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Wahnsinn ohne Methode

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  1. Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Mingfu 01.11.14 - 09:20

    Dann will ich mal den Spielverderber geben: Privatisierte Raumfahrt ist Schwachsinn!

    Bereits die Maxime dahinter ist falsch. Denn langfristig geht es darum, damit Geld zu verdienen. Kostendruck ist aber für extem sicherheitsempfindliche Bereiche wie Raumfahrt pures Gift. Die Lektionen, die staatliche Raumfahrtbehörden dort schon schmerzlich gelernt haben, werden hier jetzt nochmals aufgerufen.

    Der Weltraum ist auch kein geeigneter Ort für den angestrebten Massentourismus. Der Energieverbrauch ist viel zu hoch, die Art und Weise der Energieumwandlung während der Aufstiegsphase hochgradig schädlich für die Atmosphäre. Wir müssen hier auf der Erde dringend darüber diskutieren, wie insbesondere die Einwohner von Industriestaaten deutlich weniger Energie verbrauchen können. Denn sollten sämtliche Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien auf das Energieverbrauchsniveau der Industrieländer aufschließen, gibt es auf der Erde binnen kürzester Zeit einen Umweltinfarkt. Neue Energieschleudern zu Vergnügungszwecken sind da völlig fehl am Platze. Raumfahrt braucht deutlich mehr Nutzen, um sie rechtfertigen zu können.

  2. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: JP 01.11.14 - 09:53

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann will ich mal den Spielverderber geben: Privatisierte Raumfahrt ist
    > Schwachsinn!
    >
    > Bereits die Maxime dahinter ist falsch. Denn langfristig geht es darum,
    > damit Geld zu verdienen. Kostendruck ist aber für extem
    > sicherheitsempfindliche Bereiche wie Raumfahrt pures Gift. Die Lektionen,
    > die staatliche Raumfahrtbehörden dort schon schmerzlich gelernt haben,
    > werden hier jetzt nochmals aufgerufen.

    Ich beziehe mich hier nur auf den Sicherheitsaspekt: Was du sagst ist blödsinn, sorry. Natürlich ist es modern zu sagen, dass die ganzen Privatkonzerne nur auf Gewinnmaximierung ausgelegt sind und folglich Sicherheit nur eine untergeordnete Rolle spielen kann. Aber es funktioniert in der Luftfahrt auch schon seit Jahren gut. Du kannst hier nicht von einem Unfall während eines (!) Testflugs mit einem Prototypen nun auf das Sicherheitskonzept des Unternehmens schließen. Es wird Ermittlungen geben, daran hat natürlich kein Unternehmen Interesse, schon aus finanzieller Sicht, weil wohl auch erstmal einiges ausgebremst wird. Sollten sich die Unfälle häufen werden die Ermittlungen sicherlich auch noch intensiviert und dem Unternehmen Lizenzen entzogen. Dann hat das Unternehmen Milliarden in den Sand gesetzt. Mal von der schlechten Publicity ganz abgesehen.

    > Der Weltraum ist auch kein geeigneter Ort für den angestrebten
    > Massentourismus. Der Energieverbrauch ist viel zu hoch, die Art und Weise
    > der Energieumwandlung während der Aufstiegsphase hochgradig schädlich für
    > die Atmosphäre. Wir müssen hier auf der Erde dringend darüber diskutieren,
    > wie insbesondere die Einwohner von Industriestaaten deutlich weniger
    > Energie verbrauchen können. Denn sollten sämtliche Schwellenländer wie
    > China, Indien, Brasilien auf das Energieverbrauchsniveau der
    > Industrieländer aufschließen, gibt es auf der Erde binnen kürzester Zeit
    > einen Umweltinfarkt. Neue Energieschleudern zu Vergnügungszwecken sind da
    > völlig fehl am Platze. Raumfahrt braucht deutlich mehr Nutzen, um sie
    > rechtfertigen zu können.

