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Ein Fahrzeug ohne passende Infrastruktur

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  1. Ein Fahrzeug ohne passende Infrastruktur

    Autor: derdiedas 03.07.22 - 09:13

    Das Problem der Lastenräder ist das egal wo sie fahren sie ein Hindernis und Sicherheitsrisiko darstellen. Auf der Straße - gerade mit Kindern, nun das wird zwangsweise irgendwann schief gehen. Und auf dem Fahrradweg - die sind dafür nie konzipiert worden.

    Wer sich ein Lastenfahrrad kauft - dem sollte klar sein das er sich immer dort bewegen muss wo er stört, behindert und vor allem sich und andere gefährdet. Wir haben schlichtweg bei der Konzeption sicherer Fahrradwege solche mehrspurigen breiten Geräte nicht bedacht.

    Auf einem Dorf ohne groß Verkehr mag sowas funktionieren. In einer Stadt ist es lebensgefährlich.

    Gruß ddd

  2. Re: Ein Fahrzeug ohne passende Infrastruktur

    Autor: Keep The Focus 03.07.22 - 09:26

    > Und auf dem Fahrradweg - die sind dafür nie konzipiert worden.

    In Deutschland vielleicht nicht - zumindest die meisten.

  3. Re: Ein Fahrzeug ohne passende Infrastruktur

    Autor: Mafjol 03.07.22 - 09:33

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem der Lastenräder ist das egal wo sie fahren sie ein Hindernis
    > und Sicherheitsrisiko darstellen. Auf der Straße - gerade mit Kindern, nun
    > das wird zwangsweise irgendwann schief gehen. Und auf dem Fahrradweg - die
    > sind dafür nie konzipiert worden.
    >
    > Wer sich ein Lastenfahrrad kauft - dem sollte klar sein das er sich immer
    > dort bewegen muss wo er stört, behindert und vor allem sich und andere
    > gefährdet. Wir haben schlichtweg bei der Konzeption sicherer Fahrradwege
    > solche mehrspurigen breiten Geräte nicht bedacht.
    >
    > Auf einem Dorf ohne groß Verkehr mag sowas funktionieren. In einer Stadt
    > ist es lebensgefährlich.
    >
    > Gruß ddd

    Genau wie Autos. Die sind viel gefährlicher

  4. Re: Ein Fahrzeug ohne passende Infrastruktur

    Autor: EWCH 03.07.22 - 10:09

    > Das Problem der Lastenräder ist das egal wo sie fahren sie ein Hindernis
    > und Sicherheitsrisiko darstellen.

    Das haengt aber sehr von der Bauform ab. Die Laenge ist nur bei sehr engen Kurven ein Problem, d.h. die langen, schlanken Lastenraeder sind kein grosses Problem da der Kasten schmaler ist als ein Mensch oder die Lenkstange. Da sind die schon lange etablierten Kinderanhaenger viel problematischer, zumal der Fahrer diesen nicht im Blick hat.

  5. Ein Fahrzeug!

    Autor: oldmcdonald 03.07.22 - 10:26

    Ich weiß auch nicht, wo der Threadersteller damit hin will. Dort, wo der Radweg nicht breit genug ist, wird auf die Straße ausgewichen - und jetzt kommt's: Der übrige Verkehr hat sich dieser Situation anzupassen! Das ist übrigens immer so, auch, wenn zum Beispiel ein alter Traktor auf der Landstraße fährt: Die Geschwindigkeit muss immer der Fahrsituation angepasst werden! Ein gefühltes Sakrileg in Auto-Deutschland! Aber eben nur gefühlt, denn die Straßenverkehrsordnung ist da glasklar.

    Hatte kürzlich einen Disput mit einem Autofahrer. Als ein paar Kinder mit Fahrrad etwas ausgelassener vom Schulhof auf die Straße gefahren sind, hat die Drecksau auch noch Gas gegeben und dann scharf vor den Kindern abgebremst. Seine Rechtfertigung(, nachdem ich ihm hinterhergeschrien habe, was für ein rücksichtsloses Arschloch er ist): "Ich bin doch nicht schneller als [die erlaubten] 30 gefahren…"

    Man sieht: Nachdem den Deutschen durch jahrelanges Eierkraulen und baulichen Maßnahmen, die das verstärken, nahegelegt wurde, dass jedermensch mit Auto der König der Straße ist, und sie gegenüber nichts Rücksicht zu nehmen haben, außer vielleicht anderen Autos und größeren Geräten, sind solche Gefährte, wie sie im Artikel vorgestellt werden, das ideale Mittel, die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Man kann gar nicht genug davon haben. Sie sollten wirklich an jeder Straßenecke eingesetzt werden! Vor allen in D!

