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  5. › Netzausbau: Agrarverbände wollen…

Internet in der Agrarindustrie

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Internet in der Agrarindustrie

    Autor: M.P. 11.09.17 - 14:35

    Bei Datensparsamkeit wäre es bestimmt möglich, dass ein Bauernhof auch mit einer Internet-Anbindung von 2 MBit/s auskommt.

    Lässt man die richtigen "Experten" an die "papierlose Kommunikation" eines Bauernhofes, werden auch 50 MBit/s nicht ausreichen ...

    Diese Experten werden dann wahrscheinlich auch dafür sorgen, dass die Vernetzung der Landmaschinen auf dem Feld mit der "Zentrale" im Arbeitszimmer des Bauern zur sicherheitstechnischen Katastrophe wird... (was mich zum Thema bringt, wieso die Bauern nur eine schnelle standortfeste Internet-Anbindung fordern? Kommt die Forderung nach Schließung der mobilen Internet-Lücke der Agrarindustrie später?)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.09.17 14:37 durch M.P..

  2. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: NeoCronos 11.09.17 - 14:40

    vor allem M2M... da reicht auch GPRS völlig aus

  3. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Snotmann 11.09.17 - 15:16

    Den Leuten mit dem Argument "Die brauchen kein Internet" zu entgegenen ist ziemlich zynisch , wenig fundiert und beleidigend. Sehr wohl brauchen Webcam's für die Ställe oder Steuerung von Traktoren, als auch Systeme für die Produktionssteuerung sehr viel Übertragungsgeschwindigkeit.

  4. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: M.P. 11.09.17 - 15:37

    1) Welche dieser Datenratenfördernden Features braucht zwingend eine INTERnet Verbindung?
    2) Welche dieser Features ist überhaupt über kabelgebundene Verbindungen möglich?
    3) Nenne mir ein System für die Produktionssteuerung, dass deutlich mehr als 1 MBit/s Datenrate im Dauerstrich erfordert?

  5. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Oktavian 11.09.17 - 15:49

    > Den Leuten mit dem Argument "Die brauchen kein Internet" zu entgegenen ist
    > ziemlich zynisch , wenig fundiert und beleidigend.

    Es ist zwingend zu unterscheiden zwischen "brauchen" und "hätten gerne". Und die Forderung, den Bedarf transparent darzustellen, ist durchaus gerechtfertigt, da die Allgemeinheit die Anbindung der Höfe zahlen soll.

    > Sehr wohl brauchen
    > Webcam's für die Ställe

    In aller Regel befinden sich die Ställe auf dem Hof oder direkt am Hof. Somit ist der Verkabelung lokal auf dem eigenen Gelände. Ich hoffe, dass die Allgemeinheit das nicht auch noch bezahlen soll.

    > oder Steuerung von Traktoren,

    Schlepper sind in der Regel bewegliche Geräte, das ist ihr Haupteinsatzzweck. Wie hier Glasfaser helfen soll, ist mir schleierhaft, denn ich kann mir schwerlich vorstellen, dass der Schlepper auf dem Dach noch eine Kabeltrommel trägt. Zumindest für diesen eher robusten Einsatz dürfte Glas etwas empfindlich sein.

    > als auch Systeme für
    > die Produktionssteuerung sehr viel Übertragungsgeschwindigkeit.

    Werde mal etwas konkreter, welche denn? Und welche Bandbreite benötigen die wofür? Nicht so nebulös rumschwallen sondern mal ganz konkrete Anwendungen. Wofür benötigt ein automatischer Melkstand Bandbreite? Wofür eine Trocknungsanlage für Getreide? Wofür eine Wiegeanlage für Schweine?

    Die Steuersysteme, die ich kenne, sind in der Industrie angesiedelt und auf geringe Bandbreite (GSM, GPRS) optimiert sowie auch regelmäßige Ausfälle der Verfügbarkeit. Falls das in der Landwirtschaft anders sein sollte, sollte das sehr genau begründbar sein.

  6. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: non_existent 11.09.17 - 15:53

    Snotmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den Leuten mit dem Argument "Die brauchen kein Internet" zu entgegenen ist
    > ziemlich zynisch , wenig fundiert und beleidigend. Sehr wohl brauchen
    > Webcam's für die Ställe oder Steuerung von Traktoren, als auch Systeme für
    > die Produktionssteuerung sehr viel Übertragungsgeschwindigkeit.

