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  5. › OLPC: XO-Laptop für Oberschüler

Wie sie wieder alle schreien

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  1. Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Prypjat 15.06.10 - 16:56

    Wieso gibt es auf diese News eine so schlechte Resonanz?
    Bücher drucken, Binden und Liefern kostet viel mehr Geld, als 90.000 Lerncomputer für ein Entwicklungsland. Außerdem ist es sehr Löblich in Bildung zu invenstieren. Vieleicht werden die Länder dann doch mal Unabhängig und müssen nicht immer am Busen der Westlichen Welt genährt werden und sich abhängig machen. Mir Stinkt sowieso die ganze Ernährungspolitik der Westlichen Länder. Anstatt ständig Tonnenweise Lebensmittel dort hin zu Transportieren, sollten wir lieber den Leuten Land und Maschinen geben, damit sie sich selbst Ernähren und Geld verdienen können. Aber nein, lieber immer schön Nahrung rein Buttern, die sich die Rebellen oder die Banden unter den Nagel reißen und damit Fett Kohle verdienen. Damit halten wir die Länder schön klein und können uns an Ihren Rohstoffen gütlich tun. Scheinheilige Außlandspolitik!

  2. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: snopuz 15.06.10 - 17:11

    Meinst du es werden nicht schon Tonnen von Technik in dritte Welts Länder verschickt?
    Und genau dieses Equipment steht dann ein paar Jahre später kaputt im Nirgendwo, weil es entweder keine Ersatzteile gibt, keine Ausgebildeten Mechaniker, es sich nicht wirtschlaftlich lohnt selber zu produzieren, es keine ausgebildeten Operateure dieser Anlagen gibt, das Metall lieber verscherbelt wird für schnelles Geld oder weil alle paar jahre eh neue Maschienerie geliefert wird.

    Was wir brauchen ist nicht nicht einfach einen Schritt in dem Produktionsmechanismus früher zu gehen,, sondern von ganz vorne an zu fangen. Das heisst wir brauchen wirtschaftliche Sonderzonen, die einen Handel abseits der westlichen Märkte ermöglichen.

  3. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: offler 15.06.10 - 17:27

    Bücher sind günstiger und halten auch hierzulange mehrere Schüler lang.

    Die XOs sind für das was sie bieten leider zu teuer.

  4. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Prypjat 15.06.10 - 17:27

    snopuz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meinst du es werden nicht schon Tonnen von Technik in dritte Welts Länder
    > verschickt?

    Doch das meine ich! Aber es fehlt an Schulungen für diese Technik.
    Wir machen es uns und den Völkern nicht gerade leicht, wenn wir High-End Technik dort einsetzen. Wir brauchen einfache Technik, die jeder Bauer versteht und nicht Technik, wie wir heute auf den Feldern fahren haben. Da weiß kein Traktorist mehr, was er beim Ausfall machen soll.

    > Und genau dieses Equipment steht dann ein paar Jahre später kaputt im
    > Nirgendwo, weil es entweder keine Ersatzteile gibt, keine Ausgebildeten
    > Mechaniker, es sich nicht wirtschlaftlich lohnt selber zu produzieren, es
    > keine ausgebildeten Operateure dieser Anlagen gibt, das Metall lieber
    > verscherbelt wird für schnelles Geld oder weil alle paar jahre eh neue
    > Maschienerie geliefert wird.

    Weil wir keine Richtige Unterstützung geben. Auf Gesundheitlicher Ebene funktioniert es mittlerweile schon sehr gut. Es ist immer Fachpersonal vor Ort, die dann Einheimische Anlernen und Ausbilden. Wieso nicht auch in der Produktion?

    > Was wir brauchen ist nicht nicht einfach einen Schritt in dem
    > Produktionsmechanismus früher zu gehen,, sondern von ganz vorne an zu
    > fangen. Das heisst wir brauchen wirtschaftliche Sonderzonen, die einen
    > Handel abseits der westlichen Märkte ermöglichen.

    Dein Vorschlag mit den Sonderzonen gefällt mir, nur der Handel abseits der Westlichen Märkte funktioniert so nicht, weil wir immer rein pumpen. Kriminelle würden auch die Sonderzonen außer Kraft setzen und den Markt mit Lebensmitteln versorgen, womit die neuen Produzenten wieder nichts Verdienen und nicht reinvestieren können. Dann müsste man das ganze unter Aufsicht einer Miliz oder der Armee stellen, was dann aber wieder ein Konflikt in der Bevölkerung hervorrufen könnte.

