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Da ist aber noch Abstand...
Autor: thepiman 28.06.16 - 08:12
zu den bösen Verbrennern, oder?
Der Vorteil bei Elektroantrieben ist der optimale Drehmomentverlauf. -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Xstream 28.06.16 - 08:19
Letztes Jahr ging Platz 1 und 2 an Elektroprototypen mit 9:07
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Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: wasabi 28.06.16 - 08:21
Xstream schrieb:
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> Letztes Jahr ging Platz 1 und 2 an Elektroprototypen mit 9:07
Ja, habe ich gerade auch woanders gelesen. Hätte ich in so einem Artikel durchaus erwähnenswert gefunden.
Interessanter Aspekt aus einem ams-Artikel zum Rennen 2015:
"Zur Verbrenner-Konkurrenz hat die Elektro-Rakete einen entscheidenden Vorteil: Auf dem Gipfel in 4.300 Metern geht den Benzinern im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus. Mangels Sauerstoff verlieren die konventionell angetriebenen Rennautos mit jedem der 1.440 zu bewältigenden Höhenmeter an Leistung."
EDIT: Und auf Platz 2, 3 und 5 sind auch in diesem jahr Elektrofahrzeuge.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.16 08:24 durch wasabi. -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: thepiman 28.06.16 - 08:22
Das hatte ich auch gerade nochmal gegoogelt.
http://www.elektromobilitaet-praxis.de/elektro-und-hybridautos/articles/499052/
Aber dabei handelte es sich ja nicht unbedingt um sein Serienfahrzeug oder zumindest seriennah. Der Tesla wurde ja auch gepimpt. -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: notthisname 28.06.16 - 08:24
Ist ein Verbrennerprototyp denn ein Serienfahrzeug? :D
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Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Flome1404 28.06.16 - 08:27
da ist noch luft auf die 08:13,878 Minuten – Sébastien Loeb (F), Peugeot 208 T16 Pikes Peak (Unlimited Category)
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Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Nogul 28.06.16 - 08:34
Beeindruckend finde ich, dass man 350kg abspecken konnte. Das sind knapp ein halbes Golf I. So viel zum Thema Leichtbau...
Waren Änderungen an den Batterien verboten für seriennahe Klasse oder war es zu schwierig? Oder brauchten sie die Energie? Da hätte man doch richtig Gewicht sparen können? -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Mel 28.06.16 - 08:41
Zum einen ist beim Model S der Akku integral verbaut, den zu reduzieren wäre tatsächlich recht schwierig.
Zum anderen hat ein großer Akku auch einen großen Vorteil: Er braucht nicht so stark beansprucht zu werden. Das einschränkende Kriterium beim Tesla als Rennwagen ist die Akkutemparatur. Je größer nun der Akku ist umso leichter und schneller lässt sich die Wärme abführen.
Stell dich mal neben einen leergefahrenen Tesla am Supercharger - da bläst es gut warm unten raus.... -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Klausens 28.06.16 - 08:43
Das eine ist eine fast serienmäßige E-Limousine und das andere sind Verbrenner, mit denen du lieber nicht zum TÜV fahren solltest.
Wenn da eine serienmäßige Verbrenner-Limousine mitfährt siehts evtl. anders aus. -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: M.P. 28.06.16 - 08:47
760 PS sind 558 kW,
558 x 11:48 /60 = 109,74 kWh
Serienakku hat 85 kWh -> die hätten mit dem Serienakku nicht einmal auf der kompletten Strecke "Vollgas" geben können.
Eventuell hätte man etwas machen können mit experimentellen Akkus höherer Leistungsdichte, die dafür noch nicht die notwendige Lebensdauer haben.
Ein Ladezyklus reicht ja für dieses Anwendung ...
