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Auch die S-Bahn scheint betroffen zu sein

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  1. Auch die S-Bahn scheint betroffen zu sein

    Autor: Hans Adler 30.06.17 - 16:10

    Während des Lokführer-Streiks im Mai 2015 hatte ich folgendes Erlebnis:

    Der Verkehr zwischen Berlin und Potsdam war damals stark eingeschränkt. Die Regionalzüge zwischen dem Regionalbahnhof Charlottenburg und Potsdam fuhren gar nicht. Die S-Bahnen zwischen dem S-Bahnhof Charlottenburg und Potsdam hatten laut öffentlichen DB-Informationen einen stark reduzierten Fahrplan. Für einen Termin an der Uni Potsdam hatte ich mich genau informiert, welche Bahnen noch fahren und mich rechtzeitig dorthin bringen.

    Am S-Bahnhof Charlottenburg gab es dann aber eine elektronische Anzeige, dass gar keine S-Bahnen nach Potsdam weiterfahren würden. Zunächst vermutete ich, dass es entgegen der Ankündigungen in beide Richtungen nur Pendelverkehr gab und in diesem Zusammenhang nur das Abfahrtsgleis geändert war. Tatsächlich gab es aber nur Pendelverkehr von und in Richtung Berlin Hauptbahnhof. Nach einer halben Stunde Warten und Verwirrung schaute ich auf meinem Handy live zu, wie die Fahrplan-Auskunft der DB die Ankunft und Abfahrt einer um wenige Minuten verspäteten(!) S-Bahn vom Hauptbahnhof in Richtung Potsdam anzeigte. Von dieser war am S-Bahnhof absolut nichts zu sehen. (Auch keine Durchfahrt ohne Halt.)

    Am Schalter des Regionalbahnhofs Charlottenburg wurde mir dann noch bestätigt, dass dieser komplett gesperrt sei und es auch vom S-Bahnhof Charlottenburg aus den ganzen Tag keine S-Bahnen in Richtung Potsdam gäbe.

    Hätte ich das alles früher gewusst, wäre ich auf andere Weise von zu Hause über die Ringbahn zum Westkreuz gefahren, ab wo es (vermutlich) nicht-virtuelle Verbindungen gab. Von Charlottenburg aus war das aber ohne die direkte S-Bahn-Verbindung viel zu umständlich, so dass ich erst zum Ende meines Termins angekommen wäre. Also musste ich wieder nach Hause fahren.

    Ich habe damals eine Redakteurin des RBB über dieses Phänomen informiert, aber nichts mehr darüber gehört. Wahrscheinlich hatte sie Schwierigkeiten bei der Gegenrecherche, weil meine Erfahrung von der Bahn schlicht abgestritten wurde und es sehr schwer ist, solche virtuellen Verbindungen nachträglich noch nachzuweisen.

    Ich vermutete damals, dass die Bahn aus politischen Gründen nicht zugeben wollte, wie stark der Verkehr wirklich eingeschränkt war. Denkbar wäre natürlich auch, dass das Land für diese nicht erbrachten, virtuellen Leistungen bezahlt. Vielleicht hätte ich mich eher an einen Staatsanwalt wenden sollen.

    Eine andere, technische Erklärung wäre, dass die Sensoren, welche die Daten für die Verspätungsangaben produzieren, so unzuverlässig sind, dass beim scheinbaren Ausbleiben eines Zuges extrapolierte oder notfalls sogar geschätzte Daten verwendet werden. Oder vielleicht fuhr die von mir beobachtete virtuelle S-Bahn ja auch auf einer anderen Strecke als ursprünglich vorgesehen und wurde 'nur' auf den falschen Bahnhöfen angezeigt. In der Hektik der GDL-Streik-Zeit, wo anscheinend täglich die Not-Fahrpläne geändert wurden, wäre so ein Fehler ja auch nicht ganz überraschend.

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