    Gebt Ihnen ein Pflug, Saatgut, Wasserpumpen, Mühlen und Steinöfen.

  5. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Prypjat 15.06.10 - 17:38

    offler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bücher sind günstiger und halten auch hierzulange mehrere Schüler lang.
    >
    > Die XOs sind für das was sie bieten leider zu teuer.

    90.000 Schüler brauchen wieviele Bücher? Nehmen wir an, jeder Schüler braucht 5 Bücher, dann sind das 450.000 Bücher. Nehmen wir die Transportkosten dazu, übersteigen die Kosten für Bücher + Transport bestimmt die Kosten für 90.000 XOs + Wartung (Reperatur) um ein vielfaches. Guter nebeneffekt bei den XOs! Die Schüler werden an die Arbeit mit Rechner gewöhnt, was in den späteren Berufen nicht schlecht sein kann und die Aktualisierung der Bücher auf den XOs wäre auch weitaus günstiger, als wieder neue Bücher einzufliegen.

  6. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: jiee 15.06.10 - 20:52

    1. Nicht jeder braucht eigene Buecher.
    2. Buecher halten laenger.
    3. Bucher brauchen keinen Strom.
    4. Buecher gehen nicht so leicht kaputt.
    5. Transportkosten muessen auch bei Lerncomputern bezahlt werden.
    6.Bei Wartung und Reperatur muessen Transportkosten sogar doppelt und dreifach bezahlt werden.
    7. die spaeteren Berufe sind sehr wahrscheinlich in der Landwirtschaft, wohl er weniger Buerojobs.

  7. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: lallalaalong 15.06.10 - 23:02

    zu Ergänzen: Der Wiederverkaufswert von Büchern ist relativ gering, ein erpresster XO-PC ist schick und kann gedealt werden

  8. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Vandaik 16.06.10 - 00:15

    Ich finde das Projekt gut. Die Kinder, die damit unterrichtet werden, können davon nur profitieren. Somit ist dieses Geld sicherlich gut investiert

    Allerdings sollte man sich keine Illusionen machen. Ob man nun 90000 Computer oder Bücher zu diesem Preis kauft - in Afrika leben eine Millarde Menschen und eine Bildungsinfrastruktur (Lehrer, Schulen, Lehrpläne) existiert in vielen Gebieten nicht.

    Somit ist es ein gutes Projekt, aber zu viel erwarte ich davon nicht.

  9. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Vandaik 16.06.10 - 00:21

    Oh ... eben erst gemerkt, geht ja aktuell um Südamerika :)

  10. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Prypjat 16.06.10 - 10:06

    jiee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Nicht jeder braucht eigene Buecher.

    Nicht jeder Schüler braucht einen eigenen Lerncomputer.
    Es gibt bestimmt auch Fächer, in denen der Computer sehr unnütz wäre.

    > 2. Buecher halten laenger.

    Das halte ich für ein Gerücht. Die Bücher, die wir damals bekommen haben, konnte man als solche nicht mehr Bezeichnen. Entweder waren ganze Textpassagen durchgestrichen, es fehlten Seiten oder das Buch hielt nicht mehr Vernünftig zusammen.

    > 3. Bucher brauchen keinen Strom.

    Das ist schon Richtig, aber das bisschen Strom, was diese Lerncomputer benötigen ist nicht der Rede wert. Da nimmt die Flurbeleuchtung in den Schulen mehr Strom am Tag.

    > 4. Buecher gehen nicht so leicht kaputt.

    Lerncomputer auch nicht, denn sie sind sehr Robust und man kann am System selbst nichts verändern.

    > 5. Transportkosten muessen auch bei Lerncomputern bezahlt werden.

    Ein Lerncomputer wiegt weniger, als ein dickes Schulbuch. Ergo wiegen 90.000 Lerncomputer weitaus weniger als 90.000 Bücher. Das macht in der Logistik eine Menge Geld aus.

    > 6.Bei Wartung und Reperatur muessen Transportkosten sogar doppelt und
    > dreifach bezahlt werden.