    Warum sollte das so sein? Warum sollte man solche Systeme ins Internet hängen? Kann man sich da kein lokales Kabel- oder Funknetz aufziehen, was von außen nicht erreichbar ist? Ich kennen keinen guten Grund, warum die Webcams oder Produktionssteuerungen außerhalb des lokalen Netzes erreichbar sein müssten. Außer, man hat tierisch Bock drauf, sich von 0-Day exploits den Tag versauen zu lassen.

    Dieser "ALLES-MUSS-INS-INTERNET"-Hype ist tierisch nervig und gefährlich. Ich hänge meine Haussteuerung ja auch nichts ins Internet. <.<

  7. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Nuckeln 11.09.17 - 16:04

    Ihr könnt ja mal Saatgut Bestellungen oder Email verkehr mit dem auf dem Land üblichen 384kb machen -.-

    Auch Landwirte wollen Netfix schauen in ihrer begrenzten Freizeit.

  8. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: non_existent 11.09.17 - 16:10

    Nuckeln schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihr könnt ja mal Saatgut Bestellungen oder Email verkehr mit dem auf dem
    > Land üblichen 384kb machen -.-
    >
    > Auch Landwirte wollen Netfix schauen in ihrer begrenzten Freizeit.

    Ich hab damals in einem 300 Einwohnerdorf gewohnt und hatte auch ne 2k Leitung. Also sind 384kb schon sehr untertrieben.

    Und wenn der Bauer Netflix schauen will, hat das mit dem Agrarbund nix zu tun, dass ist eine Privatsache.

  9. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: RipClaw 11.09.17 - 16:11

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Datensparsamkeit wäre es bestimmt möglich, dass ein Bauernhof auch mit
    > einer Internet-Anbindung von 2 MBit/s auskommt.

    Und der Landwirt selber ? Der arbeitet da nicht nur sondern der wohnt auch dort. Das ist keine Firma in die man morgens fährt und dann abends nach Hause. Das Zuhause liegt auf dem Hof.

  10. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Oktavian 11.09.17 - 16:13

    > Ihr könnt ja mal Saatgut Bestellungen oder Email verkehr mit dem auf dem
    > Land üblichen 384kb machen -.-

    Nu komm, bei Email ist die Bandbreite vollkommen egal. Ob es 10 Sekunden braucht, bis die Mail raus ist oder 2 Minuten, wen interessiert es. Das macht der Rechner im Hintergrund.

    Zur Saatgutbestellung wäre es dann am Anbieter, die Seite so aufzubereiten, dass die Bandbreitenanforderungen überschaubar sind. Es gab auch schon Bestellungen online über ISDN. Der Landwirtschaftsverand sollte hier gute Möglichkeiten haben, auf die Händler einzuwirken. Das Redesign der Seite wird deutlich günstiger sein als jeden Kuheuter zu verglasverfasern.

    > Auch Landwirte wollen Netfix schauen in ihrer begrenzten Freizeit.

    Das dürfen sie auch wollen. Sie dürfen nicht nicht erwarten, dass die Allgemeinheit den Spaß finanziert. Und dann betriebliche Gründe vorzuschieben ist unlauter.

  11. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Oktavian 11.09.17 - 16:15

    > Und der Landwirt selber ? Der arbeitet da nicht nur sondern der wohnt auch
    > dort. Das ist keine Firma in die man morgens fährt und dann abends nach
    > Hause. Das Zuhause liegt auf dem Hof.

    Das ist schon richtig. Aber hier sollte man "brauchen" von "gerne haben" trennen. Warum der Landwirt aus betrieblichen Gründen Glasfaser braucht, ist mir schleierhaft. Das wüsste ich aber schon gerne, bevor ich das mitfinanziere.

    Wenn er es aber einfach nur gerne hätte für sein Privatvergnügen, dann soll er es eben auch bezahlen.

  12. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: M.P. 11.09.17 - 16:18

    Stimmt - bei vielen eingehenden Mails hat das Visitenkarten-Layout am Ende der Mail inzwischen schon 2 MByte ;-)
    Der reine Informationsgehalt der meisten Mails geht aber gegen 1...2 kByte ...

