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Teleskope an Lagrange-Punkten L4 und L5 von Mars/Jupiter

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  1. Teleskope an Lagrange-Punkten L4 und L5 von Mars/Jupiter

    Autor: HabeHandy 12.06.20 - 14:22

    Da wäre es vielleicht mal sinnvoll zwei Teleskope an den Lagrange-Punkten L4 und L5 von Jupiter oder Mars zu positionieren um das Universum genauer zu vermessen.

    Ein Teleskope weiter außerhalb hätte zu große Probleme mit der Stromversorgung die idealerweise per Solar erfolgen sollte.

  2. Re: Teleskope an Lagrange-Punkten L4 und L5 von Mars/Jupiter

    Autor: derLaie 12.06.20 - 14:28

    Galaxie* Das Universum selbst kann man mit Hilfe der Rotverschiebung vermessen.

  3. Re: Teleskope an Lagrange-Punkten L4 und L5 von Mars/Jupiter

    Autor: Qbit42 12.06.20 - 16:40

    Interessante Idee. Grundsätzlich machen wir das ja schon mit der Rotation der Erde. Also ein Bild im Sommer und ein Bild im Winter. Damit bekommen wir eine Parallaxen-Basislinie von 2 AE (~ 300 Mio. km). Natürlich kann ich mir vorstellen, dass das halbe Jahr Abstand zwischen den Bildern nicht Vorteilhaft ist, aber zumindest ist es einfach zu machen.

    Also habe ich mich gefragt, welche Basislinie zwischen den Lagrange-Punkten L4 und L5 beim Jupiter möglich wäre. Da die Punkte über gleichseitige Dreiecke mit dem Abstand zwischen Sonne und Jupiter (mittlere Entfernung 5,204 AE) als Seitenlänge gebildet werden, ist die Berechnung nicht all zu schwer und kommt auf ca. 9 AE (~ 1350 Mio. km). Nicht schlecht! Nicht so gut wie bei New Horizons (~ 6600 Mio. km), aber schon deutlich besser als bei der Erde (~ 300 Mio. km).

    Die Frage, die sich mir noch stellt, eignen sich die Punkte L4 und L5 wirklich für Satelliten, da sich dort auch viel Staub und Materie sammelt.

    Disclaimer: Ich bin ein Amateur, was die Berechnungen angeht und wer Fehler findet, möge mich berichtigen.

  4. Re: Teleskope an Lagrange-Punkten L4 und L5 von Mars/Jupiter

    Autor: 3C 273 12.06.20 - 22:27

    Ich darf Dich denn mal korrigieren.
    Du meinst im zweiten Satz sicherlich nicht die Rotation der Erde, sondern den Umlauf der Erde um die Sonne.

  5. Re: Teleskope an Lagrange-Punkten L4 und L5 von Mars/Jupiter

    Autor: Qbit42 12.06.20 - 23:48

    Da hast du natürlich recht.

  6. Re: Teleskope an Lagrange-Punkten L4 und L5 von Mars/Jupiter

    Autor: HabeHandy 13.06.20 - 09:48

    Qbit42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessante Idee. Grundsätzlich machen wir das ja schon mit der Rotation
    > der Erde. Also ein Bild im Sommer und ein Bild im Winter. Damit bekommen
    > wir eine Parallaxen-Basislinie von 2 AE (~ 300 Mio. km). Natürlich kann ich
    > mir vorstellen, dass das halbe Jahr Abstand zwischen den Bildern nicht
    > Vorteilhaft ist, aber zumindest ist es einfach zu machen.
    Bei quasi unbeweglichen Objekten wie andere Sonnensysteme stört das wenig, aber wenn man schnell bewegende Objekte wie Asteroiden vermessen will wären zwei zweit entfernte Teleskope hilfreich. Damit könnte man Planetenkiller schneller finden.

    > Die Frage, die sich mir noch stellt, eignen sich die Punkte L4 und L5
    > wirklich für Satelliten, da sich dort auch viel Staub und Materie sammelt.
    Das ist natürlich ein Problem. Dann muss man eine andere Umlaufbahn finden die man mit wenig Treibstoff stabil genug für ein Teleskope halten kann.

  7. Re: Teleskope an Lagrange-Punkten L4 und L5 von Mars/Jupiter

    Autor: kazhar 13.06.20 - 11:46

    HabeHandy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist natürlich ein Problem. Dann muss man eine andere Umlaufbahn finden
    > die man mit wenig Treibstoff stabil genug für ein Teleskope halten kann.

    "Stabil" ist nicht so das Problem. Das bietet jeder halbwegs freie Orbit um die Sonne.

    Die Lagrange Punkte sind deshalb interessant, weil sie halbwegs weit von der Erde weg sind (wenig Störungen) und man jederzeit und immer mit der selben Verzögerung mit dem Teleskop kommunizieren kann. (verschwindet nicht hinter der Sonne o.ä.).

    Dafür muss man halt den geringen Treibstoffbedarf in Kauf nehmen, den es braucht, das Teleskop dort zu halten.

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