    Es wird bestimmt eine Garantiezeit geben und Wartungsverträge. Gibt es für Bücher auch Wartungsverträge und Garantiezeiten? Garantie nicht Gewährleistung, falls es sowas außerhalb von Deutschland überhaupt gibt.

    > 7. die spaeteren Berufe sind sehr wahrscheinlich in der Landwirtschaft,
    > wohl er weniger Buerojobs.

    Lass mich Raten! Du Verarscht mich die ganze Zeit! Du bist einer der Direktoren, die in Uruguay eine Schule leiten und Du kennst den Lehrplan. Oder Du bist so vermessen, dass Du allen dort lebenden Menschen nur Ackerbau und Viehzucht zutraust.

  11. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: jiee 16.06.10 - 10:49

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jiee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 1. Nicht jeder braucht eigene Buecher.
    >
    > Nicht jeder Schüler braucht einen eigenen Lerncomputer.
    > Es gibt bestimmt auch Fächer, in denen der Computer sehr unnütz wäre.

    Heisst das Projetkt nicht one laptop per child?
    Ausserdem können sich Geschwister Bücher teilen.


    > > 2. Buecher halten laenger.
    >
    > Das halte ich für ein Gerücht. Die Bücher, die wir damals bekommen haben,
    > konnte man als solche nicht mehr Bezeichnen. Entweder waren ganze
    > Textpassagen durchgestrichen, es fehlten Seiten oder das Buch hielt nicht
    > mehr Vernünftig zusammen.

    Ich hatte nie Probleme mit meinen Büchern, manchmal ist mir aber die Wasserflasche im Rucksack ausgelaufen oder man hat den Rucksack mal fallen lassen. Einen Laptop trocknen geht schlecht, Kinder sind sorgloser wenns um sowas geht.


    > > 3. Bucher brauchen keinen Strom.
    >
    > Das ist schon Richtig, aber das bisschen Strom, was diese Lerncomputer
    > benötigen ist nicht der Rede wert. Da nimmt die Flurbeleuchtung in den
    > Schulen mehr Strom am Tag.

    Die Frage ist, ob ein richtiges Stromnetz zur verfügung steht. Den Laptop kannst du halt schlecht mit einer Autobatterie aufladen und man schmeisst bestimmt auch keinen Generator extra dafür an.


    > > 4. Buecher gehen nicht so leicht kaputt.
    >
    > Lerncomputer auch nicht, denn sie sind sehr Robust und man kann am System
    > selbst nichts verändern.

    Ich bezweifele wirklich ob nicht vernünftig gebundene Bücher haltbarer sind als ein Laptop.


    > > 5. Transportkosten muessen auch bei Lerncomputern bezahlt werden.
    >
    > Ein Lerncomputer wiegt weniger, als ein dickes Schulbuch. Ergo wiegen
    > 90.000 Lerncomputer weitaus weniger als 90.000 Bücher. Das macht in der
    > Logistik eine Menge Geld aus.

    Ein Laptop wiegt ca. 1,5-2,5 kilo schätze ich. Keines meiner Schulbücher wiegt mehr als 1.5 Kilo.


    > > 6.Bei Wartung und Reperatur muessen Transportkosten sogar doppelt und
    > > dreifach bezahlt werden.
    >
    > Es wird bestimmt eine Garantiezeit geben und Wartungsverträge. Gibt es für
    > Bücher auch Wartungsverträge und Garantiezeiten? Garantie nicht
    > Gewährleistung, falls es sowas außerhalb von Deutschland überhaupt gibt.

    Es ist doch völlig egal wer in der Garantiezeit die Kosten für den Transport zahlen muss, da es ein mit Spenden bezahltes Projekt ist. Ausserdem muss dann noch die Reperatur bezahlt werden.

    > > 7. die spaeteren Berufe sind sehr wahrscheinlich in der Landwirtschaft,
    > > wohl er weniger Buerojobs.
    >
    > Lass mich Raten! Du Verarscht mich die ganze Zeit! Du bist einer der
    > Direktoren, die in Uruguay eine Schule leiten und Du kennst den Lehrplan.
    > Oder Du bist so vermessen, dass Du allen dort lebenden Menschen nur
    > Ackerbau und Viehzucht zutraust.