    Wenn alle Glasfaser haben, wird das aber noch nicht das Ende sein.

  13. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Nuckeln 11.09.17 - 16:20

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ihr könnt ja mal Saatgut Bestellungen oder Email verkehr mit dem auf dem
    > > Land üblichen 384kb machen -.-
    >
    > Nu komm, bei Email ist die Bandbreite vollkommen egal. Ob es 10 Sekunden
    > braucht, bis die Mail raus ist oder 2 Minuten, wen interessiert es. Das
    > macht der Rechner im Hintergrund.
    >
    > Zur Saatgutbestellung wäre es dann am Anbieter, die Seite so aufzubereiten,
    > dass die Bandbreitenanforderungen überschaubar sind. Es gab auch schon
    > Bestellungen online über ISDN. Der Landwirtschaftsverand sollte hier gute
    > Möglichkeiten haben, auf die Händler einzuwirken. Das Redesign der Seite
    > wird deutlich günstiger sein als jeden Kuheuter zu verglasverfasern.
    >
    > > Auch Landwirte wollen Netfix schauen in ihrer begrenzten Freizeit.
    >
    > Das dürfen sie auch wollen. Sie dürfen nicht nicht erwarten, dass die
    > Allgemeinheit den Spaß finanziert. Und dann betriebliche Gründe
    > vorzuschieben ist unlauter.

    Das mit der Allgemeinheit nennt sich Solidarität und die sollten wir gerade den Bauern gegenüber haben. Diese sind nun mal dafür verantwortlich das wir in der Stadt was zum Futtern haben und das Land nicht verwahrlost. Die paar Mark sollte der Bund dicke überhaben.

    Und leider gibt es wirklich noch viele Gemeinden die wirklich nur mit 384kb rumkrebsen Siehe hier http://www.schnelles-internet-in-bayern.de/

  14. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Oktavian 11.09.17 - 16:27

    > Das mit der Allgemeinheit nennt sich Solidarität und die sollten wir gerade
    > den Bauern gegenüber haben.

    Richtig, die üben wir ja auch reichlich über Subventionen. Dies ist auf vielen Höfen inzwischen die Haupteinnahmequelle, und nicht mehr die Produkte.

    > Diese sind nun mal dafür verantwortlich das wir
    > in der Stadt was zum Futtern haben und das Land nicht verwahrlost. Die paar
    > Mark sollte der Bund dicke überhaben.

    Der Bund, das ist keine abstrakte Instanz, das sind wir. Jeder Euro, den der Bund ausgibt, muss ein Steuerzahler erwirtschaften. Und deshalb sollen eben die Landwirte die Frage beantworten, warum wir sie noch weiter subventionieren sollen. Betriebliche Gründe scheinen mir da eher vorgeschoben.

    Die Nahrungsmittel, die auf dem Land produziert werden, das macht der Bauer auch nicht aus reinen Altruismus. Die Produkte bezahlt der Kunde, und zusätzlich bezahlt er sich noch einmal via Steuern und Subventionen.

    > Und leider gibt es wirklich noch viele Gemeinden die wirklich nur mit 384kb
    > rumkrebsen Siehe hier www.schnelles-internet-in-bayern.de

    Ich glaube dir das, aber es gibt auch die Möglichkeit, sich Glasfaser an quasi jeden Punkt in Deutschland legen zu lassen. Auf eigene Kosten natürlich.

  15. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: gbpa005 11.09.17 - 16:31

    Oktavian schrieb:

    > Der Bund, das ist keine abstrakte Instanz, das sind wir. Jeder Euro, den
    > der Bund ausgibt, muss ein Steuerzahler erwirtschaften. Und deshalb sollen
    > eben die Landwirte die Frage beantworten, warum wir sie noch weiter
    > subventionieren sollen. Betriebliche Gründe scheinen mir da eher
    > vorgeschoben.
    >
    > Die Nahrungsmittel, die auf dem Land produziert werden, das macht der Bauer
    > auch nicht aus reinen Altruismus. Die Produkte bezahlt der Kunde, und
    > zusätzlich bezahlt er sich noch einmal via Steuern und Subventionen.

