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Ein Notstromgenerator ist deutlich billiger

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  1. Ein Notstromgenerator ist deutlich billiger

    Autor: lemgold 03.05.15 - 15:57

    Ein Notstromgenerator (8kW el. gekapselt, leise) kostet ca. 1500$ (inkl. Steuern).

    Statistisch fällt in den USA 120 Minuten im Jahr der Strom aus, da das amerikanische Stromnetz eine Zuverlässigkeit von 99,98% anstrebt, damit Strom schön billig bleibt. Außerdem ist aufgrund der Siedlungsstruktur (viel dünner besiedelt als DE) und aufgrund ständiger schwerer Naturkatastrophen (Dürren, Waldbrände, schwerste Stürme und härtste Wintereinbrüche, Fluten, sogar Erdbeben und Vulkanismus) keine Zuverlässigkeit von 99,998% (DE) zu vertretbaren Kosten realisierbar.

    Also 120 Minuten/a, statistisch wohlbemerkt, Mittelwert betrifft nicht alle gleichermaßen. Dort wo der Strom ausfällt fällt er i.d.R. länger als 120 Min. aus., dafür in anderen Gebieten sehr viel seltener und kürzer.

    Wer in einem betroffenen Gebiet wohnt, der kauft sich einen Notstromgenerator und ein paar Gallonen Sprit. Sprit kost ja nix in USA. Mit 50 Gallonen kommt man locker über 3 Tage (ein 8kW el. Generator sollte nicht mehr als 0,7gl/h unter Vollast verbrauchen). Innerhalb von 3 Tagen sollten die Jungs von der Stromgesellschaft die Leitung wieder geflickt haben.

    Also 1500 für den Genny und für 120$ Sprit. Dazu meinetwegen Wartungskosten von 60$/a. Macht komplett in 10 Jahren: 2220$ inkl. Steuern. Und elektrische Autonomie für 3 Tage. Jederzeit beliebig erweiterbar durch ein paar weitere Army-Kanister Sprit.

    Teslas Akku bietet Autonomie für 1h (7kWh-Speicher) und kostet 3500$ OHNE Steuern, OHNE Wartungskosten. Garantie 10 Jahre. Ein realistischer Preis dürften 4200$ sein. Für 1h.

    Ach ja: Wer im Hurrican-Belt oder anderen Risikogebieten wohnt, der hat niedrige Immobilienpreise, insb. auf dem Land. Da sind 2200$ für einen Notstromgenerator locker drin. Bei vielen Immos dieser Art ist eine solche Anlage schon dabei, ja mit USV als Netzersatzanlage bzw. mit Fernstart. Im Höchstmaß also Knopfdruck, Genny springt an und Du kannst weiter Super Bowl glotzen. Und das Bier im Kühlschrank wird nicht warm.

    Teslas Akku ist also dummes Zeug.

    2. Strompreisdifferenzen ausnutzen. Nun ja, erst mal kostet Strom in continental USA im DURCHSCHNITT etwa 10ct (US-cent!) kWh, INKL. Steuern für Private. Es gibt regionale Unterschiede und auch seltene Extrema (z.B. Hawaii mit sehr hohen Preisen) aber die lassen wir mal weg.

    Einige US-Stromversorger bieten offpeak und peak-Preise an, die sich an den Lastspitzen im Netz orientieren. Evtl. beträgt die Spreizung so etwa 5ct/kWh, also z.B. 9ct/kWh-offpeak und 14ct/kWh-peak.

    5ct/kWh ist also die Preisdifferenz zwischen offpeak/peak, die ein Teslaakku im Maximalfall nutzen könnte. Speichert er 7kWh und wird das Potential vollständig genutzt (Akku jeden Tag komplett geladen/entladen, völlig unrealistisch) so beträgt der maximale "Verdienst" 35ct/d. Oder 1280$ in 10 Jahren.

    Ich soll also 4200$ ausgeben um 1280$ zu sparen?

    Komisch, mich deucht, ich würde fast 3000$ Verlust machen. PLUS den entgangenen Zinsgewinn, wenn ich meine 4200$ z.B. in Apple-Aktien investiert hätte anstatt in Teslas Akkukiste.

    Selbst wenn die Preisdifferenz zwischen offpeak/peak bei 10ct/kWh liegen würde, würde sich der Tesla-Akku niemals lohnen.

    Im Preisdifferenzbetrieb ist der Notstrombetrieb (1h, ein schlechter Witz) zudem nicht möglich.

    Der Tesla-Akku ist Murx.

    lemgold

  2. Re: Ein Notstromgenerator ist deutlich billiger

    Autor: Der Supporter 03.05.15 - 16:17

    Uns hier in Europa interessiert weniger der Betrieb für die Notstromversorgung, da unsere Stromnetze wesentlich besser als diejenigen in den USA sind. Niemand den ich kenne hat zu Hause ein Notstromaggregat, wozu auch.

    Uns hier in Europa interessiert vor allem die Verwendung in Zusammenhang mit einer PV-Anlage um die Produktions- und Verbrauchszeiten zu entzerren und den Autarkiegrad zu verbessern. Dies wird in Zukunft noch interessanter, wenn dann die garantierten Einspeisevergütungen auslaufen.

    Und viele machen das auch nicht nur aus Renditeüberlegungen ,so wie du offenbar (nach dem Motto "Fuck the nature"), sondern weil sie überzeugt sind, dass sich unsere Energieerzeugung grundsätzlich ändern muss.

    Ausserdem möchte ich möglichst wenig Geld für Energieimporte den Scheichs und Despoten wie Putin in den Arsch blasen. Unsere Energie sollte lokal erzeugt werden und die Wertschöpfung soll im Lande bleiben.