    Dritte Welts Länder haben nunmal Etappen vor sich, wie sie sich über ein Schwellenland, über ein Industrieland zu einem Serviceland.
    Und dafür muss das Fundament der gesicherten Nahrungsversorgung entstehen. Das ist eine unabdingbare Notwenigkeit, oder denkst du das in 10 Jahren diese Menschen vom Stammesleben zum Telemarketing übergehen?

  12. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Prypjat 16.06.10 - 11:54

    jiee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Heisst das Projetkt nicht one laptop per child?
    > Ausserdem können sich Geschwister Bücher teilen.

    Steht dort irgendwo, dass die Schüler die Rechner mit nach Hause nehmen?

    > Ich hatte nie Probleme mit meinen Büchern, manchmal ist mir aber die
    > Wasserflasche im Rucksack ausgelaufen oder man hat den Rucksack mal fallen
    > lassen. Einen Laptop trocknen geht schlecht, Kinder sind sorgloser wenns um
    > sowas geht.

    Wenn die Rechner in der Schule bleiben, sollte ja nichts passieren.

    > Die Frage ist, ob ein richtiges Stromnetz zur verfügung steht. Den Laptop
    > kannst du halt schlecht mit einer Autobatterie aufladen und man schmeisst
    > bestimmt auch keinen Generator extra dafür an.

    So schlecht ist die Infrastruktur in Uruguay nun auch wieder nicht.

    > Ich bezweifele wirklich ob nicht vernünftig gebundene Bücher haltbarer sind
    > als ein Laptop.

    Das wird sich dann ja in dieser Langzeitstudie zeigen.

    > Ein Laptop wiegt ca. 1,5-2,5 kilo schätze ich. Keines meiner Schulbücher
    > wiegt mehr als 1.5 Kilo.

    Ich habe gerade mal einen kleinen Duden gewogen und der kommt schon auf Stolze 0.9Kg.
    Wenn ich mir überlege, wie viele Bücher ich auf den XO bekomme, ohne dass er schwerer wird, dann ist er erheblich leichter und verursacht weniger Kosten in Anschaffung und Transport.

    > Es ist doch völlig egal wer in der Garantiezeit die Kosten für den
    > Transport zahlen muss, da es ein mit Spenden bezahltes Projekt ist.
    > Ausserdem muss dann noch die Reperatur bezahlt werden.

    Seit wann müssen Entwicklungsländer, die an einem Projekt teilnehmen, sich an den Kosten beteildigen? Und die Reperatur ist in der Garantiezeit Kostenlos.
    Es sind keine Wilden Buschmänner, die sich den Laptop gegenseitig auf die Omme hauen oder damit Affen vom Baum werfen.

    > Dritte Welts Länder haben nunmal Etappen vor sich, wie sie sich über ein
    > Schwellenland, über ein Industrieland zu einem Serviceland.
    > Und dafür muss das Fundament der gesicherten Nahrungsversorgung entstehen.
    > Das ist eine unabdingbare Notwenigkeit, oder denkst du das in 10 Jahren
    > diese Menschen vom Stammesleben zum Telemarketing übergehen?

    Stammesleben? Du hast eine echt Merkwürdige Sichtweise. Die laufen nicht mehr Nackt und Bemalt durch den Urwald. Es gibt richtige Siedlungen. Ich brauche 10 Menschen um 100 zu ernähren. Also können die Restlichen auch etwas anderes lernen.

    Und hier noch mal ein Auszug aus Wikipedia, der recht interessant sein könnte.

    Witterungs- und Hitzebeständigkeit

    Ziel der Entwickler ist es, den Kindern einen robusten und für den Schulalltag tauglichen Computer zur Verfügung zu stellen. Aufgrund seines geringen Stromverbrauchs muss die Abwärme des Prozessors nicht über Entlüftungsschlitze abtransportiert werden. Daher können die relevanten elektronischen Komponenten in einem vollständig umschlossenen, abgedichtetem Gehäuse von äußeren Einflüssen abgekapselt werden. Die externen USB- und Audioanschlüsse werden im geschlossenen Zustand von den integrierten Antennen abgedeckt. Der Laptop ist somit im geschlossenen Zustand unempfindlich gegenüber Regen bzw. Sand. Da die Tastatur des Laptops durch eine Gummimembran abgedichtet wurde, ist der Laptop auch im aufgeklappten Zustand gegen Flüssigkeit und Staub geschützt.

