Bedenken bezüglich Versorgung mit Licht. Die meisten Pflanzen brauchen davon nicht wenig. Für eine künstliche Beleuchtung bräuchte man wieder viel Energie, da das breite Spektrum des Sonnenlichts bisher nur mit Hochdruckdampflampen nachgeahmt werden kann, soviel ich weiß.

    >Will man also den Auftrieb ausgleichen um den Aufwand für die Verankerung zu verringern, dann benötigt man etwa ein Viertel des Luftvolumens als Volumen in Beton, oder Form von Beschwerungen aus Stein.

    Wenn der Boden passt, dann dürfte die Verankerung auch kein Problem darstellen. Aber, stimmt, das geht nicht überall so ohne Weiteres. Ballasttanks, die wie bei U-Booten mit Wasser geflutet werden, helfen evtl. ein wenig. Als Zwischenstation des entsalzten Wassers, welches die angeschlossene Großentsalzungsanlage abwirft ;-).

    >Übrigens lernt man in vielerlei Hinsicht die Auswirkungen der dramatischen Druckänderungen unter Wasser auf die Technik gerade erst kennen. Etwa bei großen Propellerblättern von Strömungskraftwerken, die 10, 14 oder noch mehr Meter im Durchmesser haben.

    Bei Propellern ist es auch oft die Kavitation, welche Probleme macht. Immerhin sind dafür nur rund 54km/h (teils noch darunter) nötig, damit das "Ausgasen" der Strömung auftritt. Delfine meiden höhere Geschwindigkeiten und der Thunfisch hat deshalb erodierte Schwanzflossen ;-). In jedem Fall ist Salzwasser ohnehin ein Korrosionsmonster, d.h. es muss auf die richigen Materialien geachtet werden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kavitation
    http://www.freenet.de/nachrichten/wissenschaft/delfinen-tut-wasser-weh_729150_4702462.html

    >...zum anderen wirkt sich die Lichtbrechung von Luft zu Wasser so aus, dass der Lichtstrahl sich beim Eindringen in das Medium aufrichtet, schräge Strahlen werden also wieder "senkrechter".

    Ist die Kuppel nicht automatisch mehr diffusem Licht ausgesetzt, einfach deshalb, da sie von bewegendem und Wasser umgeben ist, welches ja selten glasklar sein wird? Dann gibt es (je nach Wellengang usw.) noch Kaustiken etc., die den Beleuchtungscharakter ebenfalls mitbestimmen. Das könnte auch einigen Aufwand an optimierte Bauformen stellen, ebenso wie an besonders UV-durchlässige Materialien.

    Alles in allem wirkt es auf mich echt erstaunlich, wie viele Dinge uns aufgefallen sind, die es zu beachten gilt ;-). Und das ist wirklich noch ganz "seicht" betrachtet. Dürfte aber eine lohnenswerte Sache sein, denn eine mögliche Bestellung des Meeresbodens hat etwas erstrebenswertes: schafft Platz auf dem Land und die Ernte ist vor Unwetter im besten Fall komplett geschützt. Ich beziehe mich da auf wirklich große Maßstäbe.

    Alles nur meine Gedanken...

    Viele Grüße :-)!

  16. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Eheran 16.07.15 - 21:12

    >Dürfte aber eine lohnenswerte Sache sein, denn eine mögliche Bestellung des Meeresbodens hat etwas erstrebenswertes: schafft Platz auf dem Land und die Ernte ist vor Unwetter im besten Fall komplett geschützt.

    Eine Kuppel auf dem Land ist viel einfacher machbar, günstiger und auch noch effizienter. Salzwasser kann man auch mit einer Pumpe rankarren.
    Es gibt mehr als genug Land, das man aktuell nicht nutzen kann und damit nutzbar machen könnte... Aber solange es auch genug Land gibt, dass man auch einfach so nutzen kann... Verschwendung von Resourcen? :D

  17. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Ach 16.07.15 - 23:46

    Das Problem mit der Kavitation tritt ja vor allem bei Schiffsschrauben und anderen Wasserantrieben auf und weniger bei Wasserkraftgewinnung, bei der das Wasser die Schraube oder Schaufel bewegt. Übrigens ist das auch der Grund, weswegen man in der Hydraulik sehr genau auf saubere Biegungen in den Leitungen und auf cleane Übergänge achten muss, weil die die Kavitation sonst von innen die Hydraulikleitung wegfrisst. Das Tunfische verdammt schnelle Biester sind, das wusste ich, aber das mit den angefressenen Flossen das ist ja wirklich krass, das merk ich mir :]!

    Ja, Tiefen über 5 Meter sind für das Pflanzenwachstum wohl nicht mehr sehr sinnvoll, die 20 m haben sich dann auch mehr auf die Bösewicht-super-Techno-unterwasser-Basis bezogen :]. Übrigens noch ein Gedanke wäre der, dass man mit den Pflanzen und deren Sauerstoffproduktion dort unten ein eigenes und komplett abgetrenntes Ökosystem schaffen könnte mit Menschen und/oder Tieren als Verbraucher. Du hast ja sicher mal von dem Experiment in Kalifornien gehört, mit der Umweltkuppel an Land, das vor allem am Druckausgleichsproblem und der zu starken Aufheizung der Kuppel gescheitert ist. Nun, das könnte bei dieser Konstruktion nicht passieren, 5 Freiwilligenpärchen bräuchte man für ein Jahr und einen experimentierfreudigen Milliardär :].


    LG, Ach

  18. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: Ach 16.07.15 - 23:50

    Da wären aber so einige Goodies dahin, z.B. die konstanten Temperaturen, der Schutz vor Unwetter, das Einsparen von Landfläche etwa. was ich mir aber vorstellen könnte wäre, dass man das Gewächshaus von Zeit zu Zeit aufschwimmen lässt, bei Reinigung/Wartung etwa, oder wenn die Wetterbedingungen günstig sind...

  19. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: johnsonmonsen 17.07.15 - 00:44

    Hallo Ach und Eheran,

    es geht doch nur um Gedankenspiele und um "Zukunftsphantasterei" :-). Jedenfalls könnte es tatsächlich mal notwendig werden oder von Vorteil sein, wer weiß? Natürlich sind z.B. Energiegewinnung und Abfallmanagement von akuterer Bedeutung. Nichts desto trotz ist angestrebte Autarkie in lebensfeindlichem Umfeld immer ein Gebiet, von dem auch die Raumfahrt profitieren kann. Eine bewohnbare Unterwasserwelt übte auf mich so oder so schon immer eine besondere Anziehung aus (obwohl ich nicht einmal schwimmen kann ;-) - und Pflanzen sind doch ein guter Anfang.

    >Du hast ja sicher mal von dem Experiment in Kalifornien gehört, mit der Umweltkuppel an Land, das vor allem am Druckausgleichsproblem und der zu starken Aufheizung der Kuppel gescheitert ist.

    Meinst Du "Biosphere 2"? Da ging einiges schief. Diffusion von Sauerstoff durch die Glaskuppel war ein Problem, lästige Parasiten, Spinnen und Kakerlaken ebenso. Auch der zweite Anlauf klappte nicht völlig ohne Fremdversorgung. Aber, natürlich, Erfolge gab es schon, mit mehr Forschung geht da sicherlich was.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4re_2#Zweiter_Versuch_1994

    Viele Grüße :-)!

  20. Re: Nein: "brauchen [...] Wärme, Licht und Wasser"

    Autor: plutoniumsulfat 17.07.15 - 01:58

    Biosphere 2 ist auch an der Artenvielfalt gescheitert.

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