  6. Re: Ein Fahrzeug!

    Autor: EDL 03.07.22 - 11:07

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein gefühltes Sakrileg in Auto-Deutschland! Aber eben nur
    > gefühlt, denn die Straßenverkehrsordnung ist da glasklar.
    >
    > Man sieht: Nachdem den Deutschen durch jahrelanges Eierkraulen und
    > baulichen Maßnahmen, die das verstärken, nahegelegt wurde, dass jedermensch
    > mit Auto der König der Straße ist, und sie gegenüber nichts Rücksicht zu
    > nehmen haben, außer vielleicht anderen Autos und größeren Geräten, sind
    > solche Gefährte, wie sie im Artikel vorgestellt werden, das ideale Mittel,
    > die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Man kann gar nicht genug davon
    > haben. Sie sollten wirklich an jeder Straßenecke eingesetzt werden! Vor
    > allen in D!

    Das ist doch Nonsens. Immer dieses "die bösen ignoranten deutschen Autofahrer". Es sieht doch in anderen Ländern nicht besser aus. Wir müssen nicht immer so tun, als wenn wir hier das größte Übel haben - so schlimm ist es nun wirklich nicht. Natürlich gibt es auch Länder, in denen es deutlich besser aussieht ... wo defensiver gefahren wird (auch nur weil drakonische Strafen drohen) und wo Fahrräder schon immer mehr zum Verkehr gehörten (Paradebeispiel Holland), aber das ist über Jahrzehnte gewachsen und hat auch kulturelle Gründe.

    Wir sind aber nun mal kein kleines Land mit einer Handvoll Millionen Einwohner, das man in zwei Stunden von West nach Ost durchquert. Wir haben Millionenstädte, die nicht mal eben verkehrstechnisch auf den Kopf gestellt werden können. Insofern - von welchen baulichen Maßnahmen sprichst Du? Es ist doch nicht so, dass Radwege und Geschwindigkeitsbegrenzungen wegrationalisiert wurden. Viele waren einfach nie da und müssen erstmal geschaffen werden.

    Ich bin schon aufgrund des Lärms extrem dafür, dass in Städten nur noch 30 gefahren wird und dass man den Autofahrern mehr Respekt einbläut ... aber man darf auch nicht vergessen, dass wir ein großes Verkehrsaufkommen haben und bspw. auch Ampelschaltzeiten auf Geschwindigkeiten optimiert sind. Wenn tagtäglich Massen Traktoren auf der Straße wären, wäre das ein großes systematisches Problem ...

  7. Re: Ein Fahrzeug!

    Autor: violator 03.07.22 - 12:09

    Ein Traktor ist aber auch stärker als ein Auto. ;) Ich bin früher viel Fahrrad gefahren, aber dann absichtlich nie auf der Straße, weil das einfach zu stressig und gefährlich ist. Und da hab ich nichtmal Kinder vorne drauf gehabt.

  8. Re: Ein Fahrzeug!

    Autor: oldmcdonald 03.07.22 - 12:26

    Also, 'tschuldigung, es braucht nicht wirklich viel Phantasie um zu begreifen, dass Städte und Dörfer durch eine radikale politische Bevorzugung des Automobils ihr Gesicht massiv geändert haben. Und man sollte schon zur Kenntnis nehmen, dass gerade in Deutschland der Wandel auf "autofreundlichkeit" aufs Extremste durchexerziert wurde.
    Woher ich das weiß? Ich habe letztes Jahr einmal den Sprung über die Grenze nach Frankreich gewagt, ein Land, das ebenfalls eine bedeutende Automobilindustrie hervorbrachte. Wenn man dort einmal nicht auf den vorgetrampelten Pfaden des Tourismus entlangflaniert, sieht man den Unterschied. Rechts des Rheins: 6-spurige Autobahn, knallevoll, in allen Dörfern stehen massenhaft Autos in den Straßen. Links des Rheins: 4-spurige Autobahn, nahezu leer. Kaum stehende Autos in den Dörfern - und ohne Scheiß: In jedem Kaff eine massive Schikane am Ortseingang, die sicher stellt, dass die Autos heruntergebremst werden, bevor sie das erste Haus passieren. In D gibt's gaaanz wenige Dörfer, die sich das trauen.