    Aufgrund seiner geringen Abwärme heizt sich das Computersystem nicht so schnell wie ein Standard-Laptop auf. Daher ist der XO-Laptop selbst bei konstanter Außentemperatur von über 60 Grad Celsius funktionstüchtig, also auch bei Wüstentemperaturen einsetzbar.

    Um die Funktionsfähigkeit des Laptops auch bei starken Stößen und Erschütterungen zu gewährleisten, wird statt einer Festplatte ein stoßunempfindlicher Flashspeicher (Solid State Drive) verwendet. Die Hauptplatine ist im Kopfteil hinter dem Bildschirm eingebaut, um die Kabellänge und die Leiterbahnen zu den angeschlossenen Komponenten zu verkürzen und dadurch potentielle Bruchstellen bzw. Wackelkontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Zusätzlich wird die Hauptplatine im Gehäuse auf Stoßdämpfer aus Weichgummi gelagert. Der Laptop hat zudem einen breiteren Gehäuserahmen als Standard-Laptops (2-mm-Gehäuse statt üblicherweise 1,3-mm-Gehäuse).

    Derzeit wird der XO-Laptop zum Nachweis seiner Unempfindlichkeit gegenüber Regen, Sand und großer Hitze durch die Organisation Underwriters Laboratories zertifiziert.

    Machen Bücher das auch mit?

  13. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: jiee 16.06.10 - 12:58

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jiee schrieb:
    >
    > Steht dort irgendwo, dass die Schüler die Rechner mit nach Hause nehmen?

    Wieso werden dann Laptops entwickelt, wenn es doch auch normale PCs tuen würden? Ich dachte das Projet soll einem Kind gehören, mit dem es auch Hausaufgaben und nicht schulbezogene Aufgaben mit erledigen kann.


    > Wenn die Rechner in der Schule bleiben, sollte ja nichts passieren.

    Und nochmal: Wofür hat man einen Laptop wenn er in der Schule bleibt? Da könnte ich einen PC für unter 80€ zusammenschustern und mit einem gebrauchten Röhrenbilschrim ausstatten.
    Meiner Meinung nach gehts hir nicht um Schulequipment, das eh schon seit langer Zeit gespendet wird.


    > So schlecht ist die Infrastruktur in Uruguay nun auch wieder nicht.

    Wir reden hier nciht nur von Schwellenländern.


    > Das wird sich dann ja in dieser Langzeitstudie zeigen.



    > Ich habe gerade mal einen kleinen Duden gewogen und der kommt schon auf
    > Stolze 0.9Kg.

    Transportkosten bei Büchern sind einmalig und sicherlich eines der geringesten Ausgaben.

    > Wenn ich mir überlege, wie viele Bücher ich auf den XO bekomme, ohne dass
    > er schwerer wird, dann ist er erheblich leichter und verursacht weniger
    > Kosten in Anschaffung und Transport.

    Man braucht halt erstmal nur 1 Mathe Buch, 1 Bio Buch, 1 Englisch Buch usw. Da kommen vieleicht 5 Bücher zusammen, die nach Benutzung weitergegeben werden können. Das sind dann ca. 6 Kilo. Diese 5 Bücher werden dann ungefähr von 4 Kindern benutzbar seien, bevor sie letzendlich unbrauchbar sind. Also 1,5 Kilo pro Kind. Bei dem Laptop brauchst du ein Netzteil und Handbücher, das wird also wieder schwwerer.
    Ausserdem ist lesen an den meisten Bildschirmen ist eine Qual.


    > Seit wann müssen Entwicklungsländer, die an einem Projekt teilnehmen, sich
    > an den Kosten beteildigen? Und die Reperatur ist in der Garantiezeit
    > Kostenlos.

    Die Garantie wird beim Hersteller mit in den Endpreis einberechnet, somit wird der Laptop dadurch teurer und du kannst mit einer bestimmten Summe an spenden deutlich weniger Kinder mit Laptops ausstatten.

    > Es sind keine Wilden Buschmänner, die sich den Laptop gegenseitig auf die
    > Omme hauen oder damit Affen vom Baum werfen.

    > Stammesleben? Du hast eine echt Merkwürdige Sichtweise. Die laufen nicht
    > mehr Nackt und Bemalt durch den Urwald. Es gibt richtige Siedlungen. Ich
    > brauche 10 Menschen um 100 zu ernähren. Also können die Restlichen auch
    > etwas anderes lernen.