    Mag dir zustimmen, wenn Weltraumtourismus ein Massenphänomen wird, wovon erstmal aber nicht auszugehen ist. Wenn die reichen Schnösel einen Weltraumflug brauchen um von ihrem übersättigtem Leben abzulenken, sollen sie es sich doch ruhig gönnen. Ein paar Flüge im Jahr sind im Vergleich zur klassischen Luftfahrt nun wirklich nicht erheblich. Eher sollten wir uns Gedanken um die dringenden Probleme machen und nicht irgendwelche Ersatzkampfplätze aufbauen nur um vom eigentlichen Problem abzulenken. Wenn die paar Weltraumflüge das Fass zum überlaufen bringen, dann haben wir schon an vielen anderen Stellen zuvor versagt und der Verzicht auf solche Flüge würde absolut keinen Unterschied mehr machen. Es ist nicht das Problem, dass Reiche Menschen ihr teures Spielzeug brauchen sondern eher die Art und Weise des Reichtums und wie einige Reiche damit umgehen.

  3. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Little_Green_Bot 01.11.14 - 10:00

    Private Raumfahrt dient nicht nur dem Tourismus, sondern wird auch zur Unterstützung gemeinnütziger Forschung gebucht. Von angestrebtem Massentourismus kann im Sinne irdischer Massstäbe keine Rede sein. Und keine Fluggesellschaft, die an der Sicherheit spart, kann langfristig profitabel sein. Das ist mit privaten Weltraumflügen nicht anders.

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  4. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Mingfu 01.11.14 - 10:19

    Du hast in deinem Kommentar viele Dinge außer Acht gelassen. Der Vergleich zur Luftfahrt ist z. B. völlig abwegig. In der Luftfahrt gibt es ein etabliertes Regelwerk mit enger staatlicher Kontrolle, Prüf- und Zulassungspflichten der Hersteller usw. Solche Dinge existieren für Raumfahrt nicht. Raumfahrt war und ist eine Technik, die unter Verantwortung des Betreibers stattfindet. Dafür ist ein privates Unternehmen aber grundsätzlich nicht geeignet, weil die Interessenkonflikte dort zu groß sind.

    Ich sehe auch nicht, weshalb es in irgendeiner Weise legitim sein sollte, Energieverschwendung für reiche Menschen zu ermöglichen. Das ist die völlig falsche Stoßrichtung. Nebenbei ist es doch blauäugig nicht sehen zu wollen, dass dieses Geschäft langfristig natürlich auf eine gewisse Breite setzen wird, setzen muss. Deine "Weitsichtigkeit" hat ja schon fast die Lacherqualitäten von "Ich glaube, es gibt einen weltweiten Bedarf an vielleicht fünf Computern."

  5. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Mingfu 01.11.14 - 10:32

    Gemeinnützige Forschung konnte auch bisher schon mit staatlichen Raumfahrtbehörden betrieben werden. Das ist also überhaupt kein Argument für eine Privatisierung der Raumfahrt. Wenn man jetzt darauf abstellen will, dass das viel zu teuer war bzw. nur wenige Kapazitäten zur Verfügung standen, so ist diese Auswahlnotwendigkeit genau von Vorteil. Man muss sich beschränken und überlegen, was welchen Nutzen bringen wird.

    Denn letztlich widersprichst du dir mit dem Argument selbst. Wenn man mit privater Raumfahrt mehr gemeinnützige Forschung realisieren kann, dann läuft das zwangsläufig doch in Richtung eines alltäglichen Massengeschäfts, denn nur damit sind entsprechend hohe Kapazitäten und niedrigere Preise zu realisieren.

  6. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: DarioBerlin 01.11.14 - 10:40

    Ich würde die private Initiative hier jetzt mal nicht unbedingt schlecht bewerten. Man siehts ja an der klassischen Autoindustrie. Die Forschung an Elektroantrieben kann doch erst erfolgen, wenn auch hier ein Markt für vorhanden ist.

    Langfristig verspricht man sich einen ressourcenschonenden Effekt und günstigere Preise. Beides ist doch sehr begrüßenswert!

    In der Raumfahrt starke Antriebe zu schaffen kann dann auch sicherlich gut auf die Luftfahrt übertragen werden, wovon wir dann alle profitieren.

  7. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Mingfu 01.11.14 - 10:54

    Für die Luftfahrt ist mit wenig praktischem Output zu rechnen. Dafür unterscheiden sich nämlich die beiden Bereiche zu stark. Luftfahrt setzt auf Aerodynamik zur Auftriebsgenerierung. Das geht bei Raumfahrt (selbst in diesen vergleichsweise geringen Höhen) nicht, da das Trägermedium dort viel zu dünn bis nicht existent ist.

