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Nach Kennzeichen bewerten?

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  1. Nach Kennzeichen bewerten?

    Autor: Ben Stan 28.06.16 - 09:24

    Dann könnten theoretisch die Eltern für den Fahrstiel des Kindes bestraft werden, wenn es das Auto ausleiht und wilder fährt?

    Oder der Fahrzeughalter, wessen Frau wie der Teufel fährt?
    Es gibt viele Fahrzeuge die von mehreren Menschen genutzt werden.

    Und wer sagt, dass jemand der hart bremsen muss unsicher fährt?
    Jemand der mal hart bremst um eine Gefahrensituation zu entschärfen, weil jemand anderes "mist" baut?
    So Systeme sind meiner Ansicht nach für die Tonne.

    Da gab es doch schon mal so was von ner Versicherung.
    Da sollte schnelles beschleunigen als "nicht gut" bewertet werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.16 09:28 durch Ben Stan.

  2. Re: Nach Kennzeichen bewerten?

    Autor: Freiberufler 28.06.16 - 09:40

    Vom Carsharing und von Mietwagen ganz zu schweigen. Die Idee scheint mir noch nicht ganz durchdacht. Und der Datenschutz steht noch auf einem ganz anderen Blatt.

  3. Re: Nach Kennzeichen bewerten?

    Autor: robinx999 28.06.16 - 09:44

    > Und wer sagt, dass jemand der hart bremsen muss unsicher fährt?
    > Jemand der mal hart bremst um eine Gefahrensituation zu entschärfen, weil
    > jemand anderes "mist" baut?

    Das alleine sagt vermutlich niemand kommt wohl auch auf die Häufigkeit an und es würde mich auch nicht wundern wenn man GPS Positionen mit einbeziehen könnte. Jemand der auf einer Vorfahrtstraße bei einer Einmündung scharf bremst, da ist es sehr wahrscheinlich das der Person die Vorfahrt genommen wurde und er unschuldig am Scharf bremsen ist und es vermutlich schlimmeres verhindert hat.

  4. Re: Nach Kennzeichen bewerten?

    Autor: Doedelf 28.06.16 - 09:46

    Du hast mit allem recht, wird die Versicherungs Zahlen Junkies aber nicht davon abhalten diese Pläne stück für stück umzusetzen.

    Deshalb sind starke Datenschutzgesetze so wichtig, grade in Zeiten eines "Internet der Dinge" wo zukünftig sogar der Kühlschrank über das persöhnliche Freßverhalten Auskunft geben kann.

    Nur dadurch wird es diesen Firmen erschwert nicht von heute auf morgen das zur Pflicht zu erklären. Ich denke gänzlich aufhalten wird es das nicht, in anderen Ländern (USA, Israel) ist man da sowieso "lockerer" drauf und ist es erst mal dort common sense dann geht es auch in Europa los.

    Erinnert mich immer an einen jahrealten Fall in den USA über den meine Frau (Journalistin) geschrieben hatte. Dort ist ein Mann in einem Einkaufszentrum bei nassen Boden ausgerutscht und hat sich verletzt. Das Einkaufszentrum hatte die entsprechenden Warnschilder nicht aufgestellt. Die Versicherung die nun zahlen sollte, wertete die Überwachungsaufnahmen der letzten Wochen vor dem Unfall aus und sah wie der Mann im Einkaufszentrum Supermarkt beinah täglich sich Alkohol kaufte, daraus postulierten sie das er ja "voll" gewesen sein könnte und deswegen auf die Nase fiel. Die Versicherung bekam recht, das Einkaufszentrum musste nicht zahlen.

    Das ging schon dort vor über 10 Jahren - einfach nur gruselig.

  5. Re: Nach Kennzeichen bewerten?

    Autor: Nullmodem 28.06.16 - 10:11

    Ben Stan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann könnten theoretisch die Eltern für den Fahrstiel des Kindes bestraft
    > werden, wenn es das Auto ausleiht und wilder fährt?
    >
    > Oder der Fahrzeughalter, wessen Frau wie der Teufel fährt?
    > Es gibt viele Fahrzeuge die von mehreren Menschen genutzt werden.

    In beiden Fällen: Die Versicherung ist ans Auto gebunden, nicht an den Fahrer. Wenn das Auto von Fahrer benutzt wird, die einen riskanten Fahrstil pflegen, ist es wahrscheinlicher, das das Auto vorm Baum landet oder jemandem hintendraufknallt.

    >
    > Und wer sagt, dass jemand der hart bremsen muss unsicher fährt?
    > Jemand der mal hart bremst um eine Gefahrensituation zu entschärfen, weil
    > jemand anderes "mist" baut?

    Wenn man auf der Strecke Flensburg - Garmisch drei oder viermal mit 170 auf der Autobahn hart bremsen muss, um eine Gefahrensituation zu entschärfen, ist das normal. Wenn man auf dem zwei Kilometern vom "Club" zum "Mäcces" drei oder viermal mit 170 mitten in der Stadt hart bremsen muss, um eine Gefahrensituation zu entschärfen, ist das nicht normal.

    > So Systeme sind meiner Ansicht nach für die Tonne.

    Ja, allerdings. Die Leute schalten dann das Hirn aus und fahren nicht mehr an den Verkehr angepasst, sondern gammeln auf der Strasse rum. Beschleunigen und bremsen könnte sich ja negativ auf den Versicherungsbeitrag auswirken...

    >
    > Da gab es doch schon mal so was von ner Versicherung.
    > Da sollte schnelles beschleunigen als "nicht gut" bewertet werden.

    HUK Coburg 1)
    " Dabei wird mit einem Bluetooth-Stecker im Zigarettenanzünder des Autos und einer App auf dem Smartphone unter anderem erfasst, ob der Fahrer genug Abstand hält, das Tempolimit beachtet und nicht zu stark bremst oder beschleunigt."

    "Oberste Priorität bei den Telematik-Tarifen habe der Datenschutz, sagte Vorstandschef Wolfgang Weiler"
    Ganz bestimmt.


    nm

    1) http://www.automobilwoche.de/article/20160420/AGENTURMELDUNGEN/304209913/autoversicherung-huk-coburg-startet-telematik-tarif

  6. Re: Nach Kennzeichen bewerten?

    Autor: User_x 28.06.16 - 15:26

    Na bitte, autonomes fahren, evtl. sollten wir auch autonom gefüttert oder zur Maststation geführt werden. Kameras, die Fußgängerzonen auswerten, wer böse guckt, oder Frauen hinterher bekommt auch Strafandrohung.

    Grundsätzlich, endlich sämtliches Fehlverhalten - was uns als Mensch überhaupt ausmacht, ausmerzen.

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