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war viel geringer, als man ausgehend von den bisherigen Beobachtungen

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  1. war viel geringer, als man ausgehend von den bisherigen Beobachtungen

    Autor: ip_toux 27.07.15 - 14:02

    Ich finde es witzig wie plötzlich alles anders ist als angenommen. Sollte man sich da nicht langsam Gedanken machen ob unsere Messverfahren falsch sind und teilweise sämtliche Daten über das All neu gemessen werden müssen?

    Evtl. stellt sich das Universum ja ganz anders dar. Evtl. löst das auch das Problem der nicht sichtbaren "Dunklen Energie/Materie" dadurch. Könnte ja gut möglich sein das man einfach die ganze Zeit falsch misst und somit Erklärungen für dinge sucht die es evtl. nicht mal gibt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.15 14:02 durch ip_toux.

  2. Re: war viel geringer, als man ausgehend von den bisherigen Beobachtungen

    Autor: underlines 27.07.15 - 14:21

    ip_toux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Problem der nicht sichtbaren "Dunklen Energie/Materie" dadurch. Könnte ja
    > gut möglich sein das man einfach die ganze Zeit falsch misst und somit
    > Erklärungen für dinge sucht die es evtl. nicht mal gibt.


    Meist misst man aber nicht falsch, sondern die Messungen haben eine gewisse Genauigkeit, die Spielraum für mehrere Varianten lässt. Und was das Universum angeht kann man nicht viel messen: Eigentlich nur Elektromagnetische Signale. Daraus kann man dann dank Rotverschiebung bei Lich oder dank anderen einfachen Physikalischen Eigenschaften einige Erkenntnisse ableiten oder gewisse Modelle aufstellen. Über Himmelskörper kann man bei grossen Distanzen eigentlich eh nur eine handvoll Basiserkenntnisse ableiten. Distanz zum stern, Rotationsdauer und Geschwindigkeit, Volumen und geschätze Masse.

  3. Re: war viel geringer, als man ausgehend von den bisherigen Beobachtungen

    Autor: teenriot* 27.07.15 - 14:26

    Klar alles möglich. Aber man muss eben aus dem was man an Daten hat das beste machen, sprich die plausibelste Theorie. Das diese in realen Messungen oftmals widerlegt wird ist glaube ich nicht überraschend oder schockierend für Wissenschaftler. In der Atomphysik z.B. haben sich vorhergesagte Theorien oftmals nach vielen Jahrzehnten als richtig erwiesen. Jede Fehleinschätzung bringt ein Stück Erfahrung, ist aber kein Anlass die wissenschaftliche Methode, genauer Ockhams Rasiermesser, in Gänze in Frage zu stellen. Vor realen Messungen gibt es ja oftmals konkurrierende Modelle, mit unterschiedlicher "Popularität". Soll man Zukunft sagen wir nehmen das unwahrscheinlichere Modell mit 20% Wahrscheinlichkeit weil wir in der Vergangenheit zu 80% daneben lagen?

  4. Re: war viel geringer, als man ausgehend von den bisherigen Beobachtungen

    Autor: Netspy 27.07.15 - 14:30

    Vielleicht sind die Messverfahren ja aber gar nicht falsch, sondern haben einfach nur aufgrund der sehr großen Entfernung eine höhere Toleranz und weil man das auch ohne dich schon weiß, hat man für viel Geld und mit viel Aufwand eine Sonde hingeschickt, um bessere Werte zu bekommen. Nur mal so als Idee…

  5. Re: war viel geringer, als man ausgehend von den bisherigen Beobachtungen

    Autor: chefin 28.07.15 - 10:39

    Man kann die Atmosphäre von hier aus nicht messen, sondern nur anhand anderer Größen berechnen. Dabei kommen viele Dinge aus Schätzungen, weil uns eben Vergleichswerte fehlen. Und genau deswegen starten wir ja diese Sonden.

    Ob nun andere Dinge auf Messfehler beruhen oder wirklich noch unentdeckte Effekte beherbergen, wissen wir wirklich nicht. Wir müssen das aus den bisherigen Daten und den uns bekannten Messfehlern ermittlen. Wenn es da Messfehler gibt, weil uns Zusammenhänge unbekannt sind, dann ist das doch mehr oder weniger unsere Dunkle Materie. Also etwas Unbekanntes.

    Jeder Wissenschaftler der eine These aufstellt muss diese auch mit ihren Wahrscheinlichkeiten belegen. Kommt man dabei über 50% fängt es an interessant zu werden.100% Wissen werden wir es erst viel viel später. Aber nur so funktioniert die Wissenschaft.

    Und um zu deiner anfänglichen Aussage zurück zu kommen: Dort wo man die Plutoatmosphäre ermittelt hat wird man nun die Daten anpassen. Das ganze wird auch publiziert. Und dann schauen andere sich die Änderung an, ob sie für eigene Thesen und Theorien relevant sind. Nur wird man keinesfalls pauschal nun alles als Messfehler abweisen können.

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