    Stammesleben war eine Überspitzung genauso wie Telemarketing. Ich will nur verdeutlichen das ein Land sich nicht in einem Jahrzehnt den Wandel zu einer hochmodernen freien Marktwirtschaft entwickeln kann. Dafür braucht es erst Infrastruktur und Industrie, den Abbau von Rohstoffen etc.
    Man sollte mit einem Computer lernen umzugehen, schön und gut. Auch normale PCs in der Schule können den Umgang lehren. Aber wofür braucht man einen Laptop, wenn er eh in der Schule bleibt. Und wofür muss es dann auch sein eigener sein?


    > Und hier noch mal ein Auszug aus Wikipedia, der recht interessant sein
    > könnte.
    >
    > Witterungs- und Hitzebeständigkeit
    >
    > Ziel der Entwickler ist es, den Kindern einen robusten und für den
    > Schulalltag tauglichen Computer zur Verfügung zu stellen. Aufgrund seines
    > geringen Stromverbrauchs muss die Abwärme des Prozessors nicht über
    > Entlüftungsschlitze abtransportiert werden. Daher können die relevanten
    > elektronischen Komponenten in einem vollständig umschlossenen,
    > abgedichtetem Gehäuse von äußeren Einflüssen abgekapselt werden. Die
    > externen USB- und Audioanschlüsse werden im geschlossenen Zustand von den
    > integrierten Antennen abgedeckt. Der Laptop ist somit im geschlossenen
    > Zustand unempfindlich gegenüber Regen bzw. Sand. Da die Tastatur des
    > Laptops durch eine Gummimembran abgedichtet wurde, ist der Laptop auch im
    > aufgeklappten Zustand gegen Flüssigkeit und Staub geschützt.
    >
    > Aufgrund seiner geringen Abwärme heizt sich das Computersystem nicht so
    > schnell wie ein Standard-Laptop auf. Daher ist der XO-Laptop selbst bei
    > konstanter Außentemperatur von über 60 Grad Celsius funktionstüchtig, also
    > auch bei Wüstentemperaturen einsetzbar.
    >
    > Um die Funktionsfähigkeit des Laptops auch bei starken Stößen und
    > Erschütterungen zu gewährleisten, wird statt einer Festplatte ein
    > stoßunempfindlicher Flashspeicher (Solid State Drive) verwendet. Die
    > Hauptplatine ist im Kopfteil hinter dem Bildschirm eingebaut, um die
    > Kabellänge und die Leiterbahnen zu den angeschlossenen Komponenten zu
    > verkürzen und dadurch potentielle Bruchstellen bzw. Wackelkontakte auf ein
    > Minimum zu reduzieren. Zusätzlich wird die Hauptplatine im Gehäuse auf
    > Stoßdämpfer aus Weichgummi gelagert. Der Laptop hat zudem einen breiteren
    > Gehäuserahmen als Standard-Laptops (2-mm-Gehäuse statt üblicherweise
    > 1,3-mm-Gehäuse).
    >
    > Derzeit wird der XO-Laptop zum Nachweis seiner Unempfindlichkeit gegenüber
    > Regen, Sand und großer Hitze durch die Organisation Underwriters
    > Laboratories zertifiziert.
    >
    > Machen Bücher das auch mit?

    Diese Massnahmen lassen die Kosten der Laptops in die höhe schiessen, weil nicht standart Technik übernommen werden kann. Ich habe mir ein GPS System zugelegt, das auch mal in eine Pfütze fallen kann ohne kaputt zu gehen. Es hat doppelt so viel gekostet wie verleichbare andere Geräte. Wie will man also Kosten senken? In dem man sie in dritte Weltsländern zu hungerlöhnen fertigen lässt?
    warum glaubst du ist das OLPC schon seit jahren am arbeiten und hat immer noch nciht einen Bruchteil ihrer Ziele erreicht?
    Weil sie einfach utopisch sind und ich frage mich auch langsam ob das OLPC überhaupt Kindern helfen wollen, denn bis jetzt haben sie ihren Kopf nur hoch in den Wolken und haben keinen Beitrag geleistet.

    Bücher sind praktisch. Wenn sie richtig gebunden sind, halten sie mehr aus als jedes noch so stabil gebauter Laptop. Sie sind günstig und funtionieren unter allen Bedingungen.