    Das ist mir tausendmal wichtiger als irgendwelche Renditeüberlegungen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.15 16:19 durch Der Supporter.

  3. Re: Ein Notstromgenerator ist deutlich billiger

    Autor: Dwalinn 04.05.15 - 08:05

    Sicher das der Akku nur 1 Stunde hält? Wie viele Maschinen waren denn in deinen beispiel an?
    Und wie @Der Supporter bereits sagte ist das eher interessant um seinen eigenen Strom zu speicher.

  4. Re: Ein Notstromgenerator ist deutlich billiger

    Autor: timo.w.strauss 04.05.15 - 11:21

    Das Teil ist nicht als Notstromgenerator Ersatz gedacht, es ist nur eine Zusätzliche Option, gedacht ist es für Grüne Energie, also Per Sonne oder Bio-Gas oder Wind.

    Aber wer nur über Renditen Rechnet, ist hier eh falsch, weil dem interessiert kein neues Zeug, weil man müsste ja investieren ...

    weg mit der großschreibung, sie ist unnötig und veraltet.
    magic is green; green is live; live is time; time is magic

  5. Re: Ein Notstromgenerator ist deutlich billiger

    Autor: Mitsch79 10.08.16 - 13:49

    lemgold schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Teslas Akku bietet Autonomie für 1h (7kWh-Speicher) und kostet 3500$ OHNE
    > Steuern, OHNE Wartungskosten. Garantie 10 Jahre. Ein realistischer Preis
    > dürften 4200$ sein. Für 1h.

    Ich bin hier gerade drüber gestolpert, als ich den Artikel zu Teslas-Solarschindeln las.
    Nun, wie ich das sehe hast du hier einen Rechenfehler drin.

    Ein 2 Personenhaushalt (ich gehe jetzt von Deutschland aus) hat im Schnitt einen Stromverbrauch von 1500KWh/Jahr. Das macht knapp 4 KWh/Tag. Damit hält der Tesla-Akku nicht 1h sondern knapp 2 Tage ;) Bei einem 4-personen Haushalt mit 2500KWh/Jahr wäre es immer noch fast ein Tag.

    Das weicht deutlich von der angenommenen 1h ab ;)

  6. Re: Ein Notstromgenerator ist deutlich billiger

    Autor: Tobias Claren 11.08.16 - 01:14

    $120 Dollar für den Sprit?
    Kann man normalen Sprit doch problemlos mehrere Jahre lagern?
    Angeblich gibt es für Generatoren einen Spezialsprit, der sich auch nach Jahren nicht verändert bzw. den Generator zusetzt.

    Evtl. sollte man den Generator sogar leer stehen lassen, und erst im Notfall den Sprit einfüllen und starten bis er angeht.
    Ähnlich wie eine unbefüllte Bleibatterie so quasi ewig stehen kann (Säure noch in der Flasche).


    8kW, wofür braucht ein Einfamilienhaushalt akut so viel Strom auf einmal?
    Reicht da nicht auch der einfache 3500W-Generator, 08/15 von Einhell, auch mal Gebraucht für 100 Euro?

    So ein dicker 8000W-Generator hat ja bei z.B. 500W Verbrauch wohl auch einen höheren Spritverbrauch als ein Generator mit evtl. 600W oder 1000W.
    Also kleine Geräte mit Griff. Nocht

    Der einzige "Vorteil" solcher "Monster" wäre evtl. eine Einbindung in ein Stromnetz im Haus.
    Aber für die paar Vorfälle?
    Auch wenn mal wieder ein Mast bricht, und es eine ganzen Woche oder Wochen keinen Strom gäbe, könnte man mit einem "mobilen" Generator das Haus versorgen.
    "Mobil" auch die 3500W-Teile im Rohr"käfig". Ohne Rollen und echte Tragegriffe. Man müsste natürlich Verlängerungskabel durch das Haus legen bzw. bereit legen.

    Wenn es mal einen Stromausfall gäbe, reicht dann nicht auch für einen Doppelkühlschrank mit Eisschrank drunter 0,7kWh/Tag?
    Also auch noch für die große Kühltruhe im Keller, und evtl. Kühlschrank in der Garage sowie ein TV im Wohnzimmer etc. (Strom fürs Telefon bzw. Fritzbox ist gering)...
    250kWh im Jahr (Kühl-Gefrierkombi) wären 28W im Schnitt.
    ein 1000er Honda oder Billiggerät aus China müsste da schon reichen.


    Heizen wird man mit dem Strom ja wohl nicht wollen.


    Hat man Gas im Haus, kann man auch einen Generator mit Gasbetrieb wählen oder umbauen (ist ja nicht Abnahmepflichtig wie beim Auto...).




    Wie sieht das eigentlich aus, wenn der Strom ausfällt, aber 10kW Solarstrom vorhanden ist?
    Hat man Tagsüber wenn die Inverter noch laufen (abends blinken sie wärend der Dämmerung, dann sind sie in der Nach "tot") noch Strom?
    Ich habe nie versucht das zu testen.

    Den Strom selbst verbrauchen zu können könnte sich allerdings rechnen, wenn man nicht gerade Lithium-Technik nimmt.
    Vandaium-Redox evtl.

    Also die evtl. 25C die Stunde aus dem Netz mit den Einnahmen von evtl. 15C (ja, es gab mal 50C oder mehr.....) für verkauften Solarstrom verrechnen.



    @ Mitch79

    Wie wäre es mit zwei bis drei Personen (wechselnd, aber auch unterschiedlich viel pro Person etc.) mit 12.000kWh im Jahr ;-) .
    Die 1500kWh im Jahr gehen wohl davon aus, dass die Personen tagsüber meist außerhalb (Arbeit...) sind.

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