    Auch funktionieren die Antriebe völlig unterschiedlich. Bei der Raumfahrt muss man die für ein Rückstoßprinzip notwendigen Massen selbst mitbringen. Ebenfalls ist das Mitführen eines zusätzlichen Oxidationsmittels nötig. Bei der Luftfahrt übernimmt beides die Luft (bzw. der Sauerstoffanteil darin).

  8. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: JP 01.11.14 - 11:05

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast in deinem Kommentar viele Dinge außer Acht gelassen. Der Vergleich
    > zur Luftfahrt ist z. B. völlig abwegig. In der Luftfahrt gibt es ein
    > etabliertes Regelwerk mit enger staatlicher Kontrolle, Prüf- und
    > Zulassungspflichten der Hersteller usw. Solche Dinge existieren für
    > Raumfahrt nicht. Raumfahrt war und ist eine Technik, die unter
    > Verantwortung des Betreibers stattfindet. Dafür ist ein privates
    > Unternehmen aber grundsätzlich nicht geeignet, weil die Interessenkonflikte
    > dort zu groß sind.

    Du meinst also, dass dieser Bereich nicht reguliert wird, sobald er sich an eine Öffentlichkeit richtet? Und selbst jetzt ist dieser Bereich natürlich reguliert, weil es schon ungünstig ist, wenn solch ein Fluggerät in die nächste Ortschaft abstützt. Selbst in den USA brauchst du Lizenzen um Hobby-mäßig Raketen in die Luft zu schießen.

    > Ich sehe auch nicht, weshalb es in irgendeiner Weise legitim sein sollte,
    > Energieverschwendung für reiche Menschen zu ermöglichen. Das ist die völlig
    > falsche Stoßrichtung. Nebenbei ist es doch blauäugig nicht sehen zu wollen,
    > dass dieses Geschäft langfristig natürlich auf eine gewisse Breite setzen
    > wird, setzen muss. Deine "Weitsichtigkeit" hat ja schon fast die
    > Lacherqualitäten von "Ich glaube, es gibt einen weltweiten Bedarf an
    > vielleicht fünf Computern."

    Mag sein, dass es irgendwann einen wirklichen Massentourismus geben wird. Aber es gibt hier aktuell noch einen großen Unterschied zum klassisch etablierten Tourismus. Zum einen ist dies hier noch kein Transportmittel um besonders bequem oder besonders schnell von A nach B zu kommen. Zum anderen ist das Erlebnis beschränkt auf einen kleinen Augenblick.

    Es ist eher ein Erlebnis als ein Urlaub. Es lässt sich vielleicht eher mit einem Tandemsprung vergleichen. Das kann auch heutzutage jeder Otto-Normalbürger machen aber es ist trotzdem kein Massenphänomen und wird es auch nie sein. Das hat unterschiedliche Gründe: Zum einen ist es etwas, was der Otto-Normalbürger vielleicht nur einmal in seinem Leben macht. Zum anderen trauen es sich schlicht die meisten nicht.

    So ein Weltraumflug ist nochmal eine Nummer extremer mit wesentlich höheren körperlichen Anforderungen. Und solange dieser Weltraumflug nicht irgendwann wirklich ein Transportmittel mit schlagenden Vorteilen sein wird, muss man sich auch keine Sorgen drum machen, dass daran nun die Umwelt zugrunde gehen wird. Und bis ein Weltraumflug wirklich Verkehrsmittel wird, sind unsere anderen Probleme so groß geworden, dass diese paar Flüge für die reichen Schnösel in ein paar Jahren absolut keinen Ausschlag gegeben haben. Selbst in den nächsten 10 Jahren wird man nicht im Weltraum von A nach B reisen.

    Was ich sagen will: Wir haben dringendere Probleme als die paar Flüge. Man kann natürlich einfach blinden Aktionismus betreiben und solche Flüge verbieten. Dann kann man sich auf die Schulter klopfen und sagen "Wir haben etwas für die Umwelt getan". Aber wirklich helfen wird es nicht, es nicht mal ein Placebo. Solange wir uns nur um solche unbedeutenden Probleme scheren, irgendwelchen reichen Menschen das Spielzeug wegnehmen, damit wir ein ruhiges Gewissen haben und unser Verhalten nicht ändern müssen. Anstatt mal die großen wichtigen Bereiche anzugehen wird immer irgendwie im Klein Klein rumgestochert.