  14. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Prypjat 16.06.10 - 15:06

    jiee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso werden dann Laptops entwickelt, wenn es doch auch normale PCs tuen
    > würden? Ich dachte das Projet soll einem Kind gehören, mit dem es auch
    > Hausaufgaben und nicht schulbezogene Aufgaben mit erledigen kann.

    Selbst wenn es so wäre, ist es allemal besser als ein Buch.
    Wir sollten uns auch nicht darauf versteifen, dass Bücher dadurch komplett ersetzt werden. Und wieso nicht Schulbezogene Aufgaben? Es sollen doch keine Steuererklärungen damit gemacht werden.

    > Und nochmal: Wofür hat man einen Laptop wenn er in der Schule bleibt? Da
    > könnte ich einen PC für unter 80€ zusammenschustern und mit einem
    > gebrauchten Röhrenbilschrim ausstatten.
    > Meiner Meinung nach gehts hir nicht um Schulequipment, das eh schon seit
    > langer Zeit gespendet wird.

    Der XO kosten 100$. Das ist schon sehr nah am 80€ Rechner. Man braucht keine sperrigen Röhre Monitore, die auch noch extrem viel Energie verbrauchen.
    Die Schüler haben einen XO, damit sie ihn mit raus nehmen können. Somit kann man den Unterricht nach draussen verlagern und am Lebenden Objekt (Pflanzen) unterrichten.

    > Wir reden hier nciht nur von Schwellenländern.

    Es werden keine XOs in Ländern ausgeliefert, die kein Strom haben.

    > Transportkosten bei Büchern sind einmalig und sicherlich eines der
    > geringesten Ausgaben.

    Die Transportkosten für die XOs sind auch einmalig.

    > Man braucht halt erstmal nur 1 Mathe Buch, 1 Bio Buch, 1 Englisch Buch usw.
    > Da kommen vieleicht 5 Bücher zusammen, die nach Benutzung weitergegeben
    > werden können. Das sind dann ca. 6 Kilo. Diese 5 Bücher werden dann
    > ungefähr von 4 Kindern benutzbar seien, bevor sie letzendlich unbrauchbar
    > sind. Also 1,5 Kilo pro Kind.

    Matheprogramm ist installiert, Bioprogramm ist installiert, Englischprogramm ist installiert. Das jeweilige Kind braucht nur den XO tragen und nicht 5 Bücher oder mehr. Die Kinder können den XO mit in die Natur nehmen. Er ist Hitzebeständig, Nässebeständig und besitzt ein Stossfestes Gehäuse. Nehmen die Kinder Bücher mit raus, werden diese Nass, Schmutzig und Wellen sich bei wechselnder Luftfeuchtigkeit und Hitze.

    > Bei dem Laptop brauchst du ein Netzteil und
    > Handbücher, das wird also wieder schwwerer.

    Der XO soll so konzipiert sein, dass er Selbsterklärend ist (wie Apple Produkte) und braucht daher kein Benutzerhandbuch. Die Netzteile sind nicht mehr so groß wie damals, bei meinem ersten Siemens Mobiltelefon.

    > Ausserdem ist lesen an den meisten Bildschirmen ist eine Qual.

    Du Quälst Dich gerade für mich? Das finde ich aber Süß. Es soll auch weniger gelesen werden. Es sind keine Romane. Es sind Lernprogramme und es gibt die Möglichkeit den Unterrichtsstoff im XO fest zu halten.

    > Die Garantie wird beim Hersteller mit in den Endpreis einberechnet, somit
    > wird der Laptop dadurch teurer und du kannst mit einer bestimmten Summe an
    > spenden deutlich weniger Kinder mit Laptops ausstatten.

    Die Garantie ist in den 100$ mit enthalten. Die XOs werden dadurch nicht teurer.

    > Stammesleben war eine Überspitzung genauso wie Telemarketing. Ich will nur
    > verdeutlichen das ein Land sich nicht in einem Jahrzehnt den Wandel zu
    > einer hochmodernen freien Marktwirtschaft entwickeln kann.

    Hat niemand Behauptet. Irgendwo muss man Anfangen und auf lange sicht auf den Erfolg hin arbeiten.

    > Dafür braucht es
    > erst Infrastruktur und Industrie, den Abbau von Rohstoffen etc.