Was man gegen das Reglement abchecken sollte wäre, ob man leergefahrene Akkus abwerfen darf ... -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Kotaru 28.06.16 - 09:07
M.P. schrieb:
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> 760 PS sind 558 kW,
>
> 558 x 11:48 /60 = 109,74 kWh
>
> Serienakku hat 85 kWh -> die hätten mit dem Serienakku nicht einmal auf der
> kompletten Strecke "Vollgas" geben können.
>
> Eventuell hätte man etwas machen können mit experimentellen Akkus höherer
> Leistungsdichte, die dafür noch nicht die notwendige Lebensdauer haben.
> Ein Ladezyklus reicht ja für dieses Anwendung ...
>
> Was man gegen das Reglement abchecken sollte wäre, ob man leergefahrene
> Akkus abwerfen darf ...
Damit potenziell beschädigte Akkus auf der Strecke eingesammelt werden dürfen und dessen nicht ganz naturfreundliche Elektrolyte und andere Bestandteile die Strecke jedes Jahr mehr und mehr kontaminieren?
Können bei den verbrennern am besten auch noch überschüssigen Treibstoff beim Endspurt abwerfen... -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: M.P. 28.06.16 - 09:10
Was meinst Du, wo der Inhalt des leeren Tankes der Verbrennungsmotoren hingelangt ist?
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Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: wasabi 28.06.16 - 09:12
> Damit potenziell beschädigte Akkus auf der Strecke eingesammelt werden
> dürfen und dessen nicht ganz naturfreundliche Elektrolyte und andere
> Bestandteile die Strecke jedes Jahr mehr und mehr kontaminieren?
> Können bei den verbrennern am besten auch noch überschüssigen Treibstoff
> beim Endspurt abwerfen...
Das "Abwerfen" selbst ist völlig unrealistisch, gleichzeitg aber auch die vermeintliche "Gefahr", dass die da in der Natur rumliegen, auslaufen, und eingesammelt werden müssen.
Wie hier schon jemand sagte ist der Akku eh integral verbaut - allerdings betreibt Tesla ja auch eine Akkuwechselstation, prinzipiell ist der also in kurzer Zeit herausnehmbar. Aber Das Ding ist nicht modular, sondern wiegt als ganzes 600kg (nach anderen Quellen sogar 750kg). Den wirft man nicht mal eben ab und lässt ihn in der Natur rumliegen. Ebenso sammelt man den auch nicht mal eben so ein.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.16 09:13 durch wasabi. -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: M.P. 28.06.16 - 09:28
Prinzipiell wäre das aber eine Idee für den Pikes Peak für ein Prototyp-Fahrzeug...
Wobei die Veranstalter wohl aus Schutz der anderen Teilnehmer, Zuschauer und der Streckenposten solchen Tricks durch entsprechende Reglements einen Riegel vorschieben würden.
Wahrscheinlich wird man die Akkus bei den notwendigen Leistungsaufnahmen aber sowieso schlecht sequentiell leer fahren können. Die Hitzeprobleme werden ja nicht gerade einfacher lösbar, wenn man die Leistungslieferung nicht gleichmäßig auf alle Zellen verteilt ... -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: RvdtG 28.06.16 - 10:04
M.P. schrieb:
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> Prinzipiell wäre das aber eine Idee für den Pikes Peak für ein
> Prototyp-Fahrzeug...
>
> Wobei die Veranstalter wohl aus Schutz der anderen Teilnehmer, Zuschauer
> und der Streckenposten solchen Tricks durch entsprechende Reglements einen
> Riegel vorschieben würden.
>
> Wahrscheinlich wird man die Akkus bei den notwendigen Leistungsaufnahmen
> aber sowieso schlecht sequentiell leer fahren können. Die Hitzeprobleme
> werden ja nicht gerade einfacher lösbar, wenn man die Leistungslieferung
> nicht gleichmäßig auf alle Zellen verteilt ...
Für nen Einwegprototypen würde ich keine Akkus nehmen, sondern Batterien. Zink-Luft oder so. -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Nogul 28.06.16 - 12:19
Kotaru schrieb:
> Können bei den verbrennern am besten auch noch überschüssigen Treibstoff
> beim Endspurt abwerfen...