    Es galt mal der Grundsatz - und er gilt heute noch - dass der Staat zur Schaffung vergleichbarer Lebensbedingungen auf dem gesamten Staatsgebiet verantwortlich ist. Aus diesem Grund gibt es auch überall Post, Wasser, Strom usw. Man nennt des Regulierung und es hat sehr viele Vorteile für alle. Wenn nun auch noch die restliche Landbevölkerung in die Großstädte zieht, weil auf dem Land keine adäquaten Bedingungen herrschen, dann leiden alle darunter: In den Städten explodieren die Preise und das Land verwahrlost.

  16. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Nuckeln 11.09.17 - 16:32

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das mit der Allgemeinheit nennt sich Solidarität und die sollten wir
    > gerade
    > > den Bauern gegenüber haben.
    >
    > Richtig, die üben wir ja auch reichlich über Subventionen. Dies ist auf
    > vielen Höfen inzwischen die Haupteinnahmequelle, und nicht mehr die
    > Produkte.
    >

    Das ist Korrekt Zahlen müssen wir nunmal für den Erhalt unserer Landschaft und ein wenig Unabhängigkeit. Wir könnten uns sicher auch die Lebensmittel aus dem Ausland holen, doch zu welchem Preis?

    > > Diese sind nun mal dafür verantwortlich das wir
    > > in der Stadt was zum Futtern haben und das Land nicht verwahrlost. Die
    > paar
    > > Mark sollte der Bund dicke überhaben.
    >
    > Der Bund, das ist keine abstrakte Instanz, das sind wir. Jeder Euro, den
    > der Bund ausgibt, muss ein Steuerzahler erwirtschaften. Und deshalb sollen
    > eben die Landwirte die Frage beantworten, warum wir sie noch weiter
    > subventionieren sollen. Betriebliche Gründe scheinen mir da eher
    > vorgeschoben.
    >
    Der Bauer zahlt doch auch für die Vorzüge in der Stadt (Parks Theater ect.) mit gleiches Recht für alle.

    > Die Nahrungsmittel, die auf dem Land produziert werden, das macht der Bauer
    > auch nicht aus reinen Altruismus. Die Produkte bezahlt der Kunde, und
    > zusätzlich bezahlt er sich noch einmal via Steuern und Subventionen.
    >
    > > Und leider gibt es wirklich noch viele Gemeinden die wirklich nur mit
    > 384kb
    > > rumkrebsen Siehe hier www.schnelles-internet-in-bayern.de
    >
    > Ich glaube dir das, aber es gibt auch die Möglichkeit, sich Glasfaser an
    > quasi jeden Punkt in Deutschland legen zu lassen. Auf eigene Kosten
    > natürlich.

  17. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Oktavian 11.09.17 - 16:35

    > Es galt mal der Grundsatz - und er gilt heute noch - dass der Staat zur
    > Schaffung vergleichbarer Lebensbedingungen auf dem gesamten Staatsgebiet
    > verantwortlich ist. Aus diesem Grund gibt es auch überall Post, Wasser,
    > Strom usw. Man nennt des Regulierung und es hat sehr viele Vorteile für
    > alle.

    Darauf möchte ich gerne zurückkommen. Dann sollte es dem Staat auch möglich sein, mir in der Stadt die Grundstückspreise auf dem Land zu ermöglichen. Wegen gleicher Lebensbedingungen, denn ich hätte auch gerne ein Grundstück von 2ha.

    Zudem schafft es der Staat auch bestimmt, mir die Ruhe zu verschaffen wie in der Stadt, hier ist es einfach zu laut.

    Außerdem sollte er bitte noch Frischluft in hinreichendem Maße heranschaffen. Große unterirdische Rohre sollten doch funktionieren.

    Also wenn man sich daran macht, dann halte ich auch Glasfaser bis an den Kuheuter für absolut gerechtfertigt. Von wegen gleicher Lebensbedingungen. Ansonsten klingt es für mich eher danach, die Vorteile zu privatisieren, die Nachteile aber zu vergemeinschaften.

  18. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Oktavian 11.09.17 - 16:38

    > Der Bauer zahlt doch auch für die Vorzüge in der Stadt (Parks Theater ect.)
    > mit gleiches Recht für alle.