  9. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Wurzelgnom 01.11.14 - 11:08

    Vielleicht sollte man auch erwähnen, dass in Staatlicher Raumfahrt die Geldressource ebenso begrenzt sind, die Raketen von Privatunternehmen hergestellt werden.

    Auch erwähnenswert, dass die Nasa und andere staatliche Unternehmen sehr viele Menschen auf dem Gewissen hat (die das Risiko aber kannten und es freiwillig eingingen - zumindest in der "freien" Welt.)

    Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary 2 benötigt zum Vergleich 500 Tonnen Treibstoff PRO Tag (!!!). Die beiden Elektromotoren haben eine Leistung von je 21,5 Megawatt. Die vier Dieselgeneratoren (Schwefelöl) erzeugen 16,8MW und die beiden zusätzlichen Gasturbinen (Abgeleitet aus den Strahltriebwerken der Boinc 747) erzeugen nochmal 25MW elektrischen Strom.

    Wenn ich mich nicht verrechnet habe und ich von 100 Liter Kraftstoffverbrauch im Monat ausgehe und einem Monat der Queen Mary 2 (500T x 30 Tage), könnte ich mit dieser Kraftstoffmenge meinem PKW 12500 Jahre lang fahren.

    Edit: Oder anders gerechnet, einen Monat lang 150000 Autos betreiben!

    Erzähl mir mal was von Umweltverschmutzung...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 01.11.14 11:18 durch Wurzelgnom.

  10. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Anonymer Nutzer 01.11.14 - 11:17

    Find ich nicht schwachsinn und man braucht halt Routine und besondere Gründlichkeit ist halt so wie im Mittelalter die Seefahrt.

    Vermutlich wurde auf Zeitdruck gearbeitet weil man eine Show brauchte war man nicht gründlich genug und ging eher davon aus man soll Positive Denken.

    Für diese Firma eine Katastrophe und vieleicht auch das Ende besonders das Ende eines Menschen und weiterer der wohl Lebenslang behidnert sein wird und erhebliche Kosten.

  11. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Wurzelgnom 01.11.14 - 11:29

    Informativ: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Katastrophen_der_Raumfahrt

  12. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Little_Green_Bot 01.11.14 - 11:50

    @Mingfu:
    Wenn Du Dich im Thread auf bestimmte User beziehst, indem Du sie mit Du ansprichst, dann lasse uns bitte wissen, wer gemeint ist.

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  13. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Mingfu 01.11.14 - 11:52

    Ohne die Kreuzfahrtbranche verteidigen zu wollen: Es hinkt gewaltig.

    Davon abgesehen, dass ich gern das Automodell wüsste, welches 2600 Passagiere transportiert und diese auch rund um die Uhr beherbergen kann, kommt man im Auto mit 100 Liter Sprit bei einem Verbrauch von angenommen 5 Liter auf 100 Kilometer maximal 2000 Kilometer weit.

    Die 500 Tonnen Treibstoff beim Kreuzfahrtschiff (so sie überhaupt stimmen) beziehen sich dagegen auf einen Tag mit voller Fahrt. Die Maximalgeschwindigkeit wird mit 56 km/h angegeben, sodass man sagen kann, dass da sicher 1000 Kilometer am Tag drin sind. Man sollte also schon auch die Strecken normieren.

  14. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Mingfu 01.11.14 - 11:59

    Man sollte eigentlich annehmen, dass auf einer Seite mit "IT-News für Profis" zumindest die regelmäßigen Teilnehmer wissen, wie sie die passende Threadansicht aktivieren, um zu sehen, wie die Beiträge miteinander in Bezug stehen. So kann man sich täuschen...

  15. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: JTR 01.11.14 - 12:08

    Aha, darum fliegen wir alle nur mit staatlichen Fluggesellschaften. Ein Jumbo mit mehreren hundert Leuten auf 10'000m ist ein grösseres Risiko als dieses Unternehmen hier.

  16. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: caso 01.11.14 - 13:10

    Der Energieverbrauch ist ein ganz schwaches Argument. Effizienzsteigerung ist einer der Hauptvorteile der Privatisierung. Genau deshalb kostet ein Weltraumflug bei Virgin Galactic auch nicht mehrere Millionen. Natürlich werden Ressourcen verschwendet, aber das ist doch kein Argument. Damit könnte man doch quasi alles ablehnen was nur der Freizeit oder der Bequemlichkeit dient.