    Am besten Du informierst Dich erst mal über Uruguay und dann reden wir weiter.

    > Man sollte mit einem Computer lernen umzugehen, schön und gut. Auch normale
    > PCs in der Schule können den Umgang lehren. Aber wofür braucht man einen
    > Laptop, wenn er eh in der Schule bleibt. Und wofür muss es dann auch sein
    > eigener sein?

    Wie ich schon schrieb, wird der XO mit in die Natur genommen. Desweiteren ist der XO soetwas wie das eigene Schreibheft. Wer möchte sich schon ein Schreibblock mir mehreren Schülern teilen?
    Wofür brauchten wir damals Geschichtsbücher, Biobücher, Erdkundebücher und Atlanten, wenn sie in der Schule bleiben? Und da hatte auch jeder sein eigenes Buch.

    > > Und hier noch mal ein Auszug aus Wikipedia ...

    > Diese Massnahmen lassen die Kosten der Laptops in die höhe schiessen, weil
    > nicht standart Technik übernommen werden kann.

    Der OX ist fertig und kostet 100$. Keine Extrakosten, kein verstecktes Lama.

    > Ich habe mir ein GPS System
    > zugelegt, das auch mal in eine Pfütze fallen kann ohne kaputt zu gehen. Es
    > hat doppelt so viel gekostet wie verleichbare andere Geräte.

    Sicherlich könnte man den OX auch noch billiger machen, aber dann fallen die ganzen Einsatzgebiete weg und er ist gegen das wechselnde Klima ungeschützt.

    > Wie will man
    > also Kosten senken? In dem man sie in dritte Weltsländern zu hungerlöhnen
    > fertigen lässt?

    Werden nicht alle Rechner (auch die Sauteuren) in Ärmeren Ländern Produziert?
    Woher kommt Dein Rechner? Aus dem Nachbarort?

    > warum glaubst du ist das OLPC schon seit jahren am arbeiten und hat immer
    > noch nciht einen Bruchteil ihrer Ziele erreicht?

    Weil es alles eine Frage des Geldes ist. Die haben auch nichts zu verschenken und sind auf Spenden angewiesen. Doch dann kommen Pessimisten wie Du und reden alles Madig. Außerdem ist das Projekt noch ziemlich jung und noch im Aufbau. Das wird schon noch werden. Es wurden ja auch schon OX Laptops nach Afrika geschickt und damit gearbeitet.

    > Weil sie einfach utopisch sind und ich frage mich auch langsam ob das OLPC
    > überhaupt Kindern helfen wollen, denn bis jetzt haben sie ihren Kopf nur
    > hoch in den Wolken und haben keinen Beitrag geleistet.

    Auf was Stützt sich die Behauptung?

    > Bücher sind praktisch. Wenn sie richtig gebunden sind, halten sie mehr aus
    > als jedes noch so stabil gebauter Laptop. Sie sind günstig und funtionieren
    > unter allen Bedingungen.

    Wie ich schon oben geschrieben habe, sind Bücher gut für den Innerschulischen Betrieb, doch die OX sollen auch draussen eingesetzt werden. Da sind Bücher echt unpraktisch. Ich errinnere mich an das Biologie Unterfach "Kräuterkunde". Dort mussten wir mit Hefter, Kräuterkundebuch und Bleistift raus in die Natur. Nach 2 Stunden in der Natur sahen die Bücher aus wie Sau, weshalb wir nur noch Kopien bekommen haben. Wenn ich mir vorstelle, dass dort teilweise 80% Luftfeuchtigkeit herrschen, dann sehe ich schon die gewellten Buchseiten.

    Bitte informiere Dich nochmal über das Land und über das OLPC Projekt, sonst kann ich Dich echt nicht ernst nehmen.

  15. Re: Wie sie wieder alle schreien

    Autor: Jeem 17.06.10 - 15:51

    jiee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ausserdem ist lesen an den meisten Bildschirmen ist eine Qual.

    Nicht, wenn der Bildschirm auf eInk basiert. Der Bildschirm beim OLPC ist eine Mischung aus eInk und normalen TFT. Zum lesen ein Traum. Zusätzlich ist das Notebook als convertible nutzbar, man kann es also wie ein Tablet in der Hand halten. Ziemlich perfekt zum lesen.

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