    Nein, in aller Regel nicht. Parks und Theater sind in der Regel kommunale Geschichten, werden also von der Bewohnern der Stadt bezahlt. Die meisten Höfe gehören eher zu kleinen Gemeinden und Kreisen, die solche "Annehmlichkeiten" nicht haben.

    Es gibt also kaum einen Bauern, der ein Theater in München, Berlin oder Hamburg mitfinanziert. Ausgenommen sind hier vielleicht ein paar sehr stadtnahe Hofe, die aber dann auch eher eh schon über gute Internetanbindung verfügen.

  19. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: gbpa005 11.09.17 - 16:43

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Es galt mal der Grundsatz - und er gilt heute noch - dass der Staat zur
    > > Schaffung vergleichbarer Lebensbedingungen auf dem gesamten Staatsgebiet
    > > verantwortlich ist. Aus diesem Grund gibt es auch überall Post, Wasser,
    > > Strom usw. Man nennt des Regulierung und es hat sehr viele Vorteile für
    > > alle.
    >
    > Darauf möchte ich gerne zurückkommen. Dann sollte es dem Staat auch möglich
    > sein, mir in der Stadt die Grundstückspreise auf dem Land zu ermöglichen.
    > Wegen gleicher Lebensbedingungen, denn ich hätte auch gerne ein Grundstück
    > von 2ha.
    >
    > Zudem schafft es der Staat auch bestimmt, mir die Ruhe zu verschaffen wie
    > in der Stadt, hier ist es einfach zu laut.
    >
    > Außerdem sollte er bitte noch Frischluft in hinreichendem Maße
    > heranschaffen. Große unterirdische Rohre sollten doch funktionieren.
    >
    > Also wenn man sich daran macht, dann halte ich auch Glasfaser bis an den
    > Kuheuter für absolut gerechtfertigt. Von wegen gleicher Lebensbedingungen.
    > Ansonsten klingt es für mich eher danach, die Vorteile zu privatisieren,
    > die Nachteile aber zu vergemeinschaften.

    Alle diese Punkte würden dadurch verschlimmert, wenn die Landflucht weiter anhält. Es liegt in Deinem eigenen Interesse, dass der Staat diese Entwicklung abmildert - auch indem die Lebensbedingungen auf dem Land nicht noch viel stärker abgehängt werden, als sie ohnehin bereits sind. Wenn das Leben in der Stadt nicht bereits so viel attraktiver wäre, wieso gibt es dann Landflucht? Wieso lebst Du persönlich lieber in der Stadt als auf dem Land und profitierst davon, dass der Staat auch aus den Steuereinnahmen der Landbevölkerung Dir viele Annehmlichkeiten bietet, die die LAndbevölkerung nicht hat?

  20. Re: Internet in der Agrarindustrie

    Autor: Oktavian 11.09.17 - 16:50

    > Alle diese Punkte würden dadurch verschlimmert, wenn die Landflucht weiter
    > anhält. Es liegt in Deinem eigenen Interesse, dass der Staat diese
    > Entwicklung abmildert - auch indem die Lebensbedingungen auf dem Land nicht
    > noch viel stärker abgehängt werden, als sie ohnehin bereits sind. Wenn das
    > Leben in der Stadt nicht bereits so viel attraktiver wäre, wieso gibt es
    > dann Landflucht?

    Die Frage ist nur, würde eine Investition von etlichen Milliarden in ein Netz zu jedem Hof da etwas nützen. Bevor sinnlos Horrorbeträge verpulvert werden, wüsste ich das schon gerne. Die Landflucht war schon in vollem Gange, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte und ich bezweifle sehr, dass schnelles Netz das bremsen kann.

    Wir lassen alle jungen Erwachsenen mit guter Bildung ein mehrjähriges Praktikum in der Stadt machen (Studium), danach will kaum noch einer dahin zurück. Sie haben halt erlebt, was ein Leben nach 18 Uhr bedeutet, und das Busse auch öfter als zwei mal am Tag fahren können.

    Aus kein ökologischen Gesichtspunkten ist die Verdichtung und Verstädterung auch durchaus zu begrüßen, spart es doch enorm Verkehr und zersiedelt die Fläche nicht. Von mir aus könnte man gerne das ein oder andere Bundesland zum Naturschutzgebiet erklären.

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