    Alleine der Zustand der Bahn verrät Dir, was für eine Art von Fetisch hier betrieben wird. Keine Bahn in Europa ist im Vergleich zu den Straßen der jeweiligen Nation derart heruntergekommen. Kulturell begründet? Eher ein vermeintlich kluger politischer Schachzug! Denn natürlich hat es System, wenn ausgerechnet mitten in Europa die Bahn nicht funktioniert. Sonst könnte man ja von Madrid bis Warschau in einem Rutsch umweltfreundlich mit dem Trans-Europa-Express fahren, statt sich den Stress zu geben, einen kompletten Tag lang individuell motorisiert seine Zeit hinterm Steuer zu verschwenden. Und dann fragt man sich, warum die Leute auf der Straße so aggro sind…

    Aber schon klar: Man muss die Leute melken, damit Geld in die Kassen kommen. Und so ein Auto eignet sich hervorragend dafür. Dafür kann man schon ein Stadtbild opfern, oder die Gesundheit der Menschen, so lange man dem Individuum vorgaukeln kann, dass man ein toller Hecht ist… Nur dumm, dass man von dem produzierten Geld nix sieht, wenn man wieder mal vorm geschlossenen Schwimmbad steht… Auf der Autobahn hingegen, ist der Luxus greifbar. Das sind ja angeblich die sichersten der Welt. Sterben tun die Leute dort dann trotzdem wie die Fliegen. Aber immerhin gibt's genug Spuren, dass man um die Unfallstelle gut darum herum kommt! Und nebendran gibt's den Drive-by-T-Shirt-Shop vom roten Kreuz mit dem Top-Seller: "I survived the Autobahn!"

    Wir können Wetten abschließen: Wird es eine Regierung geben, die freiwillig ein Tempolimit verhängt? Oder wird man sie gerichtlich dazu zwingen müssen? Ich tippe auf letzteres.

    Ob die Deutschen da besonders sind? Nee, sind auch nur Menschen. Aber man sollte endlich kapieren, dass gewisse Strukturen eben auch bestimmte Handlungsweisen hervorbringt. Und deswegen müssen diese Strukturen geändert werden! Ich bleibe dabei: Her mit dem Ouca und anderen Lastenrädern! Stopft die Straßen damit voll!

  9. Re: Ein Fahrzeug!

    Autor: EDL 03.07.22 - 14:10

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also, 'tschuldigung, es braucht nicht wirklich viel Phantasie um zu
    > begreifen, dass Städte und Dörfer durch eine radikale politische
    > Bevorzugung des Automobils ihr Gesicht massiv geändert haben. Und man
    > sollte schon zur Kenntnis nehmen, dass gerade in Deutschland der Wandel auf
    > "autofreundlichkeit" aufs Extremste durchexerziert wurde.
    > Woher ich das weiß? Ich habe letztes Jahr einmal den Sprung über die Grenze
    > nach Frankreich gewagt, ein Land, das ebenfalls eine bedeutende
    > Automobilindustrie hervorbrachte. Wenn man dort einmal nicht auf den
    > vorgetrampelten Pfaden des Tourismus entlangflaniert, sieht man den
    > Unterschied. Rechts des Rheins: 6-spurige Autobahn, knallevoll, in allen
    > Dörfern stehen massenhaft Autos in den Straßen. Links des Rheins: 4-spurige
    > Autobahn, nahezu leer. Kaum stehende Autos in den Dörfern - und ohne
    > Scheiß: In jedem Kaff eine massive Schikane am Ortseingang, die sicher
    > stellt, dass die Autos heruntergebremst werden, bevor sie das erste Haus
    > passieren. In D gibt's gaaanz wenige Dörfer, die sich das trauen.