Das macht man bei z.B. Formel 1 Rennen doch jetzt schon.
Beim Start wird die benötigte Treibstoffmenge genau ausgerechnet. Werden durch Pacecar Phasen weniger Treibstoff benötigt, stellt man das Gemisch auf Fett und erhöht künstlich den Verbrauch. Ok, sie ziehen keine Benzinspur hinter sich her. Es sähe aber komisch aus, wenn hinten aus dem Auto AA Zellen abgeworfen würden so wie Patronenhülsen bei MGs. :) -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: M.P. 28.06.16 - 13:22
Die Fahrer haben auch mehrere Helm-Visiere übereinander, und reißen die Verdreckten dann wähend des Rennens ab, um wieder klare Sicht zu haben...
1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.16 13:22 durch M.P.. -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Nogul 28.06.16 - 13:46
Was hat ganze 350kg abspecken mit Serie zu tun? 100kg würde ich noch durchgehen lassen aber so viel?
Innenraum strippen, Zusatzaggregate raus. Evtl. Dämmmaterial raus. Ist da noch mehr drin?
Denke eine herkömmliche Limousine fällt in sich zusammen wenn man so viel Material wegnimmt. -
Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Klausens 28.06.16 - 14:31
Wahrscheinlich kam nur der Mega Touchscreen raus ;)
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Re: Da ist aber noch Abstand...
Autor: Der Spatz 28.06.16 - 14:34
Eher der (fast) lineare Drehmomentverlauf, der dann aber viele wieder irritiert, da hierdurch die Motoren abstruß hohe Leistungswerte in den Papieren haben (müssen) wenn man ein zum Verbrenner vergleichbaren max. Drehmoment haben will Beschleunigung im hohen Drehzahlbereich).
Viele vergessen irgendwie das beim Verbrenner einerseits das Drehmoment sehr Drehzahlabhängig ist und Verbrenner auch ein eingeschränktes Drehzahlband haben (Irgendwann wird die Kolbengeschwindigkeit nicht mehr Schmierbar).
Da sich die Leistung aus Drehmoment bei Drehzahl berechnet (und Pi und Faktor 2) hat ein Verbrenner (bei dem ich jetzt mal Annehme das er bei seiner Maximaldrehzahl noch 70% seines Maximaldrehmoments hat). 100Nm bei max. 6000U/min, so hat er rein Rechnerisch
P = 2Pi*100*0.7Nm*6000/60 (U/min nach U/sek) = 2*PI*70Nm*100/s = 14000NM/s*PI = 43.960Nm/s was in etwa 44KW entspricht.
Der Elektromotor hat (vereinfacht) bei jeder Drehzahl denselben Drehmoment (Wie gesagt vereinfacht hoch drei) und er dreht viel höher.
Gehe ich jetzt mal davon aus, das er bis zu 18.000Umin schafft bevor es ihn zerlegt so hätte ein Elektromotor, mit NUR max 50Nm eine rechnerische Leistung von
P = 2PI*50Nm*18000/60 = PI*100Nm*300 = 30000Nm/s*PI= 94.200 also in etwa 94KW
Trotz Rechnerisch doppelter Leistung würde der Elektrowagen in vielen Drehzahlbereichen (Der in dem man sich durch das geschalte mit dem Verbrenner meistens aufhält) weniger Drehmoment haben der Verbrenner.
Will man mit dem Elektroauto dasselbe maximale Drehmoment haben müsste man einen Motor mit 100Nm nehmen was dann einer rechnerischen Leistung von ca. 188KW entspricht (unter der obigen Annahme). Und trotzdem wäre im "Normaldrehzahlbereich" der Beschleunigungsabstand beider Fahrzeuge nicht sehr weit auseinander.
P.S. Ich hoffe mal ich habe mich nicht verrechnet