  17. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: DrWatson 01.11.14 - 13:28

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann will ich mal den Spielverderber geben: Privatisierte Raumfahrt ist
    > Schwachsinn!
    >
    > Bereits die Maxime dahinter ist falsch. Denn langfristig geht es darum,
    > damit Geld zu verdienen. Kostendruck ist aber für extem
    > sicherheitsempfindliche Bereiche wie Raumfahrt pures Gift. Die Lektionen,
    > die staatliche Raumfahrtbehörden dort schon schmerzlich gelernt haben,
    > werden hier jetzt nochmals aufgerufen.

    Warum sollte staatliche Raumfahrt sicherer sein?

    Statt Gewinnmaximierung ist dort "nationales Interesse" der Antrieb, d.h. anders als in der privaten Raumfahrt, in der nicht nur Kostenminimierung sondern auch Umsatzmaximierung und somit eine gewisse Sicherheit für den Kunden eine Rolle spielen, geht es in der staatlichen Raumfahrt nur darum politische Ziele, vor allem militärischer Natur, durchzusetzen.

    Anders als in der privaten Raumfahrt werden in der staatlichen Raumfahrt die Ressourcen, sowohl finanzieller, als auch personeller, und damit auch die Anzahl der Fehlversuche als quasi unendlich angesehen.
    Man sieht schon am Beispielen, wie dem Spaceshuttle, dass staatliche Prestigeprojekte nicht unbedingt ein hohes Sicherheitsniveau bedeuten.

    Wenn man nicht gleich mit der Prämisse "privat ist Schwachsinn" anfängt, sondern fair argumentiert, kommt man u.U. zu anderen Ergebnissen.

  18. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Little_Green_Bot 01.11.14 - 16:07

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man sollte eigentlich annehmen, dass auf einer Seite mit "IT-News für
    > Profis" zumindest die regelmäßigen Teilnehmer wissen, wie sie die passende
    > Threadansicht aktivieren, um zu sehen, wie die Beiträge miteinander in
    > Bezug stehen. So kann man sich täuschen...

    Mit wem sprichst Du gerade?

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  19. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: holysmoke 01.11.14 - 16:17

    Wegen der Energieverschwendung: Ich hoffe man kommt da endlich auf die Idee so weit wie möglich mithilfe eines Ballons aufzusteigen.

  20. Re: Wahnsinn ohne Methode

    Autor: Anonymer Nutzer 01.11.14 - 17:28

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann will ich mal den Spielverderber geben: Privatisierte Raumfahrt ist
    > Schwachsinn!
    >
    > Bereits die Maxime dahinter ist falsch. Denn langfristig geht es darum,
    > damit Geld zu verdienen. Kostendruck ist aber für extem
    > sicherheitsempfindliche Bereiche wie Raumfahrt pures Gift. Die Lektionen,
    > die staatliche Raumfahrtbehörden dort schon schmerzlich gelernt haben,
    > werden hier jetzt nochmals aufgerufen.
    >
    > Der Weltraum ist auch kein geeigneter Ort für den angestrebten
    > Massentourismus. Der Energieverbrauch ist viel zu hoch, die Art und Weise
    > der Energieumwandlung während der Aufstiegsphase hochgradig schädlich für
    > die Atmosphäre. Wir müssen hier auf der Erde dringend darüber diskutieren,
    > wie insbesondere die Einwohner von Industriestaaten deutlich weniger
    > Energie verbrauchen können. Denn sollten sämtliche Schwellenländer wie
    > China, Indien, Brasilien auf das Energieverbrauchsniveau der
    > Industrieländer aufschließen, gibt es auf der Erde binnen kürzester Zeit
    > einen Umweltinfarkt. Neue Energieschleudern zu Vergnügungszwecken sind da
    > völlig fehl am Platze. Raumfahrt braucht deutlich mehr Nutzen, um sie
    > rechtfertigen zu können.

    Ach das ist doch absoluter Blödsinn. Raumfahrt ist letztendlich auch nur Logistik. Das alles was du da schreibst, könnte man auch über jede Transportform schreiben. Die meiste Energie wird ohnehin auf dem Boden verbraten. Unter anderem auch von den Millionen Gamern, mit ihren 500 Watt Kisten.

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