    Nunja Frankreich ist doppelt so groß, hat deutlich weniger Großstädte, weniger Einwohner ... die verteilen sich dort schon etwas anders und vor allem sind die Autobahnen meist Mautpflichtig. Und wenn man hierzulande am Rhein von der mit höchsten Bevölkerungsdichte spricht, sieht es etwas weiter in Frankreich schon ganz anders aus. Trotzdem hat Frankreich mehr Verkehrstote als Deutschland ... wie erklärst Du Dir das?

    https://www.adac.de/news/verkehrstote-in-europa/

    > Alleine der Zustand der Bahn verrät Dir, was für eine Art von Fetisch hier
    > betrieben wird. Keine Bahn in Europa ist im Vergleich zu den Straßen der
    > jeweiligen Nation derart heruntergekommen. Kulturell begründet? Eher ein
    > vermeintlich kluger politischer Schachzug! Denn natürlich hat es System,
    > wenn ausgerechnet mitten in Europa die Bahn nicht funktioniert. Sonst
    > könnte man ja von Madrid bis Warschau in einem Rutsch umweltfreundlich mit
    > dem Trans-Europa-Express fahren, statt sich den Stress zu geben, einen
    > kompletten Tag lang individuell motorisiert seine Zeit hinterm Steuer zu
    > verschwenden. Und dann fragt man sich, warum die Leute auf der Straße so
    > aggro sind…

    Also ich war selten Bahn, aber eben doch einige Male im Jahr und ich konnte nie klagen. Ich vermute erstmal keine Verschwörung hinter dem suboptimalen Zustand unserer Bahn, aber na klar - eine fortschrittliche Regierung hat dieses Land in den letzten 30 Jahren eben nicht gesehen.

    > Aber schon klar: Man muss die Leute melken, damit Geld in die Kassen
    > kommen. Und so ein Auto eignet sich hervorragend dafür. Dafür kann man
    > schon ein Stadtbild opfern, oder die Gesundheit der Menschen, so lange man
    > dem Individuum vorgaukeln kann, dass man ein toller Hecht ist… Nur
    > dumm, dass man von dem produzierten Geld nix sieht, wenn man wieder mal
    > vorm geschlossenen Schwimmbad steht… Auf der Autobahn hingegen, ist
    > der Luxus greifbar. Das sind ja angeblich die sichersten der Welt. Sterben
    > tun die Leute dort dann trotzdem wie die Fliegen. Aber immerhin gibt's
    > genug Spuren, dass man um die Unfallstelle gut darum herum kommt! Und
    > nebendran gibt's den Drive-by-T-Shirt-Shop vom roten Kreuz mit dem
    > Top-Seller: "I survived the Autobahn!"

    Ca. 2500 Verkehrstote zählen wir aktuell jährlich - das ist sicher kein Fliegensterben. Mach mal halblang. Anfang der 90er waren es noch viermal so viele ...

    > Wir können Wetten abschließen: Wird es eine Regierung geben, die freiwillig
    > ein Tempolimit verhängt? Oder wird man sie gerichtlich dazu zwingen müssen?
    > Ich tippe auf letzteres.

    Und ich tippe, dass ein Tempolimit weder die Verkehrstoten deutlich reduziert (passiert in anderen Ländern ja auch nicht) noch dass wir der Umwelt damit sonderlich viel Gutes tun. Die überwiegende Zahl der Autos auf der Autobahn fährt so schon um die 130 und ich glaube das ist auch der Grund, warum man der Sache keine große Priorität einräumt. Mir ist's egal ... die Zeiten, in denen ich besonders schnell ans Ziel gelangen wollte, sind längst vorbei. ;)

  10. Re: Ein Fahrzeug ohne passende Infrastruktur

    Autor: Kontaktgriller 04.07.22 - 07:05

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem der Lastenräder ist das egal wo sie fahren sie ein Hindernis
    > und Sicherheitsrisiko darstellen. Auf der Straße - gerade mit Kindern, nun
    > das wird zwangsweise irgendwann schief gehen. Und auf dem Fahrradweg - die
    > sind dafür nie konzipiert worden.
    >
    > Wer sich ein Lastenfahrrad kauft - dem sollte klar sein das er sich immer
    > dort bewegen muss wo er stört, behindert und vor allem sich und andere
    > gefährdet. Wir haben schlichtweg bei der Konzeption sicherer Fahrradwege
    > solche mehrspurigen breiten Geräte nicht bedacht.
    >
    > Auf einem Dorf ohne groß Verkehr mag sowas funktionieren. In einer Stadt
    > ist es lebensgefährlich.
    >
    > Gruß ddd

    Halte ich für nicht zutreffend. Mein lastenrad ist eher breit und ich passe problemlos über die typischen einspurigen fahrradwege, auf der auch sonst keine zwei Räder nebeneinander Platz haben.
    V.a. ist die wanne des Rades nicht viel breiter als wenn ich lenkerspitze zu lenkerspitze betrachte.

    Im Autovergleich wäre das ein breites oberklassemodell neben einem lupo. Das Oberklassemodell würdest du dann auch nicht als "mehrspurig" bezeichnen.

  11. Re: Ein Fahrzeug!

    Autor: Iugh787 04.07.22 - 08:30

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiß auch nicht, wo der Threadersteller damit hin will. Dort, wo der
    > Radweg nicht breit genug ist, wird auf die Straße ausgewichen - und jetzt
    > kommt's: Der übrige Verkehr hat sich dieser Situation anzupassen! Das ist
    > übrigens immer so, auch, wenn zum Beispiel ein alter Traktor auf der
    > Landstraße fährt: Die Geschwindigkeit muss immer der Fahrsituation
    > angepasst werden! Ein gefühltes Sakrileg in Auto-Deutschland! Aber eben nur
    > gefühlt, denn die Straßenverkehrsordnung ist da glasklar.
    >
    > Hatte kürzlich einen Disput mit einem Autofahrer. Als ein paar Kinder mit
    > Fahrrad etwas ausgelassener vom Schulhof auf die Straße gefahren sind, hat
    > die Drecksau auch noch Gas gegeben und dann scharf vor den Kindern
    > abgebremst. Seine Rechtfertigung(, nachdem ich ihm hinterhergeschrien habe,
    > was für ein rücksichtsloses Arschloch er ist): "Ich bin doch nicht
    > schneller als 30 gefahren…"
    >
    > Man sieht: Nachdem den Deutschen durch jahrelanges Eierkraulen und
    > baulichen Maßnahmen, die das verstärken, nahegelegt wurde, dass jedermensch
    > mit Auto der König der Straße ist, und sie gegenüber nichts Rücksicht zu
    > nehmen haben, außer vielleicht anderen Autos und größeren Geräten, sind
    > solche Gefährte, wie sie im Artikel vorgestellt werden, das ideale Mittel,
    > die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Man kann gar nicht genug davon
    > haben. Sie sollten wirklich an jeder Straßenecke eingesetzt werden! Vor
    > allen in D!

    Du hast ja grundsätzlich recht. Nur wenn sich eben ein Autofahrer nicht anpasst, und dann der genau derjenige ist, der mich und meine Kinder im Lastenrad übern Haufen fährt, bringt mir das alles nichts. Ideologien helfen nicht weiter. Man muss die Realität sehen.

    Fakt ist auch: Autos haben gesetzliche Sicherheitsanforderungen wie Gurte (nebst Anschnallpflicht), ABS, ESP, Seitenaufprallschutz, steife Karosserien etc. – aus gutem Grund. All das hat ein Lastenrad nicht.

    Man lebt je nach Stadt und Straße mit dem normalen Rad schon gefährlich, wenn man keinen Radweg nutzen kann. Aber ein normales Rad ist schmaler, kann einfacher überholt werden, ist wendiger als ein Lastenrad.

    Den selben Flop haben wir schon bei den ganzen nicht als PKW geltenden E-Fahrzeugen wie Renault Twizzy usw. gesehen: Nur wenige, lebensmüde Personen fahren mit so etwas auf der Straße herum. Und genau deshalb werden sich auch Lastenräder nicht durchsetzen, solange man keine spezielle, autofreie Infrastruktur dafür schafft.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.22 08:33 durch Iugh787.

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